Bahnverkehr fast störungsfrei

Ausläufer des Orkantiefs "Victoria" fegen mit Sturmböen über NRW hinweg

Ausläufer des Orkantiefs "Victoria" sind am Sonntag mit Sturmböen über NRW hinweggefegt. Ein Unwetter wie vor Wochenfrist bei "Sabine" haben wir in NRW allerdings nicht abbekommen.

  • Nach Sturm Sabine: Victoria zog am Sonntagabend über NRW
  • Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 km/h in Westfalen
  • Erster Vorgeschmack auf den Frühling mit bis zu 19 Grad in NRW

Update, 18. Februar, 15.30 Uhr:  Und wieder könnte ein Sturm  NRW  ansteuern. Der Karneval  naht und durch eine Westlage kommt stürmisches Wetter aus den Westen zu. Eine erste Vorhersage lässt das das erahnen. Ob damit Karnevalszüge an Rosenmontag gefährdet sind, ist noch völlig unklar.Auch Schnee kommt noch auf Sauerland und Siegerland zu.

Update, 17. Februar, 13.15 Uhr: Heftiger als erwartet wehte Sturm Victoria am Sonntagabend in Iserlohn, Lüdenscheid und dem MK. Die Polizei zählte 47 wetterbedingte Einsätze.

Update, 17. Februar, 12 Uhr: 47 Mal ist die Feuerwehr wegen "Victoria" im Märkischen Kreis ausgerückt. Aufsehen erregte ein Einsatz an der B7 in Iserlohn. Dort waren etwa 40 Quadratmeter Dachpappe auf die Straße geflogen.

Update, 17. Februar, 11 Uhr: 42 sturmbedingte Einsätze hat die Polizei im Kreis Coesfeld bis zum Montagmorgen abgearbeitet. Ein junger Autofahrer fuhr in Coesfeld am Morgen trotz Absperrung in einen umgestürzten Baum, den der Bauhof noch nicht hatte beseitigen können. Der 22-Jährige blieb unverletzt; wegen der Missachtung der Sperrung muss er aber neben dem Schaden an seinem Fahrzeug auch ein Verwarngeld bezahlen.

Update, 17. Februar, 8.40 Uhr: Eine S-Bahn ist am Sonntagabend gegen 19.15 Uhr in Dortmund gegen einen Baum geprallt. 67 Fahrgäste, darunter Kinder und Senioren, mussten auf offener Strecke aus dem Zug geholt werden, weil nicht ausgeschlossen werden konnte, dass die Oberleitung reißen und herabfallen könnte. Die Feuerwehr und das Notfallmanagement der Bahn kümmerten sich um die Passagiere. Es dauerte aber wegen der notwendigen Vorbereitungen und Sicherungen, bis 22.30 Uhr, ehe auch die letzten Fahrgäste in Taxis umsteigen konnten. Verletzt wurde niemand.   

Update, 17. Februar, 7.40 Uhr: Nach sturmbedingten Sperrungen in der Nacht fahren die Züge am Morgen auf fast allen Strecken in NRW wieder. Gesperrt ist nach Angaben eines Bahnsprechers noch die Verbindung von Mönchengladbach nach Venlo. Auch beide Gleise der Bahnstrecke bei Rheine sind wieder frei, nachdem dort am Sonntagnachmittag ein Baum auf eine Oberleitung gestürzt war. 200 Reisende hatten dort einen Intercity verlassen und auf Busse umsteigen müssen.

Mit Nachlassen des Windes fallen auch die Temperaturen: Nach ungewöhnlich milden Temperaturen am Sonntag wird der Montag deutlich kühler, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes.

Die Auswirkungen des Sturms bekamen am Sonntag Karnevalisten in Senden-Ottmarsbocholt zu spüren. Kamen zunächst 7000 bis 8000 Menschen zum Karnevalsumzug der KG Otti-Botti e.V., so teilte die Polizei Coesfeld mit, dass sich die Besucherzahl aufgrund des aufkommenden schlechten Wetters "relativ schnell verringerte". Der Umzug sei um 16.30 Uhr beendet gewesen, zuvor aber planmäßig und störungsfrei verlaufen. 

In Werne hatten sich am Abend zwei Altkleider-Container selbstständig gemacht. Darüber hinaus hatten die Einsatzkräfte in Werne nur einen größeren Ast und zwei umgestürzte Bäume gzu beseitigen.

Update, 16. Februar, 22.01 Uhr: Im Kreis Borken stürzten viele Bäume auf Straßen, wie die Polizei mitteilte. In Bocholt krachten mehrere Bäume in das Dach einer Scheune und brachten sie damit teilweise zum Einstürzen.

