BVB in Europa League heute Abend gegen Lwiw unter Druck

DORTMUND - An komplizierten Hochrechnungen hat Jürgen Klopp kein Interesse. Die Frage nach dem „was wäre wenn“ lässt der Trainer des Bundesliga-Spitzenreiters Borussia Dortmund unbeantwortet. Denn heute Abend (19 Uhr/SAT1) zählt für die Schwarz-Gelben im letzten Heimspiel der Europa-League-Vorrunde gegen Karpaty Lwiw nur ein Sieg, damit der BVB zwei Wochen später zumindest noch mit Chancen zur abschließenden Partie nach Sevilla reisen kann.

„Wir sollten uns nur auf das Spiel konzentrieren und nicht jetzt schon über die Konsequenzen nachdenken, die das Ergebnis nach sich ziehen wird“, erklärt der Coach. „Wir haben es leider selbst nicht mehr in der Hand, müssen deshalb jede noch so kleine Chance nutzen.“ Auch Schlussmann Roman Weidenfeller macht sich keine Gedanken darüber, welches Ergebnis beim parallelen Spiel zwischen Paris St. Germain und Sevilla für die Dortmunder besser wäre. „Wir sind bisher immer gut damit gefahren, nur auf uns selbst zu schauen.“

Eiskalt wird es heute im Stadion sein. „Wir müssen uns warm anziehen. Ich werde auf jeden Fall eine lange Hose tragen“, lächelt Weidenfeller. „Zieh dir auch Handschuh an“, rät Klopp seinem Keeper, der wie alle Dortmunder Respekt vor den bisher punktlosen Ukrainern zeigt. „Die werden alles daran setzen, gerade bei uns ihre ersten Punkte in diesem Wettbewerb einzufahren“, sagt Weidenfeller. „Ich habe alle Spiele von Karpaty gesehen. Ganz so schlecht waren die auch nicht“, beteuert der BVB-Fußball-Lehrer, der heute auf Torjäger Lucas Barrios verzichten muss. Der Argentinier laboriert an einer Kapselverletzung im Knie. Immerhin besteht inzwischen durchaus die Hoffnung, dass der Stürmer am Sonntag in Nürnberg eingesetzt werden kann. Das wird aber erst am Samstag entschieden.

Klar ist allerdings, dass Robert Lewandowski Barrios vertreten wird. „Robert hat sich diese Chance, von Anfang an zu spielen, einfach verdient, und es freut mich für ihn, dass er sie jetzt bekommt“, erklärt Klopp. Als „Joker“ in der Bundesliga hat der polnische Nationalspieler überzeugt, schon viermal als Einwechselspieler einen Treffer erzielt. Kleine Fragezeichen stehen bei der Borussia noch hinter den Einsätzen von Shinji Kagawa und Jakub Blaszczykowski. Während der Japaner an einer Rippenprellung aus dem Spiel gegen Mönchengladbach laboriert, schmerzt Kuba die Schulter. „Ich gehe aber davon aus, dass beide mitwirken können“, zeigt sich der Dortmunder Trainer optimistisch.

Und bereitwillig beantwortet er auch die Frage eines ukrainischen Journalisten, warum der BVB in der Bundesliga zwölf von 14, in der Europa League aber lediglich ein Spiel gewonnen hat. „Wenn man 0:0 in Paris spielt, ist das bei einer Mannschaft dieser Qualität schon in Ordnung“, sagt Klopp. „Unser Problem ist nur das 0:1 gegen den FC Sevilla, ansonsten ist für uns in diesem Wettbewerb alles normal gelaufen.“ Ziel des BVB seien weiter elf Punkte – und die könnten am Ende reichen. „Auch wenn einige Experten meinen, dass es für uns mit Blick auf die Bundesliga einfacher wäre, wenn wir ausscheiden würden – wir wollen auf jeden Fall im Europapokal überwintern“, lässt der Coach keine Zweifel an seiner Zielsetzung.

Quelle: wa.de

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