BVB gegen Werder Bremen wohl wieder mit Lucas Barrios

Lucas Barrios ist nach seiner Knieverletztung wieder ins Mannschaftstraining des BVB eingestiegen. ▪

DORTMUND ▪ Jürgen Klopp, Trainer des souveränen Bundesliga-Spitzenreiters Borussia Dortmund, steht seit gestern Nachmittag in einer Liste mit Persönlichkeiten wie Johannes Rau, Dr. Edmund Stoiber oder Dr. Helmut Kohl.

Von Peter Schwennecker

Der Bäckerinnungs-Verband Westfalen-Lippe zeichnete den Fußball-Lehrer des BVB für sein überragendes Engagement für die Jugend mit dem „Großen Stutenkerl“ aus. Klopp nahm Urkunde und Stutenkerl, der natürlich schwarz-gelb dekoriert war, mit einem smarten Lächeln entgegen. Er rechnet auch keineswegs damit, den Preis in den nächsten Wochen zurückgeben zu müssen, obwohl er nicht von seinen Kurs abweichen wird, auch in Zukunft weiter nur kleine Brötchen zu backen. Vor allem, was Dortmunds sportliche Ambitionen in der laufenden Saison angeht. Immerhin hatte der 43-Jährige nach dem 2:0-Erfolg beim 1. FC Nürnberg gegenüber dem Sender Sky nicht dementieren können, dass die Borussia inzwischen zumindest zu den Titelkandidaten zählt. Weitaus besser als die Frage des Fernsehjournalisten gefiel Klopp die Aktion der mitgereisten BVB-Fans, die nach dem achten Auswärtserfolg euphorisch den Klassenerhalt feierten.

„40 Punkte nach 15 Spieltagen sind eine gute Ausbeute und müssten eigentlich zum Klassenerhalt reichen“, flachste Klopp. „Doch wir sollten das Sammeln nicht einstellen und vielleicht noch den einen oder anderen Zähler dazu holen“, fuhr der Coach fort. „Unsere Fans sind ohnehin einmalig“, lobte Klopp den Anhang und zeigte sich froh darüber, dass es in diesem ernsten Bundesligageschäft noch Platz für Ironie gibt.

Höchste Konzentration erwartet er von seiner Mannschaft auch vor dem letzten Heimspiel des Jahres am Samstag um 18.30 Uhr gegen den SV Werder Bremen. „Bremen ist eine der spielstärksten Mannschaften der Liga“, betonte Klopp, „vor allem in der Offensive nach wie vor super flexibel.“ Auch aus dem 3:0 der Norddeutschen gegen Inter Mailand in der Champions League – obwohl der Titelverteidiger nur mit einer B-Elf antrat – zog der BVB-Trainer Lehren für seine Mannschaft. „Wenn man sie lässt, fangen sie sofort an, Fußball zu spielen“, stellte Klopp fest und forderte seine Profis dazu auf, Bremens Stärken konsequent zu bearbeiten und die daraus resultierenden Freiräume zu nutzen.

Personell können die Borussen, die lediglich auf die Rekonvaleszenten Sebastian Kehl, Florian Kringe und Patrick Owomoyela verzichten müssen, aus dem Vollen schöpfen. Auch Lucas Barrios hat gestern wieder mit der Mannschaft trainiert. „Wenn es keine Reaktion im Knie gibt, ist er dabei“, erklärte Klopp. Schließlich seien neun Tage Pause angesichts der allgemeinen Fitness des Argentiniers kein Problem. „Dann war es für ihn eben eine etwas andere Art der Regeneration.“

Quelle: wa.de

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