Update, 16. Februar, 21.50 Uhr: Die Feuerwehr Dortmund meisterte einen Einsatz im Stadtteil Berghofen, wo ein Gerüst umzustürzen drohte, das an einem dreigeschossigen Wohn- und Geschäftsgebäude aufgebaut worden war.

Im abendlichen Sturm habe sich das obere Drittel des Baugerüstes aus der Verankerung gelöst. "Dadurch schlug der oberere Gerüstteil fast einen Dreiviertelmeter aus den eigentlich vorgesehenen Verankerungspunkten heraus und bewegte sich heftig hin und her. Auf dem Boden neben dem Gerüst lagen bereits Teile der Verankerung", so die Feuerwehr.

Die Einsatzkräfte der Dortmunder Feuerwehr bewiesen in Sachen Sicherung eines Baugerüstes ihr ganzes Können - und Improvisationstalent.

Die Feuerwehrbeamten improvisierten mittels mitgeführter Abstützsysteme für Verkehrs- und Bauunfälle mehrere Festpunkte im zweiten Obergeschoss. Aus den geöffneten Fenstern heraus sicherten sie das Baugerüst - drei Löschfahrzeuge mussten zusammengezogen werden, um ausreichend Abstützsysteme einsetzen zu können.

"Mit der Drehleiter wurde das Gerüst auch von oben kontrolliert und mit weiteren Spanngurten befestigt", so die Wehr abschließend.

Update, 16. Februar, 20.50 Uhr: Es ist fast geschafft. Der "Höhepunkt" von Sturm Victoria zieht gerade über das Sauerland hinweg. Wer jetzt nach draußen geht, wird merken: Es hat einen Temperatursturz gegeben. Ursache ist die heftige Kaltfront, die über NRW gezogen ist. Nach einem stürmischen und kräftigen Platzregen ist die Temperatur im Land um einige Grad gefallen.

Update, 16. Februar, 20.28 Uhr: Es wird chaotisch durch Sturm Victoria im Bahnverkehr in NRW. 

Zwischendurch wurde es am Sonntagabend trubelig: Zahlreiche Züge konnten nicht mehr fahren. Hier sieht man das Abfahrts_Tableau am Hauptbahnhof Hamm.

Immer mehr Linien haben Verspätungen oder können gar nicht mehr weiterfahren.

Update, 16. Februar, 20.07 Uhr: Sturm mit Platzregen über NRW - laut Kachelmannwetter hat die Kaltfront inzwischen den Nordwesten des Ruhrgebiets und Münster erreicht. Die Front zieht nach Südosten übers Land.

Update, 16. Februar, 19.51 Uhr: Sturmtief Victoria behindert jetzt auch die Eurobahn: Im gesamten Netz könne es zu Verspätungen und Ausfällen kommen, meldet das Verkehrsunternehmen. Aktuelle Meldung gibt es hier!

Währenddessen werden der RE2 und die RB63 von Bäumen im Gleis im Münsterland gestoppt, wie die DB Region NRW soeben getwittert hat.

Update, 16. Februar, 19.20 Uhr: Noch einmal zum Bahnverkehr in NRW. Nicht nur bei Rheine im Münsterland, wo rund 200 Fahrgäste einen Intercity verlassen mussten, weil ein Baum auf eine Oberleitung gestürzt war, gab es Probleme.

Auch bei Aachen und im Kreis Düren sowie in Billerbeck im Münsterland blockierten nämlich Bäume Bahngleise oder aber Straßen. Verletzte gab es nicht. Mehrere Regionalbahnen fielen nach Angaben der Deutschen Bahn aus oder hatten Verspätung.

Update, 16. Februar, 19.11 Uhr: Die Feuerwehr in der Städteregion Aachen verzeichnete am Sonntag viele Einsätze wegen umgestürzter Bäume und herabgefallener Äste. Zeitweise wurde die A44 gesperrt

In Velbert bei Düsseldorf versperrte ein umgestürzter Baum eine Straße. Feuerwehrleute zersägten ihn. In Bedburg-Hau am unteren Niederrhein krachte ein umgeknickter Baum auf ein parkendes Auto. 

Update, 16. Februar, 19.00 Uhr: Der Sturm Victoria bläst doch ganz schön kräftig über NRW. Laut Kachelmannwetter wurden in Fröndenberg im Kreis Unna Windböen mit einer Geschwindigkeit von 104 km/h gemessen. 

