ZDF-Talkshow 

Dunja Hayali bringt Frauen gegen sich auf - „Die meisten Männer wollen...“

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Dunja Hayali bei der Verleihung der Grimme-Preise

Dunja Hayali brachte mit einer Aussage auf Twitter einige Frauen gegen sich auf. Doch auch Zuspruch erhielt die ZDF-Moderatorin.

Update vom 11. März: Mit einer Aussage zum Thema Familienpolitik hat Dunja Hayali erneut mehrere User auf ihrem Twitter-Account gegen sich aufgebracht. „Für intakte Familien sind allein Frauen verantwortlich? Die meisten Männer, die ich kenne, wollen Gleichberechtigung/Chancengleichheit. Gemeinsam. Mit uns Frauen“, schreibt die ZDF-Moderatorin. 

Für dieses Statement kassiert die Moderatorin jede Menge Gegenwind: „Dann kennen Sie diese deutschen Männer noch nicht, die genau das Gegenteil von Gleichberechtigung fordern und von Feministinnen dafür unterstützt werden. Deren Motto: Getrennt von uns Frauen!“, kommentiert eine Userin. „Für intakte Familien sind Frauen nur verantwortlich, wenn Mann sie damit allein lässt. Viele Frauen können davon ein Lied singen“, wettert eine weitere. „Liebe Dunja, ich mache die Erfahrung, dass die meisten Männer ihre Macht ausspielen gegen Frauen und kein bisschen abgeben wollen. Zu wenige Männer sind auf dem guten Weg für echte Partnerschaft“, schreibt eine andere. 

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Zustimmung erhält sie von einem User, der schreibt: „Ich habe in dieser Debatte gerade dieselben Erfahrungen gemacht. Die väterliche Sichtweise wird negiert, als Lüge bezeichnet und die väterliche „Carearbeit“ wird als rein finanziell motiviert herabgewürdigt. So schadet diese Debatte den Kinderinteressen.“ Hayali kommentiert diesen Beitrag mit. „Stimmt.“ 

Nachdem sich der Austausch mit einem weiteren Follower schwieriger entwickelt, legt Hayali nochmal nach: „Entweder hab‘ ich mich unklar ausgedrückt oder manche sind extra begriffsstutzig... Meinungen aushalten ist schwierig, vor allem, wenn als Hass/Beleidigung getarnt.“

„Mal im Ernst: Du drückst dich tatsächlich oft unklar aus“, kommentiert daraufhin ein User.

Die ZDF-Moderatorin hat es aber auch nicht leicht...

In einem aktuellen Interview äußert sich Dunja Hayali zu Anfeindungen gegen ihre Person - erklärt aber auch, dass der Journalismus derzeit einiges besser machen könne.

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Dunja Hayali: ZDF-Moderatorin wehrt sich gegen schwere Vorwürfe - „Für wie doof halten Sie mich?“ 

Berlin - Der Streit um Schwangerschaftsabbrüche verschärft sich derzeit wieder, gerade erst hat sich die Bundesregierung nach langer Diskussion darauf geeinigt, dass schwangere Frauen sich besser über Ärzte informieren können, die Abtreibungen vornehmen. Dunja Hayali diskutierte über dieses Thema in ihrer ZDF-Talkshow am Mittwochabend. Zu Beginn des Beitrages besuchte die Moderatorin ein Medizinseminar, in dem Studentinnen am Beispiel einer Papaya demonstriert wird, wie ein Schwangerschaftsabbruch vorgenommen wird. 

Dunja Hayali (ZDF): Kritik an „unfreiwillig deutlicher Bildsprache“ 

Hayali hält in dem Einspieler eine Papaya in Händen, während eine Medizinstudentin mit einer Vakuumpumpe den Abbruch „übt“. „Ein bisschen befremdlich ist es schon“, erklärt Hayali, „aber das Fruchtfleisch und die daran haftenden Kerne ähneln der befruchteten Eizelle in der Gebärmutter.“ 

Dieser Beitrag war im Vorfeld mit einem Bild angekündigt worden, das auf Twitter für Empörung sorgte. Eine Userin kritisierte die „unfreiwillig deutliche Bildsprache“ von Hayali auf diesem Foto und bezog sich mit ihrer Kritik auf den ihrer Ansicht nach unangebrachten Gesichtsausdruck der ZDF-Moderatorin. 

Dunja Hayali (ZDF) kontert mit heftigen Worten

Hayali reagiert auf die Vorwürfe mit heftigen Worten: „Sie sprachen von einer ‚unfreiwillig deutlichen Bildsprache‘. Wollen Sie mir sagen, dass das keine Unterstellung ist? Anhand eines Screenshots aus einem Beitrag? Für wie doof halten Sie mich!“

In ihrer ZDF-Talkrunde beleuchtete Hayali das Thema „Schwangerschaftsabbruch“ nach dem Einspieler mit ihren Talkgästen, Laura Dornheim, die 2015 abgetrieben hatte, und Erzbischof Heiner Koch von allen Seiten. 

Dunja Hayali (ZDF): Kontroverse Debatte um IS-Rückkehrer mit Innenminister Joachim Herrmann

Vor der Schwangerschafts-Abbruch-Diskussion streifte Hayali in ihrer gerade einmal 48 Minuten dauernden Talkshow ein weiteres großes Aufreger-Thema: Wie umgehen mit IS-Rückkehrern? Joachim Herrmann, bayerischer Innenminister (CSU), legt vor. „Wir haben keinen Ehrgeiz, Leute in unser Land zu holen, die noch Gefährder sind.“ Wenn solche Leute nach Deutschland kämen, müsse man sie in jedem Fall von Anfang an beobachten. Bayerns Innenminister Herrmann sieht die Politik vor allem bezüglich der Kinder von radikalisierten Eltern in der Pflicht. „Wir müssen uns gezielt um die Kinder kümmern. Die Kinder wurden ja oft gegen den Willen ihres Partners in den Krieg mitgenommen. Die kleinen Kinder stehen ja auch nicht unter Terrorverdacht.“

Dunja Hayali in dem Schwangerschafts-Abbruch-Workshop mit einer Papaya in der Hand.

Die Tochter von Studiogast Josefin Steinhauer ist eine IS-Kämpferin und mit ihren drei kleinen Kindern in einem nordsyrischen Gefangenenlager inhaftiert. Josefin Steinhauer setzt sich energisch dafür ein, dass ihre Familie so schnell wie möglich nach Deutschland zurückkehren könne. Islamismus-Expertin Claudia Dantschke, die „Hayat“, eine Beratungsstelle zur Deradikalisierung von salafistischen und dschihadistischen Personen leitet, forderte: „Wir sind verantwortlich für deutsche Staatsbürger, die sich dem IS angeschlossen haben. Sie haben sich in Deutschland radikalisiert. Deshalb müssen sie zurückkehren, hier juristisch zur Verantwortung gezogen und möglichst deradikalisiert werden.“ Thema angerissen, die Reaktionen auf den Auftritt von Herrmann sind entsprechend durchwachsen.

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