Brandt, Hazard und Schulz

Nicht kleckern, sondern klotzen: BVB ändert seine Personalpolitik

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Mit seinen Transfers um Julian Brandt greift der BVB nach Platz eins in Deutschland.

Borussia Dortmund setzt seine Transferoffensive fort. Nach Nico Schulz meldete der BVB innerhalb weniger Stunden mit Thorgan Hazard und Julian Brandt zwei weitere prominente Neuzugänge.

Dortmund – Nicht kleckern, sondern klotzen! Die knapp verpasste Bundesliga-Meisterschaft hat beim BV Borussia Dortmund offenbar neue Begehrlichkeiten geweckt. Die Verantwortlichen des BVB, die in den vergangenen Jahren eher mit Ruhe und ohne Zeitdruck den Transfermarkt in der Sommerpause sondierten, haben ihre Personalpolitik grundlegend geändert und so schnell wie noch nie Nägel mit Köpfen gemacht. Und statt junge Talente weiter zu fördern, verstärken sich die Schwarz-Gelben jetzt auch prominent.

Nur einen Tag nach der Verpflichtung von Außenverteidiger Nico Schulz, der für 25 Millionen Euro von der TSG Hoffenheim nach Dortmund gelockt wurde, vermeldete die Borussia am Mittwoch innerhalb von wenigen Stunden auch die Zugänge der Offensivkräfte Thorgan Hazard von Borussia Mönchengladbach und Julian Brandt von Bayer Leverkusen.

Das Tempo der Einigung mit den drei Ausnahmekickern beweist, dass die Borussen schon recht lange Kontakt zu den drei Wunschspielern hielten. Wie für Schulz überweist der BVB sowohl an Leverkusen als auch an Mönchengladbach jeweils 25 Millionen Euro, wobei die Ablösesumme für Brandt in seinem Vertrag mit Bayer, der eigentlich noch bis zum 30. Juni 2021 lief, als Ausstiegsklausel festgeschrieben war. Für Hazard wird der Vizemeister zudem die eine oder andere Million als Erfolgsprämie nachlegen müssen.

"Richtige Zeitpunkt" für Hazard

„Wir freuen uns sehr, dass sich Thorgan aus voller Überzeugung für Borussia Dortmund entschieden hat“, bewertete Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc seinen Coup. „Er ist ein erfahrener Bundesliga-Profi und belgischer Nationalspieler, der uns mit seinem Tempo und seiner Abschlussqualität helfen wird. Seine Klasse hat er in den vergangenen Jahren nachhaltig unter Beweis gestellt.“

Hazard erzielte in der vergangenen Saison in 35 Pflichtspielen 13 Tore für Mönchengladbach, bereitete zwölf Treffer vor. „Ich bin dankbar für fünf tolle Jahre bei Borussia Mönchengladbach und sehr schöne Erinnerungen“, erklärte der Stürmer, der sich schon nach dem Bundesligafinale am vergangenen Samstag sehr lange mit seinsem Landsmann Axel Witsel, der seit einem Jahr das BVB-Trikot trägt, ausgetauscht hatte. „Jetzt war genau der richtige Zeitpunkt, um den nächsten Schritt in meiner Karriere zu gehen. Ich bin stolz, für Borussia Dortmund spielen zu dürfen. Das ist ein Top-Verein mit unfassbaren Fans“, beteuerte Hazard.

Brandt sieht noch Luft nach oben

Brandt, ein gebürtiger Bremer, sprach bei der Entscheidung für die Borussia von einem positiven Bauchempfinden. „Im Fall von Borussia Dortmund habe ich ein sehr gutes Gefühl. Ich möchte mich persönlich weiterentwickeln, das ist einer der Hauptgründe für meinen Wechsel“, erklärte der 23-Jährige. „Der BVB ist in der vergangenen Saison sehr knapp am Titel vorbeigeschrammt. Es gibt also Luft nach oben. Ich habe viel vor mit den Jungs, ich bin sehr motiviert und optimistisch – was meine persönliche Entwicklung betrifft, aber vor allem auch die der ganzen Mannschaft.“

Brandt hat sich bis zum 30. Juni 2024 an Dortmund gebunden. „Obwohl Julian schon lange in der Bundesliga spielt und sowohl national als auch international über viel Erfahrung verfügt, ist er mit 23 Jahren ein sehr junger Profi mit Entwicklungspotenzial“, sagte Zorc. „Er kann auf mehreren Offensivpositionen eingesetzt werden und wird unser Spiel mit seiner Kreativität bereichern.“

Offiziell wird der BVB seine Neuzugänge zum Trainingsstart am 3. Juli präsentieren.

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Quelle: wa.de

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