Auf dem Seitenstreifen der A 43

Kampf auf der Autobahn: Unbekannter stößt LKW-Fahrer auf Fahrbahn

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Dortmund/Bochum - Horrorszenario auf dem Seitenstreifen der A 43 Richtung Wuppertal bei Bochum: Der unbekannte Fahrer eines VW Lupos rastet, nach einem verbalen Disput, völlig aus und stößt den Fahrer eines LKW in den fahrenden Verkehr des rechten Fahrstreifens.

Der Fahrer des LKW, ein 51-Jähriger aus Unna, fuhr mit seinem LKW-Zug auf dem rechten Fahrstreifen. Vor ihm fuhr zu diesem Zeitpunkt, so die Aussage des 51-Jährigen, ein VW-Lupo mit Bochumer Kennzeichen, mit deutlich langsamerer Geschwindigkeit als sein LKW-Zug. Plötzlich bremste das Auto, ohne ersichtlichen Grund, fast bis zum Stillstand ab. 

Der Unnaraner musste seinen LKW-Zug ebenfalls fast bis zum Stillstand abbremsen um nicht auf den Kleinwagen aufzufahren. Gleichzeitig betätigte er deutlich das Signalhorn.

Der Fahrer des Lupos bedeutete dem Fahrer des LKW's daraufhin auf dem Seitenstreifen anzuhalten. Der 51-Jährige stoppte seinen LKW hinter dem Lupo und beide Fahrer stiegen aus ihren Fahrzeugen. 

Wildgewordener Autofahrer zieht LKW-Fahrer aus dem Wagen

Der Fahrer des LKW konfrontierte den Lupo-Fahrer, mit seinem seltsamen Fahrverhalten. Daraufhin ging der Fahrer des Kleinwagens den 51-Jährigen unter wüsten Beschimpfungen an und versuchte ihn, hinter den LKW zu ziehen. Dieser konnte sich zunächst aus dieser Situation befreien und versuchte, sich vor dem wildgewordenen Autofahrer über die Fahrerseite in sein Führerhaus zu flüchten.

Er hinderte den LKW-Fahrer, durch das Zudrücken der Fahrertür, am vollständigen Einsteigen. Somit war der Fahrer zwischen Tür und Fahrzeuginnerem eingeklemmt. Doch damit nicht genug in der eh schon lebensgefährlichen Situation auf dem Seitenstreifen einer Autobahn. 

Mercedes kann nur knapp ausweichen

Der hochaggressive Unbekannte zerrte den 51-Jährigen aus dem Führerhaus (wohlgemerkt auf der dem Fahrstreifen zugewandten Seite bei fließendem Verkehr) und vor seinen LKW. Von hier aus stieß der unbekannte Aggressor den 51-Jährigen heftig auf den rechten Fahrstreifen. Durch den Stoß strauchelte der Unnaraner und stürzte auf die Fahrbahn, in den fließenden Verkehr.

Geistesgegenwärtig bremste der Fahrer eines Mercedes, ein 38-Jähriger aus Herne, gerade noch rechtzeitig und schaffte es, auszuweichen als er den 51-Jährigen auf den Fahrstreifen stürzen sah. Auch er hielt auf dem Seitenstreifen an.

Der 38-Jährige bemerkte die Auseinandersetzung und versuchte zu schlichten, wurde jedoch durch den Lupofahrer ebenfalls beleidigt und bedroht.

Lupo-Fahrer behauptet, er sei Anwalt

Bevor der Unbekannte, vor Eintreffen der Polizei, in seinem Lupo stieg, gab er noch, so die beiden Zeugen, bekannt, dass er Anwalt sei und sich mit Gesetzen auskenne. Danach fuhr er davon.

Die Polizei Bochum konnte den renitenten Fahrer des Lupos an der Halteradresse in den frühen Morgenstunden ausfindig machen und vorübergehend festnehmen. Der 34-Jährige kam zunächst in das Polizeigewahrsam Bochum, wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen auf Grund fehlender Haftgründe wieder entlassen.

Die weiteren Ermittlungen hinsichtlich des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr sind durch das Verkehrskommissariat in Dortmund übernommen worden. - ots

Quelle: wa.de

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