In Wetter an der Ruhr

Feuer in Geschäft gelegt - Staatsschutz und Mordkommission ermitteln

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Wetter - Nach einem Brand in einem Laden für orientalische Lebensmittel in Wetter an der Ruhr ermitteln eine Mordkommission und der Staatsschutz. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei schlugen unbekannte Täter in der Nacht zum Montag eine Scheibe ein, drangen in den Laden im Erdgeschoss ein und setzten an zwei verschiedenen Stellen Regale in Brand.

Bewohner des viergeschossigen Wohn- und Geschäftshauses waren durch Warnsignale von Rauchmeldern auf das Feuer aufmerksam geworden und konnten sich selbst in Sicherheit bringen. 

Nach Polizeiangaben brachten Rettungskräfte ein elfjähriges Mädchen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus. Es konnte die im Tagesverlauf die Klinik wieder verlassen. Die anderen Bewohner, sechs Erwachsene und zwei Kinder, wurden laut Polizei nicht verletzt.

Die Feuerwehr berichtete von zwei Personen, die vorsorglich zur Kontrolle in ein nahe gelegenes Krankenhaus transportiert wurden. Die Feuerwehrleute suchten das Haus ab und löschten das Feuer im Laden. 

"Durch das Feuer hätten Menschen sterben können. Deshalb haben wir eine Mordkommission eingerichtet", sagte Oberstaatsanwalt Gerhard Pauli der Bild-Zeitung. Laut dem Medienbericht ist der Besitzer des Ladens ein anerkannter Asylbewerber aus Syrien und schon vor der Eröffnung im Februar habe es einen ausländerfeindlichen Brief gegeben. 

Anfang des Monats sei dann über Nacht der Schriftzug "Islamisierung" an eine kommunale Hinweistafel vor dem Geschäft angebracht worden, worauf die Stadt Anzeige wegen Volksverhetzung erstattet habe. 

Nach Polizeiangaben ermittelt auch der Staatsschutz. "Es ist einfach unbegreiflich, wie Menschen so etwas machen können. Aber ich lasse mich nicht unterkriegen. Ich mache weiter - und werde den Laden so schnell wie möglich wieder eröffnen", sagte der Ladenbesitzer der Bild-Zeitung weiter. - dpa

Quelle: wa.de

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