BVB-Fehler eiskalt bestraft

Das Trikot hält: Michael Ballack (rechts) im Duell mit Dortmunds Patrick Owomoyela.
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Das Trikot hält: Michael Ballack (rechts) im Duell mit Dortmunds Patrick Owomoyela.

DORTMUND - Am Ende schlichen die Dortmunder ausgepumpt und mit hängenden Köpfen vom Rasen. 90 Minuten lang rannte die junge Mannschaft des BV Borussia zum Bundesliga-Auftakt gegen Bayer Leverkusen vergeblich an, verlor gegen einen besseren Gegner schließlich mit 0:2 (0:2).

Dabei boten die Gäste vor 73 300 Zuschauern besonders in der ersten Halbzeit eine eindrucksvolle Vorstellung, siegten durch Tore von Tranquillo Barnetta (19.) und Renato Augusto (22.) verdient und bereiteten Heimkehrer Michael Ballack vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw ein erfolgreiches Bundesliga-Comeback.

„Wir haben uns hinten zweimal blöd angestellt, und das hat Leverkusen eiskalt ausgenutzt“, ärgerte sich BVB-Kapitän Sebastian Kehl. „Danach haben wir zwar alles versucht, doch war Bayer einfach abgezockter und hat den Vorsprung eiskalt runtergespielt.“

Durch den Ausfall von Jakub Blaszczykowski (Muskelfaserriss) musste BVB-Trainer Jürgen Klopp einige Änderungen vornehmen. Er beorderte Kevin Großkreutz auf die rechte Außenbahn, ließ Mario Götze links spielen. So behielt der Japaner Shinji Kagawa die Offensivposition im Mittelfeld hinter Lucas Barrios. Kagawa war es auch, der nach zehn Minuten mit der ersten Dortmunder Chance an Schlussmann Rene Adler scheiterte.

Bei den Gästen übernahm Ballack gleich die Chefrolle auf dem Feld, ordnete und dirigierte das Spiel der Leverkusener, hielt sich aber, was eigene Offensivaktionen anging, deutlich zurück. In den Leverkusener Reihen standen neben Ballack aber weitere Akteure mit großer Qualität, die die Abwehrschwächen der Borussia eiskalt ausnutzen. Beim 0:1 (19.) griffen Götze und Marcel Schmelzer auf Dortmunds linker Abwehrseite nicht energisch genug gegen Arturo Vidal ein, der Tranquillo Barnetta mit einem maßgenauen Pass bediente. Gegen dessen platzierten Schuss blieb BVB-Torhüter Roman Weidenfeller keine Abwehrmöglichkeit. Pech für die Schwarz-Gelben, dass Schiedsrichter Florian Meyer unmittelbar nach dem Wiederanstoß ein Tor von Sebastian Kehl wegen angeblicher Abseitsstellung nicht anerkannte. Eine Fehlentscheidung, die den BVB umso härter traf, weil Renato Augusto in der 22. Minute mit einem tollen Sololauf das 0:2 gelang. Dortmunder Bemühungen um eine Resultatsverbesserung verpufften, Leverkusen behielt die Spielkontrolle und war bei den Gegenstößen stets gefährlich. von Peter Schwennecker

Den kompletten Bericht lesen Sie am Montag im Westfälischen Anzeiger.

Quelle: wa.de

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