Dortmund verliert in Hoffenheim 1:0

BVB-Trainer Jürgen Klopp Assistent Zeljko Buvac Chris Löwe
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Ratlosigkeit bei BVB-Trainer Jürgen Klopp, Assistent Zeljko Buvac und Chris Löwe.

DORTMUND - Es bleibt dabei. Für den Deutschen Meister Borussia Dortmund gibt es in der Rhein-Neckar-Arena in Sinsheim nichts zu holen. Siebenmal haben Hoffenheim und der BVB die Klingen gekreuzt und noch nie hatten die Schwarzgelben im Badener Land das bessere Ende für sich.

Von Jens Lederer

Denn auch am zweiten Spieltag gewann die TSG 1899 Hoffenheim durch das frühe Freistoßtor von Sejad Salihovic mit 1:0.

Die Niederlage der Schwarz-Gelben deutete sich bereits in der Anfangsphase an. Denn all die Tugenden wie Lauffreudigkeit, Überzahl im Zweikampf und schnelles Spiel in die Spitze, die Dortmund stark gemacht haben, machten sich die Gastgeber zu eigen und schlugen deshalb den BVB mit dessen eigenen Waffen.

Für ihre ambitionierte Spielweise wurden die Kraichgauer nach neun Minuten belohnt. Nachdem der völlig überforderte und wie ein Fremdkörper wirkende Ilkay Gündogan sein drittes Foul in Serie begangen hatte, hämmerte Sejad Salihovic den Ball aus über 30 Metern ins Tor der Borussen. Der Flatterball habe eine komplett andere Richtung eingeschlagen, verteidigte sich Dortmunds Keeper Roman Weidenfeller, der die Niederlage vor allem mit den vergebenen Torchancen begründet.

Damit macht es sich der BVB-Kapitän zu einfach. Es war nämlich keineswegs so, dass Hoffenheim nur deshalb das bessere Ende für sich hatte, weil die Borussen ihre Chancen durch Kevin Großkreutz (31.) und Ivan Perisic (63.) nicht nutzten. Ursache für die Pleite war vor allem die behäbige Spielweise. „Wir haben die Anfangsphase verschlafen und durch das Traumtor von Salihovic den Hoffenheimern in die Karten gespielt. Nach diesem Treffer konnten sie sich zurückziehen und kontern“, bilanzierte Mats Hummels.

Während Shinji Kagawa die Einsätze auf internationaler Bühne nicht als Entschuldigung gelten ließ, hatten die Spiele nach Meinung von Hummels sehr wohl an den Kräften gezerrt. „Zudem haben wir nicht oft genug direkt gespielt, um dem Pressing der Hoffenheimer zu entgehen. Wir waren auch im Kopf zu behäbig“, nannte der Innenverteidiger die Hauptursache für die Niederlage. Unterstützung erfuhr er durch Sportdirektor Michael Zorc: „Wir haben einige Fehler mehr gemacht als die Hoffenheimer. Die Bundesliga ist kein Wunschkonzert und deshalb spielen wir auch nicht jeden Gegner an die Wand“, sagte der Sportdirektor. Der BVB bot in der Rhein-Neckar-Arena lediglich 30 Minuten attraktiven Fußball, und zwar nach der Einwechslung von Jakub Blaszczykowski (Kuba), der in der 54. Minute den bis dahin wirkungsvollsten Borussen, Mario Götze, ablöste, und Ivan Perisic, der für den schwachen Gündokan (56.) kam. Dass die Dortmunder dennoch nicht zum Ausgleich kamen, lag an TSG-Torhüter Tom Starke, der eine tadellose Leistung bot. Trainer Jürgen Klopp, der fast die gesamten 90 Minuten am Spielfeldrand stand, um seine Mannschaft auf Kurs zu bringen, versprach nach Spielschluss: „Wir werden versuchen, Hoffenheim im Rückspiel zu schlagen.“ Ein schwacher Trost für die Niederlage.

Quelle: wa.de

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