Nationalspieler fordert Vertrauen ein

BVB-Bosse äußern sich zur Schürrle-Spitze

BVB-Sportdirektor Michael Zorc hofft, dass Schürrle auch in Dortmund weiter angreift.
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BVB-Sportdirektor Michael Zorc hofft, dass Schürrle auch in Dortmund weiter angreift.

Dortmund - BVB-Profi Andre Schürrle hat sich bei der Nationalmannschaft dank zweier Tore und einer Vorlage ordentlich Selbstvertrauen geholt und im Anschluss mehr Vertrauen von seinem Verein gefordert. Der antwortete jetzt.

Andre Schürrle war erleichtert, fast beschwingt. Nach seinen beiden Länderspieltoren und der starken Vorarbeit für Thomas Müllers Treffer zum zwischenzeitlichen 2:1 für die deutsche Nationalmannschaft im WM-Qualifikations-Spiel gegen Aserbaidschan (4:1) ließ sich der Weltmeister dazu hinreißen - wenn auch eher beiläufig - gegen seinen Klub zu schießen, bei dem er in der Liga oft nur auf der Bank Platz nehmen darf.

Neues Selbstvertrauen dank Länderspieltreffer

Die DFB-Elf ist für ihn dagegen wie ein Gesundbrunnen. "Ich fühle mich hier pudelwohl, der Trainer schenkt mir auch öffentlich das Vertrauen. Das kann ich ihm mit Leistung zurückzahlen", hatte Schürrle zu Protokoll gegeben und angefügt: "Wenn man wenig spielt, fehlt etwas das Vertrauen."

Damit war eindeutig BVB-Coach Thomas Tuchel gemeint, der auf den Flügeln bevorzugt auf die beiden Senkrechtstarter Ousmane Dembélé und Christian Pulisic setzt. Schürrle hingegen absolvierte in der Bundesliga nur fünf von 25 Partien über die volle Distanz. Zu wenig für den teuersten Dortmunder Zugang der Vereinsgeschichte (rund 30 Millionen Euro).

Zorc verweist auf großen Konkurrenzkampf

„Wenn ich die Chance in Dortmund erhalte, dann der Knoten platzt und ich mehr Vertrauen bekomme, schauen wir mal, wie es läuft“, legte der 26-Jährige nach. Eines seiner beiden Bundesliga-Tore in dieser Spielzeit erzielte Schürrle als Einwechselspieler, seine drei Vorlagen legte er als Starter auf.

BVB-Sportdirektor Michael Zorc reagierte nun gegenüber RevierSport auf die unmissverständliche Kritik des Linksaußen. "Wir haben in der Offensive einen sehr großen Konkurrenzkampf, aber dem stellt sich Andre", sagte Zorc. "Wir haben ihn ja nicht nur für ein halbes Jahr verpflichtet und hoffen, dass ihm die Tore weiteres Selbstvertrauen geben, damit er auch bei uns weiter angreift."

Watzke sicher: Einsätze in Nationalelf leichter als beim BVB

Auch Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke schlug gegenüber der Bild in die gleiche Kerbe: "Andre würde von seiner Qualität her in fast jeder anderen Mannschaft der Welt von Anfang an spielen. Mit Aubameyang, Pulisic, Reus und Dembélé haben wir aktuell insgesamt aber fünf Top-Spieler für drei Positionen - da war es für Andre zuletzt nicht immer einfach. Das wird sich aber auch mal wieder ändern."

Außerdem glaubt Watzke, dass es Schürrle unter Löw leichter fallen würde, Spielzeit zu sammeln. "Grundsätzlich ist es einfacher, Einsatzzeiten bei der Nationalelf als etwa bei Bayern oder Dortmund zu bekommen", meint der Geschäftsführer.

Startelfplatz im Revierderby?

Abzuwarten bleibt, ob Trainer Thomas Tuchel dem Profi nach dem Seitenhieb im Revierderby am Samstag gegen den FC Schalke (15.30 Uhr/bei uns im Live-Ticker) nach den guten Leistungen zuletzt das Vertrauen schenkt, oder Schürrle wieder mal erst auf der Ersatzbank sitzt.

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Quelle: wa.de

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