Update, 16. Februar, 17.21 Uhr: Mit der Kaltfront am Abend soll der Sturm seinen Höhepunkt erreichen. Das schreiben die Wetterjäger Südwestfalen. Demnach sind Böen bis 100 km/h möglich. "Es wird also wieder ordentlich pusten und rappeln."

Update, 16. Februar, 17.06 Uhr: Wegen eines umgestürzten Baumes auf eine Oberleitung haben etwa 200 Reisende bei Rheine im Münsterland einen Intercity verlassen müssen. 

Sturm Victoria in NRW: Baum stürzt auf Oberleitung - 200 Reisende müssen Bahn verlassen

Die Fahrgäste in dem Zug von Berlin nach Amsterdam sollten mit Bussen zu nahe gelegenen Bahnhöfen gebracht werden, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn in Berlin.

Die Strecke, auf der auch Fernverkehr von Koblenz nach Norddeich unterwegs ist, wurde gesperrt, der betroffene IC konnte nicht mehr weiterfahren. "Es wird noch etwas dauern, bis die Strecke wieder frei ist", sagte die Bahnsprecherin. IC- und EC-Züge sowie der Regionalverkehr wurden umgeleitet. Es kam zu Verspätungen und Ausfällen.

In Großbritannien tobt der Sturm. Er hat bereits ein Todesopfer gefordert.

Update, 16. Februar, 15.42Uhr: Das aktuelle Sturmtief hat der Feuerwehr im Kreis Soest schon einiges an Arbeit beschert. Mehrfach mussten die Helfer zur Säge greifen, um umgestürzte Bäume von den Straßen zu holen. Ein Autofahrer ignorierte eine Straßensperrung und holte sich ein paar Beulen ins Blech.

Update, 16. Februar, 13.30 Uhr:  Victoria  ist keine Sabine  - das wird heute klar. Der Sturm, der über NRW  hinweg zieht, ist nicht mit dem Orkan vom vergangenen Wochenende vergleichbar. Nur in der Eifel und im Aachener Raum kam es zu orkanartigen Böen mit rund 100 km/h Windgeschwindigkeit. Bei Aachen und im Kreis Düren blockierten Bäume Bahngleise und Straßen. Verletzte gab es nicht. Mehrere Regionalbahnen fielen nach Angaben der Deutschen Bahn aus oder hatten Verspätung.

Zum Wochenbeginn erwartete der Deutsche Wetterdienst eine Kaltfront. Die Temperaturen würden am Montag auf 13 Grad fallen. Erneut gebe es auch Schauer und Gewitter. Am Dienstag ist demnach in den Hochlagen Schnee möglich.

Update, 16. Februar, 11.30 Uhr:  Erste Auswirkungen von Sturm  Victoria sind in NRW  schon spürbar. Dabei erreichte der Wind vor allem in der Eifel und im Aachener Raum Geschwindigkeiten um die 100 km/h. Am Morgen fiel dadurch ein Baum auf die Bahngleise zwischen Aachen und Herzogenrath.

Kachelmannwetter hat am Mittag erste Höchstwerte veröffentlicht. Spitzenreiter in Westfalen ist Arnsberg mit einer Windgeschwindigkeit von 80 km/h, im Ruhrgebiet hat Recklinghausen eine Spitze von 81 km/h erreicht.

Update, 16. Februar, 10 Uhr: Die Bilanz von Sturm Sabine nicht so ohne. Das Unwetter  in NRW  hat nach Schätzungen um die 180.000 Bäume entwurzelt. Der Orkan habe rund 200.000 Festmeter Holz in NRW  zerstört, erklärte Michael Blaschke vom Landesbetrieb Wald und Holz NRW auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Denn: Die Wälder in NRW sind in keinem guten Zustand. Die Regenfälle der vergangenen Wochen hätten den Boden aufgeweicht und so den Wurzeln wenig Halt geboten. Zusätzlich seien die Bäume durch die Dürre der vergangener Jahre und den Befall durch Borkenkäfer bereits geschwächt gewesen. Daher ist auch bei Sturm Victoria mit entwurzelten Bäumen zu rechnen.

Im Tierpark Hamm hat man auf die Wettervorhersage bereits reagiert - das Ausflugsziel im Hammer Süden bleibt geschlossen.

Update, 16. Februar, 8 Uhr: Der nächste Sturm hat NRW  erreicht - diesmal ist Victoria. Schon am Sonntagmorgen ziehen die ersten Böen mit Windgeschwindigkeiten von 70 km/h über den Westen. Das Wetter  ist damit heute echt verrückt in NRW: Sturm, Frühling  und viel Regen!

