"Zwangsouting" von HIV-Infizierten im Gefängnis wird beendet

DÜSSELDORF - Die Häftlinge in den nordrhein-westfälischen Gefängnissen sollen künftig nicht mehr über HIV- oder Hepatitis-Infektionen ihrer Mitgefangenen informiert werden.

Der sogenannte Aids-Erlass von 1988 werde in wenigen Tagen entsprechend geändert, bestätigte ein Sprecher des Justizministeriums in Düsseldorf am Freitag Informationen der Aids-Hilfe. NRW-Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) hatte dies bei einem Empfang der Aids-Hilfe angekündigt.

Die Bediensteten im Gefängnis würden aber nach wie vor über schwere Infektionskrankheiten von Gefangenen in Kenntnis gesetzt, so das Ministerium. Bislang werden Gefangene unterrichtet, wenn sie mit HIV-Infizierten eine Zelle teilen oder sie beim sogenannten Umschluss besuchen wollen. Die Aids-Hilfe begrüßte die Entscheidung als "Durchbruch". - lnw

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