BVB-Trainer Klopp fordert gegen Nürnberg mehr Pressing

Trifft auf seinen Ex-Klub 1. FC Nürnberg: Ilkay Gündogan.

DORTMUND ▪ Heftige Akustik-Attacken wie zuletzt bei der 0:1-Niederlage in Sinsheim gegen die TSG Hoffenheim wird es auch heute während des Bundesliga-Heimspiels des deutschen Fußball-Meisters Borussia Dortmund gegen den 1. FC Nürnberg (15.30 Uhr) geben. Von Peter Schwennecker

Allerdings werden sich die BVB-Fans diesmal auf der Südtribüne selbst beschallen, denn für die Schwarz-Gelben geht es darum, nach dem Ausrutscher in Sinsheim nicht den Kontakt zur Spitze zu verlieren.

Die bisherigen zwei Begegnungen will Jürgen Klopp so früh in der Saison allerdings nicht überbewerten. „Wir haben gesehen, wie es ist, wenn wir wie gegen Hamburg fast an der obersten Kante spielen“, sinnierte der Coach. „Wir haben am vergangenen Samstag allerdings auch erlebt, wie es sich anfühlt, wenn es einmal nicht so gut läuft und nicht reicht.“

Immerhin hatte er klar ausgemacht, wo in Sinsheim die Dortmunder Defizite lagen: „Pressing und Gegenpressing haben nicht so funktioniert. Die müssen gegen Nürnberg auf unserer Prioritätenliste wieder ganz oben stehen“, erklärte der Trainer. „Wir müssen gegen einen defensiv gut organisierten Gegner versuchen, die Räume zu nutzen“, ergänzte Klopp.

Ein besonderes Duell wird es heute für BVB-Neuzugang Ilkay Gündogan, der beim letzten Aufeinandertreffen noch das Trikot des Club trug. „Für ihn ist es sicherlich besser, wenn man ohne besondere Emotionen in solch eine Begegnung geht“, hofft Klopp darauf, dass sein neuer Mittelfeldregisseur nicht verkrampft. „Gegen Hamburg hat er ein starkes, in Sinsheim ein weniger gutes Spiel gemacht“, betonte Klopp. „Er hat es aber durch gute Leistungen in der Vorbereitung geschafft, sich auf einer hart umkämpften Position in unserem Team durchzusetzen.“

Durchaus möglich, dass zwei altbewährte Defensiv-Kräfte des BVB heute in die Startformation zurückkehren werden. Sowohl Neven Subotic als auch Marcel Schmelzer haben zuletzt wieder am Mannschaftstraining teilgenommen. „Mal sehen, ob es noch irgendwelche Reaktionen auf die Belastungen gibt“, wollte sich Jürgen Klopp mit Blick auf die Aufstellung nicht festlegen.

Gesetzt im Angriff ist auf Grund der Verletzung von Lucas Barrios auf jeden Fall weiter Robert Lewandowski, obwohl er in dieser Saison bisher nicht getroffen hat. „Robert hat aber einen weiteren Schritt gemacht“, bescheinigte Klopp dem Polen sowohl gegen Hamburg, als er zwei Treffer vorbereitete, als auch in Sinsheim jeweils gute Vorstellungen.

Übrigens ist die Partie gegen die Nürnberger nicht ausverkauft. Der Club hat 3 500 der insgesamt 6 500 Karten nach Dortmund zurückgeschickt. Der BVB will einen Großteil der Tickets auf der Nordtribüne jetzt auch den eigenen Fans zur Verfügung stellen. Die Tageskassen öffnen heute um 11 Uhr.

Quelle: wa.de

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