Doch es wird längst nicht so heftig wie bei Sturm  Sabine  am vergangenen Wochenende, als viele tausend Feuerwehrleute im Dauereinsatz waren. Die Modellkarten von Kachelmannwetter sagen nur örtliche Spitzen bei den Windgeschwindigkeiten voraus. Im südlichsten Zipfel von NRW könnten das 90 km/h werden. Im Sauerland und dem östlichen Westfalen werden es in der Spitze rund 80 km/h. Zum Vergleich: Bei Sturm Sabine waren es über 100 km/h.

Update, 15. Februar, 16.35 Uhr: In der Nacht zum Sonntag, etwa ab Mitternacht, frischt der Wind nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in ganz NRW deutlich auf. Der DWD rechnet am Sonntag mit Windstärken der Stufen acht bis neun - mit einer Geschwindigkeit von 62 bis 88 Kilometern pro Stunde.

DWD: Nicht vergleichbar mit Sturm Sabine

In herausgehobenen Lagen, zum Beispiel am Kahlen Asten, könne es sogar zu Windstärke zehn kommen. Dennoch sei der Sturm, den "Victoria" bringe, in Ausmaß und Stärke nicht mit dem Orkan "Sabine" vergleichbar, sagte ein Sprecher des DWD.

Die Temperaturen sind dabei mild - mit bis zu 18 Grad tagsüber. Die Sturmböen werden laut DWD von Schauern und örtlichen Gewittern begleitet. Auch am Montag bleibt es stürmisch und unbeständig bei maximal 13 Grad, bevor es in der Nacht zu Dienstag wieder etwas ruhiger wird.

Update, 14. Februar, 16.40 Uhr: NRW zwischen Sturm in Frühling. Das Wetter in NRW bleibt verrückt. Nach Sturm Sabine am vergangenen Wochenende und Schnee in den Höhenlagen kommt nun der Frühling. Auslöser ist das sehr kräftige Orkantief Victoria, durch das sehr milde Luft Richtung Westeuropa gedrückt wird. Die Folge: Es wird am Sonntag wieder recht stürmisch im Westen. Modellkarten von Kachelmannwetter sagen für Sonntag Windgeschwindigkeiten von 80 bis 90 km/h für NRW voraus. Es wird daher deutlich entspannter als am Wochenende bei Sturm Sabine. Die Windgeschwindigkeiten werden auch schnell nachlassen. Dafür werden wir in NRW Frühlingsgefühle bekommen. Bis zu 17 (!) Grad sind am Sonntag möglich. Leider werden wir nicht allzu viel davon haben, weil viel Regen angekündigt ist.

Update, 13. Februar, 16 Uhr: Nach Sturm kommt Schnee: So lässt sich das Wetter  in NRW  kurz zusammenfassen. Der Deutsche Wetterdienst hat für die Gebiete in NRW, die oberhalb von 400 Metern liegen, am Donnerstag eine Schneewarnung herausgegeben. Autofahrer sollten entsprechend vorsichtig fahren - es kann glatt werden. Die Warnung gilt bis Donnerstagabend.

Ein erster Vorgeschmack vom Frühling kommt auf NRW zu. Bis zu 17 Grad warm soll es am Sonntag. Dabei wird es stürmisch.

Wetter in NRW: Nach Sturm Sabine kommt Orkantief Victoria

Update, 13. Februar, 9.55 Uhr: Überraschende Wende beim Wetter in NRW: Hatte es einige Tage so ausgesehen als komme ein weiterer Sturm auf den Westen zu, blicken die Meteorologen nun deutlich entspannter auf die Modellkarten. Klar ist: Es wird wieder stürmisch. Aber es wird wesentlich weniger schlimm als bei Sturm  Sabine. NRW und wohl auch ganz Westeuropa kommen glimpflich davon.

Update, 12. Februar, 9.35 Uhr: Der Orkan Sabine hat auch der ADAC-Luftrettung zugesetzt. An den vergangenen beiden Tagen mit orkanartigen Windgeschwindigkeiten mussten die ADAC Rettungshubschrauber an 26 der 37 ADAC Luftrettungsstationen zeitweise aus Sicherheitsgründen am Boden bleiben - insgesamt zusammen fast 130 Stunden lang. An der Station in Siegen waren die Ausfallzeiten des "Christoph 25" mit rund 50 bis 100 Minuten am kürzesten. Am stärksten erwischte es die Crew in Fulda mit mehr als elf Stunden. Gefährlich für die Piloten sind vor allem starke Windboen bei Starts und Landungen. Verboten ist das Starten des Hubschraubers ab 50 Knoten (ca. 90 km/h).

