BVB: Trainer Klopp will Chance auf die Champions League erhalten

DORTMUND ▪ Pünktlich zum letzten Heimspiel der Saison am Samstag gegen den VfL Wolfsburg (15.30 Uhr) präsentiert Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund das neue Trikot. Über 100 000 wurden in der laufenden Serie vom aktuellen Outfit verkauft, in der kommenden Runde dürfte die Zahl deutlich gesteigert werden. Schließlich spielt der BVB wieder international. Ob Europa oder Champions League entscheidet sich in den letzten beiden Spielen. Von Peter Schwennecker

„Ich habe mich am Sonntag kurz gefreut, als feststand, dass wir zumindest die Europa League sicher haben“, betont BVB-Trainer Jürgen Klopp. „Dann habe ich aber auch schnell an das nächste Spiel und unsere Chance gedacht, die erfolgreiche Saison noch krönen zu können.“ Mit zwei Siegen in den abschließenden Spielen gegen Wolfsburg und beim SC Freiburg könnte die Borussia selbst zumindest den Grundstein für die Teilnahme an der Königsklasse legen. Sie ist allerdings dabei auf Ausrutscher der beiden Mitkonkurrenten Werder Bremen und Bayer Leverkusen angewiesen, die einen Punkt mehr auf dem Konto aufweisen. Doch unabhängig vom Kampf um Platz drei sieht Klopp viele weitere Gründe dafür, warum seine Mannschaft gerade am Samstag gegen die Wolfsburger noch einmal alles geben wird. „Mit 1,3 Millionen Zuschauern haben wir eine wahnsinnige Unterstützung genossen. Deshalb sollten wir die große Chancen nutzen, mit einem Sieg über den noch amtierenden Deutschen Meister unseren fantastischen Fans einiges zurückzugeben.“ 78 000 Tickets hat der BVB bereits abgesetzt, die wenigen Restkarten werden am Spieltag ab 11 Uhr an der Tageskasse verkauft. Es ist also erneut mit einem ausverkauften Haus zu rechnen.

Obwohl die Wolfsburger derzeit nur auf Platz acht der Tabelle liegen und weit von der Form des Meisterjahres entfernt sind, zudem keine Chance mehr auf die internationale Bühne haben, rechnet der Dortmunder Fußball-Lehrer mit starker Gegenwehr. „Nur Schalke, Bremen und die Bayern haben auswärts häufiger gepunktet als der VfL“, sagt Klopp und nennt auch gleich die Gründe, warum es bei den „Wölfen“ nach dem Titelgewinn nicht mehr so gut lief. „Sie mussten sich erst an die Belastung durch Champions League und später Europa League gewöhnen. Das ist nicht die erste Mannschaft, die nach der Meisterschaft etwas abgerutscht ist“, erklärt der 42-Jährige.

Personell muss sich Klopp nur um eine Position Gedanken machen. Sven Bender fällt mit dem Muskelfaserriss im Adduktorenbereich für den Rest der Saison aus. Und da auch Sebastian Kehl noch nicht fit ist, ist der Platz im defensiven Mittelfeld neben Nuri Sahin vakant. Vermutlich wird diese Rolle, wie schon zuletzt nach Benders Ausfall beim 3:2-Erfolg in Nürnberg, Tamas Hajnal übernehmen. Markus Feulner wäre eine Alternative. Für Hajnal spricht vor allem seine Kreativität im Vorwärtsspiel. Und da für die Borussia gegen den VfL Wolfsburg nur ein „Dreier“ zählt, dürfte in erster Linie diese Richtung eingeschlagen werden.

Quelle: wa.de

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