Organisierte Kriminalität

Vorwurf: Betrug und Geldwäsche im großen Stil - Razzia in acht Städten

Spezialkräfte der Polizei haben am Mittwochmorgen zeitgleich in acht Städten 19 Häuser, Wohnungen und Firmen durchsucht.
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Spezialkräfte der Polizei haben am Mittwochmorgen zeitgleich in acht Städten 19 Häuser, Wohnungen und Firmen durchsucht.

Ermittler haben wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betruges und der Geldwäsche 19 Objekte vor allem in NRW-Städten durchsucht - auch im Kreis Soest.

Werl/Hagen - Die Staatsanwaltschaft Hagen und teilweise sogar mit Maschinenpistolen bewaffnete Spezialkräfte der Polizei sind am Mittwochmorgen (12. August) der Organisierten Kriminalität auf den Leib gerückt.

Insgesamt 19 Häuser, Wohnungen und andere Objekte - wie beispielsweise eine Kfz-Werkstatt - wurden zeitgleich in acht Städten durchsucht. Dabei wurden laut Polizei Beweismittel und Vermögenswerte sichergestellt, unter anderem teure Autos, Motorräder und Luxusuhren.

Laut Polizei liegt der entstandene Schaden bei rund 1,1 Millionen Euro. In einer Shisha-Bar sollen Gelder gewaschen worden sein. Festnahmen gab es am Mittwoch nicht. 

Razzia in NRW: Autos, Geld und Luxusuhren sichergestellt

Unter anderem wurden aber ein hochwertiger Mercedes, ein Jaguar und mehrere Harley-Motorräder sichergestellt. Zudem nahmen die Ermittler Bargeld in fünfstelliger Höhe, Rolex-Armbanduhren, zahlreiche Datenträger, Computer und Dokumente mit, wie es in einer Mitteilung der Polizei hieß.

Nach Angaben eines Sprechers der Staatsanwaltschaft Hagen wurden gleich fünf Häuser in Dortmund bei der Razzia nach Beweismitteln durchsucht, dazu weitere in Hagen, Bochum, Düsseldorf, Werl, Solingen, Castrop-Rauxel und in Saarburg (Rheinland-Pfalz). Wo konkret in Werl die Ermittler im Einsatz waren, war am Mittwoch nicht in Erfahrung zu bringen.

Razzia in NRW: Anti-Terror-Fahrzeug am Phoenixsee

In Dortmund wurde in einem Wohngebiet am Phoenixsee auch das gepanzerte, mit einer Ramme ausgestattete Anti-Terror-Fahrzeug "Survivor R" eingesetzt. 

Der bis zu 500.000 Euro teure Koloss von Rheinmetall MAN Military Vehicle - ein Joint Venture des Rüstungskonzerns und Automobilzulieferers Rheinmetall mit Sitz in Düsseldorf und des Nutzfahrzeugherstellers MAN aus München - wird für besonders heikle militärische und polizeiliche Anwendungen empfohlen.

Im Rahmen der Razzia in Dortmund wurde in einem Wohngebiet am Phoenixsee auch das gepanzerte, mit einer Ramme ausgestattete Anti-Terror-Fahrzeug "Survivor R" eingesetzt.

Laut Staatsanwaltschaft steht ein 36-jähriger Hagener im Mittelpunkt der Ermittlungen. Er soll falsche Angaben bei der Vermittlung von Krediten gemacht haben und mit Luxus-Autos gehandelt haben. Kunden von ihm hätten Verbindungen zur Clan-Kriminalität.

Razzia in NRW: Firma in Hagen durchsucht

Die Firma des 36-Jährigen in Hagen (nach eigenen Angaben "mittlerweile spezialisiert auf den Ankauf, Verkauf und die Autovermietung von exklusiven und exotischen Fahrzeugen die das Herz jedes Autoliebhabers höher schlagen lassen") wurde ebenfalls durchsucht

"Seit Jahren posiert er mit Größen aus dem Rap-Geschäft wie Farid Bang (34) oder auch 18Karat (34). Aber auch Fußballern und anderen Promis soll der Hagener schon Autos vermittelt haben. Er zeigt sich auf Fotos unter anderem mit Bayern-Star David Alaba (28) und dem ehemaligen Box-Weltmeister Felix Sturm (41)", so das Boulevardblatt.

Razzia in NRW: Fotos mit Rappern und Fußballern

Auf Facebook steht auch ein Fotos mit Ex-BVB-Profi Sokratis Papastathopoulos, ein weiteres zeigt ein Trikot von Marco Reus mit Widmung für den Hagener Automobilhändler. Die Internetseite des Hageners war am Mittwoch nicht aufzurufen: "Webseite in Bearbeitung", stand dort.

Die Ermittlungen führt die Abteilung für Organisierte Kriminalität der Polizei Hagen.

Quelle: wa.de

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