USA als „größter Feind“

Kim Jong Un gibt mit „mächtigster Waffe der Welt“ an - Schwester liefert bemerkenswerten Auftritt

Bei einer Militärparade präsentierte Nordkorea eine neue Waffe. Beobachter:innen schätzen dies als beunruhigendes Signal an Biden ein. Und die Schwester des Diktators attackiert Südkorea.

  • Das Land Nordkorea ist abgeschottet von der Außenwelt - regiert wird es von Diktator Kim Jong-un.
  • Bei einer Militärparade ließ das ostasiatische Land seine Muskeln in Richtung USA spielen.
  • Auch Kim Yo Jong, die Schwester des Machthabers, hatte einen bemerkenswerten Auftritt.

Pjöngjang - Nordkorea will regelmäßig seine vermeintliche Macht demonstrieren: Während der zweiten Militärparade innerhalb weniger Monate hat die kommunistische Diktatur jetzt eine neue ballistische Waffe zur Schau gestellt. Diese kann Staatsmedien zufolge offenbar von einem U-Boot aus abgefeuert werden. Beobachter:innen schätzen dies als ein beunruhigendes Signal an den gewählten US-Präsidenten Joe Biden* ein. Der Demokrat wird gemeinsam mit seiner Vize-Präsidentin Kamala Harris* am 20. Januar in sein Amt eingeführt*.

Bei dem Kongress der regierenden Arbeiterpartei kündigte Machthaber Kim Jong Un einen Ausbau des nordkoreanischen Atomwaffenprogramms an. Außerdem bezeichnete er die Vereinigten Staaten als den „größten Feind“ des Landes. Scharfe Worte in Richtung Washington und an einen kommenden Präsidenten, auf den mit der in der USA wütenden Corona-Pandemie* und der tiefen sozialen Spaltung der Nation sowie schon massive Herausforderungen warten.

Kim Jong Un in Nordkorea: Machthaber stellt neue Waffe vor - Warnende Worte an die USA

Um die „mächtigste Waffe der Welt“ soll es sich der nordkoreanischen staatlichen Nachrichtenagentur Korean Central News Agency (KCNA) zufolge handeln. Die Waffe sei in der Lage „Feinde in präventiver Weise außerhalb des Territoriums zu annihilieren“. Bilder, die von der KCNA verbreitet wurden, zeigen eine Militärparade unter nächtlichem Himmel mit tausenden Teilnehmer:innen und Soldat:innen.

Der South China Morning Post zufolge hat ein „grinsender“ Kim Jong Un*, gekleidet in einem schwarzen Ledermantel und Fellmütze, die Parade verfolgt. Die Zeitung bezeichnet die neue Waffe als strategischen „Game Changer“, der es Nordkorea ermögliche, „einen Überraschungsangriff aus der Nähe der USA starten oder einen Angriff durchführen, selbst wenn seine Landstreitkräfte zerstört wurden“.

NameKim Yo Jong
AlterGenaues Geburtsdatum unbekannt, vermutlich um die 30 Jahre alt
BerufInformatikerin
Position in Macht-ApparatPropaganda-Beauftragte, Direktorin des Ministeriums für Propaganda und Agitation, Mitglied des Zentralkomitees

Doch nicht nur Machthaber Kim Jong Un steht aktuell im Fokus der Aufmerksamkeit. Zwar ist er unbestritten die Nummer eins des nordkoreanischen Macht-Apparates. Doch in den vergangenen Monaten sah man ihn selten in der Öffentlichkeit. Gerüchte über einen angeschlagenen Gesundheitszustand machten die Runde. Und Kim Yo Jong, die Schwester des nordkoreanischen Diktators* hatte ihren Moment als starkes Gesicht des Landes. Seitdem gibt sie Beobachter:innen des ostasiatischen Landes Rätsel auf.

Einst eingeführt in die Öffentlichkeit als sanfte Hand, ihrem Bruder hörig, hat scheint sich ihr Einfluss im Jahr 2020 stark ausgeweitet zu haben. So hatte sie kürzlich einen bemerkenswerten Auftritt am Grab des gemeinsamen verstorbenen Vaters Kim Jong Il. In einer Rede bezeichnete sie Südkorea und seine Bevölkerung als „Idioten“ und machte Stimmung gegen den Nachbarstaat: „Die Südstaatler sind eine wirklich seltsame Gruppe, die schwer zu verstehen ist.“ Das berichteten unter anderem CNN und die South China Morning Post. Die Situation zwischen Nord- und Südkorea gilt als sehr angespannt.

Nordkorea: Kommunistisches Land hält Militärparade ab - Atomwaffen-Ausbau soll fortgeführt

Aus der kommunistischen Hochburg Nordkorea dringen selten Nachrichten nach draußen, die nicht von dem Propaganda-Apparat gewollt sind. Das Land ist isoliert - noch stärker, seitdem internationale Sanktionen aufgrund des Atomwaffen- und Raketenprogramms gegen Nordkorea verhängt wurden. Unter Donald Trump hatte die USA und Nordkorea eine Annäherung versucht. Die jedoch bei einem Gipfeltreffen in Hanoi, Vietnam, scheiterte. Die Verhandlungen stagnierten.

„Egal, wer in den USA an der Macht ist, die wahre Natur und der wahre Geist der Anti-Nordkorea-Politik werden sich nie ändern.“ Diese Worte hat Kim Jong Un dem US-amerikanischen Sender CNN zufolge bei der Konferenz gesagt: „Die Entwicklung von Atomwaffen wird ohne Unterbrechung vorangetrieben.“ Der gewählte US-Präsident und seine Vize Kamala Harris stehen vor großen Aufgaben. (aka mit Agenturen) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.






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