„Weekend of Hell“ in den Westfalenhallen bot Horror, Spaß und teure Stars

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Langsam aber sicher beginnt der Frühling: Sonne, angenehme Temperaturen, das erste Eis. Und auch die Ostereiersuchen und traditionellen Feuer sind den meisten noch in guter Erinnerung. Doch in Halle 8 der Westfalenhallen Dortmund war am Wochenende kein Platz für bunte Eier und blühende Pflanzen.

Das machte nicht nur der Zettel mit der Aufschrift „Ostern war gestern“, der neben einer abgerissenen Hand und einem infizierten Hasen an einer Stelle auf dem Boden lag, deutlich. Die gesamte Location war nichts für Blumenschnüffler: Bei der beliebten Convention „Weekend of Hell“ konnten tausende Fans des gruseligen fantastischen Films viele Gleichgesinnte kennenlernen, ausgefallene Fanartikel kaufen und Stars aus bekannten Gruselstreifen und –serien treffen. 

Wobei letztgenannter Punkt – für Kenner solcher Veranstaltungen keine Überraschung – mit einem großen „Aber“ daherkam. Ja, bekannte Gesichter wie Neve Campbell aus der „Scream“-Reihe, Danny Glover aus „Saw“ oder Bruce Campbell aus „Tanz der Teufel“ waren vor Ort und konnten von allen Messe-Besuchern „bestaunt“ werden. Jeder Prominente hatte seine Zeit auf der aufgebauten Bühne, wurde von Crewmitgliedern der „Weekend of Hell“ interviewt und durfte Anekdoten zum Besten geben. 

25 bis 70 Euro für ein Autogramm

Doch wer seinem Idol näherkommen wollte, musste zusätzlich zum Eintrittspreis noch einmal tief in die Taschen greifen: Je nach Schauspieler waren 25 bis 70 Euro für ein Autogramm fällig, noch einmal so viel, wenn es ein Foto mit dem bekannten Gesicht sein sollte. 

Tatsächlich nahmen diese preisliche Hürde so einige Fans in Kauf. Zumindest an den Tischen der größten Namen standen durchweg viele Besucher an. Für andere war es dann doch sympathischer, einen weitaus weniger hohen Betrag zu zahlen und sich in Kulissen fotografieren zu lassen, die an bekannte Filme und Serien wie „Stranger Things“ angelehnt waren. Wieder andere nahmen die Initiative direkt selbst in die Hand und erschienen von vornherein in Gewand ihrer Lieblings-Gruselfigur auf der Convention. 

Besucher waren selbst Attraktionen

So wurden aus vielen der anwesenden Besucher gleichzeitig auch Attraktionen. Die Horror-Fans mit den aufwändigsten Kostümen bekamen sogar Zeit auf der Bühne. Bei dem Cosplay-Contest versammelten sich Charaktere aus „The Walking Dead“, „Halloween“, „Trick ´r Treat“ und vielen anderen Franchises und kämpften mit ausdrucksvollen Gesten und ihrem guten Aussehen um den ersten Platz: Eine hübsche Trophäe.

Trotz der über alles stehenden Thematik „Horror“, der überwiegend dunklen Farbgebung der Stände und den grimmig entstellten Gesichtern der umherwandernden Monster war die Stimmung alles andere als gruselig: In der einen Ecke erschallte lautes Gelächter, wenn in der kleinen aufgebauten Kinoecke bei der Sichtung des Films „Heilstätten“ laute Schockmomente die Zuschauer aufrüttelten. In der Filmbörse gab es angeregte Diskussionen mit den Händlern über den Lieblingsstreifen. Und überall waren lachende und sichtbar glückliche Gesichter zu sehen, wenn besonders ausgefallene Fanartikel wie selbstbemalte Horror-Holzkörbe entdeckt wurden oder Profi-Cosplayer Tipps für die eigene Kostümgestaltung gaben. 

Was nach dem Wochenende bleibt, ist die Vorfreude auf die nächste „Weekend of Hell“. Die wird es bereits am 3. und 4. November in den Westfalenhallen geben.

Quelle: wa.de

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