Gegen Zenit St. Petersburg

BVB-Fans nehmen Favre nach Arbeitssieg in die Mangel: „Leistung wie meine Schullaufbahn“

Borussia Dortmund fährt die ersten drei Punkte in der Champions League ein. So wirklich zufrieden war nach dem Spiel aber wohl niemand. Besonders die BVB-Fans.

Dortmund - Hinten halbwegs sicher und vorne hilft der liebe Gott - oder Vyacheslav Karavaev. Borussia Dortmunds Erfolg im zweiten Gruppenspiel der Champions League gegen Zenit St. Petersburg hat den Titel „Arbeitssieg“ mehr als verdient. Es war ein anstrengendes Spiel für alle Beteiligten. Pluspunkte konnte BVB-Trainer Lucien Favre nicht sammeln.

VereinBorussia Dortmund
CheftrainerLucien Favre
StadionSignal-Iduna-Park (Dortmund)

Besonders die anspruchsvollen Fans von Borussia Dortmund scheinen allmählich die Geduld mit ihrem Trainer zu verlieren. Der 2:0-Erfolg über den nun Gruppenletzten aus Russland ist die eine, die Art und Weise jedoch die andere Seite der Medaille. Der BVB quälte sich 77 Minuten lang gegen einen qualitativ deutlich schlechteren Gegner. Die Fans der Borussia scheinen bedient.

BVB: Lucien Favre bei Fans heftig in der Kritik - „Wie meine Schullaufbahn“

Dortmund gegen Zenit war ein wenig wie meine Schullaufbahn. Kein Bock auf gar nix, keine Leistung erbringen, aber trotzdem irgendwie durchkommen“, schreibt ein Fan auf Twitter. Sechs Torchancen hatte Borussia Dortmund gegen Zenit St. Petersburg. Kaum eine davon wurde aus dem Spiel heraus kreiert. Behäbig und langsam ging es in Richtung Gäste-Tor nach Ballgewinn.

Glück für Dortmund: Zenits Karavaev hatte seine Hände nicht unter Kontrolle vor dem Foulelfmeter. Der BVB profitiert von einem individuellen Fehler. In einem Spiel, in dem ordentlich „Druck auf dem Kessel war nach dem Spiel gegen Lazio Rom“, wie BVB-Sportdirektor Michael Zorc bei Sky analysiert.

BVB: Lucien Favre bei Fans heftig in der Kritik - „Zum Teil seelenloser Auftritt“

„Drei wichtige Punkte, ansonsten erneut ein zum Teil seelenloser Auftritt! Das macht keinen Spaß beim Zuschauen. Antiquierter Fußball, was nichts mit der BVB-DNA zu tun hat“, bemerkt ein weiterer User. Ein Anderer ließ sich gar zu einem Wortspiel hinreißen: „Also vom Zenit war der BVB heute meilenweit entfernt.“

Borussia Dortmund dominiert Zenit St. Petersburg mit 70 Prozent Ballbesitz, ohne jedoch zu glänzen. Lucien Favre steht beim BVB weiterhin unter genauer Beobachtung. Der Vertrag des Schweizers läuft aus. Michael Zorc hat sich zu Gerüchten um einen Nachfolger geäußert.

Lucien Favre steht bei den BVB-Fans heftig in der Kritik.

Der Kader des BVB ist gespickt mit hochklassigen Fußballern und Talenten. Das, was dieser Woche für Woche auf den Rasen zaubert, bleibt weiterhin ein Glücksspiel. Ein BVB-Fan ist sich sicher, woran das liegt. „So lange Favre den BVB trainiert, wird der BVB immer unter seinen Möglichkeiten bleiben“, schreibt er. Gespräche ob einer Verlängerung mit Favre liegen auf Eis. Am 7. November kommt der FC Bayern - und damit der nächste Prüfstein für Lucien Favre.

Rubriklistenbild: © Bernd Thissen/dpa/picture alliance

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