Bei der TSG zählt für Dortmund nur ein Sieg

Sven Bender

DORTMUND - Für Trainer Jürgen Klopp sind es fast schon außergewöhnlich gute Arbeitsbedingungen. Erstmals seit Ende August gab es unter der Woche keine Länder-, Europapokal-, Pokal- oder Punktspiele.

Von Peter Schwennecker

„Wir hatten seit langer Zeit mal wieder eine ganz normale Trainingswoche“, freut sich der Dortmunder Fußball-Lehrer. „Das hat richtig Spaß gemacht.“ Wobei die Vorbereitung auf das Bundesliga-Auswärtsspiel am Sonntag um 15.30 Uhr in Sinsheim bei der TSG Hoffenheim keineswegs optimal verläuft. Denn einige wichtige Spieler fehlen wegen kleinerer oder größerer Wehwehchen. So rechnet Klopp auch morgen nicht mit den Einsätzen von Sven Bender (Leistenprobleme) und Kapitän Sebastian Kehl (Kapselreizung im Knie). „Ob sie am Mittwoch im Pokal gegen Hannover mitwirken können, müssen wir Anfang der Woche neu überprüfen“, sagt der BVB-Coach.

Andere Akteure klagen über nicht so gravierende Probleme. Daher geht Klopp davon aus, dass Mats Hummels (steifer Nacken), Marcel Schmelzer (Nasennebenhöhlenentzündung), Lukas Piszczek (Hüftprobleme) und Jakub Blaszczykowski (Grippe) am Wochenende zur Verfügung stehen werden.

„Ich habe das Gefühl, dass wir in Hoffenheim etwas gut zu machen haben“, blickt Klopp mit großem Ehrgeiz auf die Partie in Sinsheim. „Schließlich wollen wir das Jahr so positiv wie eben möglich beenden“, erklärt der 45-Jährige. Zweimal in Folge hat der BVB knapp mit 0:1 bei der TSG verloren, geht aber diesmal als klarer Favorit in die Begegnung. Schließlich stellen die Gastgeber mit 38 Gegentreffern in 16 Begegnungen die „Schießbude“ der Bundesliga, hinken sportlich gesehen den großen Erwartungen weit hinterher. Wobei Klopp vor den Kraichgauern warnt: „Ich habe das Gefühl, dass die Hoffenheimer Krise keine Leistungs-, sondern eher eine Ergebniskrise ist“, betont Klopp. „Die spielen immer noch einen guten Fußball, aber die Resultate passen einfach nicht.“

Wobei die Mannschaft klare Schwächen im Defensivverhalten besitzt. Fast die Hälfte aller Gegentore der TSG (18) fielen nach Standardsituationen. Das wollen die Dortmunder natürlich ausnutzen. „Unser Spiel wird aber nicht darauf fixiert sein, schließlich haben wir in dieser Woche nur einmal die Gelegenheit, Standards intensiv zu üben“, erzählt der Dortmunder Trainer. Der BVB will in Hoffenheim die Partie selbst bestimmen. „Je besser wir Fußball spielen, um sie defensiver wird der Gegner agieren“, sagt Klopp, der allerdings nicht damit rechnet, dass „sich die TSG im eigenen Strafraum verrammeln wird“.

Dass für die Dortmunder in Sinsheim nur ein Sieg zählt, ist für Klopp selbstverständlich. Schließlich hat der Meister und Titelverteidiger erst 27 Punkte auf dem Konto. Es wäre das schlechteste Halbserien-Ergebnis in Klopps viereinhalbjähriger Amtszeit beim BVB.

Quelle: wa.de

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