Vor dem Duell mit Hannover

BVB bangt um seine "Lebensversicherung" - aber Ersatz stünde bereit

Trafen in Magdeburg: Castro, Bartra und Yarmolenko (von links).
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Trafen in Magdeburg: Castro, Bartra und Yarmolenko (von links).

Der BVB hofft auf seinen Torjäger Nummer ein - doch die personelle Lage bietet Dortmunds Trainer Peter Bosz einige Alternativen. Unter anderem kehrt ein Weltmeister zurück.

Dortmund - Dass Borussia Dortmund von einem Spieler abhängig ist, würde offiziell kein Verantwortlicher bestätigen. Jeder ist ersetzbar, der Verein steht sowieso über allem. Dennoch ist es auffällig, wie eng der Erfolg des BVB mit guten Leistungen von Pierre-Emerick Aubameyang verknüpft ist. 

In den ersten sechs Ligaspielen traf der Torschützenkönig acht Mal. Die Schwarz-Gelben fuhren zu der Zeit 16 von 18 möglichen Punkten ein. Doch dann stockte die personifizierte Torgarantie, und auch die Ausbeute der Borussen war mit vier Zählern aus drei Partien mager. 

Einsatz von Aubameyang unsicher

Ob Aubameyang, der aktuell an muskulären Problemen laboriert, am Samstag (15.30 Uhr/bei uns im Live-Ticker) das Gastspiel bei Hannover 96 bestreiten kann, ist noch unklar. „Wir müssen abwarten, ob ,Auba’ spielen kann“, ließ sich Dortmunds Trainer Peter Bosz – wie üblich – nicht in die personellen Karten blicken. Doch dass das Fehlen des Angreifers ein schwerer Schlag für die Borussen wäre, gab der 53-Jährige offen zu: „Sein Schatten ist sehr groß.“ 

Beim 5:0-Kantersieg in der zweiten Runde des DFB-Pokals trat Alexander Isak in diesen Schatten. Und füllte ihn mit einem Tor und einer Vorlage ordentlich aus. Ob der 18 Jahre junge Stürmer bei einem Aubameyang-Ausfall erneut sein Vertrauen bekommen würde, ließ Bosz aber offen. 

Isak ist "talentiert, muss aber noch viel lernen"

„Isak ist eine Option. Er ist sehr talentiert, muss aber noch viel lernen“, so der Coach, der anfügte: „Ich sehe aber eine Entwicklung bei ihm. Am Anfang war er weich, er wird jetzt stärker. Jedes Training macht aus ihm einen besseren Spieler.“ 

In Magdeburg sprangen mit Gonzalo Castro, Shinji Kagawa, Marc Bartra, Andrey Yarmolenko und eben Isak gleich fünf Spieler in die Bresche und trafen. Doch in der Bundesliga kann nur Maximilian Philipp (fünf Tore) annähernd mit den zehn Treffern des Gabuners mithalten. Dann folgt ein Trio, das nur zweimal den Ball im gegnerischen Gehäuse versenkte. 

Weitere Option in der Offensive - André Schürrle

Immerhin: Offensivspieler André Schürrle gab im Pokal sein Comeback, machte einen guten Eindruck und ist auch für die Reise in den Norden eine Option. „Es war wichtig, dass er wieder spielen konnte, auch mit Blick auf die Motivation. Ich bin sehr froh, dass er wieder dabei ist“, so Bosz über den Rückkehrer. Der könnte noch wichtig werden, denn in der niedersächsischen Landeshauptstadt bissen sich bislang Schalke, Köln und Hamburg die Zähne aus und mussten ohne Torerfolg die Heimreise antreten. 

Wer auch immer am Samstag für den BVB stürmen wird, für Vorlagen kann wieder Mario Götze sorgen. Der Weltmeister verfolgte den Einzug ins Achtelfinale unter der Woche vor dem heimischen TV. Dieses Schicksal droht am Samstag Hannovers Top-Torjäger Martin Harnik (fünf Treffer), der mit Fieber wohl außer Gefecht gesetzt ist. 

Bosz über Hannover: "Kein normaler Aufsteiger"

Dennoch warnt Bosz vor dem Aufsteiger, der auf Platz sechs rangiert: „Hannover ist kein normaler Aufsteiger, sie waren immer ein Bundesliga-Verein. Sie verfügen über eine gefährliche Mannschaft, Außerdem sind sie gut organisiert. Deshalb wird es eine Herausforderung, dort zu gewinnen.“

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Quelle: wa.de

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