Modell für Spielausfälle oder Geisterspiele

Gehaltsverzicht in der Corona-Krise: So viel spart der BVB dank Spieler, Trainer und Bosse

Profis, Klub-Führung und Trainer-Team des BVB verzichten in der Coronavirus-Krise auf Teile ihres Gehalts. Borussia Dortmund spare damit einen zweistelligen Millionenbetrag.

  • Die Spieler des BVB sollen aufgrund der Coronavirus-Folgen auf Teile ihres Gehalts verzichten.
  • Die Vereinsbosse legten dem Kader dafür ein Stufenmodell vor.
  • Eine Entscheidung soll in dieser Woche fallen.

Update vom 24. März, 16.25 Uhr: Aufgrund der wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie verzichten die Spieler von Borussia Dortmund "ab sofort freiwillig auf einen Teil ihrer Gehälter und zeigen sich so solidarisch mit den 850 Mitarbeitern des Klubs sowie deren Familien", wie der BVB offiziell mitteilte.

Der Klub bestätigte, dass der Kader am Montag von der Geschäftsführung sowie der sportlichen Leitung über die aktuelle Lage informiert worden war.

Borussia Dortmunds Vorsitzender der Geschäftsführung, Hans-Joachim Watzke, wertet den Verzicht der Spieler auf signifikante Teile ihrer Gehälter "als wertvolles Zeichen der Solidarität sowohl nach außen als auch an unsere 850 Mitarbeiter".

Wie die Spieler verzichten auch die Verantwortlichen des Klubs sowie der Trainerstab auf Teile ihrer Gehälter. Der BVB spare somit einen zweistelligen Millionenbetrag ein, heißt es. Da soll dabei helfen wird, den BVB als einen der größten Arbeitgeber Dortmunds während der Corona-Krise abzusichern und zu schützen.

Gehaltsverzicht in der Corona-Krise: Diesen Anteil sollen die BVB-Profis leisten

Dortmund - Die Klubführung von Borussia Dortmund hat dem BVB-Kader nach übereinstimmenden Medienberichten ein Modell zum Gehaltsverzicht vorgelegt. Demnach sollen die Profis auf 20 Prozent ihres Grundgehaltes  verzichten, wenn keine Fußballspiele stattfinden.

Ein Abschlag von zehn Prozent wäre bei Spielen ohne Zuschauer - also bei sogenannten Geisterspielen - fällig. Eine Entscheidung darüber soll noch in dieser Woche fallen. Darüber berichtete am Montagabend zunächst die Bild.

Nach WAZ-Informationen soll der BVB, dem wegen der Corona-Krise ein massiver Verlust droht, so bis zu zehn Millionen Euro einsparen können. 

Coronavirus: BVB-Führung bittet Kader wegen Gehaltsverzicht zum Gespräch

Am Montag sollen die Profis, die wegen der Coronavirus-Pandemie derzeit nicht gemeinsam trainieren, in Gruppen zum Gespräch gebeten worden sein. 

Mit dabei war auch Lizenzspielerchef Sebastian Kehl, der 2003 noch Profi war, als der damalige BVB-Kader in großer wirtschaftlicher Not des Klubs auf 20 Prozent des Gehalts verzichtete. Er hatte bereits verkündet, auch diesmal Einbußen hinnehmen zu würden.

Coronavirus: Auch Trainer Favre zu Gehaltsverzicht bereit

Zuletzt hatte die Führung von Borussia Dortmund um Klubchef Hans-Joachim Watzke freiwillig auf einen Teil ihres Gehaltes verzichtet. Neben Kehl und Sportchef Michael Zorc soll auch Trainer Lucien Favre freiwillig zu einem Gehaltsverzicht bereit gewesen sein. 

Wegen der Corona-Krise ist der professionelle Sport inzwischen nahezu weltweit zum Erliegen gekommen. Den Fußballclubs entgehen dadurch Einnahmen in Millionen-Höhe. - dpa

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Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © dpa

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