BVB: Nuri Sahin ist gefrustet

 DORTMUND  Nach einer Länderspielpause ist Jürgen Klopp, Trainer des Bundesligisten Borussia Dortmund, immer froh darüber, wenn seine Schützlinge unverletzt zurückkehren. Gestern Morgen atmete der Fußball-Lehrer auf. Alle Borussen, die international im Einsatz waren, können auch morgen (15.30 Uhr) im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg auflaufen.

Einer davon sogar besonders ausgeruht, allerdings auch etwas gefrustet. Denn BVB-Mittelfeldakteur Nuri Sahin, Nationalspieler der Türkei, kam weder in Kasachstan noch gegen Belgien zum Einsatz. Besonders frustrierend für den Nachwuchsmann, dass er trotz beständig starker Leistungen in den vergangenen Monaten nicht einmal im 18er-Kader von Guus Hiddink stand. Ein Tatsache, für die auch Klopp kein Verständnis zeigte. „Ich habe allerdings kein Recht, deshalb sauer auf Hiddink zu sein“, beteuerte der Dortmunder Coach. „Er wird schon seine Gründe gehabt haben, warum er ihn nicht nominiert hat. Die Türkei ist auf dieser Position durchaus gut besetzt.“ Selbst konnte Klopp allerdings keine Ursachen für die Nichtberücksichtigung erkennen. „An Nuris Trainingsfleiß kann es ebenso wenig gelegen haben wie an seinem letzten Auftreten in Stuttgart. Das war überragend“, beteuerte der Trainer, der allerdings davon ausgeht, dass es in den nächsten Wochen Kontakt zum türkischen Nationaltrainer geben wird und sich in einem Gespräch auch einige Dinge klären lassen. Denn dass Sahin nicht einmal zum Kader gehörte, war für Klopp absolut unbegreiflich. Doch Auswirkungen auf die Partie gegen Wolfsburg dürfte diese Tatsache nicht haben. Ganz im Gegenteil. „Nuri ist natürlich nicht besonders glücklich, deshalb gehe ich jetzt davon aus, dass er gegen Wolfsburg mit richtig Wut im Bauch auflaufen wird“, erwartet der BVB-Trainer eine Trotzreaktion seines zentralen Mittelfeldmannes. Da inzwischen auch Leonardo Dede nach langer Verletzungspause ins Mannschaftstraining zurückgekehrt ist, hat Klopp die Qual der Wahl. Es fehlt lediglich Mohamed Zidan, der sich nach dem Kreuzbandriss noch im Aufbautraining befindet. Bis gestern waren 71 000 Karten für die Partie verkauft.

Quelle: wa.de

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