Dortmund überrollt mit Vollgas-Fußball den VfL Wolfsburg

Mensch Mario: Lukasz Piszczek (rechts) gratuliert Doppel-Torschütze Mario. ▪
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Mensch Mario: Lukasz Piszczek (rechts) gratuliert Doppel-Torschütze Mario. ▪

DORTMUND ▪ Rechtzeitig vor dem Bundesliga-Gipfeltreffen am 19. November beim FC Bayern München (18.30 Uhr) scheint die Dortmunder Borussia zur Meisterform zurückzufinden. „Das war, wenn man es so sagen will, wieder der Dortmunder Fußball, der uns in der vergangenen Saison so ausgezeichnet hat“, jubelte BVB-Coach Jürgen Klopp nach dem verdienten 5:1 (2:0)-Erfolg seiner Mannschaft vor 80 720 Zuschauern im ausverkauften Signal Iduna Park gegen den VfL Wolfsburg. Von Peter Schwennecker

Vier Tage nach dem 1:0-Arbeitsssieg in der Champions League gegen Olympiakos Piräus entwickelten die Schwarz-Gelben enorme Spielfreude, brannten ein wahres Offensivfeuerwerk ab. Der berühmte „Vollgas-Fußball“ eben. Und die Mannschaft von Gästetrainer Felix Magath war mit dem Ergebnis nach den Treffern von Mario Götze (12. Und 78.), Shinji Kagawa (45.), Sven Bender (61.) und Robert Lewandowski (66.) sogar gut bedient. Nur ganze zwei Minuten keimte bei den Gästen nach dem Anschlusstor durch Alexander Hleb (59.) etwas Hoffnung auf. „Da gab es einen kurzer Anflug von Überheblichkeit“, analysierte Klopp, „doch die Mannschaft hat sofort die entsprechende Reaktion gezeigt.“

Gegenüber Piräus hatte Klopp nur kleine Änderungen vorgenommen. Kapitän Sebastian Kehl und Ivan Perisic saßen zu Beginn auf der Bank, dafür rückten Shinji Kagawa und Sven Bender, der neben Moritz Leitner auf der Doppelsechs spielte, in die Startformation. Neben dem überragenden Mario Götze war es vor allem Kagawa, der für die Überraschungsmomente im Spiel der Borussia sorgte. „Er ist seit einigen Wochen auf dem Weg nach oben, hat seine alte Spritzigkeit wieder. Das Spiel war sein bestes bislang“, lobte Klopp den Japaner. Allerdings sah der Dortmunder Fußball-Lehrer den Grund für die Dominanz der Westfalen nicht allein in den Offensivqualitäten seines Teams, sondern vor allem im Bereich der Arbeit gegen den Ball. „Das war der Schlüssel zum Erfolg“, so der 44-Jährige. „Aus der Balleroberung haben wir tolle Spielzüge entwickelt und punktgenaue Pässe gespielt. Und am Ende tolle Tore gemacht.“

Allerdings trübte die schwere Verletzung von Innenverteidiger Neven Subotic die Freude aller Borussen. Bei einem Ellenbogenschlag von Sotirios Kyrgiakos, der nicht geahndet wurde, zog sich Subotic einen Mittelgesichtsbruch zu, musste zur Pause ins Krankenhaus gebracht und durch Felipe Santana ersetzt werden. „Neven fällt für den Rest des Jahres aus. Das wirft einen dunklen Schatten über diesen eigentlich großen Tag“, sagte Klopp.

Positiv allerdings, dass sich der überragende Mario Götze trotz weiterer Abwerbungsversuche von Arsenal London zu einem deutlichen Bekenntnis zum BVB durchrang. „Ich fühle mich hier sehr wohl, habe noch einen Vertrag bis 2014. Nur das zählt“, erklärte der Jungnationalspieler vor laufenden Kameras. „Hier geht jeder Spieler immer bis an seine Leistungsgrenze. Da macht es richtig Spaß, Fußball zu spielen.“ Und die Frage, ob er sich sogar eine Vertragsverlängerung in Dortmund vorstellen könnte, beantwortete er zwar zögernd und schüchtern, aber mit einem „Ja“.

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