BVB hat gegen Hannover 96 noch Rechnung offen

Ist wieder einsatzbereit: Shinja Kagawa

DORTMUND - Geht es nach Jürgen Klopp, dann wird am Sonntag (17.30 Uhr) beim Heimspiel des Bundesliga-Spitzenreiters Borussia Dortmund gegen den Tabellensiebten Hannover 96 eine große Erfolgsserie reißen. Die Gastgeber sind 16 Punktbegegnungen unbesiegt, die Niedersachsen seit elf Pflichtspielen.

Von Peter Schwennecker

„Da sind auch einige internationale Partien dabei“, betont Klopp, was nach Meinung des BVB-Trainers aber zusätzlich für die Qualität der Hannoveraner spricht. Für die Borussia geht es vor allem darum, jenen 18. September, den Tag der letzten Erstliga-Niederlage des Meisters, endgültig aus den Köpfen zu streichen. Denn der Stachel, den das unnötige 1:2 im Hinspiel hinterließ, sitzt beim Dortmunder Fußball-Lehrer immer noch sehr tief. „Wir haben damals über 70 Minuten unser wohl bestes Spiel der Hinrunde gemacht, dann die Begegnung durch Nachlässigkeiten aus der Hand gegeben. Diese Punkte wollen wir uns jetzt zurückholen, nur das ist das Ziel für Sonntag“, erklärt der 44-Jährige.

Dabei können die Schwarz-Gelben wieder auf den Japaner Shinji Kagawa zurückgreifen, der nach einem Außenbandanriss bereits zwei Übungseinheiten mit der Mannschaft absolviert hat. „Bei Shinji sieht das richtig gut aus“, sagt der Coach, der neben Mario Götze vermutlich nur auf Moritz Leitner (Magen- und Darm-Infekt) verzichten muss. „Robert Lewandowski hat Probleme mit der Gesäßmuskulatur, doch ich gehe davon aus, dass es bis Sonntag reichen wird“, meint Klopp.

Der wird seine Mannschaft auf die Stärke der Hannoveraner hinweisen. Denn die 96er sind vor allem bei Standards sehr gefährlich, haben fast die Hälfte ihrer Tore nach ruhenden Bällen erzielt. „Man muss schon aufpassen, wenn sich Christian Pander die Bälle zurecht legt“, singt Klopp fast schon ein Loblied auf den früheren Schalker. „Auch wenn er ursprünglich ein Blauer ist – mich freut es für Christian, dass er wieder zu jener Qualität zurückgefunden hat, die ihn zum Nationalspieler gemacht hat.“

Klopps Rezept gegen Hannovers „Ballermann“: es am besten gar nicht erst zu Standardsituation in Strafraumnähe kommen lassen. „Wir werden uns natürlich darauf einstellen, sollten dieser Sache aber nicht eine besondere Aufmerksamkeit schenken, weil man sich damit meist nur selbst Probleme bereitet. Wir sollten unsere eigenen Stärken einbringen.“

Hinter den Kulissen laufen beim BVB derweil die Planungen für die kommende Saison auf Hochtouren. Offenbar gehen die Borussen davon aus, dass Felipe Santana den Verein am Ende der Saison verlassen wird. Er wird mit Mönchengladbach in Verbindung gebracht, falls Dante zum FC Bayern wechselt.

Auf dem Dortmunder Wunschzettel steht offenbar der Düsseldorfer Assani Lukimya, der gegenüber anderen interessierten Klubs angeblich geäußert haben soll, dass er im Sommer zum BVB wechselt. „Das kann er so nicht gesagt haben“, schmunzelt BVB-Trainer Jürgen Klopp. Der das Interesse des Meisters an dem Kongolesen nicht leugnet: „Er ist ein guter Junge.“ Offensichtlich ist der Deal aber noch nicht perfekt.

Quelle: wa.de

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