Mordkommission ermittelt

Feuer in Bielefeld gelegt: Drei Obdachlose rechtzeitig gerettet

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[Update, 18.10 Uhr] Bielefeld - Ein vermutlich vorsätzlich gelegtes Feuer wird drei Männern, die auf dem Grundstück einer Obdachlosenhilfe schlafen, fast zum Verhängnis. Eine Mordkommission ermittelt wegen versuchter Tötung.

Mit viel Glück sind drei Obdachlose in der Nacht zum Montag der Tat eines mutmaßlichen Brandstifters entgangen. Ein Unbekannter hatte nach ersten Ermittlungen der Polizei Feuer an der Eingangstür eines gemeinnützigen Vereins in Bielefeld gelegt, während die drei Männer in einem angrenzenden Holzverschlag schliefen. Der Verein "Bielefelder Tisch" kümmert sich um die medizinische Versorgung und Nahrungsmittelausgabe für Obdachlose.

Als die Polizisten eintrafen, brannte den Angaben zufolge die Eingangstür und der Rauch hatte sich schon in Richtung der Obdachlosen ausgebreitet. Die Beamten retteten die Männer aus dem Holzverschlag, in den sie sich zum Schlafen zurückgezogen hatten, wie die Polizei mitteilte. Rettungssanitäter kümmerten sich um die stark angetrunkenen Wohnungslosen, die aber keine Rauchvergiftung erlitten hatten.

In Nähe des Tatorts fanden die Polizisten einen zum Teil geleerten Benzinkanister mit einem Fassungsvermögen von 20 Litern. Die Ermittler gehen von Brandstiftung aus. Weil die Flammen die drei Obdachlosen in große Gefahr brachten, bewerteten Staatsanwaltschaft und Polizei die Tat als ein versuchtes Tötungsdelikt. Eine elfköpfige Mordkommission wurde eingerichtet.

Die Polizei sucht nach Zeugen, die Angaben zur Herkunft des Benzinkanisters machen können. Es soll sich dabei um einen typischerweise bei Tankstellen erhältlichen Kanister handeln. Bezogen auf den oder die Täter ermittle man in alle Richtungen, sagte eine Polizeisprecherin. Der Sachschaden wird auf 50 000 Euro geschätzt. - dpa

Quelle: wa.de

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