Gewerkschaft der Polizei bestätigt

Übergriffe auf Polizisten erreichen Rekordstand

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Düsseldorf - Die Zahl der gewalttätigen Übergriffe auf Polizisten hat nach Angaben der Gewerkschaft der Polizei in Nordrhein-Westfalen einen neuen Höchststand erreicht.

16.710 Polizisten seien im vergangenen Jahr Opfer eines Übergriffs geworden - ein Anstieg um 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr, teilte die Gewerkschaft der Polizei in Düsseldorf unter Berufung auf Zahlen des Landeskriminalamts mit. 

Die Zahl der Angriffe sei im gleichen Zeitraum um 14 Prozent auf 8955 gestiegen. 

"Kollegen werden getreten, geschlagen, bespuckt und beleidigt. Der Respekt sinkt immer weiter", erklärte der GdP-Landesvizechef Rainer Peltz. 

Von den Verdächtigen seien 86 Prozent Männer und 58 Prozent alkoholisiert. 73 Prozent der Verdächtigen sei bereits vorher polizeilich in Erscheinung getreten. 

Man habe es immer wieder mit der gleichen Klientel zu tun. 

Der Bundestag hatte am Donnerstag höhere Strafen für Angriffe auf Polizisten, Rettungskräfte und Feuerwehrleute beschlossen. 

Künftig drohen für solche Attacken bis zu fünf Jahre Haft. Das sei höchste Zeit gewesen, betonte Peltz. 

Nun müssten die schärferen Gesetze auch konsequent angewendet werden. Angriffe auf Polizisten seien kein Kavaliersdelikt. - dpa

Quelle: wa.de

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