"Prozess der Erneuerung"

Miserable Zustimmungswerte: Kramp-Karrenbauer unverdrossen

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Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer. Foto: Michael Kappeler

Annegret Kramp-Karrenbauer nimmt schlechte persönliche Umfragewerte zur Kenntnis. Die CDU-Vorsitzende hält sie aber nur für einen Zwischenstand im Umbruch der Partei.

Berlin (dpa) - Von ihren schlechten persönlichen Umfragewerten will sich die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer nicht entmutigen lassen.

"Das ist ein Ausdruck der Tatsache, dass wir mitten im Prozess der Erneuerung stehen", sagte die Parteichefin am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner" mit Blick auf aktuelle Umfragen, denen zufolge selbst eine große Mehrheit der Unionsanhänger nicht zu glauben scheint, dass sie die CDU erfolgreich in die Zukunft führt.

"Diese Partei ist in einem Umbruch, sowohl personell mit Blick auf (die Kanzlerin und vorherige Parteivorsitzende) Angela Merkel, als auch inhaltlich", sagte Kramp-Karrenbauer. Dieser Umbruch werde erst seit wenigen Monaten vorangetrieben. "Und deswegen ist das ein Zwischenstand." Entscheidend sei, "was am Ende, etwa in Form des neuen Grundsatzprogramms, für die CDU herauskommt und was getragen wird".

Im jüngsten ZDF-"Politbarometer" hatten 71 Prozent der Befragten zu Protokoll gegeben, dass sie Kramp-Karrenbauer nicht zutrauen, ihre Partei erfolgreich in die Zukunft zu führen. Nur 19 Prozent glauben gemäß der am Donnerstag veröffentlichten Umfrage an sie. Selbst unter den Unionsanhängern glauben 57 Prozent nicht an die CDU-Vorsitzende, nur 34 Prozent gehen davon aus, dass sie die Partei erfolgreich führen wird. Auch im ARD-Deutschlandtrend zeigten sich 66 Prozent der Befragten mit der Arbeit der CDU-Vorsitzenden unzufrieden.

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