BVB-Mittelfeld entscheidet das Gipfeltreffen in Mainz

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Die Dortmunder Borussen feiern am Mainzer Bruchweg die Rückkehr an die Tabellenspitze.

MAINZ - Mit dem fünften Auswärtssieg in Folge und einer spielerischen und taktischen Meisterleitung stieß Borussia Dortmund den 1. FSV Mainz vom Bundesliga-Thron.

 „Ich freue mich unheimlich, dass wir in Mainz gewonnen haben“ sagte BVB-Trainer Jürgen Klopp nach dem Gipfeltreffen im Stadion am Bruchweg, das mit 20 100 Zuschauern ausverkauft war und zumindest in den ersten 15 Minuten einem Tollhaus glich. Denn die Mainzer, die ihre Region als Tabellenführerland ausgerufen hatten, peitschten mit ihren fröhlichen Gesängen und ihrem sehr engagierten Trainer Thomas Tuchel die „Nullfünfer“ nach vorne.

In dieser Phase gerieten die Gäste aus Dortmund zwar stark unter Druck, aber nach 15 Minuten dominierten sie die Partie. Taktisch glänzend eingestellt von Klopp, der erstmals mit drei Sechsern, nämlich Sven Bender, Nuri Sahin und Kevin Großkreutz spielen ließ, übernahmen die Schwarz-Gelben die Regie. Sie waren es, die mit Siebenmeilenstiefeln unterwegs waren und sich etliche Torchancen erspielten, die aber weder von Lucas Barrios (19.) noch Mario Götze (20.) genutzt wurden. Erst in der 26. Minute wurden die Borussen für ihr schnelles Spiel in die Spitze belohnt. Nachdem FSV-Abwehrspieler Niko Bungert sich den Ball hatte abluchsen lassen, setzte Nuri Sahin den 18-jährigen Mario Götze so gut in Szene, dass dieser dem glänzenden FSV-Keeper Christian Wetklo keine Chance ließ und zum 1:0 einschoss.

Durch den Rückstand sichtlich geschockt, ihre Leichtigkeit eingebüßt, hatten die Mainzer viel Glück, dass Marcel Schmelzer und Neven Subotic den Vorsprung der Borussen nicht auf 3:0 ausbauten. „Nach der Führung haben wir das sehr intensiv geführte Spiel dominiert, aber es versäumt, weitere Tore zu erzielen“, bilanzierte Sportdirektor Michael Zorc, der Torhüter Roman Weidenfeller ein besonders gutes Zeugnis ausstellte. „Roman hat uns im Spiel gehalten. Denn hätte er nicht den Elfmeter von Eugen Polanski gehalten, wer weiß, wie das Spiel ausgegangen wäre“, sagte Michael Zorc mit Blick auf die stürmischen Angriffe der Gastgeber zu Beginn der zweiten Halbzeit.

Aber wie schon zu Beginn des Spiels bekamen die Borussen die Hausherren immer besser in den Griff. Und als Lucas Barrios auf Vorarbeit von Mario Götze auf 2:0 erhöhte, stand der Gewinner des Gipfeltreffens fest. Zumal der BVB im Mittelfeld immer stärker agierte. Dies lag nicht zuletzt an Sven Bender. Nur mäßig in das Spiel gestartet, entschied er in den zweiten 45 Minuten fast jeden Zweikampf für sich und setzte zudem immer wieder Akzente in der Vorwärtsbewegung. Sichtlich zufrieden über den Sprung an die Tabellenspitze sprach Sven Bender von einer packenden Partie auf hohem Niveau. „Der Sieg geht in Ordnung, denn wir hatten die besseren Chancen. Aber Mainz hat eine gute Truppe, die wir nur geschlagen haben, weil wir immer Vollgas gegeben haben“, lautete das Credo des defensiven Mittelfeldspielers Sven Bender.

Auch FSV-Trainer Thomas Tuchel bescheinigte dem BVB eine sehr gute Leistung. Mit seinem Team war er nur 20 Minuten zufrieden. „Wir haben zu viele Fehlpässe gespielt und mit dem 2:0 durch Barrios war das Spiel entschieden. Für uns ist leider nichts übrig geblieben, aber für unsere Leistung müssen wir uns nicht schämen. Der BVB hat eine große Qualität“, sagte der FSV-Trainer, der Klopp in der Pressekonferenz zum 2:0-Sieg gratulierte, dann jedoch schnell in den Katakomben verschwand. - Jens Lederer

Quelle: wa.de

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