BVB-Coach Klopp lassen Asamoahs „Grüße“ kalt

Vor vier Jahren kochten die Emotionen zwischen Gerald Asamoah und Roman Weidenfeller hoch. ▪
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Vor vier Jahren kochten die Emotionen zwischen Gerald Asamoah und Roman Weidenfeller hoch. ▪

DORTMUND ▪ Siegtorschütze Gerald Asamoah hat direkt nach dem Derby-Sieg des FC St. Pauli beim großen Hamburger SV schon einmal die ersten netten Grüße Richtung Westfalen geschickt. Von Peter Schwennecker

„Ich freue mich jetzt auf das Spiel in Lüdenscheid. Wir wollen auch dort gewinnen. Schließlich bin ich immer noch Schalker“, tönt der Ex-Nationalspieler vor laufender Fernsehkamera. Was BVB-Trainer Jürgen Klopp vor dem Bundesliga-Gastspiel des Neulings am Samstag (15.30 Uhr) im ausverkauften Dortmunder Signal Iduna Park nicht sonderlich bewegt. Auch nicht mit dem Hintergrund, dass Roman Weidenfeller zu Asamoah ein spezielles Verhältnis pflegt und dem Borussia-Torhüter ausgerechnet vor dem so wichtigen Gastspiel beim FC Bayern München eventuell die fünfte Gelbe Karte und eine Sperre drohen. Der Schlussmann soll den Stürmer 2007 im Revierschlager angeblich rassistisch beleidigt haben, wurde damals dafür drei Spiele gesperrt.

Ein Thema, das für Klopp längst erledigt ist. „Asamoah hat das Recht, sich zu äußern“, erklärt der Fußball-Lehrer des Tabellenführers. „Ich denke nicht, dass seine Aussage irgendetwas auslöst, auch nicht bei Roman.“ Weidenfeller selbst hat seit der Partie in Kaiserslautern wegen einer starken Erkältung nicht mit der Mannschaft trainieren können. Was laut Klopp vielleicht sogar kein Nachteil ist. „Er hat viel Ruhe gehabt. Ich glaube nicht, dass sich bei Roman etwas aufgestaut hat, was am Samstag unbedingt raus muss“, schmunzelt der Coach, der in dieser Hinsicht auch kein Einzelgespräch mit Weidenfeller führen will. „Ich habe noch nie mit irgendwelchen Spielern über die Möglichkeit einer fünften Gelben Karte gesprochen“, versicherte der 43-Jährige. „Es gibt überhaupt keinen günstigen Zeitpunkt, sich die Fünfte abzuholen.“

Vielmehr beschäftigen Klopp derzeit die Personalprobleme. Jakub Blaszczykowski bestand nach angeblich überstandener Knieverletzung einen Härtetest nicht und musste das Training abbrechen. „Er fällt definitiv aus“, versichert der BVB-Trainer, der zudem auf Mohamed Zidan verzichten muss. „Er laboriert immer noch an der Rückenprellung. Es sieht alles andere als gut aus“, sagt Klopp. Sven Bender auf Grund von Oberschenkelbeschwerden und der erkältete Robert Lewandowski nahmen nicht am Mannschaftstraining teilnahmen. Weil auch Neven Subotic gelbrot-gesperrt ist, müssen sich die Borussen vor allem um die Besetzung der zentralen Defensivabteilung sorgen.

Allerdings nicht so dramatisch, dass Klopp mit dem Gedanken spielen würde, Sebastian Kehl zu einem frühen Comeback zu verhelfen. Der hat zwar unter der Woche 90 Minuten in der Regionalliga-Elf der Borussia überstanden, doch käme ein Bundesliga-Einsatz wohl zu früh. „Es wäre nicht gut, wenn wir Sebastian schon in den Kader nehmen müssten“, meint Klopp. „Er braucht noch einige Wochen, um den Anschluss zu finden.“ Deshalb hofft Klopp darauf, dass Bender rechtzeitig fit wird. Heute soll er wieder ins Mannschaftstraining einsteigen.

Quelle: wa.de

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