35 Fördermanager sollen Entwicklung voranbringen

Gibt es bald superschnelles Internet in NRW?

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Düsseldorf - Schnelles Internet ist für viele Bürger noch Wunschvorstellung - vor allem auf dem Land. Das liegt auch an extrem komplizierten Anträgen zur Förderung des Breitbandausbaus. Dabei sollen jetzt überall in NRW Experten helfen.

Nur jeder zehnte Bürger in Nordrhein-Westfalen hat superschnelles Internet in Gigabitgeschwindigkeit. Jetzt sollen 35 neue Fördermanager dafür sorgen, dass der Ausbau in allen Regierungsbezirken beschleunigt wird und das Geld zügig in die Kommunen gelangt. 

CDU und FDP versprechen bis 2025 flächendeckende Gigabitnetze

NRW-Digitalisierungsminister Andreas Pinkwart (FDP) gab am Montag in Düsseldorf den Startschuss für fünf Geschäftsstellen "Gigabit.NRW". Sie sollen die Arbeit der bisherigen 52 Breitband-Koordinatoren in den Kommunen professionalisieren. Der Koalitionsvertrag von CDU und FDP verspricht bis 2025 flächendeckende Gigabitnetze. Bei Schulen und Gewerbegebieten müsse das Ziel aber noch innerhalb der 2022 endenden Legislaturperiode erreicht werden, sagte Pinkwart. 

Bislang sei erst jede achte der rund 5400 öffentlichen Schulen in NRW an schnelle Glasfasernetze angeschlossen, bei den Gewerbegebieten seien es nur acht Prozent. 

Im ländlichen Raum ist das Internet noch langsam

Das Ziel der rot-grünen Vorgängerregierung, NRW schon dieses Jahr flächendeckend mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde zu versorgen, sei erreichbar, sagte Pinkwart. Bislang liege die Abdeckung hier bei 83, bundesweit sogar nur bei 77 Prozent. Noch schlechter sehe es im ländlichen Raum aus: Hier profitierten nur 47 Prozent von 50 Megabit, bundesweit rund 36 Prozent. 

Das Ziel sei aber inzwischen auch zu klein, stellte Pinkwart fest. Jetzt müssten die Anstrengungen klar auf Glasfasernetze konzentriert und Unternehmen motiviert werden, in entsprechende Anschlüsse zu investieren. Bei einem "Gigabit-Gipfel.NRW" will Pinkwart im Juli dafür werben. 

Auf der Suche nach weißen Flecken

Noch vor der Sommerpause werde er eine Digitalstrategie vorlegen, kündigte der Minister an. Zudem werde ein Gigabit-Atlas NRW erarbeitet, der die Verbreitung schneller Netze ausweist. Für "weiße Flecken" sollen bis Ende des Jahres Aktionspläne für Schulen, Gewerbegebiete und Verwaltung erstellt werden. 

Laut Koalitionsvertrag sollen bis 2025 rund sieben Milliarden Euro in die Digitalisierung des Landes fließen. Dazu müsse der Bund aber dringend ein unbürokratischeres Breitband-Programm auflegen, forderte Pinkwart. 

Das bisherige Programm sei extrem kompliziert und habe die Kommunen mit langwierigen Antragsverfahren und ständigen Änderungen überfordert. Die Detmolder Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl (FDP) warnte vor hohen Rückforderungsrisiken, falls den Kommunen ein Fehler im Verfahren unterlaufe. - dpa

Quelle: wa.de

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