Mindestens Tempo 80

Freiheitsstrafen im Hagener Raserprozess

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Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft waren die Autofahrer im Mai 2016 mit deutlich zu hohem Tempo unterwegs. Man geht nun allerdings nicht mehr davon aus, dass es sich um ein illegales Autorennen gehandelt hat.

[Update 15.27 Uhr] Hagen - Nach einem Verkehrsunfall mit fünf Verletzten hat das Hagener Landgericht am Montag zwei Raser verurteilt. Von einem illegalen Autorennen gehen die Richter allerdings nicht aus.

Es gebe keine sicheren Anhaltspunkte für eine Absprache der beiden 46 und 34 Jahre alten Männer im Vorfeld, hieß es in der Begründung des Urteils. Zuvor war schon die Staatsanwaltschaft von ihrem ursprünglichen Anklagevorwurf eines Raser-Rennens abgerückt. 

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Für die Richter steht allerdings fest, dass die Angeklagten im Mai 2016 mit mindestens Tempo 80 durch die Innenstadt gefahren sind. Bei einem hektischen Lenkmanöver war eines der Fahrzeuge in den Gegenverkehr geraten und mit zwei weiteren Autos zusammengestoßen. 

Der 46-Jährige wurde zu einem Jahr Haft verurteilt, das zur Bewährung ausgesetzt wurde. Der vorbestrafte Mitangeklagte erhielt dagegen eine Gefängnisstrafe von einem Jahr und zehn Monaten, die er absitzen muss. - dpa

Quelle: wa.de

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