Transfers zwischen Revier-Rivalen

Zorc: Würde nie ausschließen, einen Schalker zu holen 

Auch bei BVB-Sportdirektor Michael Zorc steigt die Anspannung vor dem Derby.
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Auch bei BVB-Sportdirektor Michael Zorc steigt die Anspannung vor dem Derby.

Hamm - Wechsel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 haben eine fast so lange Historie wie die Rivalität der beiden Reviernachbarn. BVB-Sportdirektor Michael Zorc will zukünftige Transfers zwischen Schwarz-Gelb und Blau-Weiß nicht ausschließen.

Christoph Metzelder, Felipe Santana, Andreas Möller und Jens Lehmann haben eines gemeinsam. Sie haben für Borussia Dortmund und den FC Schalke gespielt und damit einen schwierigen Spagat gewagt. Immer schon war ein Wechsel zwischen den Revierrivalen ein großes Risiko. Wie reagieren die Fans der beiden Lager? Was sagen die Mitspieler?

BVB-Sportdirektor Michael Zorc sieht trotzdem keine Veranlassung dazu, dass Wechsel zwischen den 35 Kilometer voneinander entfernten Städten in Zukunft ausbleiben. "Das würde ich nie von vornherein ausschließen, zumal es diese Tranfers in der Vergangenheit wechselseitig ja immer wieder gegeben hat. Ein solcher Wechsel bedarf allerdings einer extrem genauen Einzelfallprüfung", sagte Zorc dem Kicker.

Verhältnis zwischen den Verantwortlichen einwandfrei

Dass ein Spieler, der in der jeweiligen Klub-Identität fest verwurzelt ist, die Seiten wechselt, schloss der BVB-Boss allerdings aus: "Es war zum Beispiel nie vorstellbar, dass Kevin Großkreutz oder ich jemals für Schalke spielen würden. Auf der anderen Seite hätten wir etwa Gerald Asamoah sicher niemals verpflichtet."

Diese Spieler wechselten zwischen Königsblau und Schwarz-Gelb

Das Verhältnis zwischen den beiden Klubs auf Funktionärs-Ebene sei einwandfrei. "Nicht erst seitdem Christian Heidel in Gelsenkirchen ist, sprechen wir vernünftig miteinander. Das gilt in der Führung für Peter Peters, für Clemens Tönnies, das war auch schon mit Horst Heldt so. Es besteht keine Feindseligkeit zwischen den Verantwortlichen beider Vereine", erklärte Zorc: "Alle tun gut daran, die Rivalität auf die sportliche Konkurrenz zu beschränken."

Anspannung und Vorfreude steigen 

Wenn das 150. Pflichtspiel-Derby am Samstag (15.30 Uhr/bei uns im Live-Ticker) angepfiffen wird, können die Akteure auf dem Rasen zu echten Idolen werden. Wie Shinji Kagawa, der im Jahr 2010 in seinem ersten Revierduell in Gelsenkirchen einen Doppelpack schnürte und nach der Ankunft in Dortmund von den Fans auf Händen getragen wurde.

"In diesem Derby werden Helden geboren", so Zorc, den der Vergleich auch vor seinem 38. Aufeinandertreffen in der Liga als Sportdirektor der Schwarz-Gelben nicht kalt lässt: "Im Vorfeld steigt bei beiden Vereinen die Anspannung vor dem Duell. Der Sieger kann Du wirst immer mitgenommen von der besonderen Atmosphäre, von der Vorfreude auf dieses Spiel, von der knisternden Spannung, die du in deinem Umfeld bemerkst."

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Quelle: wa.de

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