Neue Corona-Beschlüsse

Was sind körpernahe Dienstleistungen? Das ist jetzt in NRW wieder erlaubt

Körpernahe Dienstleistungen gehören zum zweiten Öffnungsschritt in NRW. Was zählt dazu? Kosmetik, Maniküre, Tätowierung, Haarentfernung - was ab jetzt erlaubt ist.

Hamm - Armin Laschet nannte es einen „Perspektivwechsel“ im Kampf gegen das Coronavirus. Weg vom dauerhaften Schließen hin zu kontrollierter Sicherheit. „Wir nehmen den Ernst der Lage wahr, aber wir ermöglichen da Öffnungen, wo es erforderlich ist“, sagte der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. (News zum Coronavirus)

LandNordrhein-Westfalen
Fläche34.098 km²
Bevölkerung17,93 Millionen
HauptstadtDüsseldorf

Körpernahe Dienstleistungen wie Kosmetik-, Nagel- und Tattoo-Studios: Das ist seit Montag in NRW erlaubt

Generell einigten sich Bund und Länder zwar auf eine Verlängerung des Lockdowns, gleichzeitig vereinbarten Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länderchefs eine neue Teststrategie, mehr Tempo bei den Impfungen und stufenweise Öffnungen mit eingebauter Notbremse.

In ihrem Beschluss sehen Bund und Länder fünf Öffnungsschritte vor. Nachdem Schulen, Kitas und Friseure bereits am 1. März wieder an den Start gehen durften, trat am Montag, 8. März, in NRW die zweite Stufe in Kraft mit einer Reihe von Öffnungen in Nordrhein-Westfalen.

Davon betroffen sind auch die sogenannten „körpernahen Dienstleistungsbetriebe“, die am Montag, 8. März, nach langer Corona-Pause wieder an den Start gehen dürfen. Aber: Was genau sind körpernahe Dienstleistungen?

Corona in NRW: Was sind körpernahe Dienstleistungen? Definition kann von Land zu Land unterscheiden

Die Antwort ist pauschal nicht zu geben. Denn was genau gemeint mit körpernahen Dienstleistungen gemeint ist, kann sich mit Blick auf die Öffnungen von Land zu Land unterscheiden. Für NRW gab die Veröffentlichung der neuen Corona-Schutzverordnung Klarheit. Demnach werden in estfalen folgende Dienstleistungen als körpernah bezeichnet.

  • Friseurleistungen
  • Gesichtsbehandlung
  • Kosmetik
  • Fußpflege
  • Nagelstudios
  • Maniküre
  • Massage
  • Tätowieren/Tattoo-Studios
  • Piercen/Piercing-Studios

Kunden müssen dabei einen tagesaktuellen Schnell- oder Selbsttest vorweisen, falls sie bei ihrem Termin die medizinische Maske nicht aufbehalten können - zum Beispiel bei Rasuren oder Kosmetik. Zunächst hieß es, der Test dürfe nicht direkt vor Ort gemacht werden, sondern nur Bescheinigungen einer offiziellen Teststelle seien gültig.

Mittlerweile heißt es in der aktualisierten Corona-Schutzverordnung, dass bis zum 1. April auch ein Corona-Selbsttest ausreiche, „der von den Kundinnen und Kunden unmittelbar am Ort der Dienstleistung in Anwesenheit des Personals durchgeführt und während der Dienstleistung aufbewahrt wird“, wie es dort heißt. „Auch das Personal kann bis zu diesem Zeitpunkt Selbsttests einsetzen; diese sind als Nachweisersatz am Ort der Dienstleistung für jeweils eine Woche aufzubewahren.“

Hintergrund: Eigentlich verlangen es die Corona-Regeln, dass das Ergebnis des jeweiligen Corona-Schnelltests von einer der in der Coronatestungsverordnung vorgesehenen Teststellen schriftlich oder digital bestätigt werden müsse. Da sich die Infrastruktur für diese Testzentren in NRW noch im Aufbau befindet, gilt bis zum 1. April die erwähnte Ausnahme.

Was sind körpernahe Dienstleistungen? Kosmetik deckt großen Bereich ab

Auch beim Oberbegriff der Kosmetik gibt es noch einmal Unterscheiden. Generell werden hautpflegende und verjüngende Behandlungen, Entfernungen von Hautunreinheiten, Typberatung und Schönheitstipps, Make-up- und Schminkgrundlagen sowie Haarentfernungen zum Kosmetik-Programm.

Hoffnungen dürfen nach dem Corona-Gipfel auch andere Bereiche haben: Für den Sport in NRW sind ebenfalls schrittweise Lockerungen angedacht. Ein Mittel für die von Armin Laschet erwähnte „kontrollierte Sicherheit“ ist auch der vermehrte Einsatz von Corona-Schnell- und Selbsttests, die unter anderem bald beim Discounter Aldi angeboten werden.

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