BVB gegen Bremen wieder mit Mats Hummels

DORTMUND ▪ Jürgen Klopp bietet sich momentan ein ungewohntes Bild. Herrschte in den vergangen Wochen auf dem Rasen des Trainingszentrums oft gähnende Leere, so tummelt sich derzeit in Brackel ein fast kompletter Bundesliga-Kader. Denn bis auf die Rekonvaleszenten Damien Le Tallec und Mario Götze stehen dem Dortmunder Trainer derzeit alle Akteure zur Verfügung.

Vor dem heutigen Heimspiel (15.30 Uhr) gegen den direkten Konkurrenten SV Werder Bremen hat der Fußball-Lehrer nicht nur Alternativen, sondern fast schon die Qual der Wahl. Lediglich Sven Bender und Sebastian Kehl lassen einige Einheiten aus. „Eine reine Vorsichtsmaßnahme“, versichert Klopp. „Beide weisen Kleinigkeiten aufgrund der hohen Belastung der vergangenen Spiele auf.“

Zurück in die Startformation kehrt vermutlich Mats Hummels. Der Kieferbruch, den sich der Innenverteidiger Ende Februar im Derby auf Schalke zuzog, ist schneller verheilt als zunächst angenommen. „Er ist relativ weit, und er hat keine Bedenken bei Kopfballduellen“, betont Klopp. „Der Knochen ist stabil, und Mats hat überhaupt keine Schmerzen mehr.“ Für den 21-Jährigen wurde eigens ein spezieller Mundschutz hergestellt, der den Rest an Risiko minimieren wird. „Ich bin guter Dinge und hoffe natürlich, dass ich spielen werde“, sagt Mats Hummels. Und er weiß auch, wie die Bremer zu bezwingen sind. „Wenn wir wieder so aggressiv unser Pressing spielen wie vor der Partie in Berlin, dann hat es jede Mannschaft gegen uns schwer“, erklärt Hummels.

Die Dortmunder werden gegen den direkten Verfolger alles in die Waagschale werfen, was sie derzeit zu bieten haben. Denn mit einem Sieg über die Bremer könnte sie sich nicht nur etwas absetzen, sondern vielleicht auch den Rückstand auf die Champions-League-Plätze noch einmal verkürzen. Wobei es der Trainer vermeidet, das Wort Champions Leage überhaupt in den Mund zu nehmen. „Wir haben noch viel vor. Es sind noch sechs reizvolle Spiele, davon drei vor eigenem Publikum“, beteuert der 42-Jährige. „Diese Momente wollen wir genießen. Wir können mit einem Sieg auf 52 Punkte kommen – das allein sollte Anreiz genug sein.“

Die Gäste sehen das natürlich etwas anders. Das weiß auch Klopp. „Die Bremer reden sogar davon, dass sie über uns noch in die Champions League wollen“, erwartet der Coach einen ehrgeizigen Gegner mit einer großen Qualität. „Bremen ist eine der spielstärksten Mannschaften der Liga, vielleicht die spielstärkste, wenn man sie lässt. Wir müssen daher unsere defensive Stabilität auf allen Positionen abrufen. Dann werden wir unsere Möglichkeiten bekommen, selbst gefährlich zu werden.“

Peter Schwennecker

Quelle: wa.de

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