Reaktionen nach Attentat auf Bürgermeister Hollstein

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[Update 16.05 Uhr] Altena - Politiker aus ganz Deutschland, aber auch Kirche und Gewerkschaften zeigen sich entsetzt nach dem Attentat auf Altenas Bürgermeister Andreas Hollstein. Wir sammeln an dieser Stelle ausgewählte Reaktionen.

Vor allem auf Twitter verbreitete sich der Hashtag "Altena" wie ein Lauffeuer. Viele Menschen und Institutionen sendeten ihre Genesungswünsche in Richtung des Altenaer Stadtoberhaupts.

Das schrieb Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier:

"Sie können gewiss sein, dass nicht nur ich, sondern sehr viele Menschen in unserem Land derzeit mit Ihnen fühlen und Ihnen alles erdenklich Gute wünschen."

Essens Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck entsetzt

"Eine solche Tat ist verabscheuungswürdig. Umso mehr bin ich froh und erleichtert, dass Bürgermeister Hollstein inzwischen das Krankenhaus verlassen konnte und wieder bei seiner Familie sein kann.“ Overbeck wünschte Hollstein gute Genesung, aber auch viel Kraft, den Angriff gut zu verarbeiten. Die Stadt Altena habe mit ihrer Integrationsarbeit ein sehr positives Zeichen der Menschlichkeit in unserem Land gesetzt, so der Bischof weiter. Für diese Leistung stehe vor allem auch der Name Andreas Hollstein. "Er und alle, die diese Arbeit unterstützen, verdienen unsere Solidarität."

Das schreibt Bernd Schildknecht, Vorsitzender des DGB Märkischer Kreis:

"Mit großer Sorge und Anteilnahme hat der Deutsche Gewerkschaftsbund im Märkischen Kreis die Nachricht von dem Angriff auf den Altenaer Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein aufgenommen. Bürgermeister, Verwaltung und Stadtgesellschaft haben gerade in Altena in der Vergangenheit bewiesen, dass ein mutiger Umgang mit den Herausforderungen unserer Zeit die richtige Antwort auf Verunsicherung und fremdenfeindliche Tendenzen ist.

Solidarität und Mitmenschlichkeit statt Ausgrenzung und Hass. Altena hat mit seiner überdurchschnittlichen Hilfsbereitschaft gezeigt, dass die Mehrheit der Gesellschaft sich nicht von rechten Scharfmachern anstiften lässt. Die Stadt gab mehr Geflüchteten ein neues Zuhause, als sie nach dem üblichen Verteilungsschlüssel gemusst hätte. Das war und ist nach wie vor vorbildlich. (...) 

Der Angriff auf den ersten Bürger der Stadt ist ein Angriff auf unsere freiheitlich-demokratische Gesellschaft! Als Gewerkschaften stehen wir für den Zusammenhalt und das demokratische Miteinander, diesseits und jenseits der Werkstore. Wir lassen uns nicht spalten und wir dulden diese Gewalt nicht. Wir erwarten präzise Ermittlungen und einen ehrlichen Umgang mit der Motivlage. Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein wünschen wir für seine Genesung alles Gute und viel Kraft für die Zukunft."

Bundesinnenminister Thomas de Maizière äußert sich so:

SPD-Vorsitzender Martin Schulz schreibt

Die Kanzlerin dankt den Helfern

Bodo Löttgen, Vorsitzender der CDU-Fraktion im NRW-Landtag, schrieb von einem "Abend der nachdenklich machen muss"

Ministerpräsident Armin Laschet sprach von einer "verabscheuungswürdigen Tat"

Heiko Maas, Bundesjustizminister, "Dürfen niemals akzeptieren, dass Menschen attackiert werden, nur weil sie anderen helfen"

Ali Baş, Bündnis 90/Die Grünen NRW, verurteilt das "feige Attentat"

Stefan Kämmerling, SPD-Abgeordneter im NRW-Landtag

Mona Neubaur, Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen NRW

Sven W. Tritschler, stellvertretender Vorsitzender der AfD im NRW-Landtag

Weitere Reaktionen:

Quelle: wa.de

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