Champions League gegen Paris Saint-Germain

Motivator, Führungsperson, Schlüsselfigur - Emre Can ist beim BVB "endlich wieder wichtig"

Bei Juventus Turin wurde Emre Can nicht für die Champions League berücksichtigt. Umso größer ist die Freude auf das Duell mit Paris Saint-Germain am Dienstag.

  • Emre Can wächst beim BVB zur Schlüsselfigur heran.
  • Gegen Eintracht Frankfurt gehörte er zu den besten Akteuren auf dem Feld.
  • Am Dienstag in der Champions League gegen Paris ist er für Trainer Favre wohl unverzichtbar.

Dortmund – Gerade einmal 151 Minuten hat Emre Can das Trikot des BVB getragen. Und dabei schon eindrucksvoll bewiesen, wie wichtig er für die Mannschaft der Dortmunder Borussia werden kann. Nicht nur als Fußballer, sondern vor allem als Führungs-Persönlichkeit auf dem Platz. 

Beim 4:0 (1:0) über Eintracht Frankfurt nahm Can von Beginn an das Heft in die Hand, dirigierte lautstark seine Nebenleute im zentralen Mittelfeld, zeigte die Wege nach vorne an und verhalf dem zuletzt sehr anfälligen Team zu mehr defensiver Stabilität. „Wir müssen alle gemeinsam besser verteidigen“, hatte der 26-Jährige im Vorfeld gefordert. 

BVB - PSG: Emre Can könnte zur Schlüsselfigur in der Champions League werden

Wie, das demonstrierte Emre Can bereits in der Anfangsphase, als er den frei durchgelaufenen Frankfurter Filip Kostic mit einer Grätsche von höchster Präzision im Strafraum in letzter Sekunde den Ball abnahm. Can ist in Dortmund angekommen und fühlt sich seit seinem Wechsel von Juventus Turin nach Westfalen sichtlich wohl. „Ich will vorangehen und der Mannschaft helfen. Es ist schön, endlich wieder das Gefühl zu haben, wichtig zu sein", erklärte der Nationalspieler, der sich mit guten Leistungen beim BVB für die Europameisterschaft empfehlen will. 

„Das Gefühl hatte ich in den vergangenen Monaten nicht. Ich hoffe, es geht so weiter für mich. Ich glaube, die zwei Wochen waren ein guter Start.“ Can könnte auch für den zuletzt wieder in die Kritik geratenen Lucien Favre zum entscheidenden Mentor auf dem Rasen werden. Den Schulterschluss mit seinem neuen Coach hat der Defensivspezialist schon begangen. 

BVB - PSG: Emre Can gibt Entwarnung und ist einsatzbereit für die Champions League

„Der Trainer hat uns sehr gut vorbereitet und uns vor dem Spiel ganz genau gesagt, wie wir vorne anlaufen und vorne pressen sollen“, attestierte er Trainer Lucien Favre eine gute Vorbereitung auf die Aufgabe. An der Umsetzung war Can direkt beteiligt. Eintracht Frankfurt besaß in der gesamten Partie nicht eine Torchance. Dabei hatte sich der Dortmunder Neuzugang bereits nach zwanzig Minuten bei einer Attacke von Timothy Chandler am Sprunggelenk verletzt, biss aber auf die Zähne. 

Favre hatte Mahmoud Dahoud sofort zum Aufwärmen beordert. Erst als das 3:0 gefallen und der Sieg der Borussia gesichert war traute sich Favre, Can nach 64 Minuten vom Feld zu nehmen. Doch der gab direkt nach Schlusspfiff mit Blick auf das Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Paris Saint-Germain am Dienstag (21 Uhr/im Live-Ticker und live im TV) Entwarnung: „Ich bin ein bisschen umgeknickt, aber das ist nichts Gravierendes.“ 

BVB - PSG: Emre Can schwärmt vom Gegner in der Champions League

Für Can war der Erfolg über die Hessen ein Schritt in die richtige Richtung. „In dieser Mannschaft steckt sehr viel Potenzial. Nach vorne können wir immer ein Tor schießen“, beteuerte die Juve-Leihgabe. „Ich kann mich nur wiederholen: Wenn wir als Einheit verteidigen, dann kann das noch was ganz Großes werden.“ 

Vielleicht sogar schon am Dienstagabend gegen Paris, der Millionen-Truppe des früheren Dortmunder Trainers Thomas Tuchel. „Paris ist eine der besten Mannschaften der Welt“, schwärmte Can, zeigte aber gleich auf, wie die Herausforderung bewältigt werden kann. „Wir dürfen uns nicht verstecken oder passiv werden. Wir müssen weiter so nach vorne spielen und pressen, mit Selbstvertrauen in das Spiel gehen.“ 

Quelle: wa.de

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