Borussia Dortmund

Wie sich Guerreiro wieder in den Vordergrund spielt beim BVB

Er kann wieder strahlen beim BVB: Raphael Guerreiro.
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Er kann wieder strahlen beim BVB: Raphael Guerreiro.

Noch vor wenigen Monaten stand Raphael Guerreiro, im Transfer-Schaufenster. Jetzt ist der 25-Jährige zu einer festen Größe beim BVB geworden.

Dortmund – Ganze 910 Pflichtspielminuten stand Guerreiro, portugiesischer Nationalspieler des BV Borussia Dortmund, in der Spielzeit 2017/18 auf dem Platz. Für den technisch versierten Mittelfeldspieler ein Seuchenjahr. Nach einer Knöcheloperation im August 2017 musste er bis Oktober pausieren, danach wurde seine Aufbauphase immer wieder wegen muskulärer Probleme empfindlich gestört.

Für ihn eine harte Zeit. Dabei hatte Raphael Adelino José Guerreiro, der Sohn eines portugiesischen Vaters und einer französischen Mutter, nach dem Gewinn der Europameisterschaft mit Portugal in Frankreich in Dortmund sehr gut eingeschlagen. 

"Raketenstart"

Für 12 Millionen Euro war er im Juli 2016 vom FC Lorient zum BVB gewechselt. „Raphael hatte bei uns einen Raketenstart hingelegt und auf verschiedenen Positionen gute Leistungen gebracht“, erinnert sich Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc.

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Eigentlich war er als linker Verteidiger eingekauft worden, doch der technisch versierte Profi bewies beim Bundesligisten auch immer mehr seine Offensivqualitäten. In seiner ersten Saison gelangen ihm in 35 Pflichtspielen immerhin sieben Treffer und neun Torvorbereitungen.

Verletzung wirft ihn zurück

Doch mit der schweren Knöchelverletzung, die operativ behoben werden musste, begann in Dortmund seine sportliche Talfahrt. „Danach hatte er immer wieder gesundheitliche Probleme, oft muskuläre Verletzungen“, erklärt Zorc. Was natürlich auch seine Psyche beeinflusste. „Wir haben zahlreiche Gespräche mit ihm geführt“, bestätigt der Sportdirektor, ohne dabei tiefgründig zu werden. Über Inhalte der Unterredungen sagt Zorc nichts, doch soll Guerreiros Einstellung zum Profisport nicht gepasst haben. Teilweise lustloses Training, unzureichende Verletzungsprävention und falsche Ernährung wurden dem Portugiesen vorgeworfen.

Zurück in der Spur

Die Gespräche haben offenbar gefruchtet. Denn seit einigen Wochen ist der 25-Jährige zurück in der Spur. „Man sieht ihm die Freude am Fußball wieder an“, betont der Sportdirektor, der ergänzt, wer einen großen Anteil an dieser positiven Entwicklung hat. „Der Trainer hat dabei auch eine Rolle gespielt“, sagt Zorc. 

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Nicht zuletzt, weil Lucien Favre Guerreiros Sprache spricht, ihn deshalb vielleicht als Fußballer besser versteht. Jedenfalls hat es der BVB-Coach geschafft, ihn wieder aufzubauen. Inzwischen hat er Jacob Bruun Larsen im linken Mittelfeld verdrängt, gehörte zuletzt wieder zu den Leistungsträgern im Team. Mit vier Treffern ist Guerreiro auch Dortmunds erfolgreichster Torschütze in der aktuellen Champions-League-Runde.

Vertrag bis 2020

Guerreiros Vertrag in Dortmund läuft bis Juni 2020. Angesichts seiner aktuellen Form dürfte es in den kommenden Wochen wohl Gespräche über eine Verlängerung geben, ansonsten könnten die Schwarz-Gelben nur noch im Sommer einen ansprechenden Transfererlös erzielen.

Zorcs Meinung über den Portugiesen steht: „Er ist ein Fußballer, den man gern auf dem Platz sieht, weil er immer überraschende Dinge macht. Er hat im Moment eine sehr gute Phase.“ Beim BVB hoffen sie jetzt darauf, dass diese Phase möglichst lange anhält.

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Quelle: wa.de

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