BVB behauptet nach Arbeitssieg gegen Bremen großen Vorsprung

Nicht zu stoppen: Torschütze Shniji Kagawa (Mitte) setzt sich gegen die Bremer Dominik Schmidt (links) und Torsten Frings durch.

DORTMUND - 14. Sieg im 16. Saisonspiel, der siebte „Dreier“ in Folge – Bundesliga-Spitzenreiter und -Herbstmeister Borussia Dortmund nimmt der weit hinterher eilenden Konkurrenz jetzt auch das „Fünkchen“ Hoffnung, den Rückstand bis zur Winterpause auf ein erträgliches Maß verkürzen zu können. Denn jetzt gewinnen die Schwarz-Gelben auch noch ihre schlechteren Spiele. - Von Peter Schwennecker

Wie am Samstag vor 80 720 Zuschauern beim 2:0 (1:0) gegen den SV Werder Bremen durch ein geniales Freistoßtor von Nuri Sahin (9.) und den achten Saisontreffer von Shinji Kagawa (70.). Für Jürgen Klopp allerdings kein Grund, nachdenklich zu werden. Er bleibt weiter realistisch: „Wir können doch nicht so viele Spiele gewinnen, jedes Mal fünf Klassen besser sein und den Gegner an die Wand spielen“, beteuert der BVB-Trainer. „Da war diesmal keine Euphorie oder Leichtigkeit bei uns.“

Und dennoch lässt sich die Mannschaft nicht aus der Erfolgsspur drängen. Weil Klopp sich auf das Team, zumindest was Laufbereitschaft und Engagement angeht, verlassen kann. „Wir haben einfach gearbeitet wie die Tiere. Wir müssen auch arbeiten als gäbe es kein Morgen. Der Rest ist Zugabe.“ Und warum der BVB nicht umfällt, auch wenn er wie gegen Bremen in der zweiten Halbzeit wackelt, liegt für den 43-jährigen Fußball-Lehrer auf der Hand: „Wir lassen einfach nie nach. Und wir gehen auch in den Spielen die Probleme an, bis wir eine Lösung gefunden haben.“

Dass zum Ende der ersten Serie die Leichtigkeit nicht mehr vorhanden ist, bestätigt auch Innenverteidiger Mats Hummels, der eingesteht, dass die Borussia zumindest derzeit nicht so viel stärker ist als es der Vorsprung auf die Konkurrenz ausdrückt. „Zu Beginn der Halbserie haben wir noch das ein oder andere Feuerwerk abgebrannt“, sagt der Nationalspieler. „Inzwischen spielen wir die Sache recht nüchtern herunter.“ Und dass die Dortmunder in der einen oder anderen Phase auch das nötige Quäntchen Glück haben, erkennt sogar Klopp an. „Man hätte den Elfmeter geben können“, sagt der Coach zur Aktion von Schlussmann Roman Weidenfeller (53.), als er Claudio Pizarro im Strafraum von den Beinen holt. Doch Werder Bremens Trainer Thomas Schaaf beweist Größe und sucht die Schuld für die Niederlage nicht bei Schiedsrichter Florian Meyer: „Wir haben die erste Halbzeit verschlafen. Wenn wir dort so gespielt hätten wie nach der Pause, wäre hier etwas zu holen gewesen.“

Etwas holen müssen die Dortmunder am Mittwoch (21.05 Uhr) im finalen Europa-League-Spiel beim FC Sevilla. Nur mit einem Sieg können die Borussen im internationalen Wettbewerb überwintern. Nuri Sahin klagt über Adduktorenprobleme. „Es wird eng“, meint Klopp. Auch Sven Bender (Schienbeinprellung) ist angeschlagen. Sahin selbst zeigte sich optimistisch. „Ich denke, dass ich dabei sein kann.“ Für die Partie in Spanien werden die Schwarz-Gelben, so Sahin, jedenfalls noch einmal alle Kräfte mobilisieren: „Wir werden alles geben, auch wenn einige auf dem Zahnfleisch kriechen.“

Quelle: wa.de

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