FDP kritisiert erneut Sekundarschule

DÜSSELDORF ▪ FDP-Schulexpertin Ingrid Pieper-von Heiden sieht sich durch die jüngsten Äußerungen von NRW-Schulministerin Löhrmann in unserer Zeitung in ihrer Kritik an der neuen Sekundarschule bestätigt.

„Die Sekundarschule ist weitgehend identisch mit der von der FDP abgelehnten Gemeinschaftsschule“, sagte die FDP-Abgeordnete. Auch in der Sekundarschule gebe es in den Klassen 5 und 6 verpflichtend vollintegrierten Unterricht für alle Schüler. Kritik übt Pieper-von Heiden zudem daran, dass künftig der jeweilige Gemeinderat sogar gegen das Votum einer Schulkonferenz allein darüber entscheiden könne, ob in einer Sekundarschule ab der Klasse 7 vollintegriert weiter unterrichtet werde oder ein teilintegrierter Unterricht stattfinde. „Die Entscheidung wird damit nicht in der Schule durch die betroffenen Schüler, Eltern und Lehrer getroffen, sondern rein politisch“. Die FDP-Bildungsexpertin erwartet zudem eine Gründungswelle von Gesamtschulen.

Unterdessen erklärte SPD-Bildungsexpertin Renate Hendricks gestern, sie rechne ab dem Schuljahr 2012/2013 bereits mit etwa 60 Sekundarschulen in Nordrhein-Westfalen. ▪ dfb

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