Drastische Worte des Sportdirektors

Zorc tobt nach peinlicher Niederlage in Hannover

War nach der Niederlage sichtlich angefressen: BVB-Sportdirektor Michael Zorc.
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War nach der Niederlage sichtlich angefressen: BVB-Sportdirektor Michael Zorc.

Die desolate Leistung des BVB beim Aufsteiger Hannover 96 brachte den Dortmunder Sportdirektor Michael Zorc so richtig auf die Palme. Mit drastischen Worten kritisierte er die Mannschaft.

Hannover – Borussia Dortmund steckt in der Krise. Nach einer über weite Strecken desolaten Leistung kassierte der BVB bei Hannover 96 eine 2:4 (1:2)-Niederlage und wartet jetzt seit drei Bundesligaspielen auf einen Sieg. Auch die Tabellenführung ist nach dem leblosen Auftritt beim Aufsteiger verloren gegangen. 

Neuer Spitzenreiter ist mit drei Zählern Vorsprung nach dem 2:0-Heimsieg über RB Leipzig ist der FC Bayern München. Bereits am Mittwoch (ab 20.45 Uhr/bei uns im Live-Ticker) wartet mit der Champions-League-Partie gegen APOEL Nikosia der nächste Prüfstein auf die Westfalen. 

Dortmund in allen Belangen unterlegen

Für das wichtige Duell mit den Zyprioten sollte in Hannover ein Sieg her. Doch die Leistung in der ersten Halbzeit war unterirdisch. Kein Biss, keine Ideen, dazu noch die üblichen Schwächen in der Defensive: Dortmund war dem Liga-Neuling aus Niedersachsen in allen Belangen unterlegen. 

Klare Worte für den desolaten Auftritt fand BVB-Sportdirektor Michael Zorc: „Ich bin sprachlos über die Leistung unserer Mannschaft, insbesondere in der ersten Halbzeit.“ 

Bürki verursacht erneut Elfmeter

Die Hausherren gingen dank eines Elfmeters, erneut vom den in der Kritik stehenden Borussen-Torhüter Roman Bürki verusacht, durch Jonathas (20.) in Führung. Auch nach dem Gegentreffer waren wütende Angriffe der Dortmunder Fehlanzeige. 

BVB unterliegt 2:4 in Hannover

Den Schwarz-Gelben mangelte es an der nötigen Einstellung, um eine Antwort auf das engagierte Spiel der Hannoveraner zu finden. Dazu gesellte sich das ideenlose Mittelfeld um Nuri Sahin, Gonzalo Castro und Mario Götze, die dem Dortmunder Spiel keinerlei Impulse verschafften. 

Unfassbarer Fehlschuss von Yarmolenko

So konnte sich der BVB glücklich schätzen, dass immerhin der zwischenzeitliche Ausgleich nach einem satten Schuss durch Dan-Axel Zagadou (28.) gelang. Sommerzugang Andrey Yarmolenko hätte nach einer guten halben Stunde sogar die Führung erzielen müssen, doch der Ukrainer scheiterte kläglich aus kurzer Distanz. 

Kurz vor dem Pausenpfiff schloss Hannover-Stürmer Ihlas Bebou einen Konter mustergültig ab und so ging es mit einer verdienten Führung für die „Roten“ in die Pause. Zorcs Analyse des blamablen Auftritts war deutlich: „Wie wir in das Spiel gegangen sind, das war pomadig, selbstgefällig und über weite Strecken Alibi-Fußball. Wir sind ohne die nötige Robustheit und Zweikampfhärte aufgetreten.“ 

Zagadous Rote Karte und Gegentor Sargnagel für BVB

Zwar wurde die Leistung der schwarz-gelben Kicker im zweiten Abschnitt etwas zielstrebiger, doch mehr als der Treffer durch Yarmolenko (52.), der damit immerhin seinen katastrophalen Fehlschuss des ersten Abschnitts vergessen machte, sprang nicht heraus. Im Gegenteil. Dortmunds Innenverteidiger Dan-Axel Zagadou (59.) sah nach einer Notbremse die Rote Karte, den fälligen Freistoß verwandelte 96-Mittelfeldspieler Felix Klaus direkt. Der kaum zu bändigende Bebou (86.) sorgte erneut nach einem Konter für den 4:2-Endstand. 

Gegen Nikosia geht es dann um den letzten Funken Hoffnung auf ein Weiterkommen in der Königsklasse. Sechs Punkte müssen in drei noch verbleibenden Partien aufgeholt werden, damit der Einzug ins Achtelfinale gelingen kann. Drei Zähler im Heimspiel gegen den Gruppenaußenseiter APOEL sind Pflicht, um zumindest den dritten Platz und den damit verbundenen Einzug in die Europa League zu festigen. 

Zorc findet klare Worte

„So gewinnst du kein Spiel in der Bundesliga, wenn du so auftrittst“, hatte Zorc nach der Niederlage in Hannover geschimpft. Doch das gilt zweifellos auch für die Begegnung am Mittwoch in der Champions League.

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Quelle: wa.de

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