BVB erreicht Gruppenphase in der Nachspielzeit

Ziel erreicht: BVB-Trainer Jürgen Klopp herzt den Torschützen Lucas Barrios. ▪
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Ziel erreicht: BVB-Trainer Jürgen Klopp herzt den Torschützen Lucas Barrios. ▪

BAKU ▪ Mit einem glanzlosen Auftritt hat Borussia Dortmund die Rückkehr auf die europäische Fußball-Bühne geschafft und kann mit zusätzlichen Einnahmen von mehreren Millionen Euro planen.

Zwei Jahre nach dem bitteren Erstrunden-Aus gegen Udinese Calcio kam der Bundesligist im Play-off-Rückspiel bei Qarabag Agdam zu einem späten 1:0 (0:0)-Erfolg. Torjäger Lucas Barrios sorgte mit seinem Last-Minute-Treffer (90.+1) nach dem 4:0 im Hinspiel für den zweiten Sieg und den Einzug in die Gruppenphase der Europa League.

„Wir sind sehr glücklich. Qarabag hat losgelegt wie die Feuerwehr. Der Boden war ein kleiner Wettbewerbsvorteil für die Aserbaidschaner“, sagte Dortmunds Trainer Jürgen Klopp. Vor 15 000 Zuschauern in Aserbaidschans Hauptstadt Baku beendeten die Westfalen, die zuletzt vor acht Jahren in der Gruppenphase eines europäischen Wettbewerbs standen, ihre lange Leidenszeit.

Die Auslosung der zwölf Gruppen findet am Freitag (13 Uhr, live bei Eurosport) im Fürstentum Monaco statt. Weil Dortmund im Klub-Ranking auf einen Platz jenseits der „Top 100“ zurückgefallen ist, wird die Borussia allerdings im vierten Lostopf mit den vermeintlich schwächsten Mannschaften zu finden sein und erwartet aller Voraussicht nach gute Gegner.

BVB-Coach Klopp wartete mit einer Veränderung im Vergleich zur 0:2-Niederlage gegen Leverkusen am vergangenen Wochenende auf. Für Youngster Mario Götze durfte Neuzugang Lukas Piszczek im Mittelfeld ran. Qarabag war das Bemühen amzumerken, die hohe Niederlage in Dortmund vergessen zu machen. Insbesondere Wugar Nadirow setzte sich in der Anfangsphase mehrmals gegen U 21-Nationalspieler Marcel Schmelzer durch und kam aus kurzer Distanz zu zwei guten Möglichkeiten. Seinen ersten Versuch aus knapp zehn Metern parierte Roman Weidenfeller (5.), der zweite landete neben dem Tor (7.).

Nach einer Viertelstunde verpuffte die Anfangsoffensive des zweimaligen aserbaidschanischen Meisters und Dortmund fand nach der mit 3 500 Flugkilometern längsten Europacup-Anreise der Klubgeschichte zunehmend besser ins Spiel. Einem Treffer von Torjäger Lucas Barrios, im Hinspiel zweifacher Torschütze, verweigerte der belgische Schiedsrichter Serge Gumienny wegen einer Abseitsstellung die Anerkennung (26). Der nicht gegebene Treffer war offenbar eine Art Initialzündung: Jung-Nationalspieler Kevin Großkeutz (34.), Barrios per Kopf (44.) und Kapitän Sebastian Kehl (45.) verpassten unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff die endgültige Entscheidung.

In zweiten Spielabschnitt ergaben sich die Gastgeber ihrem Schicksal. Dortmund wurde seiner eindeutigen Favoritenrolle auch optisch gerecht, ließ den Ball durch die eigenen Reihen laufen und hielt den Gastgeber damit von der Gefahrenzone vor dem eigenen Tor fern. Barrios (66.) und Kehl (72.) vergaben die einzigen beiden Chancen nach dem Seitenwechsel. ▪ sid

Quelle: wa.de

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