BVB Dortmund steht am Mittwoch in Piräus in der Pflicht

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Wieder dabei: Lukasz Piszczek

ATHEN - Eigentlich sind sich alle Spieler, Trainer und Verantwortlichen des deutschen Fußball-Meisters Borussia Dortmund einig: Wenn für den BVB in der Champions-League-Vorrunde nach dem missglückten Start noch etwas gehen soll, dann ist heute ein Sieg im Stadion Karaiskakis bei Olympiakos Piräus (Anstoß 20.45 Uhr/live bei Sat 1) Pflicht.

Mit nur einem Zähler gehen die Schwarz-Gelben in die beiden „Endspiele“ gegen die punktlosen Griechen, die bereits in 13 Tagen zum Rückspiel in Dortmund antreten. Von Finalcharakter wollte Michael Zorc nach der Landung in Athen allerdings nicht reden. „Wir sollten nicht einen zu großen Druck aufbauen und alles an einem Spiel festmachen“, erklärte der Sportdirektor. „Es geht nur darum, die großen Böcke, die wir beim 0:3 in Marseille geschossen haben, abzustellen. Und wir sollten unsere Chancen natürlich besser nutzen, als wie wir es beim 1:1 gegen Arsenal oder in Marseille getan haben.“

Trainer Jürgen Klopp wurde mit seinen Forderungen etwas deutlicher. „Wir sind in die Champions League gestartet, um einige Marken zu setzen“, erklärte der 44-Jährige vor dem gestrigen Abschlusstraining in Piräus. „In fußballerischer Hinsicht haben wir das durchaus schon getan, doch müssen jetzt auch die Ergebnisse stimmen.“ Dabei setzt der Coach natürlich insgeheim auf zwei Siege. „Wenn wir aus den beiden Begegnungen mehr als vier Punkte holen, dann wären wir wieder voll im Rennen, ganz gleich was Marseille gegen Arsenal macht“, erklärte Klopp. Und zumindest findet er in den Reihen seiner Profis Anhänger dieser Auffassung. „Wenn wir in der Königsklasse noch etwas erreichen wollen, dann müssen wir in Piräus etwas holen“, beteuerte Mittelfeldakteur Sven Bender.

Personell mussten die Dortmunder nach dem 2:0-Erfolg in der Bundesliga bei Werder Bremen wieder einige Rückschläge hinnehmen. So fällt Torschütze Patrick Owomoyela (Faserriss) ebenso aus wie Lucas Barrios (Oberschenkelverhärtung und Wirbelblockade). „Lucas wird die Tage in Dortmund nutzen und hoffentlich am Wochenende wieder zur Verfügung stehen“, erklärte Klopp. Dagegen trat Außenverteidiger Lukasz Piszczek nach seinen muskulären Problemen den Flug nach Athen mit an. „Lukasz ist wieder nahezu bei 100 Prozent“, bestätigte der BVB-Trainer, der auf der anderen Abwehr-Seite zudem Marcel Schmelzer wieder von Beginn an bringen wird. Sollte Piszczek doch ausfallen, wäre laut Klopp Kevin Großkreutz die einzige Alternative auf dieser Position. „Kevin kann das, er hat das auch schon bei uns gespielt“, sagte der Coach.

Leicht wird die Aufgabe für die Borussen nicht. Klopp rechnet mit einem offensiven Gastgeber. „Piräus hat zwar null Punkte, aber zweimal nur sehr knapp verloren“, betonte er. Eine brisante Partie erwartet Sportdirektor Zorc: „Olympiakos wird die letzte Chance nutzen wollen. Das wird ein heißes Spiel in einem Hexenkessel.“

Quelle: wa.de

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