BVB vor Einzug in die Gruppenphase

DORTMUND ▪ Es sind genau 3 450 Kilometer von Dortmund bis  nach Baku, doch wenn der BV Borussia am 26. August zum Rückspiel der Qualifikationsrunde bei Qarabagh Agdam antritt, fehlt nur noch ein winzig kleiner Schritt in die Gruppenphase der Europa League.

Mit 4:0 (4:0) bezwang der Fußball-Bundesligist gestern Abend vor 47 800 Zuschauern im Signal Iduna Park die Mannschaft aus Aserbaidschan. Ein Ergebnis, das nicht nur ein gutes Polster, sondern fast schon ein Ruhekissen für die BVB-Profis ist.

Jedenfalls können sich die Schwarz-Gelben bereits auf eine Zusatzeinnahme von über fünf Millionen Euro in diesem lukrativen Wettbewerb freuen, die vielleicht sogar noch einmal eine Aktivität auf dem Transfermarkt bis zum 31. August zulässt. Doch das interessierte Michael Zorc nicht. „Im Moment besteht keine Notwendigkeit, aber auszuschließen ist in diesem Geschäft nichts“, erklärte der Sportdirektor, der sich allerdings vorsichtig gab. „Es gibt den berühmten Spruch mit dem Fell des Bären“, beteuerte Zorc. „Das Rückspiel muss erst einmal gespielt werden.“

Dass die Partie für die Gastgeber leichter wurde als erwartet, lag an der tatkräftigen Mithilfe von Agdams Torhüter Farhad Valiyev, der bei den ersten drei Treffern der Borussen mehr als schlecht aussah. Schon nach 13 Minuten gingen die Dortmunder durch einen haltbaren Distanzschuss von Shinji Kagawa in Führung. Nur kurz darauf (20.) ließ der Qarabagh-Schlussmann einen Ball von Lucas Barrios sowohl durch die Hände als auch durch die Beine rutschen. Auch beim 3:0 (24.) durch den Barrios-Kopfball war Valiyev mit der Hand am Ball. Die Vorarbeit zu diesem Treffer hatte übrigens der rechte Außenverteidiger Lukasz Piszczek geleistet, der für den wegen Magen- und Darm-Problemen kurzfristig ausgefallenen Patrick Owomoyela in die Startelf gerückt war. Spätestens als der Japaner Kagawa ebenfalls per Kopfball das 4:0 (41.) nach einer Schmelzer-Flanke markierte, war die Partie gelaufen.

So durften sich die Borussen im zweiten Durchgang für den schweren Bundesliga-Auftakt am kommenden Sonntag (17.30 Uhr) gegen Bayer Leverkusen schonen, wo sie mit Sicherheit ganz anders gefordert werden.

Trainer Jürgen Klopp nutzte die Gelegenheit, auch Talent Mario Götze etwas internationale Luft schnuppern zu lassen. Der Nachwuchsmann kam nach 50 Minuten für Jakub Blaszczykowski. Derweil gehörte der Ungar Tamasz Hajnal wie schon beim 3:0-Pokalerfolg in Burghausen nicht einmal zum Kader der Borussia. „Das war keine Entscheidung gegen Hajnal, sondern nur für einen anderen Spieler“, erklärte Klopp, der später (67.) auch noch Sven Bender für Kapitän Sebastian Kehl brachte.

Kagawa wurde anschließend ein dritter regulärer Treffer (70.) wegen angeblicher Abseitsposition verweigert. Der Mittelfeldmann wurde mit viel Applaus verabschiedet, als er danach seine Position für Neuzugang Robert Lewandowski räumte. Nicht der 4,5 Millionen-Einkauf aus Polen, sondern der kleine Japaner scheint der neue Publikumsliebling der BVB-Fans zu werden.

Quelle: wa.de

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