"Horrorhaus" von Höxter: Opfer starb an Schädelhirntrauma

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Der Angeklagte Wilfried W. sitzt in Paderborn im Landgericht auf der Anklagebank. Im Gericht wird der Mordprozess nach den tödlichen Misshandlungen von Höxter fortgesetzt.

Paderborn - Im Mordprozess um das "Horrorhaus" von Höxter hat ein Gutachter über das Ergebnis der Obduktion eines der beiden Opfer Auskunft gegeben.

Susanne F. sei an einem schweren Schädelhirntrauma gestorben, das sie sich wohl bei einem Sturz zugezogen habe, sagte der Gutachter am Dienstag vor dem Landgericht Paderborn. Hinzu sei eine Unterkühlung gekommen. Keine Anhaltspunkte gebe es dafür, dass Susanne F. verhungert oder verdurstet sei. 

Hämatome und Spuren von Fesselungen

Ihre gesamte körperliche Verfassung sei allerdings geschwächt gewesen. Sie habe eine Vielzahl älterer Hämatome gehabt, an Oberarmen und Handgelenken seien Spuren von Fesselungen gefunden worden. 

In der Schlussphase ihres Lebens habe sich Susanne F. wohl auch selbst verletzt, sagte der Gutachter. Das alles sei aber nicht unmittelbar ursächlich für den Tod gewesen. 

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Über Jahre hinweg soll ein Paar mehrere Frauen in ein Haus nach Ostwestfalen gelockt und dort misshandelt haben. Zwei Frauen starben. Der 47-Jährige und die 48-Jährige sind wegen Mordes durch Unterlassen angeklagt. - dpa

Quelle: wa.de

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