Update, 12. Februar, 8.50 Uhr: Das Wetter in NRW beschert uns weiter große Probleme. Während sich am Sonntag der nächste Sturm ankündigt, kam es in der Nacht zu Mittwoch zu Schneefällen im Siegerland. Die A45 musste komplett gesperrt werden. Autofahrer saßen stundenlang im Stau fest. Auch die Verkehrsbetriebe Westfalen-Süd mussten ihren Betrieb einstellen.

Die Modellkarten fürs Wochenende lassen währenddessen noch einige Fragen oben. Sehr wahrscheinlich wird es wieder stürmisch in NRW. Am späten Sonntagabend werden Böen mit Geschwindigkeiten von über 100 km/h über den Westen hinwegziehen. Wie ausgeprägt das Sturmtief wirklich wird - das lässt sich heute noch nicht seriös sagen. "Es deutet sich wieder eine recht markante Kaltfront an und dabei könnte es auch Randtiefentwicklungen geben", sagt Fabian Ruhnau von Kachelmannwetter.

 Sturm Sabine hat sie heute indes noch Auswirkungen. Eine Gruppe aus Hamm ist in einem Schullandheim auf Wangerooge "gefangen". 

Sturm in NRW: Wetter bleibt unruhig

Wird nach Sabine der nächste Sturm NRW durchschütteln? Die ersten Berechnungen lassen das nächste schlimme Unwetter und womöglich einen Orkan befürchten. Sturmböen mit einer Geschwindigkeit von rund 120 km/h können über den Westen hinwegziehen.

Wichtig zu sagen: Eine Vorhersage zum Wetter, die so viele Tage in die Zukunft zielt, ist eine Rechnung mit vielen Unbekannten. Statistiken und Wahrscheinlichkeiten fließen in diese Rechnung ein und verschiedene Wetterdienste berechnen verschiedene Modelle. Die Modellkarte, die Kachelmannwetter am Dienstagmorgen über Twitter verbreitet hat, beruht auf dem ECMWF-Modell. Das steht für European Centre for Medium-Range Weather Forecasts - eine sehr seriöse Quelle.

Wieder Sturm in NRW: Nach Sabine neues Unwetter

Wieder ist ein Sturm im Anmarsch auf NRW, wieder drohen Orkan und Unwetter. So prognostiziert die Modellkarte vom ECMWF am Sonntagnachmittag einen Sturm an der niederländischen und deutschen Nordseeküste. In der Spitze könnte eine Orkan mit Windspitzen von 120 km/h über die Strände hinwegziehen.

Wenn man auf den Sonntagabend schaut, zieht dieser Sturm über den Nordwesten Deutschlands weiter. Besonders stark betroffen wären nach diesem Modell Schleswig-Holstein und Niedersachen. Aber auch NRW bekommt den Sturm ab. Im Münsterland, im östlichen Ruhrgebiet und im Sauerland wären abermals Windgeschwindigkeiten von 100-110 km/h möglich - also wieder echte Sturmgefahr.

Sturm in NRW: Schäden durch Orkan Sabine

Ein Rückblick auf Sturm Sabine: Dort lagen die Spitzen-Windgeschwindigkeiten bei 111 km/h in Wuppertal und 106 km/h in Werl. Am Sonntag und Montag mussten laut unserem Sturm-News-Ticker über 20.000 Feuerwehrleute zu über 7.100 Einsätzen ausrücken. In NRW wurde 13 Menschen verletzt. Autos, Häuser und Dächer wurden durch umstürzende Bäume beschädigt. In einigen Städten kam es zu temporären Stromausfällen. Ab Sonntagnachmittag war der Bahnverkehr in ganz NRW eingestellt worden. Autobahnen wie die A45 waren stundenlang gesperrt. In fast allen Städten in NRW fiel in Schulen der Unterricht aus. Ein Wettbewerb beim  Skispringen in Willingen musste abgesagt werden.

Viele Bäume waren bei Sturm Sabine auf Autos gestürzt. Die Feuerwehren waren im Dauereinsatz.

Sturm in NRW: Unwetter möglich, aber nicht sicher

Um es noch einmal zu betonen: Es sieht nach Sabine nach einem weiteren Sturm und Unwetter in NRW aus, aber das ist noch sehr wackelig. "Das ist eine vorsichtige erste Prognose", betont Meteorologe Fabian Ruhnau auf dem Wetterkanal von Kachelmannwetter. Sein Statement: "Keine Panik!"

So wird das Wetter in Ihrer Stadt

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © Bernd Thissen/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare