Newsblog zu aktuellen Entwicklungen

Coronavirus in NRW: Massenausbruch bei Tönnies wirkt sich massiv aus

Der Coronavirus-Massenausbruch beim Fleischkonzern Tönnies wirkt sich massiv auf die Lage in NRW aus. Wir fassen die aktuellen Entwicklungen zusammen.

  • 40.369 Infektionen mit dem Coronavirus wurden bisher in NRW nachgewiesen.
  • Galeria Karstadt Kaufhof schließt 62 Filialen, darunter viele in NRW (siehe Update, 14.35 Uhr).
  • Mehr als 1.300 Coronavirus-Infektionen im Zusammenhang mit Tönnies - die Auswirkungen sind massiv. Einen neuen Lockdown soll es zunächst nicht geben (siehe Update 21. Juni, 15.51 Uhr).

+++ Coronavirus in NRW: Alle Regeln des Kontaktverbotes +++

+++ Alles zum Thema Schulen, Kitas und Coronavirus +++

+++ Urlaub 2020 und Coronavirus: Was Sie wissen müssen +++

+++ Hier finden Sie die Corona-Schutzverordnung (gültig ab 15. Juni) +++

+++ Hygiene- und Infektionsschutzstandards für NRW (gültig ab 15. Juni) +++

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Update, 22. Juni, 9 Uhr: Mehrere Dortmunder Schulen schließen, weil bei einem Kind, das eine Grundschule in Dortmund-Evingsen besucht, das Coronavirus nachgewiesen wurde. Kontaktnachverfolgungen ergaben weitere Fälle. Betroffen sind neben der Grundschule drei Berufskollegs und eine Hauptschule. 

Update, 22. Juni, 7.45 Uhr: Bundesarbeitsminister Hubertus Heil sieht den Fleischkonzern Tönnies nach dem massenhaften Auftreten von Corona-Infektionenin der Haftung. "Es muss eine zivilrechtliche Haftung des Unternehmens geben". Heil sagte der Bild, der Konzern habe "die öffentliche Gesundheit gefährdet. Sein Vertrauen in Tönnies sei "gleich Null". Dass Tönnies mit Mitteln aus den staatlichen Rettungsschirmen unterstützt werden müsse, schließt Heil aus. Das Unternehmen habe in den vergangenen Jahren "wahnsinnig viel Geld verdient". Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter appellierte an Konzernchef Clemens Tönnies, die durch den Virus-Ausbruch entstandenen Kosten aus seinem Privatvermögen zu bestreiten. 

Update, 21. Juni, 20.18 Uhr: Wie sehr sich die Lage durch den Ausbruch bei Tönnies verschärft, zeigt die Situation in Hamm. In der Großstadt in Westfalen leben zahlreiche Mitarbeiter von Tönnies. Außerdem ist hier Westfleisch angesiedelt. Fast 1000 Mitarbeiter des Fleischkonzerns wurden hier getestet, einige hundert Tests auf Corona stehen noch aus. 

Trotzdem spitzt sich die Lage bereits jetzt zu. Seit Mittag gibt es 14 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Die Anzahl der Mitarbeiter von Tönnies, die in Hamm leben, ist weiterhin unklar. Schulen mussten geschlossen werden. 

Update, 21. Juni, 18.35 Uhr:  Lokale Ausbrüche wie im Kreis Gütersloh bestimmen weiterhin das Infektionsgeschehen in Deutschland. Insgesamt haben die lokalen Behörden dem Robert Koch-Institut (RKI) 687 Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet, wie das RKI meldete (Datenstand 21.06., 0.00 Uhr). 

Die Zahl der Neuinfektionen liegt deutlich über den Werten, die bis etwa Mitte Juni täglich gemeldet wurden. Die Zahl der Infizierten in der Fabrik in Rheda-Wiedenbrück stieg bis Sonntag nach Angaben des Kreises auf 1331. 

Die Tests auf dem Gelände der Firma seien am Samstag abgeschlossen worden, hieß es. Insgesamt 6139 Tests seien gemacht worden, 5899 Befunde lägen zunächst vor, bei 4568 Beschäftigten sei das Virus nicht nachgewiesen worden.

Coronavirus in NRW: Bisher kein regionaler Lockdown, aber...

Update, 21. Juni, 15.51 Uhr:  NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat nach einer Sitzung des Krisenstabs im Kreis Gütersloh keinen Lockdown über der Region verhängt. Zumindest noch nicht. Denn das Coronavirus ist hier massiv ausgebrochen. Laschet hält sich weiterhin den regionalen Lockdown als Option offen.

Nach dem Massenausbruch beim Schlachthof-Konzern Tönnies sind derzeit über 1300 Infektionen mit dem Coronavirus bekannt geworden. Fast 7000 Menschen wurden getestet, alle Ergebnisse sind noch nicht bekannt. 

Der Vorfall sorgt für Kritik an der Fleischindustrie. Alle Schlachthöfe werden derzeit getestet. Bei Westfleisch in Hamm laufen derzeit die Tests.

Coronavirus in NRW: Laschet und Laumann vor Ort bei Tönnies

Update, 21. Juni, 12.45 Uhr: Nach dem Corona-Ausbruch in der Fleischfabrik Tönnies mit mehr als 1000 Infizierten hat sich NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) vor Ort über die Lage informiert. Der Regierungschef nahm am Vormittag zusammen mit Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) an einer Sitzung des Krisenstabs im Kreis Gütersloh teil. An der Sitzung nahmen nach Angaben des Kreises auch Vertreter der Botschaften Rumäniens, Polens und Bulgariens teil.

Am Mittag sollte das CDU/FDP-Landeskabinett in Düsseldorf zu einer Sondersitzung zusammentreten. Laschet wird dem Vernehmen nach per Video zugeschaltet. Der Regierungschef will nach Angaben der Staatskanzlei um 14.30 Uhr im Kreishaus Gütersloh ein Statement vor der Presse abgeben.

Am Samstagnachmittag hatte die Zahl der positiv getesteten Tönnies-Mitarbeiter in der Fleischfabrik in Rheda-Wiedenbrück bei 1029 gelegen. Die Behörden haben alle rund 6500 Mitarbeiter unter Quarantäne gestellt. Bis Samstagmittag waren bereits rund 5800 Proben genommen worden. Zahlreiche Befunde standen noch aus.

Im Kreis Gütersloh werden derzeit insgesamt 19 Menschen wegen einer Covid-19-Erkrankung behandelt. Es handele sich "fast ausschließlich" um Mitarbeiter von Tönnies, teilte der Kreis mit. Sechs von ihnen würden intensivmedizinisch behandelt. Davon seien fünf bei Tönnies beschäftigt. Zwei der sechs Patienten würden beatmet.

Im Kreis Gütersloh wurden am Sonntag weitere Proben von möglicherweise coronainfizierten Tönnies-Mitarbeitern genommen. Geplant sei der Einsatz von 40 mobilen Teams, teilte der Kreis mit. An den Teams beteiligt seien jeweils Mitarbeiter des Ordnungsamtes, des Deutschen Roten Kreuzes und der Bundeswehr. Auch Dolmetscher seien dabei. Einige Teams würden von Polizisten begleitet.

Ein wichtiges Thema bleibt die Einhaltung der Quarantäne durch die infizierten Mitarbeiter. Nach positiven Corona-Tests bei zahlreichen Tönnies-Mitarbeitern hatte die Stadt Verl (Landkreis Gütersloh) am Samstag in einem Stadtteil eine Quarantänezone eingerichtet. Mehrere Mehrfamilienhäuser, in denen Werkvertragsarbeiter der Firma Tönnies untergebracht sind, wurden unter Quarantäne gestellt. Der gesamte Bereich wurde mit Bauzäunen abgeriegelt. In den betroffenen Häusern lebenin drei Straßenzügen insgesamt knapp 670 Menschen.

Coronavirus in NRW: Laschet-Äußerung wird Thema im Landtag

Update, 21. Juni, 12.30 Uhr: Die Opposition bringt die  umstrittene Äußerung von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) über Arbeiter aus Rumänien und Bulgarien in den Landtag. Die SPD-Fraktion hat eine mündliche Anfrage gestellt, die in dieser Woche im Plenum beantwortet werden soll. Die SPD will unter anderem wissen, auf welche Erkenntnisse Laschet seine Äußerung gestützt habe - und zu welchem Zeitpunkt er was über die Infektionszahlen bei Tönnies gewusst hat.

Laschet hatte vergangenen Mittwoch vor Reportern in Berlin auf die Frage, was der Fall Tönnies über die bisherigen Lockerungen aussagt, geantwortet: "Das sagt darüber überhaupt nichts aus, weil Rumänen und Bulgaren da eingereist sind und da der Virus herkommt. Das wird überall passieren."

Diese Äußerung hatte breite Kritik ausgelöst. Laschet hatte sie später relativiert. CDU und FDP wollen das Thema Tönnies ebenfalls in den Landtag bringen und haben dazu eine Aktuelle Stunde beantragt. In der soll es unter anderem um die Hygienemaßnahmen bei Tönnies sowie die Unterbringung der Arbeiter gehen. Das Plenum des Landtags tagt am Mittwoch Donnerstag und Freitag.

Coronavirus in NRW: Besucher dürfen in Pflegeheimen wieder umarmen

Update, 21. Juni, 9.50 Uhr: Das NRW-Gesundheitsministerium hat die Corona-Regeln für Besuche in Pflegeheimen gelockert und

erlaubt ab sofort wieder ausdrücklich körperlichen Kontakt wie etwa Umarmungen. Das teilte das Ministerium am Samstag mit. Auch Café-Besuche außerhalb der Einrichtungen sind wieder möglich. Vom 1. Juli an können Bewohnerinnen und Bewohner zudem wieder Besuch in ihren Zimmern empfangen.

Auch für Wohneinrichtungen der Eingliederungshilfe (sogenanntes "Betreutes Wohnen" oder Heime für Menschen mit Behinderung) gibt es demnach Lockerungen: Die zeitliche Begrenzung und die Begrenzung der Besucherzahl werden aufgehoben. Lediglich für Einrichtungen, in denen besonders gefährdete Bewohnergruppen leben, wie etwa schwerstmehrfachbehinderte Personen, sollen die Regelungen zu den Besuchen für die Pflegeeinrichtungen weiter gelten.

"Infektionsschutz ist lebensnotwendig. Soziale Kontakte sind es aber auch. Den Einrichtungen geben wir zudem die notwendige Sicherheit, um den Bewohnerinnen und Bewohnern so viele soziale Kontakte wie aktuell vertretbar zu ermöglichen", sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). Das Ministerium begründet die Lockerungen durch weniger Infektionen in den Einrichtungen. "Ich bin froh, dass die Zahlen es zulassen, dass wir die Besuchsregelungen nun nochmals ändern können. Klar ist aber auch: Wir müssen weiterhin wachsam sein und wirksame Infektionsschutzmaßnahmen in den Einrichtungen verankern. Das Virus ist immer noch da", so Laumann.

Update, 21. Juni, 8.30 Uhr: Nach dem Corona-Ausbruch in der Fleischfabrik Tönnies mit bislang mehr als 1000 Infizierten will sich NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Sonntag vor Ort ein Bild von der Lage machen. Der Regierungschef fahre mit Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Morgen nach Gütersloh in Ostwestfalen, teilte die Staatskanzlei in Düsseldorf mit. Dort wollten die Politiker unter anderem den Krisenstab des Kreises treffen und mit eingesetzten Kräften vor Ort sprechen.

Außerdem tritt am Sonntag das Landeskabinett in Düsseldorf zu einer Sondersitzung zusammen. Laschet wird dem Vernehmen nach per Video zugeschaltet. Der CDU-Regierungschef will nach Angaben der Staatskanzlei um 14.30 Uhr im Kreishaus Gütersloh ein Statement vor der Presse abgeben.

Laschet hatte wegen des massiven Corona-Ausbruchs einen regionalen Lockdown ausdrücklich nicht ausgeschlossen. Die Reihentestungen der insgesamt 6500 Mitarbeiter auf dem Werksgelände der Firma Tönnies in Rheda-Wiedenbrück sollten am Sonntag fortgesetzt werden. Bis Samstagmittag lagen gut 3100 Befunde vor. Bei 1029 Beschäftigen wurde das Coronavirus nachgewiesen.

Coronavirus in NRW: Sondersitzung des NRW-Kabinetts zu Corona bei Tönnies

Update, 21. Juni, 8 Uhr: Das nordrhein-westfälische Landeskabinett beschäftigt sich am Sonntagmittag in einer Sondersitzung mit dem Corona-Ausbruch bei Tönnies. Die Landesregierung will dabei die Lage erneut bewerten, hatte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Freitag angekündigt. Einen regionalen Lockdown hatte er ausdrücklich nicht ausgeschlossen.

Die Reihentestungen der insgesamt6500 Mitarbeiter auf dem Werksgelände der Firma Tönnies in Rheda-Wiedenbrück werden am Sonntag fortgesetzt. Bis Samstagmittag waren rund 5800 Proben genommen worden. 3127 Befunde lagen vor: Bei 1029 Beschäftigen wurde das Coronavirus nachgewiesen, in 2098 Fällen war das Ergebnis negativ. 65 Bundeswehrsoldaten helfen bei der Probenentnahme.

Wichtiges Thema bleibt die Einhaltung der Quarantäne durch die infizierten Mitarbeiter. Nach positiven Corona-Tests bei zahlreichen Tönnies-Mitarbeitern hatte die Stadt Verl (Landkreis Gütersloh) am Samstag in einem Stadtteil eine Quarantänezone eingerichtet. Mehrere Mehrfamilienhäuser, in denen Werkvertragsarbeiter der Firma Tönnies untergebracht sind, wurden unter Quarantäne gestellt - auch wenn sie nicht zu den Tönnies-Beschäftigten gehören. Der gesamte Bereich wurde mit Bauzäunen abgeriegelt. In den betroffenen Häusern leben in drei Straßenzügen insgesamt knapp 670 Menschen.

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund warnte angesichts der Corona-Ausbrüche der vergangenen Tage vor möglichen sozialen Konflikten. "Wir dürfen Menschen nicht diskriminieren oder benachteiligen, die zum Beispiel im Niedriglohnbereich unter schlechten Wohnverhältnissen die preiswerte Fleischproduktion in bestimmten Betrieben gewährleistet haben", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Landsberg betonte, man dürfe Menschen, die in beengten Verhältnissen wohnen, keinen Vorwurf machen, weil es dort eher zu Infektionen kommen kann. Hier seien insbesondere die Betriebe gefordert, nicht nur für anständige Löhne und Arbeitsbedingungen zu sorgen, sondern insbesondere auch für Wohnverhältnisse, in denen ausreichende Hygienestandards gewährleistet werden können.

Update, 20. Juni, 21.10 Uhr: Wir beenden unsere Berichterstattung für heute. Am Sonntag sind wir wieder zur Stelle und beobachten die Corona-Lage in NRW und angesichts des Massenausbruchs im Fleischkonzern Tönnies besonders in Ostwestfalen im Blick. Mehr als die Hälfte der Testergebnisse stehen noch aus; außerdem will die Landesregierung darüber beraten, ob ein regionaler Lockdown verordnet wird Corona-Lage in NRW und angesichts des Massenausbruchs im Fleischkonzern Tönnies besonders in Ostwestfalen im Blick. Mehr als die Hälfte der Testergebnisse stehen noch aus; außerdem will die Landesregierung darüber beraten, ob ein regionaler Lockdown verordnet wird. 

Update, 20. Juni, 20.50 Uhr: Zusätzlich zur geplanten Schließung von Dutzenden Filialen der Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof sollen auch 20 der 30 Niederlassungen der Tochter Karstadt Sport dicht machen. Die Standorte in Köln, Düsseldorf, Dortmund, Essen, Hamburg und München sowie die Hauptverwaltung von Karstadt Sports in Essen könnten geschlossen werden. Insgesamt seien 700 Arbeitsplätze betroffen.

Update, 20. Juni, 20.45 Uhr: "Fleisch ist zu billig", sagt Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner mit Blick auf den Preisdruck und die miserablen Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie. Landwirte bräuchten faire Preise und Förderungen, um Stallumbauten zu ermöglichen. Daher setze sie sich für eine Tierwohlabgabe ein. Im Gespräch ist außerdem, Billigpreiswerbung für Fleisch einen Riegel vorzuschieben. Aus der SPD kommt der Ruf, höhere Löhne in Schlachtbetrieben durchzusetzen.

Update, 20. Juni, 19.15 Uhr: Clemens Tönnies, Geschäftsführer des gleichnamigen Fleischkonzerns, hat am Samstagabend vor den Medien eine Erklärung abgegeben. Er werde sich "nicht aus dem Staub machen", sagte Tönnies und: "Wir werden diese Branche verändern." 

Die Stadt Verl hat unterdessen eine ganze Siedlung abgeriegelt, in der viele Tönnies-Arbeiter leben. 670 Menschen wohnen dort. 

Update, 20. Juni, 15.45 Uhr: 1.029 positive Testergebnisse liegen im Zusammenhang mit dem Corona-Massenausbruch bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück inzwischen vor. 3.127 Ergebnisse sind bisher bekannt Die Tests mit Unterstützung der Bundeswehr auf dem Werksgelände werden am Samstag fortgesetzt. 

Update, 20. Juni, 12.50 Uhr: Knapp 200 Infektionen mehr als am Freitagmittag weisen die neuen Zahlen des NRW-Gesundheitsministeriums aus. Die Zahl aller nachgewiesenen Ansteckungen mit dem Coronavirus im Land ist damit auf 40.369 angestiegen. Allerdings weist das Ministerium darauf hin, dass wegen des Meldeverzugs noch nicht alle positiven Tests im Zusammenhang mit dem Massenausbruch bei Tönnies in diesen Zahlen enthalten sind.

Akut infiziert sind nach den Zahlen aktuell 2.082 Menschen. 1.663 Personen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, sind in NRW gestorben. 36.624 Menschen gelten als genesen.

Update, 20. Juni, 12.15 Uhr: Die Bundeswehr hat noch einmal mehr Soldaten zur Unterstützung nach Rheda-Wiedenbrück geschickt. 40 weitere Helfer sind seit Samstag im Einsatz, damit sind jetzt insgesamt 65 Soldaten mit der Unterstützung der Gesundheitsbehörden beauftragt. Sie helfen bei den Massentests und bei der Verfolgung der Kontaktpersonen.

Coronavirus in NRW: Tönnies-Chef verpasst letztes Schalke Heimspiel

Update, 20. Juni, 11.30 Uhr: Nach dem großen Corona-Ausbruch beim Schlachtbetrieb Tönnies muss auch Chef Clemens Tönnies in eine sogenannte Arbeitsquarantäne. Damit verpasst der Aufsichtsratschef des FC Schalke 04 das letzte Saison-Heimspiel seines Clubs. Tönnies und die gesamte Führungsspitze dürfen sich im Moment nur zwischen Wohnhaus und Firma bewegen.

Update, 20. Juni, 8.15 Uhr: Guten Morgen zu unserem Newsblog zum Coronavirus in NRW. Der Tag startet mit einer guten Nachricht für die Abiturienten: Ab heute (Samstag) sind wieder Abi-Partys erlaubt - aber ohne Eltern. Das sieht die am Freitag veröffentlichte Coronaschutz-Verordnung in NRW vor. Alle Abschluss-Partys müssen zwei Tage vorher bei den Gesundheitsämtern angemeldet werden.

Coronavirus in NRW: Laschet schließt regionalen Lockdown nicht aus

Update, 19. Juni, 19.39 Uhr:  NRW-Ministerpräsident Armin Laschet schließt einen regionalen Lockdown nach dem Massenausbruch des Coronavirus' im Fleischereibetrieb Tönnies nicht mehr aus. 

Die Anzahl der Infektionen stieg auf 803 - allerdings sind erst etwas über 1000 Testergebnisse da - Tönnies hat jedoch 7000 Mitarbeiter. Die Bundeswehr ist in Rheda-Wiedenbrück im Einsatz, um bei den Tests zu helfen.

Laschet sagte, dass ein Lockdown dann kommt, wenn das Infektionsgeschehen nicht mehr lokalisiert werden könne. 

Update, 19. Juni, 16.37 Uhr: Die Zahl der Corona-Infektionen in NRW ist auf 40.153 gestiegen. Gestern waren noch 39.777 registriert.

Das NRW-Gesundheitsministerium stuft den Corona-Massenausbruch beim Schlachtbetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück als lokales Ereignis ein. Laut dpa hieß es aus dem Ministerium, dass die Betroffenheit auf die Allgemeinbevölkerung im Kreis Gütersloh gering sei. 

In Hamm wurden hingegen schon drei Schulen aufgrund von Neuinfektionen geschlossen. Auch im Kreis Soest steigt die Zahl der Corona-Erkrankungen wieder. Die neuen Fälle in beiden Städten sind im Zusammenhang mit dem Ausbruch bei Tönnies zu sehen.

Update, 19. Juni, 15.32 Uhr: Die Jobs von rund 6000 der insgesamt 28.000 Mitarbeiter in den Karstadt Warenhäusern oder bei Galeria Kaufhof sind gefährdet. Diese 14 NRW-Städte sind von den Schließungen von Galeria-Karstadt-Kaufhof betroffen:

  • Bielefeld (Karstadt)
  • Bonn (Karstadt)
  • Brühl (Kaufhof)
  • Dortmund (Kaufhof und Karstadt)
  • Düsseldorf Schadowstraße (Karstadt) und Wehrhahn (Kaufhof)
  • Essen (Kaufhof und Karstadt)
  • Gummersbach (Karstadt) 
  • Gütersloh (Karstadt)
  • Hamm (Kaufhof)
  • Iserlohn (Karstadt) 
  • Köln Weiden (Kaufhof) 
  • Leverkusen (Kaufhof)
  • Mönchengladbach Reydt (Karstadt)
  • Witten (Kaufhof)

Coronavirus in NRW: Karstadt-Kaufhof schließt Filialen 

Update, 19. Juni, 14.35 Uhr: Jetzt ist es offiziell: Bei Galeria Karstadt Kaufhof, Deutschlands letzter großer Warenhauskette, sollen 62 der 172 Filialen und zwei Schnäppchencenter dicht gemacht werden. 6000 Mitarbeiter von Galeria Karstadt-Kaufhof dürften in der Corona-Krise ihre Stelle verlieren.

Auch NRW ist offenbar massiv betroffen. Die ersten Informationen von Schließungen sickern durch. Karstadt schließt laut Medienberichten alle vier Häuser in den Ruhrgebietsgroßstädten Essen , der Stammsitzund Dortmund, dazu die Filialen in Duisburg, HammGütersloh, Bielefeld, Witten, Iserlohn, Gummersbach und Mönchengladbach. Der Standort Hagen ist angeblich gerettet.

Update, 19. Juni, 14.15 Uhr: Nach dem Massen-Ausbruch bei Tönnies ermittelt jetzt die Staatsanwaltschaft Bielefeld wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Körperverletzung. Das Verfahren richtet sich zunächst gegen Unbekannt.

Update, 19. Juni, 10.22 Uhr: WarenhausrieseGaleria Karstadt Kaufhof soll heute seine rund 28.000 Beschäftigten über die Schließungspläne informieren. Vor der Versammlung, die für 14 Uhr anberaumt sein soll, würden bereits Führungskräfte des Handelsriesen über die Zukunftsplanung informiert. 

Update, 19. Juni, 10 Uhr: Nach Kritik an einer Äußerung von Ministerpräsident Armin Laschet im Zusammenhang mit dem Coronavirus-Ausbruch bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück hat sich Integrationsminister Joachim Stamp hinter Laschet gestellt: "Wer ausgerechnet Armin Laschet Ressentiments gegenüber Menschen aus anderen Ländern unterstellt, hat doch nicht mehr alle Tassen im Schrank", twitterte Stamp am Freitagmorgen. Es sei "Ein Problem der heutigen Zeit, dass wir uns in Politik und Medien geradezu zwanghaft missverstehen wollen." Armin Laschet hatte den Ausbruch in dem Schlachtbetrieb auf "Bulgaren und Rumänen" zurückgeführt.

"Wer ausgerechnet Armin Laschet Ressentiments gegenüber Menschen aus anderen Ländern unterstellt, hat doch nicht mehr alle Tassen im Schrank", twitterte Stamp am Freitagmorgen.

Coronavirus in NRW: Warenhauskonzern will 62 von 172 Filialen schließen

Update, 19. Juni, 7.42 Uhr: Guten Morgen und herzlich willkommen zu unserer heutigen Berichterstattung über das Coronavirus und seine Auswirkungen auf NRW. Heute steht einmal mehr der Massenausbruch beim Fleisch-Riesen Tönnies im Fokus. Außerdem geht an den Grundschulen im Land schon die erste Woche nach der Rückkehr zum Regelbetrieb zu Ende. Nach dem bevorstehenden Wochenende geht es dann an allen Schulen in Nordrhein-Westfalen in die letzte Woche vor den sechseinhalbwöchigen Sommerferien.

Update, 18. Juni, 20.50 Uhr: Es ist eine Hiobsbotschaft nicht nur für Tausende Mitarbeiter von Galeria Karstadt Kaufhof, sondern auch für viele deutsche Innenstädte: Der letzte große deutsche Warenhauskonzern wird 62 seiner 172 Filialen schließen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Verhandlungskreisen erfuhr. Welche Filialen betroffen sind, blieb aber zunächst offen. Galeria Karstadt Kaufhof war auch wegen der Corona-Krise in große Schwierigkeiten geraten.

Coronavirus in NRW: Auswirkungen von Tönnies-Fällen auf Nachbarkreise

Update, 18. Juni, 19.09 Uhr: In der Donnerstagsstatistik des NRW-Gesundheitsministeriums ist der Großausbruch von Corona-Infektionen im Schlachthof Tönnies in Rheda Wiedenbrück (Kreis Gütersloh) noch nicht voll erfasst - derweil sind NRW-weit seit Mittwoch aber 205 weitere positive Tests registriert worden. 

Das ging am heutigen Donnerstag aus der Statistik des NRW-Gesundheitsministeriums hervor. 51 der landesweiten Neuinfektionen entfielen den Zahlen zufolge auf den Kreis Warendorf, der an den Kreis Gütersloh angrenzt. Dem Sprecher des Kreises Warendorf zufolge stehen alle Neuinfektionen in Verbindung mit dem Großausbruch der Tönnies Fleisch-Fabrik. 

Coronavirus in NRW: Das sind die Infektionszahlen von Donnerstag

Auch im angrenzenden Kreis Soest ist Kreis-Angaben zufolge ein Mensch infolge des Infektionsgeschehens bei Tönnies infiziert worden.

Die Zahl aller registrierten Infektionen in NRW seit Beginn der Pandemie stieg am Donnerstag auf 39.777 Fälle. Davon sind 36.422 genesen und 1658 sind gestorben. Innerhalb eines Tages starben drei Menschen und 137 meldeten sich gesund. Derzeit sind in NRW somit knapp 1700 Menschen nachweislich infiziert.

Coronavirus in NRW: Nach Absage der Allerheiligenkirmes - es sieht nicht gut aus für Sim-Jü

Update, 18. Juni, 17.32 Uhr: DieAllerheiligenkirmes in Soest wurde bereits abgesagt wurden, sieht es auch für die Sim-Jü in Werne schlecht aus. Kordula Mertens vom Ordnungsamt Werne geht davon aus, dass die Kirmes abgesagt werden muss, man wartet jedoch noch auf die offiziellen Bekanntgaben des Landes NRW. "Ich denke, es wird nicht funktionieren", sagte Mertens auf Anfrage des WA. Die Ausnahmeregelungen seien so nicht durchführbar. In der Stadt Werne und mit den Schaustellern denkt man bereits über Alternativen nach.

Update, 18. Juni, 17.26 Uhr: In Hamm hat sich die Situation nun weiter verschärft. Unter den positiv Getesteten sind drei Schüler. Ihre Eltern arbeiten bei Tönnies.

Update, 18. Juni, 16.51 Uhr: Nach dem massiven Ausbruch von Coronavirus im Schlachtbetrieb Tönnies sind Fälle in Hamm und im Kreis Soest aufgetaucht. Derweilen protestieren Eltern und Kinder vor dem Betrieb. Schulen und Kitas wurden wieder geschlossen. 

Coronavirus in NRW: Begünstigt Kälte die Ausbreitung?

Update, 18. Juni, 14.19 Uhr: Keine Kita und Schule mehr für Kinder von Tönnies-Mitarbeitern. Nachdem über 650 Mitarbeiter des Konzerns im Kreis Gütersloh positiv auf das Coronavirus getestet wurden, hat die Stadt Bielefeld nun alle Kinder, deren Eltern beim Schlachtbetrieb arbeiten, nach Hause geschickt. Auch das Klinikum Bielefeld hat die Corona-Lockerungen aufgehoben. Hier gibt sind keine Besucher mehr erlaubt.  

Update, 18. Juni, 12.30 Uhr: Das Statistische Landesamt IT.NRW hat die Umsätze von Hotels, Pensionen und in der Gastronomie im April ausgewertet. Das Gewerbe verzeichnet demnach einen Einbruch um fast 71 Prozent. Die Zahl der Menschen, die in der Branche arbeiten, sank demnach um 22,3 Prozent. Besonders hart getroffen waren Hotels (-90 Prozent) und Ausschank-Gastronomie, als Kneipen und Bars (-78 Prozent). 

Update, 18. Juni, 12.20 Uhr: Begünstigt Kälte die Ausbreitung des Coronavirus? Gekühlte Räume hätten das Infektionsgeschehen in dem Schlachthof begünstigt, legte ein Vertreter der Firma Tönnies nahe. Auch Virologe Christian Drosten hatte in seinem Corona-Podcast erläutert, dass derzeit davon auszugehen sei, dass Sars-CoV-2 besser übetragen werde, wenn es kälter wird. Eine vor einer Woche vorgestellte Studie hatte Hinweise darauf ergeben, dass sich das Corona-Infektionsgeschehen besonders stark in Regionen mit ähnlicher Temperaturspanne und Luftfeuchtigkeit abspielt. Stark betroffene Städte hatten demnach 20 bis 30 Tage vor dem ersten Coronatoten Durchschnittstemperaturen von fünf bis elf Grad und eine spezifische Luftfeuchtigkeit von drei bis sechs Gramm pro Kilogramm Luft.

Update, 18. Juni, 9.10 Uhr: Deutschlands Schausteller wollen gegen die geplante Verlängerung des Verbots von Großveranstaltungen Verfassungsklage erheben. Am Mittwoch haben Bund und Länder sich darauf verständigt, die Einschränkung bis Ende Oktober auszuweiten. Das sei der "Todesstoß" für die Branche, sagte der Präsident des Deutschen Schaustellerbunds, Albert Ritter. Der Verband sieht eine Ungleichbehandlung. Das Verbot lässt auch die Luft für die Allerheiligenkirmes in Soest immer dünner werden. Sie würde am 4. November beginnen. 

Update, 18. Juni, 6.50 Uhr: Guten Morgen und willkommen (zurück) zu unserem Corona-News-Blog. Wie kann es angesichts der anhaltenden Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie für Konzert- und Veranstaltungshallen weitergehen? Heute wird in Köln ein Konzept vorgestellt, das Konzerte, Comedy und Kultur in der Lanxess-Arena wieder ermöglichen soll. Geplant ist, zum Beispiel, die Fans über ein ausgeklügeltes System so durch die Arena zu leiten, dass das Aufeinandertreffen vieler Menschen vermieden wird. Auch in anderen Städten hat man sich Gedanken gemacht - nicht immer mit dem Ergebnis, dass etwa Konzerte schon wieder stattfinden wie der Auftritt von Wincent Weiss in Köln am Samstag. Für manche Veranstalter stehen Kosten und Nutzen in keinem Verhältnis. 

Coronavirus in NRW: Bund und Länder im Einvernehmen

Update, 17. Juni, 18.10 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel betont in ihrer Ansprache, dass Einigkeit zwischen Bund und Länder besteht. "Wir werden viel Kraft brauchen, um diesen Weg weiterhin gut zu gehen", sagte Merkel im Hinblick auf das Konjunkturpaket. Die Auswirkungen auf die Wirtschaft seien die erheblichsten seit dem Zweiten Weltkrieg.

Markus Söder betont, dass die Abstand- und Hygiene-Regeln weiterhin von allen eingehalten werden. In Bayern bleiben die Regeln weiterhin strenger. Nach den Sommerferien sollen die Schulen und Kitas wieder zum Regelbetrieb zurückkehren - in allen Bundesländern, also auch in NRW. "Corona ist wie ein Funke, aus dem direkt wieder ein Feuer ausbrechen kann", sagt Söder. Er verweist damit auf die Fälle in NRW.

Vor Karneval und nach dem Herbst soll laut Söder die Situation wieder neu bewertet werden. Es bleibt also unsicher, ob Weihnachtsmärkte und Karnevalsfeiern 2021 stattfinden können. Auch Merkel verwies darauf, dass die Situation solange, bis Impf-Möglichkeiten bestehen, unsicher bleiben wird.

Update, 15.41 Uhr: Die ausstehenden Spiele der Fußball-Europa-League finden in NRW statt! Sie werden ab dem Viertelfinale in Düsseldorf, Gelsenkirchen, Duisburg und dem Endspielort Köln statt. Die entscheidende Phase der Champions League steigt nach der Corona-Pause in Lissabon, wie das Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union Uefa heute entschied.

Coronavirus in NRW: Über 400 Neu-Infektionen bei Tönnies

Update, 15.38 Uhr: Die Corona-Warn-App des Bundes stößt bei den Menschen in Deutschland auf eine überraschend hohe Resonanz. Seit ihrem Start am Dienstagmorgen wurde sie über sieben Millionen Mal heruntergeladen und installiert. In den ersten 24 Stunden hatten nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums über 6,4 Millionen Nutzerinnen und Nutzer die App in Betrieb genommen.

Update, 15.18 Uhr: Wegen des Corona-Ausbruchs ist der Schlachtbetrieb bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück gestoppt. Alle Einzelheiten zum neuen Corona-Hotspot und die gravierenden Folgen gibt es hier.

Schulen und Kindertagesstätten im Kreis Gütersloh sind geschockt über die geplanten Schließungen. "Die Nachricht kam eben zur Abholzeit, wir konnten es den Kindern gar nicht mehr richtig erklären", sagte etwa Marina Pielsticker, Leiterin einer Kindertagesstätte in Borgholzhausen.

Coronavirus in NRW: Türkei als Risikogebiet eingestuft

Update, 13.58 Uhr: Schlechte Nachrichten für viele Urlauber aus NRW: Die Bundesregierung hat die Türkei zusammen mit 130 weiteren Ländern als Corona-Risikogebiet eingestuft. Auf der Liste, die vom Robert-Koch-Institut (RKI) veröffentlicht wurde und nun regelmäßig aktualisiert wird, stehen auch andere beliebte Urlaubsländer der Deutschen.

Update, 13.32 Uhr: Blick über die NRW-Landesgrenzen hinaus: Das Tübinger Unternehmen CureVac darf mit der klinischen Prüfung seines Impfstoffkandidaten gegen Corona beginnen. Das zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) in Langen erteilte dem Unternehmen die Zulassung, den Wirkstoff an gesunden Freiwilligen zu testen, wie das Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel am Mittwoch mitteilte. Ende April hatte bereits das Mainzer Unternehmen Biontech die Genehmigung erhalten, seinen Wirkstoff an gesunden Freiwilligen zu testen

Coronavirus in NRW: So geht es weiter mit Maskenpflicht, Abstandsregel und Co.

Update, 13.26 Uhr: Nachdem NRW ein kleines bisschen mehr Normalität zurückgewonnen hat in Sachen Kinderbetreuung und Schulen, folgt für die Menschen im Kreis Gütersloh der Schock: Offenbar müssen dort wegen eines massiven Corona-Ausbruchs beim Schlachtbetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück nun die Schulen und Kitas wieder geschlossen werden.

Update, 13.01 Uhr: Wie geht es weiter mit Maskenpflicht, Abstandsregel und anderen Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie? Am Nachmittag beraten sich Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder.

Update, 12.12 Uhr: Die Ministerpräsidenten wollen sich am Nachmittag auch in Sachen Schulen und Coronavirus äußern. Wie es nach den Sommerferien auch in NRW weitergehen könnte, ist aber schon vorher durchgesickert.

Coronavirus in NRW: 400 Mitarbeiter von Tönnies infiziert

Update, 11.38 Uhr: Beim Schlachtbetrieb Tönnies in NRW sind nach ersten Informationen 400 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der betroffene Betrieb ist in Rheda-Wiedenbrück (Kreis Gütersloh).

Die Neue Westfälische berichtet darüber und beruft sich auf das zuständige Gesundheitsamt. Demnach warten noch 500 Mitarbeiter auf Ergebnisse ihrer Tests.

Beim Schlachtbetrieb Tönnies sind in Rheda-Wiedenbrück (NRW) sind 400 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

Update, 11.13 Uhr: Großveranstaltungen wie Volks- und Straßenfeste oder Kirmesveranstaltungen bleiben wegen der Corona-Pandemie möglicherweise bis mindestens Ende Oktober verboten. Das geht aus einer mit anderen Ländern abgestimmten Beschlussvorlage Bayerns für die Ministerpräsidentenkonferenz an diesem Mittwoch hervor

Update, 17. Juni, 7.01:Guten Morgen und willkommen zurück zu unserem Newsticker zum Coronavirus in NRW. 

NRW-Regierungschef Armin Laschet (CDU) macht sich für ein gemeinsames Vorgehen bei der weiteren Eindämmung der Corona-Pandemie stark. "Die Bewältigung der Corona-Pandemie ist eine gesamtstaatliche Herausforderung und bleibt es", sagte Laschet der Rheinischen Post vor der heutigen Ministerpräsidentenkonferenz.

"Nicht zuletzt angesichts der bevorstehenden Reisesaison brauchen wir einen gemeinsamen Rahmen von Bund und Ländern mit dem richtigen Instrumentenkasten aus Schutzmaßnahmen, Hygienekonzepten und Kontaktnachverfolgung." 

Von der Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) müsse das Signal ausgehen: "Wir bleiben zusammen, wir gehen weiter gemeinsam vor."

Coronavirus in NRW: Landtag wird vor der Sommerpause nochmal zusammengerufen

Update, 16. Juni, 23.13 Uhr: Kurzer Überblick über die Ereignisse des Tages: +++ 20 neue  Fälle bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück +++ Studenten erhalten Corona-Zuschuss +++ Familien klagen gegen Regelbetrieb an Schulen +++ Telekom-Störung nicht in Zusammenhang mit Start der Corona-App.+++

Update, 16. Juni, 21.25 Uhr: Ministerpräsident Armin Laschet will noch einmal vor der Sommerpause den Landtag zusammenrufen, um über die Maßnahmen der Landesregierung in der Corona-Krise zu informieren. Das Plenum soll dazu am Mittwoch, 24. Juni, tagen. 

Update, 16. Juni, 21 Uhr: Innerhalb eines Tages ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen in NRW um 107 gestiegen. Damit sind seit Beginn der Pandemie 39.412 Tests positiv ausgefallen. 36.178 Menschen haben sich den Zahlen des Gesundheitsministeriums zufolge erholt, das sind 155 Gesundmeldungen mehr als am Montag. Die Zahl der Patienten, die im Zusammenhang mit einer Infektion starben, stieg um 2 auf nun 1.648. 

Erheblich ist der Anstieg im Kreis Gütersloh: Hier kamen 23 Neu-Infektionen binnen 24 Stunden hinzu, in 20 Fällen handelt es sich um Mitarbeiter des Fleischverarbeiters Tönnies in Rheda-Wiedenbrück. Schon über das Wochenende waren 46 Fälle in dem Betrieb registriert worden. Die Sieben-Tage-Inzidienz stieg im Kreis Gütersloh auf 31 - so viele Infektionen gab es binnen einer Woche je 100.000 Einwohner. 

Update, 16. Juni, 17.50 Uhr: Die Krise als Chance: Soziale Arbeit soll in vielen Bereichen einen Digitalisierungsschub erfahren. Dazu hat die Stiftung Wohlfahrtspflege NRW ein Förderprogramm in Höhe von zehn Millionen Euro aufgelegt. Mit dem Geld können gemeinnützige Träger der Freien Wohlfahrtshilfe Digitalisierungsprojekte finanzieren. 

Update, 16. Juni, 16.47 Uhr: Studenten, die durch das Coronavirus in finanzielle Not geraten sind, sollen zukünftig Corona-Zuschüsse vom Bund beantragen können. Die Antragstellung soll über das Portal ueberbrueckungshilfe-studierende.de ab heute erfolgen. 

Je nach nachgewiesener Bedürftigkeit können an die Studierenden zwischen 100 und 500 Euro ausgezahlt werden. Das Geld muss laut Website des Bundes nicht zurückgezahlt werden.

Update, 16. Juni, 14.49: Keine Schule für die Kinder: Vor dem Oberverwaltungsgericht in Münster werden die Klagen von drei Familien gegen die Wiederaufnahme zum Regelunterricht an Grundschulen in NRW verhandelt. Drei Familien aus Mettmann klagen, weil sie ihre Kinder wieder zuhause unterrichten wollen.

Laut dpa-Informationen soll die Entscheidung über die Klagen noch vor den Sommerferien fallen. Außerdem klagen Eltern aus dem Rhein-Sieg-Kreis gegen die kürzeren Kita-Zeiten. Sie möchten, dass die Kitas wieder zum Regelbetrieb zurückkehren.

Coronavirus in NRW: Telekom hat Störung durch 5G-Ausbau und nicht Warn-App

Update, 16. Juni, 13.41 Uhr: Die Riesen-Störung bei der Telekom hat die Gerüchteküche zum Brodeln gebracht. Ein Sprecher teilte aber jetzt mit, dass es sich nicht um einen Ansturm auf die Corona-Warn-App handelt, sondern um Probleme beim Ausbau des 5G-Netzes. 

Umbauarbeiten am Netz der Deutschen Telekom für die neue Mobilfunkgeneration 5G haben in der Nacht zum Dienst zu Störungen im Mobilfunknetz des Providers geführt. "Wir hatten in der Nacht einen Ausfall in unserer Infrastruktur. Das hängt damit zusammen, dass wir gerade aktiv das Netz umbauen", sagte Konzernchef Timotheus Höttges am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Berlin. Wegen des bevorstehenden 5G-Starts werde die Telekom in den kommenden Wochen und Monaten im Netz viel umbauen. 

"Da ist es heute Nacht zu einem Ausfall gekommen. Dafür entschuldige ich mich, wenn Kunden davon betroffen sein sollten." Seit Dienstagmorgen liefen alle Infrastrukturen wieder reibungslos.

Ein Firmensprecher sagte, die Netz-Probleme seien seit etwa sieben Uhr morgens wieder behoben gewesen. "Man kann jetzt wieder normal telefonieren und den Datenverkehr nutzen." Die konkrete Fehlerursache sei noch unklar und werde nun analysiert. Höttges betonte, der Ausfall habe nichts mit der Einführung der Corona-Warn-App zu tun, die am Dienstagmorgen um zwei Uhr online gestellt wurde.

Update, 16. Juni, 9.18 Uhr: Die offizielle Corona-Warn-App ist seit heute zum Einsatz bereit. Sie soll dabei helfen, Infektionsketten frühzeitig zu erkennen und zu durchbrechen. 

Die Coronavirus-App hat die Aufgabe, Personen frühzeitig zu warnen, die mit Infizierten in Kontakt standen. Die App soll außerdem dazu beitragen, dass Betroffene schneller ihr Testergebnis erhalten.

Das Ganze funktioniert über Bluetooth. Mit der App verwandelt sich ein Smartphone in einen kleinen "Bluetooth-Leuchtturm", der im Abstand von zweieinhalb bis fünf Minuten eine temporäre Identifikationsnummer 16-mal in die nähere Umgebung funkt. Gleichzeitig lauscht das Telefon, ob es Bluetooth-Signale von anderen empfangen kann. Halten sich Nutzer, die beide die App laufen haben, nebeneinander auf, tauschen die Smartphones ihre IDs aus.

Aber: Es werden keine direkten Kontaktdaten ausgetauscht, sondern temoräre IDs, die 14 Tage lang lokal auf dem Handy gespeichert werden. Ist man positiv auf Covid-19 getestet worden, muss man das manuell in die App eintragen. Der Status muss offiziell bestätigt werden. Dann bekommen die betroffenen Kontakte einen Hinweis, dass sie sich testen lassen sollen.

Coronavirus in NRW: Hier kann man die Corona-Warn-App installieren

Die App kann im Google Play Store für Android-Smartphones und im App Store von Apple für iPhones heruntergeladen werden. Zuvor sollte man überprüfen, ob die Systemvoraussetzungen erfüllt sind. Beim iPhone muss das aktuelle Betriebssystem iOS 13.5 installiert sein. Das gibt es für Geräte ab dem iPhone 6s oder dem iPhone SE. 

Die älteren iPhones 5, 5s oder 6 reichen nicht aus. Bei Android-Handys ist die Lage etwas unübersichtlicher. Hier ist Android 6 und die Unterstützung von Bluetooth LE Mindestvoraussetzung. Zum anderen müssen aber auch die Google Play Services laufen, weil der Konzern die Schnittstellen nicht über Android selbst zu Verfügung stellt, sondern über diese Google-Dienste.

Update, 16. Juni, 6.42 Uhr: Guten Morgen und herzlich willkommen (zurück) zu unserer Berichterstattung über das Coronavirus und seine Auswirkungen auf NRW. 

Bundesweit ist heute ein wichtiger Tag, schließlich wird die Corona-Warn-App vorgestellt, mit deren Hilfe das Thema Infektionskette bzw. Nachverfolgung von Kontakten auf ein neues Level gehoben werden soll. Die Anwendung ist bereits seit der Nacht zum Herunterladen verfügbar. Jeder von uns entscheidet selbst, ob er die App auf sein Smartphone aufspielt - die Nutzung ist absolut freiwillig. 

Die Corona-App wird um 10.30 Uhr von der Bundesregierung, dem Robert Koch-Institut und den beauftragten Unternehmen SAP und Deutsche Telekom vorgestellt werden.

Update, 15. Juni, 21.30 Uhr: Gibt es 2020 trotz Corona-Krise doch noch Kirmes-Events in NRW wie die Allerheiligenkirmes in Soest? Und wenn ja, wie könnte sie aussehen? Im Wirtschaftsministerium gab es Gespräche zur Zukunft vom Kirmessen in NRW.

Coronavirus in NRW: Am Dienstag kommt die Corona-App

Update, 15. Juni, 21.03 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus startet morgen (Dienstag) die lange geplante staatliche Warn-App für Smartphones. Die Anwendung im Auftrag des Bundes soll freiwillig sein und das Nachverfolgen von Infektionen erleichtern.

Die Corona-App kann messen, ob sich Handynutzer über eine längere Zeit näher als etwa zwei Meter gekommen sind. Ist ein Nutzer positiv getestet worden und hat dies in der App geteilt, meldet sie anderen Anwendern, dass sie sich in der Nähe eines Infizierten aufgehalten haben. Dann kann man sich testen lassen.

Coronavirus in NRW: R-Wert über kritischer Grenze

Update, 15. Juni, 19.38 Uhr:  Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, ist erneut gestiegen. Sie liegt bundesweit über der kritischen Marke von 1,0 bei 1,19. Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Am Vortag hatte er bei 1,05 gelegen.

Update, 15. Juni, 18.58 Uhr: Im Schlachtereibetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück sind zwischen Freitag und Montag weitere 46 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Laut Krisenstab erlebt der Betrieb schon jetzt die zweite Welle mit mehr Erkrankungen.

Update, 15. Juni, 15.33 Uhr: Innerhalb eines Tages sind in NRW 74 Coronavirus-Nachweise dazugekommen. Somit stieg die Zahl aller bestätigten Infektionen in NRW seit Beginn der Pandemie auf 39.305 Fälle.

Den Zahlen des Landesgesundheitsministeriums zufolge kam seit Sonntag ein Toter hinzu. Insgesamt starben bislang 1646 Menschen infolge des Coronavirus im bevölkerungsreichsten Bundesland. Es wurden keine neuen Genesenen vermeldet, die Zahl blieb unverändert bei 36.023. In den vergangenen sieben Tagen meldeten sich 708 Menschen gesund - diese Angabe ist freiwillig. Die Gruppe der aktiv Infizierten verkleinerte sich im selben Zeitraum um 155 Fälle.

Coronavirus in NRW: Urlauber fliegen nach Mallorca - nur einer geht stattdessen ins Gefängnis

Update, 15. Juni, 14.41 Uhr: Die ersten Urlauber aus NRW sind am Morgen von Düsseldorf aus nach Mallorca aufgebrochen und dort inzwischen gelandet und unter großem Medieninteresse empfangen worden

Nach Aufhebung der Reisebeschränkungen wegen der Corona-Krise sind die ersten Urlauber aus NRW auf Mallorca gelandet.

Für einen allerdings endete die Reise, bevor sie überhaupt richtig angefangen hatte - nämlich im Gefängnis statt auf Mallorca.

Die Bundespolizei hat am bereits am Sonntag einen 67-Jährigen unter den Passagieren einer Maschine nach Palma herausgefischt und ins Gefängnis gebracht. Der Mann sei von der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth zur Festnahme wegen Computerbetruges ausgeschrieben gewesen, teilte die Polizei am Montag mit. Er war bereits im Februar 2019 rechtskräftig zu einer Freiheitsstrafe von neun Monaten verurteilt worden. 

Coronavirus in NRW: Grundschüler wieder täglich im Unterricht

Update, 15. Juni, 14.08 Uhr: Die Grundschüler haben ab heute wieder täglichen Unterricht - und laut NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer damit wieder Struktur im Alltag. Nicht alle sehen das so positiv - es gibt Kritik an der Entscheidung, den Regelbetrieb an Grundschulen noch vor den Sommerferien wieder aufzunehmen.

Update, 15. Juni, 12.14 Uhr: Die neuen Lockerungen in NRW, die heute in Kraft treten, gelten auch für viele Gastronomiebetriebe - darunter Bars, die erstmals seit den Corona-Beschränkungen wieder öffnen dürfen. Andere Betriebe wie Clubs und Discos bleiben aber weiterhin geschlossen

So leer werden die Stühle der Gastronomie wohl vorläufig nicht mehr bleiben. Nachdem Cafés, Restaurants und Bars schon länger wieder öffnen dürfen, ziehen in NRW nun auch Bars, Kantinen und Mensen nach.

Coronavirus in NRW: Große Insolvenzwelle in der zweiten Jahreshälfte erwartet 

Update, 15. Juni, 11.05 Uhr: Die Wirtschaftsauskunftei Creditreform befürchtet wegen des von der Corona-Krise ausgelösten massiven Konjunktureinbruchs eine Insolvenzwelle in der zweiten Jahreshälfte. Mit dem Auslaufen der Aussetzung der Insolvenzantragspflicht Ende September werde sich die Zahl der Insolvenzanträge deutscher Unternehmen "erheblich erhöhen", prognostizierten die Experten am Montag in Düsseldorf. 

Im ersten Halbjahr verringerte sich die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in der Bundesrepublik allerdings im Vergleich zum Vorjahreszeitraum noch einmal um 8,2 Prozent auf 8900 Fälle. Das Insolvenzgeschehen habe sich damit von der tatsächlichen Situation abgekoppelt, betonten die Creditreform-Experten. Hier machten sich vor allem die staatlichen Unterstützungsmaßnahmen und die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht bemerkbar. Die Insolvenzwelle sei damit aber nur vertagt worden, urteilten die Fachleute.

Das Risiko einer deutlichen Verschärfung des Insolvenzgeschehens in der zweiten Jahreshälfte und im kommenden Jahr steige. Kaum einen Effekt der Corona-Krise sieht Creditreform bislang bei den Verbraucherinsolvenzen. Die Zahl der Privatpleiten verringerte sich in den ersten sechs Monaten weiter um 6,4 Prozent auf 30.800. Die schwieriger werdende Situation auf dem Arbeitsmarkt werde sich aber mit Verzögerung auch bei den Verbraucherinsolvenzen bemerkbar machen, prognostizierten die Experten.

Coronavirus in NRW: Neue Lockerungen - ein Stück mehr Normalität und Freiheit

Update, 15. Juni, 10.55 Uhr: Die ersten Touristen aus NRW haben sich heute Morgen von Düsseldorf aus auf den Weg nach Mallorca gemacht. Außerdem hat Deutschland die Grenzkontrollen zu den Nachbarländern sowie die Reisewarnung für rund 30 europäische Länder aufgehoben.

Die ersten Touristen aus NRW haben sich am Morgen von Düsseldorf aus auf den Weg nach Mallorca gemacht.

Update, 15. Juni, 6.30 Uhr: Guten Morgen und willkommen zurück zu unserem Corona-Newsblog. Ab heute greift in NRW dieneue Corona-Schutzverordnung mit vielen weiteren Lockerungen. So gehen ab sofort alle Grundschüler wieder täglich zum Unterricht - Abstandsregeln und Mundschutzpflicht entfallen in den Schulklassen. Bars dürfen wieder öffnen, mehr öffentliche Veranstaltungen und private Feiern sind erlaubt.

Update, 14. Juni, 20.49 Uhr: Nach wochenlanger Corona-Pause soll am Montagmorgen (8.10 Uhr) vom Düsseldorfer Flughafen erstmals wieder eine Maschine mit Urlaubern starten. Ziel ist die Mittelmeerinsel Mallorca. Deutsche Urlauber dürfen von Montag an wieder auf die Balearen-Inseln Mallorca, Ibiza, Menorca und Formentera reisen. Die NRW-Flughafen erwarten, dass nach der Aufhebung der Reisewarnung für die meisten europäischen Länder der Flugverkehrs schrittweise wieder zunimmt.

Update, 14. Juni, 18.40 Uhr: Montag (15. Juni) ist der Tag der Corona-Lockerungen. Nicht nur gehen ab morgen wieder alle Grundschüler in NRW jeden Tag zur Schule, auch viele Freizeitangebote bekommen neue Regeln. Bars, Grillen, Fußballspielen, Kinobesuche, private Feiern, Flohmärkte - die Corona-Einschränkungen in NRW werden in vielen Bereichen gelockert.

Coronavirus in NRW: Grundschulen vor Neustart

Update, 14. Juni, 15.53 Uhr: Ab dem morgigen Montag (15. Juni) startet an Grundschulen in NRW der Regelbetrieb. In den letzten zwei Wochen vor den Sommerferien gehen die Kinder dann wieder täglich zur Schule. Wie es nach Ferien weitergeht  - darüber berät die Kultusministerkonferenz in der nächsten Woche. Es könnte regelmäßige Coronatests für Lehrer an NRW-Schulen geben.

Update, 14. Juni, 13.46 Uhr: Das NRW-Gesundheitsministerium hat die Infektionszahlen von Sonntag mitgeteilt. Demnach sind seit Ausbruch der Corona-Pandemie in NRW 39.231 Corona-Fälle bekannt geworden. 1645 Menschen starben im Zusammenhang mit einer Infektion mit dem Coronavirus. 36.023 Menschen gelten inzwischen als genesen.

Coronavirus in NRW: Warn-App kommt

Update, 14. Juni, 12.01 Uhr: Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes wird am Dienstag vorgestellt und freigeschaltet. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag in Berlin. Letzte Tests seien gut verlaufen, hieß es.

Mit der App sollen die Corona-Infektionsketten - auch in NRW - besser erkannt werden. Sie soll dafür sorgen, dass bei einer Lockerung für das öffentliche Leben die Ausbreitung des Coronavirus nicht wieder stark zunimmt.

Nach weiteren Informationen soll die App von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), Innenminister Horst Seehofer (CSU), Vertretern der an der Entwicklung beteiligten Unternehmen T-Systems und SAP sowie Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) vorgestellt werden.

Besitzer eines geeigneten Smartphones können freiwillig entscheiden, ob sie die Warn-App installieren wollen oder nicht. Die App kann auch nachträglich wieder deaktiviert oder deinstalliert werden.

Coronavirus in NRW: So funktioniert die Corona-Warn-App

Die App misst über den Kurzstreckenfunk Bluetooth, ob sich Anwender der App über einen Zeitraum von 15 Minuten oder länger näher als ungefähr zwei Meter gekommen sind. Dabei werden stoßweise alle zweieinhalb bis fünf Minuten anonymisierte Identifikationsnummern übertragen. Der Ort der Begegnung wird dabei nicht erfasst. Wird ein Nutzer positiv auf Covid-19 getestet und diese Information in der App geteilt, werden die anderen Anwender informiert, dass sie sich in der Vergangenheit in der Nähe einer infizierten Person aufgehalten haben.

Bei der App wurde ein mehrstufiges Datenschutzkonzept umgesetzt. Der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber lobte es als "datenschutzfreundliche Lösung". Grüne und Linke hatte darüber hinaus eine eigene gesetzliche Grundlage für die App gefordert, um Diskriminierungen bei Alltagsgeschäften für Menschen zu verhindern, die die App nicht einsetzen wollen.

Coronavirus in NRW: Schauspielerin Marie-Luise Marjan sieht in der Krise auch etwas Gutes

Update, 14. Juni, 9.32 Uhr: Für Schauspielerin Marie-Luise Marjan hat die Corona-Krise auch ihr Gutes. "In gewisser Weise genieße ich geradezu den Abstand zu den Menschen. In meiner Branche wird ja viel umarmt und geküsst. Das mag ich ohnehin nicht immer so gerne", sagte die 79-Jährige der Deutschen Presse-Agentur in Köln (NRW).

Durch die Corona-Schutzmaßnahmen fühle sie sich nicht sonderlich eingeschränkt. "Ich lebe nicht viel anders als normalerweise", sagte die "Mutter Beimer" aus der inzwischen eingestellten ARD-Serie "Lindenstraße". "Ich fahre viel Rad und gehe spazieren."

Die zunehmenden Lockerungen befürworte sie. "Ich finde das positiv. Das Leben muss ja weitergehen." Angst vor dem Coronavirus habe sie nicht. "Ich denke, man muss sich an die Regeln halten und dann mit Vernunft normal leben."

Eine für September geplante Amerika-Kreuzfahrt habe sie aber abgesagt. "Dass man da womöglich irgendwo in Quarantäne muss, das ist mir zu riskant." Sie hoffe, die Reise im nächsten Jahr nachholen zu können.

Coronavirus in NRW: Alle Nachrichten von Samstag

Update, 13. Juni, 14.55 Uhr: Im April waren zwei Hagener Mehrfamilienhäuser in die bundesweiten Schlagzeilen geraten, weil sich die Bewohner trotz Corona-Infektionen und angeordneter Quarantäne in die Öffentlichkeit begeben hatten. Die Polizei musste damals überwachen, dass sich die Bewohner doch an die amtlichen Vorgaben hielten. In einem dieser Häuser brach am Freitagabend (12. Juni) Feuer aus - es kam zum Großeinsatz für Feuerwehr und Polizei

Coronavirus in NRW: Fast vier Mal mehr Genesene als Neuinfektionen

Update, 13. Juni, 13.10 Uhr: Mit 1.488 akut Infizierten meldet das NRW-Gesundheitsministerium am Samstagmittag etwas weniger Fälle als am Vortag (1.678). 77 neue Infektionen wurden bekannt, gleichzeitig meldeten sich aber bis Samstagmittag 267 weitere Personen als genesen. Insgesamt haben sich in NRW seit Beginn der Pandemie nach den aktuellen Zahlen 39.135 Personen mit dem Coronavirus infiziert, 36.004 gelten wieder als genesen. 1643 Menschen mit einer Covid-19-Erkrankung starben.

Update, 13. Juni, 11.45 Uhr: An den Flughäfen in NRW laufen die Vorbereitungen für die schrittweise Wiederaufnahme des Flugbetriebs in die Urlaubsländer. Am Montag (15.06.) soll in Düsseldorf der erste Ferienflieger nach Mallorca starten. Vom Flughafen Münster-Osnabrück soll das ab dem 2. Juli wieder regelmäßig möglich sein. Auch die Kanarischen Inseln und Griechenland sollen dann wieder angeflogen werden.

Coronavirus in NRW: Zustimmung für Regelbetrieb an Grundschulen

Update, 13. Juni, 8.35 Uhr: Guten Morgen zu unserem Live-Ticker. Am Montag kehren die Grundschulen wieder zum Regelbetrieb zurück - die Mehrheit der Menschen in NRW findet das richtig. 57,9 Prozent der Befragten hält die Entscheidung für richtig, 30,5 Prozent für falsch, 11,6 Prozent sind unentschieden. Das geht aus einer Umfrage hervor, die die FDP-Landtagsfraktion beim Institut Civey in Auftrag gegeben hatte.

Update, 12. Juni, 18 Uhr: 75 Millionen Euro will die Landesregierung für ein Sommerferienprogramm für Schüler zur Verfügung stellen. Es gehe vorrangig um die Frage, ob Kinder in der Coronazeit die Möglichkeit gehabt hätten, Kontakt zu Gleichaltrigen aufzunehmen, weniger darum, Lücken aufzuholen, sagte Schulministerin Yvonne Gebauer imWDR.

Coronavirus in NRW: Kirmes trotz Corona?

Update, 12. Juni, 17.35 Uhr: Auch an weiterführenden Schulen kann ab Montag der Präsenzunterricht ausgeweitet werden. Die Coronabetreuungsverordnung stehe dem nicht entgegen, entschied das Oberverwaltungsgericht NRW in Münster am Freitag. Ab dem 15. Juni müsse demnach unabhängig von der Schulform nur noch gewährleistet werden, dass durch feste Lerngruppen ein näherer Kontakt auf einen begrenzten und bestimmbaren Personenkreis reduziert werde. Das dürfte in einem substanziellen Umfang (zumindest) auch in der Sekundarstufe I möglich sein. Anlass für den Hinweis des OVG war ein Eilantrag gegen die noch bis Sonntag gültige Fassung der Coronabetreuungsverordnung. Die Antragsteller aus Euskirchen hatten die sofortige Wiederaufnahme des regulären Präsenzunterrichts erreichen wollen. Das lehnte das OVG ab mit der Begründung, die Verordnung sei noch verhältnismäßig. 

Update, 12. Juni, 17.35 Uhr: Welche Chance auf Durchführung haben große Volksfeste wie die Allerheiligenkirmes in Soest? Gespräche darüber sind am Montag im NRW-Wirtschaftsministerium geplant. Die Schausteller hoffen im Sinne der Fairness auf eine Lösung; schließlich sind mittlerweile in vielen Bereichen die Corona-Beschränkungen gelockert, auch in Freizeitparks. Denkbar ist aus Sicht der Kirmesmacher eine Open-Air-Lösung. Bierzelte und Kneipen-Party gäbe es dann nicht. Ein Schausteller aus dem Märkischen Kreis hat sich für einenKirmesplatz in Lüdenscheid eine Corona-konforme Alternative einfallen lassen. 

Coronavirus in NRW: Zahl der akut Erkrankten gestiegen

Update, 12. Juni, 14.49 Uhr: Die Zahl der Menschen, die in NRWakut mit dem Coronavirus Sars-Cov-2 infiziert sind, ist erstmals nach Tagen wieder gestiegen. Nach den aktuellen Daten des NRW-Gesundheitsministeriums wurden keine neu Genesenen gemeldet. Die Zahl der Infektionen seit Beginn der Corona-Pandemie stieg jedoch um 76 auf über 39.000 Personen (39.058) gegenüber dem Vortag. Mittlerweile sind in Nordrhein-Westfalen 1.643 Menschen gestorben, die das Coronavirus hatten.

Update, 12. Juni, 13.21 Uhr: Damit niemand die Corona-Regeln vernachlässigt, hat die Stadt Düsseldorf jetzt an besonders beliebten Plätzen am Rhein 360 weiße Abstandskreise auf den Boden malen lassen. 

70 Kreise mit einem Durchmesser von je drei Metern wurden laut Mitteilung der Stadt am Burgplatz und auf der Freitreppe zum Rheinufer aufgezeichnet. 190 Kreise wurden im Rheinpark aufgemalt und weitere 100 auf der Rheinwiese am Apollo-Varieté. In jedem Kreis dürfen sich bis zu zehn Personen aufhalten.

Die Kreise haben einen Abstand von je drei Metern zueinander. Die für die Bemalung eingesetzte Farbe verblasse von alleine innerhalb der nächsten Monate und verschwinde schließlich ganz.

Coronavirus in NRW: Feuerwehr-Chef hatte die Idee

"Die Kreise sollen allen Düsseldorfern und Besuchern der Stadt als deutliches Signal vor Augen führen, dass trotz aller zwischenzeitlich vorgenommenen Lockerungen das Abstandsgebot weiterhin gilt. Es ist weiter ernst zu nehmen und sogar besonders wichtig. Die Markierungen helfen den Menschen bei der Orientierung, wie viel Abstand nötig ist", erklärt David von der Lieth, Chef der Düsseldorfer Berufsfeuerwehr. Er hatte die Idee mit den Abstandskreisen in den Krisenstab der Landeshauptstadt eingebracht.

Update, 12. Juni, 11.38 Uhr: Kinderärzte in NRW haben die Vorgaben des Landes zum Umgang mit Krankheitssymptomen bei Kita-Kindern kritisiert. Die bisherige Anweisung des Familienministeriums sei nicht praktikabel und blockiere bei den Ärzten Zeit für "sinnvolle normale medizinische Tätigkeiten", teilte der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) am Freitag mit. 

Coronavirus in NRW: Das sind die Zahlen fürs ganze Land

Update, 12. Juni, 9.27 Uhr: Schauen wir an dieser Stelle nicht nur auf die Fallzahlen für NRW, sondern auf die fürs ganze Land: Innerhalb von 24 Stunden haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) auch nur 258 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit haben sich 185.674 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt (Datenstand 12.6. 0 Uhr).

8.763 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 8 im Vergleich zum Vortag. Etwa 171.600 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind 400 mehr als noch einen Tag zuvor.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, liegt jetzt wieder unter der kritischen Marke von 1,0 bei nun 0,88 (Datenstand 11.6. 0 Uhr). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel weniger als einen weiteren Menschen ansteckt.

Coronavirus in NRW: Grundschulen bereiten sich auf Regelbetrieb vor

Update, 12. Juni, 7.45 Uhr: Ab Montag gelten aber nicht nur Lockerungen für den Handel, den Sport, Bars, Erlebnisbäder oder private Feiern. Es ist auch der Tag, an dem alle Grundschüler in NRW für den Regelbetrieb zurückkehren - das rollierende System wird eingestellt. Nach wochenlang eingeschränktem Präsenzunterricht sollen alle rund 600.000 Grundschüler täglich im vertrauten Klassenverband lernen. Darauf mussten und müssen sich die Schulen einstellen und letzte Vorbereitungen treffen.

Update, 12. Juni, 7.40 Uhr: Guten Morgen und herzlich willkommen an diesem Freitag. Gestern hat die NRW-Landesregierung überraschend weitere Lockerungen ab Montag angekündigt und die überarbeitete Coronaschutzverordnung veröffentlicht. Wir blicken auch heute wieder aufs bevölkerungsreichste Bundesland und auf alles, was sich im Zusammenhang mit dem Coronavirus ereignet.

Coronavirus in NRW: Zahl der akut Infizierten sinkt weiter

Update, 11. Juni, 20.15 Uhr: Wir beenden unsere Berichterstattung für heute mit einem Kompakt-Überblick: +++ Mehr Touristen wollen länger in NRW urlauben - und nicht wie sonst üblich nur für einen Kurztrip in die Ferienregionen de Landes kommen. +++ Wissenschaftler in Deutschland und im chinesischen Wuhan haben Hinweise darauf gefunden, dass sich anhand bestimmter Abwehrzellen ein schwerer oder leichterer Covid-19-Verlauf vorhersagen lassen könnte. +++ Vapiano-Comeback: Die Franchise-Kette will ab August wieder 30 Läden in Deutschland öffnen. +++ Neue Coronaschutzverordnung in NRW: Ab Montag gelten neue Regeln. Einiges wird gelockert.+++

Update, 11. Juni, 14.15 Uhr: In NRW ist die Zahl der akut Infizierten heute auf 1604 gesunken. Das sind 64 Fälle weniger als gestern, wie aus Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums hervorgeht. Gemeldet wurden 138  Neuinfektionen, 197 neue  Genesungen kamen hinzu.

Seit Beginn der Pandemie sind 38.982 Menschen positiv auf das Virus getestet worden. Seit Mittwoch wurden fünf neue Todesfälle gemeldet. Damit starben nun insgesamt 1641 Menschen infolge einer Covid-19-Erkrankung. 35.737 Menschen haben die Infektion überstanden.

Coronavirus in NRW: Rückgang der Infektionen um 75 Prozent

Update, 11. Juni, 12.23 Uhr: Die NRW-Landesregierung hat die Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO) aktualisiert und die neue Fassung veröffentlicht. Sie tritt am kommenden Montag, 15. Juni in Kraft und enthält weitere Lockerungen

Die positive Entwicklung des Infektionsgeschehens mache die Anpassungen möglich. "So ist die Zahl der Neuinfektionen seit den ersten Öffnungen am 20. April um mehr als 75 Prozent zurückgegangen. Diese Entwicklung bestärkt die Landesregierung in ihrem Kurs in der Corona-Pandemie. 

+++ Hier geht es zur neuen Corona-Schutzverordnung +++ 

Das verantwortliche und rücksichtsvolle Verhalten der deutlichen Mehrheit der Menschen erlaubt es, diese weiteren Schritte auf dem Weg in eine verantwortungsvolle Normalität zu gehen. Die maßvollen Öffnungen und Anpassungen der Schutzmaßnahmen finden unter stetiger Evaluierung des Infektionsgeschehens statt", heißt es vom Land NRW.

Coronavirus in NRW: Private Feiern wieder möglich

Die aktuellen Anpassungen betreffen neben Erleichterungen für die flächenmäßige Zutrittsbegrenzung im Handel (eine Person jetzt pro 7 statt zuvor pro 10m² Verkaufsfläche) unter anderem Veranstaltungen und Versammlungen mit mehr als 100 Zuschauern, die unter Auflagen insbesondere zur Rückverfolgung der Teilnehmer wieder möglich sind.

Auch "private Feste aus herausragendem Anlass" wie Jubiläen, Hochzeits-, Tauf-, Geburtstags- oder Abschlussfeiern können mit maximal 50 Teilnehmern unter Auflagen zur Rückverfolgung und Hygiene- und Schutzvorkehrungen wieder stattfinden. 

Coronavirus in NRW: Auch Bars dürfen endlich öffnen

Des Weiteren können Bars sowie Wellnesseinrichtungen und Erlebnisbäder ihren Betrieb unter Auflagen aufnehmen. Erleichterungen gelten auch für den Kontaktsport. Die Ausübung von nicht-kontaktfreien Sportarten ist ab Montag auch in geschlossenen Räumen für Gruppen bis zu zehn Personen, im Freien für Gruppen bis zu 30 Personen wieder zulässig. Sportwettbewerbe im Breiten- und Freizeitsport können unter Auflagen auch in Hallen wieder stattfinden.

Die grundsätzlichen Regelungen zur Kontaktbeschränkung im öffentlichen Raum und die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in bestimmten Bereichen mit Publikums- und Kundenverkehr bleiben bestehen. Auch Großveranstaltungen bleiben bis mindestens 31. August 2020 untersagt.

Coronavirus in NRW: Vapiano schafft nach Insolvenz das Comeback

Update, 11. Juni, 10.58 Uhr: Die durch die Coronakrise in die Insolvenz geratene Restaurantkette Vapiano mit Sitz in Köln schafft offenbar das Comeback: Spätestens ab August sollen wieder 30 Läden in Deutschland öffnen. Vapiano solle kleiner, aber schlagkräftiger werden, erklärte der ehemalige Vapiano-Vorstand, Mario C. Bauer, der nun das Investorenkonsortium anführt, im Interview mit der Wirtschaftswoche.

Bauer zufolge laufen noch Verhandlungen über die Zukunft von Vapiano. "Wie viele Restaurants am Ende unter dem Namen Vapiano weitermachen, ist heute noch nicht absehbar", sagte Bauer. Er gehe von 140 bis 160 Standorten aus. Die mögliche Schwankungsbreite sei aber noch sehr hoch. Die Vapiano SE hatte Anfang April beim Amtsgericht Köln einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wegen Zahlungsunfähigkeit gestellt. 

Die Auswirkungen der Corona-Krise waren für das ohnehin rote Zahlen schreibende Unternehmen zu viel gewesen. Ende April hatte Vapiano das Geschäft zum Verkauf gestellt. Insgesamt sind bei der Vapiano SE und den ebenfalls in vorläufigen Insolvenzverfahren befindlichen operativen Tochtergesellschaften in Deutschland mehr als 2500 Mitarbeiter beschäftigt.

Coronavirus in NRW: Essener Virologe an Studie beteiligt

Update, 11. Juni, 9.34 Uhr: Ulf Dittmer, Direktor des Instituts für Virologie der Uniklinik Essen und Vizepräsident der Gesellschaft für Virologie, war als Co-Autor an einer Studie an 40 Covid-19-Patienten im chinesischen Wuhan beteiligt, deren Befunde in Deutschland bei mehreren Patienten bestätigt worden seien.

Demnach lässt sich bei einer Covid-19-Erkrankung anscheinend anhand von zwei Typen von Abwehrzellen im Blut vorhersagen, ob ein Patient einen schweren Verlauf oder nur milde Symptome entwickelt. Bei einem der beiden Immunzell-Typen handelt es sich um sogenannte Killer-T-Zellen mit einem bestimmten Oberflächenmarker (CD8). Sie töten virusinfizierte Körperzellen ab und unterbrechen damit die Vermehrung des Coronavirus.

"Wenn die Patienten nur wenige von diesen Zellen haben, haben sie ein hohes Risiko, schwere Symptome wie etwa eine Lungenentzündung oder Gerinnungsstörungen zu entwickeln", erläutert Dittmer. Der andere Zelltyp sind sogenannte Neutrophile. "Die sind eigentlich dafür da, Bakterien abzuwehren. Sie können aber auch T-Zellen in ihrer Funktion unterdrücken." Demnach wurden in Blutproben mit vielen Neutrophilen nur wenige Killer-T-Zellen gefunden.

Coronavirus in NRW: Mehr Touristen im Land erwartet

Update, 11. Juni, 9.26 Uhr: In NRW dürfen sich offenbar vor allem Campingplätze und Jugendherbergen vermehr auf Touristen freuen, die nicht nur für einen Kurztrip kommen, sondern auch für mindestens eine Woche. Warum ist das so? Wo sind Quartiere auf Bauernhöfen so gut wie ausgebucht? Alle aktuellen Antworten von heute Morgen - auch zu Hotels, Ferienhäusern und -wohnungen - gibt es in unserem News-Blog zum Thema Coronavirus und Reisen.

Update, 11. Juni, 8.30 Uhr: Guten Morgen am Feiertag Fronleichnam zu unserer Berichterstattung über das Coronavirus und seine Auswirkungen auf unser Bundesland NRW. Auch heute halten wir Sie nach bestem Wissen und Gewissen auf dem Laufenden über alles, was Sie wissen sollten.

Coronavirus in NRW: Massentest in Flüchtlingsheim im Kreis Soest

Update, 10. Juni, 21.21 Uhr: Nach einem Corona-Fall in Flüchtlingsheim: Alle Bewohner werden getestet - 350 Personen in Quarantäne. Das sind die aktuellsten Infos aus dem Kreis Soest.

Update, 10. Juni, 20.45 Uhr: Nach dem Ausbruch des Coronavirus bei Westfleisch im Kreis Coesfeld, hat es jetzt erneut vermehrt Fälle von Covid-19 bei einem Schlachthof gegeben - diesmal bei Tönnies.

Coronavirus in NRW: Die aktuellen Fallzahlen

Update, 10. Juni, 16.16 Uhr: Das Land NRW hat die aktuellen Zahlen der Infizierten mit dem Coronavirus veröffentlicht. 103 Neuinfektionen sind dazu gekommen. Dementsprechend sind 1668 Personen akut infiziert. Ein Mensch ist von Dienstag auf Mittwoch mit einer Covid-19-Infektion gestorben. Insgesamt sind 1636 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Seit Beginn der Pandemie sind in NRW somit 38.844 positiv auf das Virus getestet worden.

Update, 10. Juni, 12.53 Uhr: Im Klinikum Dortmund (NRW) ist es zu einem Corona-Ausbruch gekommen. Wie die Stadt auf Anfrage am Mittwoch mitteilte, wurden vom Gesundheitsamt acht Mitarbeiter und vier Patienten positiv getestet. Weitere Details wurden zunächst nicht mitgeteilt. Man berate derzeit in einem Krisenstab. Die Ruhr Nachrichten hatten zuvor über den Ausbruch berichtet. Man habe die Lage im Griff, zitierte die Zeitung eine Stadtsprecherin. Kontakte würden nachverfolgt, weitere Tests durchgeführt und möglicherweise Quarantäne erforderlich.

Coronavirus in NRW: Demos gegen Rassismus könnten ungeplante Corona-Studie werden

Update, 10. Juni, 11.59 Uhr: Die großen Anti-Rassismus-Demonstrationen in mehreren deutschen Städten am vergangenen Wochenende - auch in NRW - könnten nach Einschätzung des Infektiologen Gerd Fätkenheuer eine "ungeplante Studie" zur Corona-Pandemie sein. Es könne aufschlussreich sein zu beobachten, wie sich das Infektionsgeschehen nun weiter entwickle, sagte der Wissenschaftler dem Kölner Stadt-Anzeiger

Die Auswertung "könnte sehr wichtige Aufschlüsse liefern - mitsamt der Konsequenz, dass weitere politische Lockerungen beschlossen werden könnten, wenn keine vermehrten Infektionen auftreten". Dann wäre für ihn die Folgerung denkbar, "dass man diese Art der Zusammenkunft bei vernünftigem Verhalten der Teilnehmer erlaubt". 

Fätkenheuer ist Leiter der Infektiologie am Universitätsklinikum Köln und war von 2013 bis 2019 Präsident der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie.

Coronavirus in NRW: Reisewarnung für  mehr als 160 Länder soll verlängert werden

Update, 10. Juni, 9.55 Uhr: Müssen Lehrer bald nachsitzen? Der Bundeselternrat fordert mit Blick auf Online-Unterricht die Fortbildung von Lehrkräften an Schulen in den Sommerferien.

Update, 10. Juni, 8.05 Uhr: Während für die Menschen in NRW Urlaub in Deutschland wieder möglich ist und im europäischen Ausland in greifbaren Nähe rückt, müssen Fernreise-Fans sich weiter gedulden. Die Bundesregierung will die Reisewarnung für mehr als 160 Nicht-EU-Länder verlängern. Daran gibt es bereits harsche Kritik - denn das bedeutet auch einen weiteren herben Schlag für die ohnehin wegen der Corona-Pandemie besonders stark angeschlagene Tourismusbranche. 

Coronavirus in NRW: Virologe Hendrik Streeck übt Kritik an Maskenpflicht und Massentests

Update, 10. Juni, 6.53 Uhr: Guten Morgen und willkommen zurück im Newsticker zu allen Entwicklungen rund um das Coronavirus in NRW. 

Der Bonner Virologe Hendrik Streeck zieht den Nutzen der von der Bundesregierung angekündigten Corona-App in Zweifel, wie die Katholische Nachrichten-Agentur berichtet. Sie käme "bisschen spät", sagte er der Neuen Osnabrücker Zeitung, "zumal man nicht weiß, ob sie überhaupt etwas dazu beitragen kann, in Deutschland eine Pandemie zu kontrollieren". 

Auch den Nutzen der zahlreichen Corona-Tests stellte der Direktor des Instituts für Virologie der Universität Bonn (NRW) angesichts der hohen Kosten infrage. "Je nach Labor kommen im besten Fall 59 Euro pro Test auf das Gesundheitssystem zu - bei 400.000 Stück pro Woche bedeutet es eine Stange Geld. Wenn dann noch systematisch gescreened werden soll, wird es noch mehr. Wenn wir nur 1 positives Ergebnis auf 100 Tests sehen, fragt sich ja, ob das noch lohnt." 

Coronavirus in NRW: Streeck sieht Maskenpflicht kritisch 

Streeck regte auch eine Diskussion über die Maskenpflicht an. "Am Anfang der Pandemie wurde ja dezidiert gewarnt vor Masken. Die Gründe dafür gelten immer noch, auch wenn sie merkwürdigerweise keine Rolle mehr zu spielen scheinen. Die Leute knüllen die Masken in die Hosentasche, fassen sie ständig an und schnallen sie sich zwei Wochen lang immer wieder vor den Mund, wahrscheinlich ungewaschen. Das ist ein wunderbarer Nährboden für Bakterien und Pilze." 

Mit Blick auf Schulen und Kitas erklärte der Professor, "Kinder sind nicht die großen Virenschleudern". Virologisch sei zur Frage der Öffnung alles gesagt. "Die Entscheidung muss nun politisch getroffen werden. Lehrer jedenfalls haben kein höheres Infektionsrisiko als andere Berufsgruppen, die in vergleichbarer Weise mit Menschen arbeiten."

Erst kürzlich hatte Streeck für "mehr Mut" bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie im Sommer plädiert.

Coronavirus in NRW: Das waren die Infektionszahlen am Dienstag

Update, 16.10 Uhr: In NRW ist die Zahl der aktuell nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten am Dienstag auf 1791 gesunken. Das waren rund 130 weniger als am Montag, wie aus Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums hervorging. Innerhalb eines Tages kamen zudem 83 Infektionen hinzu. Seit Beginn der Pandemie sind in NRW somit 38.741 positiv auf das Virus getestet worden. 

Die Zahl der Todesfälle von Infizierten stieg von Montag auf Dienstag um 12. Bislang sind in NRW 1635 Menschen infolge des Virus gestorben. 35.315 Menschen haben die Infektion überstanden, 202 neue Genesungen kamen im Vergleich zum Montag hinzu.

Coronavrus in NRW: Mehr Aufsteiger als erwartet

Update, 14.36 Uhr: Die Entscheidung - verursacht durch die Corona-Krise - ist gefallen: Die Saison im Bereich des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen wird abgebrochen. Absteiger gibt es nicht. Dafür aber Aufsteiger - und davon sogar mehr als erwartet.

Update, 9. Juni, 12.15 Uhr: Trotz erster Auswirkungen der Corona-Krise sind im ersten Quartal 2020in NRW weniger Firmen in die Pleite gerutscht als im Jahr zuvor. Das Statistische Landesamt zählte 1.312 Insolvenzverfahren, das sind 9,8 Prozent weniger als im ersten Quartal 2019. Die voraussichtlichen Forderungen waren im ersten Vierteljahr 2020 allerdings um zwei Drittel höher als im Vergleichszeitraum. Grund: Eine höhere Zahl von Insolvenzanträgen wirtschaftlich bedeutender Unternehmen. 

Update, 9. Juni, 10.03 Uhr: DieCorona-Masken-Bastel-Sets, die die Landesregierung zum Neustart am Montag an Kindertageseinrichtungen schicken ließ, werden Thema im Landtag. Die SPD will die Lieferung auf die Tagesordnung des Familinausschusses am 18. Juni bringen

Update, 9. Juni, 6.50 Uhr: Guten Morgen und willkommen zurück zum Newsblog. +++ Laut der Vorsitzenden der Landeselternkonferenz, Anke Staar, herrscht an vielen Schulen in NRW Durcheinander mit Blick auf die letzten zweieinhalb Wochen bis zu den Sommerferien. Einige Jahrgänge an weiterführenden Schulen könnten womöglich in den nächsten Tagen zum letzten Mal Päsenzunterricht haben. Für die Grundschulen drohe die Rückkehr zum Regelbetrieb ab Montag viele Probleme aufzuwerfen. Viele Eltern seien hochgradig verunsichert. 

Update, 8. Juni, 19.45 Uhr: Der Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof, der sich wegen der Verschärfung seiner wirtschaftlichen Lage durch die Corona-Krise im Schutzschirmverfahren befindet, steht offenbar vor derTrennung von Konzernchef Stephan Fanderl. Der Manager soll dem Eigentümer des Warenhausriesen eine einvernehmliche Trennung vorgeschlagen haben. Fanderl sagte der dpa, er sei seit Mitte März krankheitsbedingt nicht mehr i die Führung der Geschäfte eingebunden. Der Ausbruch der Corona-Pandemie habe die wirtschaftlichen Voraussetzungen für die fusionierte Kaufhauskette wie für den Handel insgesamt fundamental verändert. Deswegen sei jetzt Zeit für einen Neuanfang. 

Update, 8. Juni, 17.55 Uhr: Die Polizei hat am Wochenende in Essen eineParty in einer Lounge-Bar beendet. Dort hatten mehr als 160 Menschen am Freitagabend gefeiert, ohne die wegen des Coronavirus geltenden Abstandsregeln zu beachten. Auch hätten die Gäste keinen Mundschutz getragen - so wenig wie Servicepersonal und Betreiber. Einige Gäste versuchten, durch den Notausgang zu fliehen. Die Polizei schrieb mehr als 160 Ordnungswidrigkeitenanzeigen. Die Lounge wurde für den Abend geschlossen. 

Update, 8. Juni, 17.40 Uhr: Die Landesregierung hat zum regulären Kitastart rund 3 Millionen Mund-Nasen-Masken an die Einrichtungen verschickt - allerdings als "Bastel-Sätze", also Masken, die "noch zu montieren" sind. Dafür hagelt es Kritik bis hin zu Empörung von Erzieherinnen in Nordrhein-Westfalen. Auch in Soest stieß die Lieferung nicht unbedingt auf Begeisterung, zumal die Masken in einer Mülltüte verpackt waren. 

Update, 8. Juni, 16 Uhr: Das NRW-Gesundheitsministerium hat die aktuellen Fallzahlen vorgelegt. 38.658 Infektionen mit dem Coronavirus wurden seit Beginn der Pandemie in NRW registriert, 1.623 Menschen starben im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung. Die Zahl der als genesen geltenden Patienten liegt am Montagnachmittag bei 35.113. im Vergleich zum Vortag ist die Zahl der Neuinfektionen um 44 gestiegen, die beiden anderen Werte blieben konstant. Innerhalb einer Woche gab es 577 Neuinfektionen. 

Update, 8. Juni, 14.31 Uhr: Die Züge der Deutschen Bahn sind in NRW wieder mehr ausgelastet. Laut Regionalleiter Frederik Ley liegt die Auslastung mittlerweile bei 40 bis 45 Prozent der normalen Werte vor der Corona-Krise. 

Mehr Homeoffice, weniger Freizeitaktivitäten: Wegen des Coronavirus sind weniger Menschen mit Zügen gefahren. Die Auslastung habe zu Beginn des Lockdowns zeitweise nur bei 10 bis 15 Prozent gelegen, sagte Ley am Montag in Essen. NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst ruft dazu auf, wieder Bahn zu fahren: "Die Menschen sollen wissen, dass Bahnfahren auch in Zeiten von Corona eine saubere und sichere Sache ist."

Coronavirus in NRW: Kritik an Kita-Neustart

Update, 8. Juni, 12.25 Uhr: Nach der Schließung Kitas in NRW im Zuge der Maßnahmen gegen das Coronavirus wurden die Kitas heute geöffnet. Allerdings nicht ohne Kritik: Elternvertreter hatten die reduzierten Betreuungszeiten kritisiert.  "Für viele Eltern ist dann immer noch keine volle Erwerbstätigkeit möglich", sagte eine Sprecherin des Landeselternbeirats NRW. Da viele Kitas auch ihre Öffnungszeiten entsprechend verkürzt hätten, gebe es kaum zeitliche Flexibilität.

In NRW gibt es nach Ministeriumsangaben derzeit rund 644.000 Plätze in Kindertageseinrichtungen. Wegen des Coronavirus galt seit Mitte März abseits der Notbetreuung ein Betretungsverbot für Kitas. Am 28. Mai wurden die Türen in einem ersten Schritt wieder für Vorschulkinder geöffnet. Nun dürfen alle anderen Kinder dazu kommen. Der eingeschränkte Regelbetrieb soll zunächst bis zum 31. August gelten.

Coronavirus in NRW: Reproduktionszahl R über kritischem Wert

Update, 8. Juni, 10.54 Uhr: Die Reproduktionszahl R hat am Montag die kritische Grenze von 1,0 wieder überschritten. Die Zahl gibt wie viele Personen im Mittel eine mit dem Coroinfizierte Person ansteckt.

Update, 8. Juni, 8 Uhr: Mit einer bösen Überraschung beginnt der Kita-Neustart für eine Erzieherin aus Soest: Sie findet viele Masken, die dem Schutz vor dem Coronavirus dienen, in einem Müllsack vor, wie Soester-anzeiger.de* berichtet.

Update, 8. Juni, 6.47 Uhr: Guten Morgen und willkommen zurück zu unserem Ticker über die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in NRW. Heute soll der Kitabetrieb in Nordrhein-Westfalen wieder starten. Zwar möchte Familienminister Joachim Stamp (FDP) "sobald es möglich ist" den regulären Vollbetrieb aufnehmen, allerdings zählen rund 20 Prozent der Fachkräfte zur Risikogruppe. Vorerst werden die Betreuungszeiten von bis zu 45 Stunden auf bis zu 35 Stunden verkürzt.

Coronavirus in NRW: Raver verletzen Verbote - Polizei stellt Anzigen

Update, 7. Juni, 15.52 Uhr: Ein Großteil der Schulleiter von Gymnasien in NRW fühlen ich angesichts des Coronavirus und den ergriffenen Maßnahmen zu wenig informiert und unterstützt von ihren vorgesetzten Behörden.

Update, 7. Juni, 12.15 Uhr: Veranstaltungen mit einer Vielzahl von Personen sind weiterhin aufgrund des immer noch vorhandenen Infektionsrisikos untersagt. Während der Großteil der Bevölkerung die Maßnahmen unterstützt und sich auch daran hält, gibt es immer noch Unbelehrbare.

Anwohner der Alten Radstraße in Dortmund haben sich in der Nacht am Samstagabend gegen 23.50 Uhr per Notruf an die Polizei gewandt. Eine größere Personengruppe soll auf das dortige ehemalige Hoeschgelände gegangen sein.

Coronavirus in NRW: Illegale Rave-Veranstaltung in Dortmund

Die Polizeibeamten trafen in einem leerstehenden Gebäude auf eine Vielzahl von Personen. Augenscheinlich sollte dort eine "Raver" Musikveranstaltung durchgeführt werden, mit professionellem DJ-Equipment. Die Teilnehmer verhielten sich zunächst unkooperativ

Eine Person sprühte Pfefferspray in Richtung der Beamten, verletzt wurde niemand. Im nachfolgenden Gerangel wurde eine Beamtin leicht verletzt. Nachdem die Lage mit starken Kräften beruhigt werden konnten, stellten die Beamten die Personalien aller 35 anwesenden Gäste fest. Sie bekommen jetzt bald mit Post wegen Verstoß gegen Corona Schutzverordnung und dürfen jeder 200 Euro plus Verwaltungsgebühren bezahlen. Des Weiteren fertigten die Beamten eine Anzeige wegen tätlichem Angriff auf Polizisten. Alle Anwesenden, angereist aus dem gesamten Bundesgebiet, erhielten zudem einen Platzverweis.

Coronavirus in NRW: Nur sehr wenige Neuinfektionen

Update, 7. Juni, 11.45 Uhr: Das NRW-Gesundheitsministerium hat neue Fallzahlen zum Coronavirus bekannt gegeben. Hier der Überblick über die Kreise und kreisfreien Städte:

Stadt/Kreis

bestätigte
Fälle

Todesfälle

genesene Fälle

Aachen und Region

1.979

94

1.859

Bielefeld

411

5

397

Bochum

568

18

482

Bonn

744

8

720

Borken (Kreis)

1.105

38

972

Bottrop

203

7

189

Coesfeld (Kreis)

861

24

832

Dortmund

777

6

724

Duisburg

1.236

57

994

Düren (Kreis)

601

39

550

Düsseldorf

1.488

33

1.285

Ennepe-Ruhr-Kreis

442

14

406

Essen

873

41

754

Euskirchen (Kreis)

469

21

409

Gelsenkirchen

430

14

364

Gütersloh (Kreis)

686

20

616

Hagen

330

13

315

Hamm

474

36

429

Heinsberg (Kreis)

1.892

70

1.757

Herford (Kreis)

333

7

323

Herne

202

2

183

Hochsauerlandkreis

609

17

588

Höxter (Kreis)

363

17

325

Kleve (Kreis)

735

36

611

Köln

2.506

99

2.356

Krefeld

638

22

592

Leverkusen

242

5

231

Lippe (Kreis)

744

29

708

Märkischer Kreis

601

30

553

Mettmann (Kreis)

966

79

846

Minden-Lübbecke (Kreis)

489

11

458

Mönchengladbach

634

40

518

Mülheim/Ruhr

216

11

185

Münster

726

13

690

Oberbergischer Kreis

490

18

462

Oberhausen

265

10

247

Olpe (Kreis)

637

56

568

Paderborn (Kreis)

660

33

578

Recklinghausen

1.297

39

1.212

Remscheid

240

17

219

Rhein-Erft-Kreis

1.098

76

999

Rheinisch-Berg. Kreis

469

21

430

Rhein-Kreis Neuss

707

20

671

Rhein-Sieg-Kreis

1.442

48

1.355

Siegen-Wittgenstein (Kreis)

314

8

298

Soest (Kreis)

364

8

352

Solingen

254

8

232

Steinfurt (Kreis)

1.335

82

1.229

Unna (Kreis)

679

37

588

Viersen (Kreis)

712

36

644

Warendorf (Kreis)

498

20

464

Wesel (Kreis)

638

26

550

Wuppertal

942

84

794

Gesamt

38.614

1.623

35.113

Coronavirus in NRW: Virologe Streeck hofft auf Aufbau von Teilimmunität in den kommenden Monaten

Update, 7. Juni, 9.50 Uhr: Bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie sieht der Virologe Hendrik Streeck eine Chance während der Sommermonate. Es könne möglicherweise eine Teilimmunität in der Bevölkerung aufgebaut werden, die dann den weiteren Verlauf der Pandemie abschwäche, sagte der Bonner Professor. "Wir sollten uns über den Sommer ein bisschen mehr Mut erlauben", so Streeck. 

Derzeit zeigten Studien, dass bis zu 81 Prozent der Infektionen asymptomatisch verliefen. Das heißt, die Infizierten haben keine oder kaum Symptome. "Die Zahl der Covid-19-Erkrankten auf den Intensivstationen ist derzeit rückläufig", sagte Streeck. "Es besteht eine Chance, dass wir über den Sommer die Anzahl der Personen mit Teilimmunität erhöhen können." Die Hoffnung auf einen Impfstoff könne sich als trügerisch erweisen. Also solle man sich darauf einstellen, mit dem Virus zu leben.

"Was wir sehen ist, dass auch Menschen mit asymptomatischen Verläufen eine Immunität oder Teilimmunität aufbauen", erläuterte Streeck. "Wir wissen noch nicht, ob es eine schützende Immunität ist, aber sie bauen zumindest Antikörper gegen das Virus auf, und da kann man davon ausgehen, dass das zumindest einen Teilschutz ergibt. Wenn wir jetzt während der Sommermonate solche Infektionen zulassen, dann bauen wir eine schleichende Immunität in der Gesellschaft auf, die dann am Ende diejenigen schützt, die auch einen schwereren Verlauf haben können."

Für interessant halte er auch, dass die Kitas in den Niederlanden schon vor fünf Wochen geöffnet hätten und diesnicht zu größeren Ausbrüchen geführt habe. Man müsse also durch die Öffnung von Kitas und Schulen offenbar keine Verschärfung der Pandemie befürchten.

Hendrik Streeck

Streeck erläuterte auch weitere Ergebnisse aus seiner "Heinsberg-Studie", die zusammen mit Hygienikern der Uniklinik Bonn unter der Leitung von Ricarda Schmithausen erarbeitet wurden. Demnach erbrachte die Auswertung von Proben aus Quarantäne-Haushalten im Ort Gangelt, in dem sich das Coronavirus nach einer Karnevalssitzung im Frühjahr schnell ausgebreitet hatte, dass Oberflächen bei der Übertragung offenbar nur eine untergeordnete Rolle spielen.

Bei Abstrichen von Oberflächen aus den Haushalten fand sich der Erreger demnach nur in 4 von 119 Proben. Streeck betonte allerdings, die Aussagekraft werde dadurch eingeschränkt, dass Menschen in Quarantäne häufig viel putzten. Deshalb seien die Ergebnisse möglicherweise nicht repräsentativ.

Leichter werde das Virus anscheinend über Schmutzwasser-Rückstände im Waschbecken, in der Dusche oder in der Toilette verbreitet. "Dort hinterlässt man ja eher Spucke, Rachenwasser oder andere Ausscheidungen, in denen das Virus in größerer Konzentration sein kann." Dies könnte gegebenenfalls genutzt werden, um das Infektionsgeschehen über Abwasser-Analysen zu beobachten. 10 der 66 ausgewerteten Schmutzwasser-Proben aus Gangelt seienpositiv gewesen, sagte Streeck. In der Luft fand sich der Erreger dagegen inkeiner von 15 Proben.

Für die Studie wurden 21 Quarantäne-Haushalte in Gangelt im Kreis Heinsberg untersucht. 26 der insgesamt 43 dort lebenden Erwachsenen waren positiv auf Corona getestet worden.

Coronavirus in NRW: Acrylglas-Kabinen für alle Landtags-Abgeordneten

Update, 7. Juni, 6 Uhr: Der nordrhein-westfälische Landtag könnte noch vor der Sommerpause erstmals seit Beginn der Corona-Krise wieder in voller Besetzung zusammen kommen: Getrennt durch Acrylglas-Kabinen sollen alle Parlamentarier ab dem 24. Juni wieder im Plenum sitzen.

In den vergangenen Wochen hatte der Landtag nur mit einem Drittel der Abgeordneten getagt, die dadurch den gebotenen Mindestabstand zueinander halten konnten. Im Mai hatte der Ältestenrat einstimmig die Anschaffung von Acrylglastrennwänden beschlossen, die eigentlich in der Sommerpause aufgebaut werden sollten. Nach dpa-Informationen sind sich die Fraktionen aber einig, dass der Start bereits Ende Juni sein soll.

Die Acrylglaswände - links, rechts und vorne geschlossen - haben Saugnäpfe, damit man sie einfach wieder abbauen kann und sie keine Spuren an den Plenarmöbeln hinterlassen. Sie werden an jedem Platz installiert und kosten pro Stück 130 Euro, wie Landtagspräsident André Kuper dem WDR sagte. Ein Prototyp, ähnlich dem finalen Modell, war in den vergangenen Tagen bereits im Plenum zu sehen.

In den Fraktionen gab es dem Vernehmen nach auchSkepsis: Vor allem solle nicht der Eindruck eines Sonderweges für Politiker im Gegensatz zu anderen Berufsgruppen entstehen, hieß es aus einem Lager. Einig waren sich alle Fraktionen, dass der Landtag funktionsfähig bleiben muss. So sagte Präsident Kuper auch dem WDR: "Landtag und Regierung haben in Nordrhein-Westfalen großen Wert darauf gelegt, dass das Parlament nicht ausgehebelt wird." Selbst in der "schlimmsten Zeit" der Pandemie habe man wöchentliche Sitzungen und Sondersitzungen gehabt.

Sollte der Landtag Ende Juni in voller Stärke tagen, könnte er gleich einen historischen Beschluss fassen: Die ersten Sätze der Landesverfassung sollen um einen Bezug zu Europa ergänzt werden.

Update, 6. Juni, 18.59 Uhr: Am Montag starten die Kindergärten und Kitas in NRW nach zwölf Wochen Coronavirus-Pause in den „eingeschränkten Regelbetrieb". Der Landeselternbeirat der Kindertageseinrichtungen NRW blickt nach eigenen Angaben mit gemischten Gefühlen auf den Neustart. Zwar habe die Landesregierung diesen Schritt "sorgsam erarbeitet" und er biete den Jugendämtern vor Ort "viel Flexibilität in der Umsetzung". Doch sei die Umsetzung der Regelungen in den Städten und Kreisen sehr unterschiedlich.

"In der Krise treten die Schwachstellen der gesetzlichen Regelungen in der frühkindlichen Bildung, welche der LEB schon mehrfach anmahnte, besonders deutlich hervor", heißt es in einer Stellungnahme des Landeselternbeirats. Der LEB fordert daher...

  • eine Ermittlung des familiären Betreuungsbedarfes mittels Bedarfserhebung,
  • eine Betreuungsmöglichkeit während der Schulsommerferien, idealerweise mit vertrautem Personal in der gewohnten Einrichtung, 
  • ein mittelfristiges Denken bei der heutigen Personalgewinnung von Hilfskräften und eine Erleichterung des Quereinstiegs für qualifizierte Personen aus anderen Bereichen, 
  • auf dem Weg zur kompletten Beitragsfreiheit eine klarere Definition der Regelungen für die Erhebung von Elternbeiträgen und landesweit einheitliche Beiträge, 
  • eine adäquate Elternbeteiligung auf Einrichtungs-, Jugendamts- und Landesebene.

Coronavirus in NRW: SPD Dortmund hält Parteitag im Autokino ab

Update, 6. Juni, 13.56 Uhr: Ein Parteitag im Auto? Kommunikation per Lichthupe? Die SPD in Dortmund hat heute einen Parteitag in einem Autokino veranstaltet. Die ungewöhnliche Versammlung der Sozialdemokraten zu Corona-Zeiten sollte die Kommunalwahl im September vorbereiten. 

Etwa 80 bis 90 Autos seien am Vormittag vor Ort gewesen, berichtete ein dpa-Reporter. Auf der Bühne mit Industriekulisse im Hintergrund standen die örtliche SPD-Vorsitzende Nadja Lüders und der Kandidat der Partei für das Amt des Oberbürgermeisters, Thomas Westphal.

Reden wurden über das Autoradio übertragen. Delegierte meldeten sich per Hupe zu Wort und bekamen dann ein Mikrofon gebracht. Abgestimmt wurde mit roten und gelben Karten, die aus dem Autofenster gehalten wurden. Als Beifallsbekundung wurden Lichthupen eingesetzt. Pro Wagen sollten maximal zwei Personen sitzen.

Coronavirus in NRW: Die Zahlen am Samstag

Update, 6. Juni, 13.13 Uhr: Die Corona-Zahlen am Samstag: Das NRW-Gesundheitsministerium hat zu Samstag 101 Neuinfektionen registriert. Somit steigt die Zahl der Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie auf insgesamt 38.521. 

Akut mit dem Coronavirus infiziert sind demnach in NRW am Samstag noch 1851 Menschen. Die Zahl der Todesfälle ist am Samstag erneut um sechs auf 1622 gestiegen.

Die Zahl der Genesenen schießt weiter in die Höhe: Am Samstag waren dem Land 35.048 Personen in NRW bekannt, die die Infektion mit dem Coronavirus überstanden haben. Das sind 232 mehr als noch am Freitag. Die Gesamtzahl der Genesenen basiert ausschließlich auf freiwilligen Meldungen. Eine gesetzliche Verpflichtung zur Meldung besteht nicht.

Am Samstag befanden sich in NRW 279 Infizierte in stationärer Behandlung (vier weniger als am Vortag). Von ihnen liegen 94 Personen auf der Intensivstation (zwei mehr als am Vortag), 63 müssen beatmet werden (einer mehr).

Update, 6. Juni, 8.06 Uhr: Guten Morgen und willkommen zurück zu unserem News-Ticker! Die NRW-Landesregierung hat knapp zwei Monate nach Inkrafttreten des umstrittenen Pandemie-Gesetzes eine Zwischenbilanz vorgelegt.

In dem Bericht für den Landtag, der über eine Verlängerung der "epidemischen Lage" entscheiden muss, werden positive Zahlen zusammengetragen - Entwarnung gibt Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) aber nicht. Die Gefahr einer weiteren Infektionswelle mit weitreichenden Folgen sei nicht ausgeschlossen, heißt es in dem Bericht, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Im Pandemie-Gesetz war verankert worden, dass die landesweite epidemische Lage als Grundlage der Maßnahmen alle zwei Monaten vom Landtag neu festgestellt werden muss. Die Frist endet am 14. Juni. Die FDP-Fraktionsspitze hatte sich gestern bereits dafür ausgesprochen, diesen Ausnahmezustand zu beenden. 

Der Bericht kommt zu der Einschätzung, es seien einerseits "spürbare Erfolge in der Verlangsamung des Infektionsgeschehens zu verzeichnen." Seit dem 14. April sinke der Trend. Alle Kreise und kreisfreien Städte liegen demnach bei 14 oder weniger Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner im täglichen Durchschnitt der letzten sieben Tage.

Coronavirus in NRW: "Weitere Infektionswelle nicht ausgeschlossen"

Andererseits könne die Gefahr einer weiteren Infektionswelle "nicht ausgeschlossen werden, verbunden mit ggf. gravierenden Auswirkungen auf das Leben und die Gesundheit der Bevölkerung, aber auch für das Wiederanfahren der Wirtschaft." Und auch wenn die Lage akut entspannt sei, könne "bei einem erneuten drastischen Anstieg der Neuinfektionszahlen eine Überlastung des Gesundheitssystems in Nordrhein-Westfalen auch weiterhin nicht ausgeschlossen werden."

Genau für diese Situation ist das Gesetz gedacht: Es sieht besondere Regierungsbefugnisse für den Fall einer katastrophalen Entwicklung der Corona-Krise vor. So kann das Gesundheitsministerium zum Beispiel Krankenhausträger verpflichten, zusätzliche Behandlungskapazitäten zu schaffen und nicht dringend notwendige Operationen zu verschieben.

Mit Kontakt-Beschränkungen oder Maskenpflicht hat das Gesetz nichts zu tun - diese Regelungen sind Teil der Coronaschutz-Verordnung.

Coronavirus in NRW: Corona-Ausbruch bei DPD in Duisburg

Update, 5. Juni, 23.03 Uhr: Wir fassen nochmal die wichtigsten Geschehnisse  rund um das Coronavirus am Freitag zusammen: Die Schulministerin von NRW, Yvonne Gebauer, hat verkündet, dass ab dem 15. Juni wieder alle Grundschüler täglich in die Schule gehen. Ein Abstandsgebot wird nicht mehr gelten. Voraussetzung: Die Kinder bleiben ihrem Klassenverbund. +++ Wer aus dem Nicht-EU-Ausland zurück nach NRW fliegt, muss wegen Corona nicht mehr automatisch in häusliche Quarantäne. Das Oberverwaltungsgericht in NRW hat die vom Land angeordnete häusliche Quarantäne für Auslandsrückkehrer außer Vollzug gesetzt. +++ Die Anzahl der Infizierten rutscht unter 2000 +++

Update, 5. Juni, 19.20 Uhr: Bei dem Paketzusteller DPD in Duisburg wurde bei 43 Mitarbeiten eine Infektion mit Covid-19 festgestellt. Insgesamt wurden 400 von den 1000 Mitarbeitern am Standort getestet, Teilt DPD am Freitag mit. Die mit dem Coronavirus Infizierten stehen unter häuslicher Quarantäne. Mithilfe weiterer Tests solle die Entwicklung im Betrieb in Duisburg beobachtet werden. Laut Mitteilung läuft die Arbeit im Zentrum planmäßig weiter.

Coronavirus in NRW: Armin Laschet lobt Gesundheitsämter - weniger Infizierte

Update, 5. Juni, 17.07 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat die Arbeit der Gesundheitsämter als wichtigstes Mittel gegen eine zweite Corona-Welle hervorgehoben. Die Ämter seien für die Rückverfolgung der Infektionsketten und die Anordnung der Quarantäne verantwortlich und "wenn das je aus dem Ruder laufen würde, dann drohe in der Tat eine zweite Welle", sagte Laschet bei einem Besuch des Kölner Gesundheitsamtes. 

Insofern sei das Gesundheitsamt "der Schlüssel zu allem". Zwar habe das Land die Ausbreitung des Coronavirus derzeit im Griff, aber wenn Menschen in den Sommerferien verreisten und dann wieder zurückkehrten, könnte sich die Situation ändern, sagte Laschet. Deshalb müssten die Ämter gut vorbereitet sein, schnell reagieren und in der Lage sein, sich zu vernetzen, erklärte Laschet. 

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet besuchte ein Corona-Labor im Kölner Gesundheitsamt.

Coronavirus in NRW: Zahl der akut Infizierten sinkt weiter

Update, 5. Juni, 16.35 Uhr: Laut Gesundheitsministerium NRW sind von Donnerstag auf Freitag 142 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Somit steigt die Zahl der Infektionsfälle in NRW insgesamt auf 38.420. Dem gegenüber stehen aber insgesamt 34.816 genesene infizierte Personen - das sind 260 mehr als am Donnerstag. Außerdem stieg die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 um sechs auf 1616.

Somit sinkt die Zahl der akut Infizierten erstmals unter 2000. Waren am Donnerstag noch 2112 Menschen in NRW akut mit dem Coronavirus infiziert, meldet das Gesundheitsministerium heute nur noch 1988 akute Fälle.

Update, 5. Juni, 16.31 Uhr: Wer aus dem Nicht-EU-Ausland zurück nach NRW fliegt, muss wegen Corona nicht mehr automatisch in häusliche Quarantäne. Das Oberverwaltungsgericht in NRW hat die vom Land angeordnete häusliche Quarantäne für Auslandsrückkehrer außer Vollzug gesetzt. Das Land dürfe nicht pauschal für Rückkehrer aus Nicht-EU-Ländern eine 14-tägige Quarantäne anordnen, entschied das OVG heute in einem Eilverfahren. Es könne aber Risikogebiete ausweisen, bei denen die Verhängung einer Quarantäne gerechtfertigt sei.

Update, 5. Juni, 15.49 Uhr: Nach wochenlanger Zwangspause wegen der Corona-Pandemie geht es an diesem Montag für Kindergartenkinder wieder los: Die Kitas in NRW öffnen für alle Jungen und Mädchen - allerdings mit verkürzten Betreuungszeiten. Gleichzeitig endet ab dem 8. Juni auch die Notbetreuung, die Eltern mit systemrelevanten Berufen und berufstätigen Alleinerziehenden 45 Wochenstunden zur Verfügung stand.

Coronavirus in NRW: Kitas öffnen am Montag

Auf die Rückkehr der Jungen und Mädchen am Montag haben sich die Kitas ausführlich vorbereitet. "Die Kinder kommen über verschiedene Eingänge ins Gebäude, bei allen wird morgens Fieber gemessen, das Mittagessen dürfen sie sich nicht selbst auf die Teller tun - obwohl das pädagogisch wichtig wäre", zählt Ulrike Bauer auf, Geschäftsführerin des Evangelischen Kindertagesstättenverbands, der im rechtsrheinischen Köln elf Kitas betreibt. "Das sind schon erhebliche Einschränkungen." 

Viele Kinder bräuchten wahrscheinlich eine Weile, um sich wieder an den Kita-Alltag und an die neuen Abläufe zu gewöhnen.

Update, 5. Juni, 14.44 Uhr: Auch die Gewerkschaft  Erziehung und Wissenschaft (GEW) äußerte sich empört zu der Rückkehr der Grundschulen zum Regelbetrieb und sprach von "reiner Symbolpolitik" auf dem Rücken von Schülern und Lehrern. Eine Gefährdung ihrer Gesundheit für wenige zusätzliche Tage im Schulbetrieb sei ein zu hoher Preis, kritisierte Landeschefin Maike Finnern.

Und auch die Landeselternkonferenz finde dies "unsinnig". "Für Schüler und Eltern ist nichts gewonnen. Innerhalb von zehn Tagen vor den Ferien wieder in einen Schulrhythmus zu finden, ist nicht machbar", sagte die Vorsitzende der Landeselternkonferenz, Anke Staar, heute auf dpa-Anfrage. Es drohe eine "Vollkatastrophe", wenn nun ohne Abstandsregelung unterrichtet werden solle. Es sei zu befürchten, dass es zu Ansteckungen komme. "Dann beginnen die Ferien für viele Familien erst mal mit einer zweiwöchigen Quarantäne."

Coronavirus in NRW: Subventionsbetrugs bei Corona-Soforthilfen

Update, 5. Juni, 12.14 Uhr: Die Soforthilfen haben in NRW Tausenden Kleinbetrieben durch die Corona-Krise geholfen. Diejenigen, die sich Subventionen durch falsche Angaben erschlichen haben, bekommen nun Besuch von der Polizei.

Wegen mutmaßlichen Subventionsbetrugs bei Corona-Soforthilfen haben Polizisten heute erneut zehn Objekte im Kreis Kleve durchsucht. Die Aktion erfolgte nach diversen Strafanzeigen von Geldinstituten sowie der Bezirksregierung Düsseldorf, teilte das federführende Polizeipräsidium Krefeld mit. Beschuldigt würden 15 Personen, so Polizei und Staatsanwaltschaft Kleve.

Die Verdächtigen sollen sich insgesamt 72.000 Euro erschlichen haben, 66.500 Euro davon seien aber bereits vorab durch Kontopfändungen eingezogen worden, hieß es in der Mitteilung. Die Beschuldigten sollen mit unwahren Angaben Corona-Soforthilfen beantragt und entsprechende Zahlungen erschlichen haben.

Coronavirus in NRW: Harter Sparkurs bei Tuifly - auch NRW-Standorte betroffen

Update, 5. Juni, 11.51 Uhr: Das Management beim Reisekonzern Tui kündigt einen harten Sparkurs in der Corona-Krise bei der Airline Tuifly an - auch für die NRW-Standorte. Der deutsche Ferienflieger soll um rund die Hälfte verkleinert werden. 

Auch Standorte in NRW sollen geschlossen werden. Das Management habe den Mitarbeitern entsprechende Pläne vorgestellt, sagte ein Tuifly-Sprecher. Ziel sei es, die eigentlich vorgesehene Flotte von 39 Jets vom Typ Boeing 737 zu halbieren und mehrere deutsche Standorte wie Köln, Bremen und Münster-Osnabrück zu schließen. 

Wie viele Jobs wegfallen müssen, werde nun Teil der Gespräche zwischen Unternehmensführung und Arbeitnehmervertretern.

Die im Aufsichtsrat vertretene Gewerkschaft Verdi betonte, es seien noch keine konkreten Entscheidungen gefallen - man erwarte aber "harte Schnitte". Für die Kunden soll sich zunächst nichts ändern: Der aktuelle Sommerflugplan von Tuifly für die in diesem Jahr verspätet gestartete Saison habe Bestand. Das Unternehmen hatte aber auch bereits den Plan für 2021 vorzeitig freigeschaltet.

Wir berichten an dieser Stelle über die anstehende Urlaubssaison in Corona-Zeiten.

Update, 5. Juni, 11.05 Uhr: Kurz nachdem NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer den Regelbetrieb an Grundschulen in NRW verkündet hat, kommt heftige Kritik der Lehrergewerkschaft Verband Bildung und Erziehung (VBE). 

"Wir sind fassungslos über den Umgang mit den Schulen in Nordrhein-Westfalen", sagte der Landesvorsitzende Stefan Behlau laut einer Pressemitteilung.

Coronavirus in NRW: Wieder Regelbetrieb in Grundschulen

Update, 5. Juni, 10.02 Uhr: NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer hat heute morgen bekannt gegeben, dass ab dem 15. Juni wieder alle Grundschüler täglich in die Schule gehen. Ein Abstandsgebot wird nicht mehr gelten. Voraussetzung: Die Kinder bleiben ihrem Klassenverbund. Wir berichten an dieser Stelle detailliert über die Lockerungen in Schulen in NRW.

Update, 5. Juni, 9.40 Uhr: Die Stimmung in der Wirtschaft in NRW hat sich nach den Lockerungen in der Corona-Krise aufgehellt. Zwar habe sich die aktuelle Geschäftslage im Mai weiter leicht verschlechtert, doch die Unternehmen blickten deutlich weniger pessimistisch in die Zukunft als noch im April, berichtete die NRW.Bank. 

Der Konjunkturindikator der Bank, das NRW.BANK.ifo-Geschäftsklim a, verbesserte sich von seinem Allzeittief im April mit -40,4 Punkten auf minus -29,8 Punkte im Mai.

Update, 5. Juni, 8.13 Uhr: NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer will sich heute Vormittag zum weiteren Schulbetrieb in NRW zu Zeiten des Coronavirus äußern. Offenbar hat die Landesregierung Pläne, den Präsenzunterricht an Grundschulen schon vor den Sommerferien deutlich auszuweiten.

Coronavirus in NRW: Online-Terminvergabe der Amtsgerichte startet heute

Update, 5. Juni, 7.31 Uhr: NRW-Justizminister Peter Biesenbach startet heute um 10 Uhr einen neuen Service der 130 Amtsgerichte des Landes NRW: Für bestimmte Dienstleistungen soll dort künftig eine Terminbuchung über das Internet möglich sein. Dabei geht es zum Beispiel um Testamentseröffnungen, Akten- oder Grundbucheinsichten oder Beratungshilfe. 

Nach einem Test in Köln werde das Angebot nach und nach auf alle Standorte ausgedehnt, hieß es. In Münster gibt Biesenbach ein symbolisches Startsignal. Wegen der Coronavirus-Pandemie war der Zugang zu allen NRW-Gerichten in den vergangenen Monaten stark eingeschränkt. Sitzungen ohne dringenden Anlass wurden verschoben, die Bürger wurden aufgefordert, nur nach Absprache in die Gerichte zu kommen.

Coronavirus in NRW: Armin Laschet besucht Gesundheitsamt und Labor

Update, 5. Juni, 6.39 Uhr:Guten Morgen und willkommen im Newsticker zu allen Entwicklungen rund um das Coronavirus in NRW. 

Der NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) besucht heute Mittag das Kölner Gesundheitsamt. Dort will er sich nach Angaben der Staatskanzlei über die Arbeit des Infektionsschutzzentrums und das Kontaktpersonen-Management informieren. Bei dem Termin wird er von der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) begleitet. Anschließend will Laschet ein Labor in Köln besichtigen, in dem täglich bis zu 10.000 Corona-Tests ausgewertet werden. 

Beide Institutionen leisteten einen wichtigen Beitrag im Umgang mit der Corona-Pandemie in NRW, erklärte die Staatskanzlei.

Coronavirus in NRW: Das war der Stand am Donnerstagabend

Update, 4. Juni, 22.26 Uhr: Das Wichtigste vom Tage: Das Coronavirus ist in NRW weiter auf dem Rückzug. Die Zahl der Neuinfektionen stieg im Vergleich zum Vortag nur geringfügig an. +++  Die Zahl der Corona-Toten wuchs gegenüber Mittwoch um vier Personen. +++ Gute Nachrichten für Studenten in NRW: Sie können wegen der Corona-bedingten Erhöhung der Regelstudienzeit auch länger BAföG beziehen. +++ Familien erhalten nach einem Beschluss der Bundesregierung einmalig 300 Euro pro Kind. NRW rückte von seiner ursprünglichen Idee, einen Kinderbonus von 600 Euro zu zahlen, ab.

Update, 4. Juni, 19.14 Uhr: Der Bundesrat will am morgigen Freitag (5. Juni) weitere Hilfen für Familien und die Gastronomie in der Corona-Krise beschließen. Absegnen will der Bundesrat auch die vorübergehende Mehrwertsteuersenkung für Speisen in Restaurants und Cafés, die besonders unter der Corona-Krise leiden.

Außerdem sollen berufstätige Eltern, die ihre Kinder wegen der Pandemie zuhause betreuen müssen, länger Geld vom Staat bekommen. Der Lohnersatz soll künftig bis zu 20 Wochen lang gezahlt werden.

Coronavirus in NRW: Skepsis vor Corona-Warn-App

Update, 4. Juni, 18.30 Uhr: Die geplante Warn-App zur Nachverfolgung von Coronavirus-Infektionsketten trifft in der Bevölkerung auf große Skepsis: Nur 42 Prozent der Deutschen würden eine solche App auf dem eigenen Smartphone nutzen, 39 Prozent würden sie dagegen nicht nutzen, wie aus einer ARD-Umfrage hervorgeht.

Von den Menschen, die eine Nutzung der Corona-App ablehnen, begründen dies 45 Prozent mit der Furcht vor mangelndem Datenschutz, Überwachung oder der Verletzung von Persönlichkeitsrechten. In der geplanten App sollen Sars-Cov-2-Infizierte ihr positives Corona-Testergebnis vermerken können. Allen App-Nutzern soll daraufhin angezeigt werden, wenn sie sich für längere Zeit in der Nähe einer infizierten Person aufgehalten haben. Dabei soll der Datenaustausch anonymisiert und dezentral erfolgen.

Coronavirus in NRW: Zahl der akut Infizierten sinkt

Update, 4. Juni, 17.04 Uhr: 112 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus sind im Laufe der letzten 24 Stunden in NRW dazu gekommen. Das teilte das Landesgesundheitsamt heute mit. Somit steigt die Zahl der Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie in NRW auf 38.278. Insgesamt 2.112 Menschen sind noch akut mit dem Coronavirus infiziert - das sind 152 weniger als gestern. Damit setzt sich der rückläufige Trend fort.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 ist um vier auf 1.610 angestiegen. 34.556 Menschen, die sich mit dem Coronavirus infiziert hatten, gelten mittlerweile wieder als genesen. Das sind 260 mehr als gestern.

Update, 4. Juni, 15 Uhr: Gute Nachrichten für Studenten in NRW: Sie können wegen der Corona-bedingten Erhöhung der Regelstudienzeit auch länger BAföG beziehen. Das Wissenschaftsministerium habe bereits Mitte April per Rechtsverordnung geregelt, dass sich in Corona-Zeiten die individualisierte Regelstudienzeit der eingeschriebenen Studenten um ein Semester erhöhe, teilte Ministerinn Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos) heute mit. 

Damit werde nun auch die Höchstbezugsdauer für BAföG um ein Semester verlängert. Derzeit ist NRW nach Angaben der Ministerin das einzige Bundesland mit einer derartigen Regelung.

Coronavirus in NRW: Carolin Kebekus verleiht Instagram-Account

Update, 4. Juni, 14.33 Uhr: Komikerin Carolin Kebekus (40) leiht ihren Instagram-Account für einen Tag an zwei Wissenschaftlerinnen aus. Die Aktion ist Teil der internationalen Kampagne #PassTheMic. Dabei stellen Prominente ihr Social-Media-Profil Corona-Experten zur Verfügung, damit diese von ihrer großen Reichweite profitieren können, um ihre Botschaft zu verbreiten. 

Corona betrifft uns alle", sagte Kebekus. "Und damit meine ich auch wirklich jeden - weltweit. Niemand ist sicher, wenn nicht alle geschützt sind. Deswegen müssen wir das Problem auch weltweit angehen und nicht nur unser eigenes Süppchen kochen." 

Mehrere Medien hatten zuvor darüber berichtet. Kebekus überlässt ihren Account am 8. Juni der Hamburger Virologin Marylyn Addo und der Gesundheits-Expertin Naomi Tulay-Solanke, die über die Situation in Libera berichtet, wo insbesondere Mädchen und Frauen stark von den Lockdown-Maßnahmen betroffen sind. 

In Deutschland machen außerdem Komiker Michael Mittermeier und Tänzerin Motsi Mabuse bei der Aktion mit, die von der Organisation "One" koordiniert wird.

Coronavirus in NRW: Mann (99) aus Duisburg überlebt Infektion

Update, 4. Juni, 13.57 Uhr: Ein 99-Jähriger aus Duisburg hat eine Infektion mit dem Coronavirus überstanden. Der hochbetagte Patient sei nach gut vier Wochen als genesen aus der Helios Marien Klinik in Duisburg-Hochfeld entlassen worden, teilte eine Sprecherin am heutigen Donnerstag mit. 

Demnach war der Mann nach einem positiven Corona-Test mit Atemwegsbeschwerden ins Krankenhaus gekommen. Während seines Aufenthalts dort habe er eine leichte Lungenentzündung entwickelt, insgesamt aber nur vergleichsweise milde Symptome gezeigt. Nun sei er wieder gesund. 

"Da ältere Menschen die am stärksten betroffene Risikogruppe in der Pandemie sind, ermutigt uns solch ein Ausgang sehr", sagte Stationsleiter Max-Martin Pasternack. Feste Bezugspersonen und ein regelmäßiger Austausch mit seiner Familie hätten dem Senior die wochenlange Isolation ohne Besuch erleichtert. "Alle haben sich toll gekümmert, und wir hatten die ganze Zeit ein gutes Gefühl, obwohl wir ihn nicht sehen konnten", sagte sein 68-jähriger Sohn laut Mitteilung.

Coronavirus in NRW: Das sagt Armin Laschet zum Konjunkturpaket

Update, 4. Juni, 13.05 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat das milliardenschwere Konjunkturpaket der großen Koalition als "guten Beschluss" gelobt. 

Es sei "sehr klug" gewesen, die Kommunen strukturell zu entlasten, sagte Laschet am Donnerstag in Berlin. Dadurch hätten "die Kommunen Luft zum Atmen". Auch der soziale Zusammenhalt werde durch die Hilfen des Bundes gestärkt.

Wesentliche Punkte aus dem Impulspapier Nordrhein-Westfalens fänden sich in dem Berliner Beschluss wieder, sagte Laschet, der auch CDU-Bundesvize ist und den CDU-Bundesvorsitz anstrebt.

Coronavirus in NRW: Volumen des Konjunkturpakets entspricht dem NRW-Vorschlag 

So entspreche das Volumen des Konjunkturpakets in Höhe von 130 Milliarden Euro dem NRW-Vorschlag, mindestens 120 Milliarden Euro an Hilfen bereitzustellen. 

Für Familien sei es wichtig, dass der geplante Kinderbonus von 300 Euro, Hilfen für Alleinerziehende und die befristete Mehrwertsteuersenkung besonders auch den Empfängern von kleinen und mittleren Einkommen zugute kämen. Das sei "ein wichtiges Signal, das viele nicht erwartet haben". 

Laschet hatte ursprünglich einen einmaligen Kinderbonus in Höhe von sogar 600 Euro gefordert, mit dem der Konsum wieder angekurbelt werden sollte.

Coronavirus in NRW: Aktionsbündnis "Für die Würde unserer Städte" zum Konjunkturpaket

Update, 4. Juni, 12.54 Uhr: Angesichts einer fehlenden Altschulden-Regelung im Corona-Konjunkturpaket der großen Koalition sehen Kommunen nun die Länder in der Pflicht. "Das Land NRW muss jetzt ein Konzept vorlegen, um das Altschuldenproblem kurzfristig zu lösen", forderte der Sprecher des Aktionsbündnisses "Für die Würde unserer Städte", Johannes Slawig, am Donnerstag in Düsseldorf. 

Er sei "tief enttäuscht", dass das Konjunkturpaket keine Lösung für das Altschulden-Problem beinhalte, sagte der Wuppertaler Stadtdirektor. "Hätte sich der Vorschlag des Bundesfinanzministers im Koalitionsausschuss durchgesetzt, hätte der Bund allein für Nordrhein-Westfalen 30 Jahre lang jedes Jahr 500 Millionen Euro beigesteuert." 

Finanzminister Olaf Scholz (SPD) war mit seinem Plan, die hohen Altschulden mancher Kommunen durch den Bund zu übernehmen, am Widerstand der Union gescheitert. 

Coronavirus in NRW: Hilfen für Kommunen bei Sozialkosten und Gewerbesteuer

Zufrieden äußerte sich Slawig dagegen über die zugesagten Hilfen für die Kommunen bei den Sozialkosten und der Gewerbesteuer. Bund und Länder sollen dem Beschluss nach je zur Hälfte die pandemiebedingten Ausfälle bei der Gewerbesteuer übernehmen. 

Außerdem beteiligt sich der Bund künftig dauerhaft mit einem deutlich höheren Anteil an den Kosten der Unterkunft für Hartz-IV- und Sozialhilfeempfänger. "Damit wird eine nachhaltige strukturelle Entlastung unserer Haushalte erreicht", sagte Slawig. Dem Aktionsbündnis "Für die Würde unserer Städte" gehören bundesweit mehr als 70 Kommunen an, etwa die Hälfte davon aus NRW.

Coronavirus in NRW: Keine Aufstockung des Kinderbonus

Update, 4. Juni, 12.07 Uhr: NRW hatte früh vorgestoßen, dass Familienbonus pro Kind von 600 Euro erhalten soll. Konjunkturpaket der Regierung ist nur von 300 Euro die Rede. Das Land Nordrhein-Westfalen wird wohl entgegen des ursprünglichen Vorhabens nicht auf 600 Euro aufstocken: Durch den von der Bundesregierung beschlossenen Familienbonus von 300 Euro und die temporäre Senkung der Mehrwertsteuer sei die Forderung, Familien besonders zu unterstützen, hinreichend abgedeckt, sagte NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP). Auch Ministerpräsident Armin Laschet will sich heute noch zu dem Konjunkturprogramm, äußern.

Andreas Pinkwart (FDP), Wirtschaftsminister in NRW, hat das Konjunkturpaket der Regierung begrüßt.

Update, 4. Juni, 11.50 Uhr: Angesichts des Coronavirus hat die Regierung ein umfassendes Konjunkturpaket auf den Weg gebracht. Der Wirtschaftsminister in NRW, Andreas Pinkwart (FDP), begrüßt das Paket  der großen Koalition. Es greife viele Vorschläge aus Nordrhein-Westfalen auf und sei eine gute Basis, um aus der coronabedingten Wirtschaftskrise zu führen, sagte er. NRW werde das Paket mit "Eigenmitteln" und zusätzlichen Landesprogrammen ergänzen, kündigte Pinkwart an.

Coronavirus in NRW: Konjunkturprogramm und die Regierung in NRW

Teil des Programms ist auch die Senkung des Strompreises. An diesem Punkt herrscht aus der Sicht des Landes Nordrhein-Westfalen noch Verbesserungsmöglichkeiten: Die geplante Senkung der EEG-Umlage zur Förderung von Ökostrom-Anlagen ab 2021 - der Strompreis bleibe für Wirtschaft und Verbraucher damit dennoch zu hoch. Auch bei Klimaschutztechnologien habe er sich in einigen Punkten "mehr gewünscht", sagte Pinkwart.

Update, 4. Juni, 10.14 Uhr: Die Nachfrage in der Industrie in NRW ist deutlich zurückgegangen.  Wegen des Coronavirus verzeichnet das verarbeitende Gewerbe im April 2020 27 Prozent weniger Aufträge als im Vorjahr, berichtet das Statistische Bundesamt. Im Inland gingen die Bestellungen im verarbeitenden Gewerbe um 24 Prozent zurück, aus dem Ausland sogar um 29 Prozent.

Update, 4. Juni, 7 Uhr: Guten Morgen und willkommen großen News-Ticker über die Entwicklungen des Coronavirus in NRW: Die Regierung hat ein umfangreiches Konjunkturprogramm auf den Weg gebracht. Der Kostenpunkt: 130 Milliarden Euro. So sollen unter anderem Familien einen Kinderbonus erhalten und pro Kind eine einmalige Zahlung von 300 Euro erhalten. Außerdem sollen Kitas weiter ausgebaut werden. AFP berichtet, dass außerdem jeder Jugendliche einen Ausbildungsplatz bekommen soll. Vizekanzler Olaf Scholz fasst die Maßnahmen Milliardenhöhe zusammen: "Wir wollen mit Wumms aus der Krise kommen."

Zu den Maßnahmen zählen unter anderem auch die Senkung der Mehrwertsteuer und der Strompreise. Eine Kaufprämie für Neuwagen wird es indes nicht geben. Diese soll durch die Senkung der Mehrwertsteuer abgefangen werden. Die Bundesregierung hat das Konjunkturprogramm beschlossen, um die Folgen des Coronavirus und der damit zusammenhängenden Krise in NRW und Deutschland abzuschwächen.

Coronavirus in NRW: Milliardenschweres Konjunkturprogramm

Update, 3. Juni, 22.35 Uhr: Die Spitzen der schwarz-roten Koalition haben sich im Kampf gegen die Folgen der Corona-Krise auf ein milliardenschweres Konjunkturpaket geeinigt. Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur (dpa) am Mittwochabend aus Teilnehmerkreisen. Davon profitieren werden alle, auch die Bürger in NRW.

Das Konjunkturpaket umfasst nach den Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel in den Jahren 2020 und 2021 rund 130 Milliarden Euro.

Coronavirus in NRW: Familien sollen Kinderbonus bekommen

Nach dpa-Informationen sollen schwer getroffene Kommunen und Branchen Unterstützung bekommen, ebenso soll die Mehrwertsteuer gesenkt werden. Außerdem sollen Familien wegen der Corona-Krise Geld vom Staat bekommen. Es soll einen Kinderbonus von einmalig 300 Euro pro Kind geben, der mit dem Kindergeld ausgezahlt werden soll.

Coronavirus in NRW: Weiterhin viele Infizierte genesen

Update, 3. Juni, 17.15 Uhr: Das Landesgesundheitsministerium NRW hat heute 85 Corona-Neuinfektionen gemeldet, womit die Zahl aller Infektionen seit Beginn der Pandemie auf 38.166 angestiegen ist. Derzeit sind 2.264 infiziert. Innerhalb eines Tages starben acht Menschen infolge einer Infektion mit dem Coronavirus in NRW. Bisher sind 1606 Menschen in NRW mit einer Covid-19-Infektion gestorben.

Dem Landesgesundheitsministerium zufolge sind 404 Personen genesen (34.296), weil die kommunalen Gesundheitsämter über Pfingsten keine aktuellen Infektionszahlen dazu vermeldeten. 326 werden derzeit stationär behandelt.

Coronavirus in NRW: Arbeitslosigkeit wegen Pandemie zu

Update, 3. Juni, 15.36 Uhr: Die Arbeitslosigkeit in NRW steigt weiter. Auch wenn den Corona-Maßnahmen immer mehr Lockerungen folgen... Kamen sie möglicherweise zu spät?

Update, 3. Juni, 15.12 Uhr: Die Härteprüfung ist bestanden. Einer der größten Freizeitparks in NRW hat vergangenes Wochenende wieder geöffnet, nachdem er wegen des Coronavirus geschlossen bleiben musste. So blickt er auf den Neustart.

Coronavirus in NRW: "Corona-Rebellen" breiten sich aus

Update, 3. Juni, 14.30 Uhr: Die selbst ernannten "Corona-Rebellen" breiten sich nach Erkenntnissen des Bundesinnenministeriums zunehmend aus. Allein in NRW gibt es demnach inzwischen 29 entsprechende Untergruppen im Messengerdienst Telegram, über den die Anhänger sich vernetzen. 

Begründer der Gruppierung soll ein Reichsbürger sein. Die "Corona-Rebellen" rufen bundesweit zu Demonstrationen gegen die Corona-Einschränkungen auf.

"Wie hoch der Anteil von 'Reichsbürgern' und 'Selbstverwaltern' an diesem Protestmilieu ist, ist nicht bekannt", heißt es in der Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linkspartei. Diese Gruppen nutzten jedoch die Proteste gegen Corona-Maßnahmen, um Verschwörungstheorien zu verbreiten.

Coronavirus in NRW: Rechtsextremisten rufen zu Demonstrationen gegen Beschränkungen auf

Auch Rechtsextremisten rufen nach Angaben des Ministeriums dazu auf, sich an Demonstrationen gegen die Corona-Beschränkungen zu beteiligen und "auch bei Kundgebungen außerhalb des rechtsextremistischen Spektrums Präsenz in der Öffentlichkeit zu zeigen". Dabei seien teilweise "antisemitische Agitationsmuster zu beobachten".

"Es ist nachvollziehbar, dass Menschen wegen der Corona-Maßnahmen um ihre Grundrechte besorgt sind und auf die Straße gehen. Wir müssen uns aber zusammen dagegen wehren, dass diese Proteste von Rechtsextremen vereinnahmt werden", sagte der Linken-Abgeordnete Andrej Hunko.

Coronavirus in NRW: Deutscher-Kanu-Verband sagt Meisterschaften in Köln ab

Update, 3. Juni, 13.57 Uhr: Der Deutsche Kanu-Verband hat die deutschen Meisterschaften im Kanu-Rennsport und Para-Kanu Mitte August in Köln abgesagt. In Zusammenhang mit Auflagen und Regelungen zur Coronavirus-Pandemie seien die nationalen Titelkämpfe nicht durchführbar, teilte der DKV am Mittwoch mit.

"Diese Entscheidung fällt uns natürlich sehr schwer und ich bin sehr traurig, dass wir die Deutschen Meisterschaften absagen müssen", erklärte DKV-Präsident Thomas Konietzko.

Update, 3. Juni, 13.25 Uhr: Der Deutsche Lehrerverband (DL) und das Deutsche Jugendherbergswerk (DJH) fordern in der Corona-Krise einen Rettungsschirm für die bundesweit 450 Jugendherbergen. "Eine Stornierung fast aller bestehenden Buchungen, der maximale Rückgang von Neubuchungen und damit der Verlust der Möglichkeit der Erwirtschaftung von Umsatz einerseits sowie laufenden Kosten und Verpflichtungen andererseits haben alle 14 regionalen Landesverbände des DJH in massive wirtschaftliche Notlagen gebracht", heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung von DJH und DL.

Die bislang aufgelegten Schutzschirme, Sonderkredite, Liquiditätshilfen oder direkten finanziellen Unterstützungsleistungen des Bundes und der Mehrzahl der Länder griffen für die Jugendherbergen nicht, heißt es in der Mitteilung weiter, "weil sie in ihrem Status als gemeinnützige Bildungs- und Beherbergungsbetriebe in vielen entsprechenden Programmen nicht berücksichtigt werden".

Ein Blick auf die Jugendherberge in Nottuln. Das Deutsche Jugendherbergswerk fordert zusammen mit dem Lehrerverband Hilfen für die Jugendherbergen, die massiv unter der Corona-Zeit leiden.

Der Lehrerverband, der als Dachverband mehr als 165.000 Lehrkräfte vertritt, verweist auf die Bedeutung der Arbeit der Jugendherbergen. Die Häuser böten nicht nur Kost und Quartier, sondern auch hochwertige Bildungsprogramme

Update, 3. Juni, 13.02 Uhr: Elternverbände fordern qualifizierte Betreuungsangebote für Schulkinder in den Sommerferien. Wegen der wochenlangen Schulschließungen in der Corona-Krise hätten Eltern häufig ihren Jahresurlaub aufgebraucht, gleichzeitig ende für zahlreiche Arbeitnehmer nun die Kurzarbeit, hieß es am Mittwoch.

Coronavirus in NRW: UV-Licht-Anlage für die Keimfreiheit

Update, 3. Juni, 12.11 Uhr: Die Bahn verstärkt ihre Hygiene-Anstrengungen, um in Zeiten des Coronavirus Kunden zurückzugewinnen. "Wir arbeiten kräftig daran, das Vertrauen der Menschen auch in einer Pandemie aufrechtzuerhalten", sagte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst am heutgien Mittwoch im Düsseldorfer Hauptbahnhof. Gemeinsam mit Vertretern der Bahn stellte der CDU-Politiker dort "maßgeschneiderte Reinigungskonzepte" vor.

So sei der Düsseldorfer Hauptbahnhof der erste Bahnhof in NRW, der eine UV-Licht-Anlage in einigen Rolltreppen eingebaut habe. Mit dieser neuen Technik werden nach Bahn-Angaben Viren und Bakterien mithilfe des UV-Lichts abgetötet, so dass die Handläufe keimfrei seien. Noch seien aber nicht alle Rolltreppen mit der Technik ausgestattet. 

Coronavirus in NRW: Düsseldorfer Bahnhofsmanager versichert regelmäßige Desinfektion

Der Düsseldorfer Bahnhofsmanager Peter Grein versicherte, dass "25 Mitarbeiter des Reinigungsteams 24 Stunden, sieben Tage die Woche" im Einsatz seien. Oft genutzte Kontaktflächen wie beispielsweise die Ticketautomaten oder die Displays würden regelmäßig desinfiziert. Dennoch sei es "eine Aufgabe für alle", so Grein. Es brauche auch "Eigenverantwortung und ein soziales Miteinander", um sicher Bahn fahren zu können.

Coronavirus in NRW: Urlauber können sich freuen - Reisewarnung soll aufgehoben werden

Update, 3. Juni, 11.40 Uhr: Die Große Koalition berät heute weiter über das milliardenschwere Konjunkturpaket zur Abmilderung der Corona-Folgen. Schwierig sind die Verhandlungen vor allem im Hinblick auf eine mögliche Autoprämie, einen Familienbonus undHilfen für NRW-Kommunen

Update, 3. Juni, 11.11 Uhr: Urlauber in NRW und Deutschland können sich freuen: Italien öffnet die Grenzen. Wegen des Coronavirus hat sich das Land drei Monate abgeschottet. Auch die zweiwöchige Quarantäne für Europaeinreisende entfällt. Außerdem plant die Bundesregierung die Reisewarnung für rund 30 europäische Staaten aufzuheben - ausgerechnet das Reiseziel Nummer 1 der Deutschen ist allerdings nicht dabei.

Update, 3. Juni, 6.58 Uhr:Mit den Lockerungen der Maßnahmen gegen das Coronavirusfahren wieder mehr Menschen in NRWmit Busund Bahn. Deswegen verstärken die Betreiber ihre Hygienemaßnahmen.

Trotzdem haben viele Fahrgäste weiterhin "ein mulmiges Gefühl", wie der Sprecher des Fahrgastverbandes Pro Bahn NRW mitteilte. Inzwischen seien auf vielen Linien die Zahl der Fahrgäste wieder stark gestiegen. Eine Einhaltung der Abstandsregeln in den Spitzenzeiten sei da kaum mehr möglich. 

Coronavirus in NRW: Wieder mehr Menschen fahren mit Bus und Bahn - die Deutsche Bahn will aufrüsten.

Coronavirus in NRW: Mehr Menschen in Bus und Bahn unterwegs

Daher solle geprüft werden, ob größere Fahrzeuge eingesetzt werden können. Zudem fordert der Verband eine regelmäßige Reinigung der Fahrzeuge. Die Deutsche Bahn und NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) wollen an heute in Düsseldorf Hygienemaßnahmen in den Zügen vorstellen.

Update, 2. Juni, 22.06 Uhr: Nach mehreren Corona-Fällen in einem Duisburger DPD-Paketzentrum hat die Feuerwehr rund 400 Beschäftigte des Unternehmens auf das Virus getestet. Zuvor waren bei sieben Mitarbeitern am Standort Corona-Infektionen bestätigt worden, wie Unternehmenssprecher Peter Rey am Dienstag sagte. 

Bei den sieben Infizierten handelt es sich Rey zufolge nicht um Paketzusteller, sondern um Mitarbeiter im Paketumschlag, die im Sortierzentrum arbeiten. Bei ihnen seien im Laufe der vergangenen drei Wochen Infektionen nachgewiesen worden. 

Neben den Infizierten sind demnach etwa 15 weitere Beschäftigte vorsorglich in Quarantäne. Insgesamt hat DPD am Standort Duisburg-Hüttenheim den Angaben nach etwa 1000 Beschäftigte. Es handle sich um eine Vorsichtsmaßnahme, sagte Rey. Ergebnisse lagen am Dienstagabend noch nicht vor. In der Vergangenheit hatten sich bereits in einem DPD-Depot im Kreis Heinsberg Dutzende Mitarbeiter infiziert.

Coronavirus in NRW: An Pfingsten weniger Ordnungswidrigkeiten als an Ostern

Update, 2. Juni, 18.29 Uhr:Die Lockerungen der Anti-Coronavirus-Maßnahmen zu Pfingsten haben wohl Wirkung gezeigt: Von Freitag bis Pfingstmontag registrierte die Polizei in NRW nur insgesamt 64 Ordnungswidrigkeiten und schrieb eine Strafanzeige. Insgesamt wurden 572 Personen festgestellt, die Auflagen nicht eingehalten hatten, sagte eine Sprecherin des Innenministeriums am Dienstag in Düsseldorf. 

An Ostern waren die Zahlen noch um ein Vielfaches höher: Von Karfreitag bis Ostermontag hatte die Polizei Fehlverhalten bei 5095 Menschen festgestellt, 1734 Ordnungswidrigkeiten notiert und 68 Strafanzeigen geschrieben. Allerdings waren die Auflagen an Ostern noch deutlich strenger. Inzwischen dürfen sich bis zu zehn Personen im öffentlichen Raum treffen.

Update, 2. Juni, 16.46 Uhr: Die Große Koalition tagt heute und morgen über ein milliarden-schweres Konjunktur-Paket für die Coronavirus-Krise in Deutschland. Dabei wird über Hilfen für Eltern, Kommunen und die Wirtschaft diskutiert. Teil der Diskussion ist auch der Familienbonus, für den Olaf Scholz 300 Euro vorschlug. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte sogar 600 Euro angestrebt.

Update, 2. Juni, 15.08 Uhr: Das Landesgesundheitsministerium NRW hat heute 54 Corona-Neuinfektionen gemeldet, womit die Zahl aller Infektionen seit Beginn der Pandemie auf 38.081 angestiegen ist. 14 und damit die meisten gab es in Essen. 

Innerhalb eines Tages starb ein Mensch infolge einer Infektion mit dem Coronavirus in NRW, im Zuge der Pandemie sind bisher 1598 Menschen in NRW gestorben. Dem Landesgesundheitsministerium zufolge veränderte sich die Zahl der Genesenen bis Dienstag nicht (33.892), weil die kommunalen Gesundheitsämter über Pfingsten keine aktuellen Infektionszahlen dazu vermeldeten. Rund 2590 Menschen sind den Zahlen zufolge aktuell infiziert.

Coronavirus in NRW: Eltern klagen für Präsenzunterricht

Update, 2. Juni, 12.46 Uhr: Am Oberverwaltungsgericht in Münster haben mehrere Eltern für einen durchgängigen Präsenzunterricht in den Schulen Klage eingereicht. Aufgrund des Coronavirus' mussten viele Schüler bislang zuhause bleiben. Die Kläger richten sich damit gegen die Coronabetreuungsverordnung, so meldet es dpa. Eine Familie mit vier Kindern aus Euskirchen verweist auf das in der Verfassung festgeschriebene Recht auf Bildung. Der Unterricht über Datenplattformen oder per Email führe bestenfalls zur Erhaltung der vorhandenen Kenntnisse, wie die Rechtsanwälte schriftlich zur Begründung mitteilten. 

Die Coronabetreuungsverordnung vom 20. Mai sei unverhältnismäßig. Eine Familie aus Köln mit zwei Kindern hat ebenfalls Klage eingereicht. Nach Angaben des OVG wird eine Entscheidung frühestens in der kommende Woche fallen. In dieser Woche will das OVG nach Angaben einer Sprecherin Entscheidungen zu einem Quarantäne-Fall und zu einer Forderung nach unbeschränktem Kontaktsport verkünden.
Der Unterricht über Datenplattformen oder per Email führe bestenfalls zur Erhaltung der vorhandenen Kenntnisse, wie die Rechtsanwälte schriftlich zur Begründung mitteilten. 

Update 2. Juni, 10.54 Uhr: Um 9.30 Uhr hob heute am Flughafen Münster/Osnabrück der Lufthansa-Flug LH 2135 nach München ab. Rund zehn Wochen nach der Corona-bedingten Einstellung des regulären Flugbetriebs nahm Lufthansa jetzt die Verbindung in die bayrische Landeshauptstadt wieder auf. Der Flughafen Münster/Osnabrückist der erste Flughafen in Westfalen, an dem Lufthansa wieder Flüge nach München anbietet. Die ersten touristischen Flüge sind für den Beginn der Sommerferien in NRW Ende Juni angekündigt.

Coronavirus in NRW: Konjunkturgipfel mit Angela Merkel

Update 2. Juni, 10.0 6 Uhr: Familien in NRW sollen in Corona-Krise finanziell unterstützt werden. Der "Familienbonus" von mehreren 100 Euro pro Kind ist eines der Themen, die heute beim Konjunkturgipfel besprochen werden. Bei dem Treffen der Koalitionsspitzen mit Angela Merkel in Berlin geht es neben dem Familienbonus auch um die Autokauf-Prämie, Steuerentlastungen und die Autokauf-Prämie.

Update 2. Juni, 7.39 Uhr: Blick ins Nachbar-Bundesland: Eine Shisha-Bar in Göttingen in Niedersachsen steht im Zentrum eines Corona-Ausbruchs. Was genau in der Bar passierte, ist noch unklar. Fest stand am Pfingstmontag nach Angaben einer Sprecherin der Stadt Göttingen bisher nur: Die Bar hatte geöffnet, obwohl sie es wegen der Corona-Auflagen eigentlich noch nicht durfte

Und: Mehrere Menschen, die später an Covid-19 erkrankten, waren zuvor in der Bar. Ob sie dort gemeinsam aus einer Wasserpfeife rauchten, wie es in Shisha-Bars üblich ist, ist noch offen. "Die Bar wurde geschlossen, nun wird ein Bußgeldverfahren geprüft", sagte Stadtsprecherin Cordula Dankert.

Coronavirus in NRW: Viele Infizierte in Göttingen leben im selben Hochhaus

Am Pfingstmontag arbeiten die Behörden in Göttingen weiter mit Hochdruck daran, alle Personen ausfindig zu machen, die mit den Erkrankten Kontakt hatten. Bis zum Mittag waren 310 Menschen identifiziert worden, darunter Dutzende Kinder und Jugendliche, die nun alle in strenge Quarantäne müssen. "Sie dürfen ihre Wohnungen nicht verlassen, auch nicht zum Einkaufen", betonte Stadtsprecherin Cordula Dankert. 68 Menschen wurden bisher positiv auf Sars-CoV-2 getestet, einer davon ist schwer erkrankt.

Viele der Betroffenen, die sich ansteckten, leben in einem eher tristen Hochhauskomplex in der Unistadt, dem Iduna-Zentrum in der Nähe des Schützenplatzes. Die Leiterin des Göttinger Krisenstabes, Petra Broistedt, sagte dem "Göttinger Tageblatt": "Wir wissen von 60 Kontaktpersonen, die im Iduna-Zentrum leben.

Coronavirus in NRW: Infektionen in Göttingen auch auf Familienfeiern

Wird nun das ganze Hochhaus mit allen rund 700 Bewohnern unter Quarantäne gestellt, wie es bei einem Fall vor einigen Wochen in NRW passierte? "Es wäre unangemessen, deswegen das komplette Haus zu isolieren", sagte Broistedt der Zeitung. 

Außer in der illegal geöffneten Shisha-Bar soll sich ein Großteil der anderen Betroffenen bei oder nach mehreren größeren privaten Familienfeiern infiziert haben. Die Krisenstabsleiterin sagte, Familienverbände mit überregionalem Bezug aus weiten Teilen Niedersachsens und NRW hätten sich offensichtlich am vergangenen Wochenende getroffen.

Update, 2. Juni, 6.44 Uhr: Guten Morgen und willkommen zurück zu unserem News-Ticker. Wir beginnen den Tag mit einer Meldung aus der Verhütungs-Branche. Nach Einschätzung von Herstellern habe es zu Beginn der Corona-Pandemie Hamsterkäufe bei Kondomen gegeben. 

Das Bielefelder Unternehmen Ritex produziert jährlich 100 Millionen Kondome überwiegend für den deutschen Markt. Es hatte für den März von einem drastischen Umsatzanstieg berichtet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat hätten sich die Umsätze fast verdoppelt, hieß es. Inzwischen habe sich die Lage wieder normalisiert, sagte Geschäftsführer Robert Richter. 

Coronavirus in NRW: Westfleisch-Zentrale mit Kunstblut beschmiert

Update, 13.30 Uhr:  Tierschutzaktivisten haben offenbar in Münster Kunstblut amEingang der Zentrale von Westfleisch angebracht. Die Polizei berichtete, dass am Sonntagmittag auf der Treppe rote Farbe zu sehen war. Man könne auch Abdrücke von Tierklauen erkennen, sagte ein Sprecher der Polizei. Es sei eine Anzeige wegen Sachbeschädigung geschrieben worden, die Farbe lasse sich aber vermutlich entfernen.

Update, 12.45 Uhr:  Abiturprüfungen in NRW sind nach Angaben von Schulministerin Yvonne Gebauer reibungslos verlaufen. "Die Schulen haben alles dafür getan, damit die Schülerinnen und Schüler sich auf das Wesentliche konzentrieren können und ihren Fokus ganz auf ihre Abiturprüfungen legen können." Insgesamt legten 88.000 Schüler der verschiedenen Schulformen die Prüfungen des Zentralabiturs ab.

Update, 12.30 Uhr: Das Gesundheitsministerium NRW verzeichnet am Pfingstmontag 38.027 nachgewiesene Infektionen mit dem Sars-CoV-2-Virus. Im Zusammenhang mit Covid-19 sind demnach seit Beginn der Aufzeichnungen 1.597 Menschen in NRW gestorben. 33.892 Menschen gelten als genesen. Somit liegt die Zahl der akut Infizierten in Nordrhein-Westfalen bei 2.538. Das ist ein Anstieg gegenüber dem Vortag um 45.

Update, 11.15 Uhr: Mit Klarlack gegen Corona: Die Ruhrbahn in Essen will in den kommenden Monaten in Bussen und Bahnen eine Spezialbeschichtung testen, die das Corona-Infektionsrisiko senken soll. Das Mittel wird auf Oberflächen wie Lenkräder, Handgriffe oder Haltestaden aufgetragen. Ein chemischer Prozess soll dafür sorgen, dass nahezu alleBakterien, Viren und Pilze beseitigt werden. Eine Studie der Uni Regensburg habe die Wirksamkeit belegt, teilte die Ruhrbahn mit. 

Update, 11 Uhr: Weil Restaurants wochenlang geschlossen hatten, wurden viel weniger Pommes Frites gegessen. Derfehlende Absatz macht sich jetzt bei den Erzeugerbetrieben bemerkbar. Sie sitzen auf Lagerbeständen, die kaum abfließen dürften, heißt es in einem Bericht des NRW-Umweltministeriums. Für die industrielle Pommes-Produktion werden mehligkochende, möglichst große, längliche Kartoffeln benötigt. Die Herstellung erfolgt hauptsächlich in Betrieben in den Niederlanden. Angebaut werden die Kartoffeln aber auch in Deutschland, vor allem in NRW und Niedersachen. 

Update, 10.45 Uhr: Immer mehr Menschen entdecken die Lust am Gärtnern: Während der Corona-Krise verzeichnen die Kleingartenvereine in NRW einen sprunghaften Anstieg der Nachfrage. "Es gibt mindestens eine Verdopplung, berichtet der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde als Dachverband von rund 900.000 Kleingarten-Pächtern. Das Umweltministerium zählt in NRW 118.000 Kleingärten in 1.600 Kleingartenanlagen. Schwerpunkte sind das Ruhrgebiet und die Rheinschiene. 

Update, 10.15 Uhr: Der NRW-Städtetag fordert Klarheit über finanzielle Hilfen des Landes für coronabedingte Steuerausfälle und die geplante Altschuldenhilfe. "Die Städte haben schon vor Corona auf eine klare Aussage des Landes zu den Altschulden gewartet", sagte der Vorsitzende des Städtetags NRW, Hamms Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann. Infolge der Corona-Krise wird eine schwere Rezession erwatet. Die Bundesregierung hat angekündigt, Anfang Juni ein Konjunkturprogramm beschließen zu wollen, das einen milliardenschweren Schutzschirm für Kommunen enthalten soll. Ministerpräsident Armin Laschet forderte am Sonntag, den Kommunen besonders unter die Arme zu greifen. Laut Hunsteger-Petermann lasten 24 Milliarden Euro Kassenkredite auf den Haushalten der NRW-Kommunen. Der Städtetag rechnet mit einem Einbruch der Gewerbesteuereinnahmen um 30 Prozent. 

Update, Pfingstmontag, 1. Juni, 10 Uhr: Mehrere deutsche Polizeiausbilder und ein Bundeswehrsoldat sind in Afghanistan an Covid-19 erkrankt. Die Luftwaffe hat sie am Sonntag zurück geholt. Der speziell ausgestattete Airbus mit drei erkrankten Ausbildern und einem infizierten Bundeswehrsoldaten, der im Camp Marmal in Masar-i-Scharif stationiert war, an Bord,landete am späten Sonntagabend in Köln. In einer gecharterten Machine landeten außerdem sechs weitere Polizisten, die bei der Ausbildungsmission mit den infizierten Kollegen zusammengearbeitet hatten und daher als Erstkontakte gelten. Zwei der erkrankten Polizisten stammen aus Nordrhein-Westfalen, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums.  

Update, 31. Mai, 19.41 Uhr: Seit Samstag erlauben die Corona-Lockerungen bekanntlich wieder etwas mehr Freiheiten. Wenn die Kontakte zurückverfolgt werden können, dürfen sich Gruppen von bis zu zehn Personen im öffentlichen Raum bewegen. Die Regeln bereiteten in den größeren Städten aber kaum Probleme, wie eine Umfrage bei Polizeidienststellen und Ordnungsämtern ergab.

"Wir haben einen entspannten Dienst", sagte zum Beispiel ein Polizeisprecher am Sonntag in Düsseldorf. Auch in Köln, Bochum und Münster blieb die Lage am Wochenende weitestgehend entspannt. In

Aachen sei die Polizei häufig nach den neuen Regelungen gefragt worden, berichtet ein Sprecher. Größere Zwischenfälle habe es aber auch hier nicht gegeben.

Am ersten Wochenende mit weiteren Lockerungen in NRW meldeten Polizei und Ordnungsämter kaum nennenswerte Zwischenfälle. Die Menschen nutzten das schöne Wetter beispielsweise zum Besuch im Schwimmbad.

Lediglich in Essen sei die Polizei in der Nacht zu Sonntag auf eine Feier aufmerksam geworden, bei der 52 Menschen anwesend waren. Der Betreiber wurde angezeigt, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag, nähere Details zu dem Vorfall waren zunächst nicht bekannt.

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) zeigte sich optimistisch: "Wenn jeder weiter - auch jetzt an Pfingsten - verantwortungsbewusst handelt, werden wir gut durch die größte Krise unserer Landesgeschichte kommen", teilte er mit.

Coronavirus in NRW: Moderater Anstieg der Fallzahlen

Update, 31. Mai, 14.19 Uhr: Das Landeszentrum Gesundheit NRW hat die aktuellen Fallzahlen für Pfingstsonntag veröffentlicht. Demnach stieg die Gesamtzahl der Coronavirus-Infektionen um 90 von 37.891 auf 37.981. Zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung wurden gemeldet - insgesamt sind es jetzt 1596 (vorher 1594).

Unverändert geblieben ist mutmaßlich bedingt durch den Feiertag und entsprechend ausgebliebene Meldungen die Zahl der als genesen gemeldeten Patienten (33.892). Das führt dann dazu, dass die Zahl der akut Infizierten auf 2493 steigt (von 2405).

Pro 100.000 Einwohner in NRW gab es statistisch gesehen 211,8 Fälle.

Weiter abgenommen hat die Zahl der Personen, die sich aktuell in einer stationären Krankenhausbehandlung befinden. Sie liegt jetzt bei 346, das sind neun weniger als am Samstag. Allerdings befinden sich vier Personen mehr als am Samstag in intensiv-medizinischer Behandlung (128 geenüber 124). 76 Patienten müssen beatmet werden, dieser Wert blieb unverändert.

Coronavirus in NRW: Beschichtung auf Flächen im Test

Update, 31. Mai, 9.27 Uhr: Neue Anti-Coronavirus-Maßnahme im Nahverkehr: Die Ruhrbahn testet in den kommenden Monaten in acht Bussen und Bahnen eine Spezialbeschichtung von Oberflächen, die das Corona-Infektionsrisiko senken soll. Das klarlack-ähnliche Mittel wird dazu auf Flächen wie Lenkrädern, Handgriffen und Haltestangen aufgetragen. 

Ein chemischer Prozess soll dafür sorgen, dass nahezu alle Bakterien, Viren und Pilze beseitigt werden. Eine Studie der Universitätsklinik Regensburg habe die Wirksamkeit belegt, berichtet die Ruhrbahn. Das Mittel soll bis zu einem Jahr wirksam, für Mensch oder Natur aber unschädlich sein.

"Wir wollen zunächst einmal testen, wie das Verfahren funktioniert und wie die behandelten Oberflächen reagieren", erklärte Projektleiter Michael Bartels. Nach der zwei bis drei Monate dauernden Testphase sollen nach und nach alle Fahrzeuge der Ruhrbahn mit der Substanz behandelt werden. Der Fuhrpark der Ruhrbahn umfasst nach Angaben einer Sprecherin 274 Busse und 163 Straßenbahnfahrzeuge.

Update, 30. Mai, 18.32 Uhr: Die Luftwaffe holt erstmals an Covid-19 erkrankte deutsche Polizisten aus dem Ausland zurück - sie kommen aus NRW. Ein Airbus A400 startete am Samstag Richtung Afghanistan. Das Transportflugzeug mit medizinischem Personal an Bord soll nach einer Zwischenlandung im nordafghanischen Masar-i-Scharif am Sonntag in der afghanischen Hauptstadt Kabul ankommen. Die Rückkehr sei für den Sonntagabend geplant. 

Coronavirus in NRW: Fallzahlen entwickeln sich positiv

Update, 30. Mai, 16.59 Uhr: Auch heute schauen wir wieder auf die aktuellen Fallzahlen für NRW. Die entwickeln sich weiterhin gut: Die Zahl der Infektionen stieg von 37.784 auf 37.891 - also lediglich um 107 Fälle. Parallel gelten jetzt 33.892 Personen als genesen - am Freitag waren es 33.669, also 223 weniger.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung stieg um sieben von 1587 auf 1594. Die Zahl der akut Infizierten beläuft sich damit am Samstag auf nur noch 2.405.

Coronavirus in NRW: Zwei weitere Fälle beim 1. FC Köln

Update, 30. Mai, 15.32 Uhr: Beim Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln hat es laut Geschäftsführer Alexander Wehrle "zu 99,9 Prozent" zwei weitere Coronavirus-Fälle gegeben. Dies habe sich durch Antikörper-Tests ergeben. Der Kölner Zeitung Express erläuterte er: "Der Zeitpunkt lässt sich dabei nicht bestimmen. Ich kann nur sagen, dass auch diese beiden betroffenen Spieler symptomfrei geblieben sind."

Köln hatte noch vor der Entscheidung über den Neustart der Liga drei positive Corona-Tests vermeldet, was zu hitzigen Diskussionen über das Hygiene-Konzept der Deutschen Fußball Liga geführt hatte. Betroffen waren zwei Spieler und ein Betreuer. Wie der Bundesligist auf seiner Homepage mitgeteilt hatte, war das Trio in eine 14-tägige häusliche Quarantäne geschickt worden. 

"Wir hatten ja schon zwei positiv getestete Spieler, die fünf Tage später negativ getestet wurden. Darüber hinaus haben Antikörper-Tests ergeben, dass insgesamt vier Spieler bereits über Antikörper verfügen - also zwei weitere neben den positiv getesteten", zitierte der Express.

Coronavirus in NRW: Postbank will an dichtem Filialnetz festhalten

Update 30. Mai, 9.27 Uhr: Einen Kahlschlag im vergleichsweise dichten Filialnetz der Postbank wird es trotz positiver Erfahrungen mit digitalen Kanälen in der Corona-Krise nicht geben. "Wir haben unser Filialnetz in den vergangenen Jahren immer wieder arrondiert. Wenn sich das Kundenverhalten deutlich verändert, würden wir weitere Anpassungen vornehmen. Natürlich schauen wir auch auf die Profitabilität der einzelnen Standorte", sagte der Vertriebsvorstand des zum Deutsche-Bank-Konzern gehörenden Bonner Instituts, Lars Stoy. "Entscheidungen zu Filialschließungen gibt es momentan aber nicht."

Alle etwa 800 Filialen des Instituts, in denen vielfach auch Postdienstleistungen angeboten werden, seien während der Virus-Pandemie geöffnet gewesen. Allerdings habe es deutlich weniger Kundenverkehr gegeben. "Normalerweise haben wir bis zu 700.000 Kunden pro Tag in unseren Filialen. Derzeit liegt das etwa 20 bis 30 Prozent darunter", schilderte Stoy. "Viele Kunden sind ausgewichen auf digitale und telefonische Kanäle."

Nach einigem Hin und Her hatte sich die Deutsche Bank im Frühjahr 2017 entschieden, die Postbank doch nicht zu verkaufen, sondern in ihr Privat- und Firmenkundengeschäft einzugliedern. Die rechtliche Integration ist seit Mitte Mai abgeschlossen: Die im Mai 2018 gegründete DB Privat- und Firmenkundenbank AG wurde auf die Deutsche Bank AG verschmolzen.

Die Zusammenführung zieht einen weiteren Stellenabbau von schätzungsweise etwa 200 Vollzeitkräften nach sich, weil durch die Verschmelzung Doppelfunktionen etwa im Risikocontrolling und in der Rechnungslegung abgebaut werden können.

Coronavirus in NRW: Mehr Freiheit vor Pfingsten

Update 30. Mai, 8 Uhr: Rechtzeitig zum Pfingstwochenende ist von diesem Samstag an Vieles in Freizeit, Kultur und im Sport wieder erlaubt - aber unter Hygiene-Auflagen. Neu ist, dass sich nun Gruppen von bis zu zehn Personen im öffentlichen Raum treffen dürfen. Bedingung: Die Kontakte müssen rückverfolgt werden können. Bislang durften sich nur Angehörige von maximal zwei Haushalten und Familien treffen.

Theater, Opern, Konzerthäuser und Kinos dürfen ihre Säle wieder öffnen - regulär aber nur für maximal ein Viertel ihrer normalen Zuschauerkapazität bei einer Höchstgrenze von 100 Gästen. Der Mindestabstand von 1,5 Metern gilt weiter. Für größere Gruppen müssen besondere Hygiene- und Infektionsschutzkonzepte vorgelegt werden.

Beim Sport ist noch nicht alles erlaubt, aber möglich sind jetzt wieder Kontaktsport mit bis zu zehn Personen sowie Wettkämpfe im Breiten- und Freizeitsport - in beiden Fällen im Freien. Im Übrigen bleibt der Sport-, Trainings- und Wettkampfbetrieb mit unvermeidbarem Körperkontakt aber weiterhin untersagt. Bahnen-Schwimmbecken hingegen dürfen wieder öffnen - auch in Hallenbädern.

Busreisen sind unter Einhaltung von Infektionsschutzregeln ebenfalls wieder möglich. Fahrgäste müssen aber vor jedem Betreten des Busses die Hände waschen oder desinfizieren. Bordtoiletten bleiben außer Betrieb. Kinder und Jugendliche dürfen wieder zu Ferienfreizeiten oder in die Stadtranderholung - ebenfalls unter Hygieneauflagen.

Coronavirus in NRW: Niederländische Grenzorte in Sorge

Update, 23 Uhr: Wir beenden unsere Berichterstattung für heute mit einem kompakten Überblick: +++ Mehr Außenplätze gegen die Krise: Viele Städte in NRW verzeichnen Anträge von Gastronomen, die die Zahl ihrer Sitzplätze auf der Terrasse erhöhen wollen. +++ Wie geht es mit dem Schulunterricht nach den Sommerferien weiter? Lehrer, Schüler und Eltern haben Ideen dazu - und auch das NRW-Schulministerium hat sich Gedanken gemacht. +++ Fehler beim Infektionsschutz? Nach dem Tod von 70 Patienten in einem Pflegeheim in Wuppertal liegen Anzeigen gegen das Haus vor. +++ Die Infektionszahlen gehen weiter deutlich zurück. +++ Der Landtag hat ein Kommunalwahlerleichterungsgesetz beschlossen. +++ Niederländische Bürgermeister richten Bitte an deutsche Ńachbarn: "Kommen Sie nicht". +++

Update, 20.05 Uhr: "Kommen Sie nicht": Diese Bitte haben die Bürgermeister niederländischer Grenzorte an die Nachbarn in Nordrhein-Westfalen gerichtet. Die Sorge sei groß, dass sich das Coronavirus durch große Menschenansammlungen schnell verbreiten werde, schrieb Venlos Bürgermeister Antoin Scholten in einem offenen Brief aller 15 Bürgermeister der südlichen Region der Niederlande. Die Behörden fürchten, dass es in den Einkaufsstraßen etwa in Venlo zu voll wird oder dass lange Warteschlangen vor dem Designer Outlet in Roermond entstehen.  

Landtag verabschiedet Kommunalwahlerleichterungsgesetz

Update, 19.55 Uhr: Die Parteien im Landtag haben am Freitag einstimmig das so genannte Kommunalwahlerleichterungsgesetz verabschiedet. Unter anderem verschiebt sich die Frist zur Einreichung der Wahlvorschläge um elf Tage nach hinten. Die Zahl der erforderlichen Unterstützungsunterschriften wird um 40 Prozent verringert. Außerdem können die Kommunen die Zahl der benötigten Urnenwahlvorstände und -wahlräume bei Bedarf reduzieren. Bei der Kommunalwahl am 13. September ist wegen des Coronavirus mit einem erhöhten Briefwähler-Aufkommen zu rechnen. Gleichzeitig könnten aufgrund des Infektionsschutzes Wahlräume etwa in Altenheimen und Kitas wegfallen. Ob mit dem Kommunalwahlerleichterungsgesetz Klagen vor dem Verfassungsgerichtshofes des Landes hinfällig sind, ist unklar. 

Update, 19.45 Uhr: NRW-Schuministerin Yvonne Gebauer will möglichst viel Unterricht im Klassenzimmer nach den Sommerferien. Es sei ihr Ziel, dann "in einen regulären Schulbetrieb mit möglichst viel Präsenzunterricht zurückzukehren", sagte sie dem Kölner Stadt-Anzeiger

Coronavirus in NRW: Infektionszahlen weiter rückläufig

Update, 17.30 Uhr: Auch der Bonner Virologe Hendrik Streeck hat einDrohschreiben erhalten - offenbar das gleiche wie sein Kollege Christian Drosten, SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach und der bayerische Ministerpräsident Markus Söder. Auch Flüssigkeiten habe ihm jemand geschickt, auf denen stand, er solle sie trinken, damit er immun werde. Er habe einen Kollegen gebeten, das Päckchen unter Überdruck zu zerstören. Als Morddrohung habe er die Sendung nicht verstanden. 

Update, 16.08 Uhr: Auch heute schauen wir natürlich wieder auf die aktuellen Fallzahlen für NRW. Und die entwickeln sich auch weiterhin sehr positiv: Die Zahl der Infektionen stieg von 37.679 auf 37.784 - also nur um 105 Fälle. Parallel gelten jetzt 33.669 Personen als genesen - am Donnerstag waren es 33.418, also 251 weniger.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung stieg um sechs von 1581 auf 1587. Die Zahl der akut Infizierten beläuft sich damit am Freitag auf 2528.

Coronavirus in NRW: Anzeigen gegen Altenzentrum

Update, 29. Mai, 13.50 Uhr: In Wuppertal ist ein Altenzentrum gleich zweimal angezeigt worden. Dem Altenzentrum wird vorgeworfen, dass bei der Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie Fehler gemacht worden sein sollen, die zu Krankheitsausbrüchen führten.

Laut "Spiegel" stammen die Anzeigen von Angehörigen der Bewohner. Sie würden sich gegen den Heimleiter und Verantwortliche des Trägers, der Caritas, richten. In dem Altenzentrum in Wuppertal waren mehr als 70 Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet worden. 24 der Infizierten starben.

Update 29. Mai, 12.33 Uhr: Alle Kinder in NRW sind nach langer Corona-Pause mittlerweile an ihre Schulen zurückgekehrt, wenn auch nur in Teilzeit. Aber wie sieht es nach den Sommerferien in NRW aus? Eltern- und Lehrervertreter sehen wegen der Corona-Krise Handlungsbedarf bei der Vorbereitung des Unterrichts im neuen Schuljahr. Sie haben teils abenteuerliche Vorschläge, wie der Unterricht nach den Sommerferien aussehen könnte. Auch die Lehrer könnten Nachhilfe bekommen.

Coronavirus in NRW: Vorfreude aufs lange Wochenende

Update 29. Mai, 11.37 Uhr: Langes Wochenende, Sommerwetter - und das alles unter gelockerten Corona-Einschränkungen. NRW macht ich bereit für Pfingsten. Einige Dinge sollte man allerdings auf dem Schirm haben, bevor man sich an Pfingsten ins Vergnügen stürzt.

Update 29. Mai, 11.16 Uhr: Die Außen-Gastronomie als Weg aus der Krise für die viele Wirte? Wegen der Corona-Pandemie wollen zahlreiche Gastronomiebetriebe in NRW ihre Terrassenflächen vergrößern. Die Städte registrieren entsprechende Anträge. Auch der bekannte Wissenschaftler Christian Drosten hat aus virologischer Sicht wenig gegen Außen-Gastronomie einzuwenden. 

Coronavirus in NRW: Virologe Streeck sieht Gefahr

Update 29. Mai 10.51 Uhr: Der Bonner Virologe Hendrik Streeck hat in der Talkshow von Markus Lanz weitere, bislang wenig bekannte Details aus seiner "Heinsberg-Studie" genannt. Die Erkenntnisse sind von Bedeutung für die Frage nach der Lockerung der Corona-Einschränkungen.

Der Bonner Virologe Hendrik Streeck, Autor der Heinsberg-Studie, sieht eine besondere Corona-Gefahr.

Update, 29. Mai, 6.43 Uhr:Guten Morgen und willkommen zurück zu unserem News-Ticker. In NRW öffnen heue mit dem Phantasialandund dem Movieparkdie zwei größten Freizeitparks Nordrhein-Westfalens. Eigentlich hätten Sie schon ab dem 11. Mai öffnen dürfen, allerdings feilten sie noch an Hygienekonzepten angesichts des Coronavirus.

Coronavirus in NRW: Hoffnung auf Sommer-Urlaub im Ausland wächst

Update 28. Mai, 22.18 Uhr: Das war das Wichtigste vom Tage: Die Zahl der aktuell mit dem Coronavirus Infizierten in NRW ist unter 2.700 gesunken. +++ Es gibt gute Nachrichten für Urlauber: Viele europäische Staaten wollen vor den NRW-Sommerferien die Corona-Beschränkungen lockern +++ Mit dem neuen Lockerungspaket der Landesregierung werden auch wieder Ferienfreizeiten möglich sein. Die Regierung von NRW hat viele Hygieneregeln bekannt gegeben. +++ Die Freizeitparks bereiten sich auf den Neustart vor.

Update 28. Mai, 19.38 Uhr: Können wir trotz Coronavirus in den Sommer-Urlaub fahren? Oder machen die Länder dicht? Diese Frage stellen sich viele NRW-Bürger und Familien. Lange Zeit sah es schlecht aus, doch die Hoffnung wächst deutlich, dass viele Länder Touristen zulassen.

Coronavirus in NRW: Virologe Drosten zuversichtlich

Update 28. Mai, 18.42 Uhr: Die zwei größten Freizeitparks in NRW - das Phantasialand und der Moviepark in Bottrop - öffnen am Freitag erstmals nach der Corona-Zwangspause. Die se und andere Freizeitparks in NRW haben sich Konzepte überlegt, wie die Besucher trotz des Coronavirus einen Adrenalin-Kick bekommen können.

Update 28. Mai, 18.01 Uhr: Gibt es eine zweite tödliche Corona-Welle? Nach Einschätzung des bundesweit bekannten Virologen Christian Drosten muss das nicht sein. Er glaube langsam an die Chance, ohne Impfung glimpflich in Herbst und Winter zu kommen.

Dafür sei es nötig, bei den jetzigen Maßnahmen nachzujustieren. Abzielen solle man dabei nach dem Vorbild Japans stark auf das frühe Erkennen sogenannter Superspreading-Events: Fälle, in denen ein Infizierter überdurchschnittlich viele weitere Menschen ansteckt. Zeige sich zum Beispiel eine Infektion bei einem Lehrer, schaue man sich an, welche Klassen er zuletzt unterrichtete - diese Schüler müssten dann ein oder zwei Wochen zu Hause bleiben, aber man müsse nicht die ganze Schule schließen, so Drosten.

Coronavirus in NRW: Mehrheit findet Lockerungen gut

Update 28. Mai, 17.24 Uhr: Fast drei Viertel der Deutschen (74 Prozent) hält die im März beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus rückblickend als richtig. Für 15 Prozent der Befragten gingen sie zu weit, wie aus der aus der Umfrage im Auftrag des WDR hervorgeht. Für neun Prozent der Befragten gingen die Maßnahmen demnach nicht weit genug.

Die Lockerungen der Corona-Einschränkungen halten den Angaben zufolge 58 Prozent der Deutschen für richtig. Jeder Vierte (25 Prozent) gab dagegen an, die Lockerungen gingen zu weit. Für 15 Prozent gingen sie nicht weit genug.

Update 28. Mai, 15.28 Uhr: Die Zahl der akut am Coronavirus Infizierten in NRW geht weiter zurück. Sie beträgt jetzt weniger als 2700.

Nach den Daten des NRW-Gesundheitsministeriums haben sich seit Beginn der Corona-Pandemie 37.679 Personen in NRW mit dem Coronavirus Sars-Cov-2 angesteckt. Das sind 157 mehr als am Mittwoch. Insgesamt starben 1.571 NRW-Bürger. Von Mittwoch auf Donnerstag kamen sechs hinzu.

Coronavirus in NRW: Wirkstoff zur Prüfung zugelassen

Update, 28. Mai, 12.22 Uhr: Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Bonn hat den Wirkstoff ABX464 zur klinischen Prüfung mit Covid-19-Patienten zugelassen. Das bestätigte am Montag ein Behördensprecher. Das mögliche Medikament wird von dem französischen Biotechunternehmen Abivax SA erprobt. Das BfArM hat derzeit nach eigenen Angaben 22 klinische Prüfungen im Kontext von Covid-19 genehmigt. Nach Abivax-Angaben geht es um eine placebokontrollierte Studie zur frühzeitigen Behandlung von 1034 älteren Covid-19-Patienten oder Hochrisikopatienten

Davon sollten 200 in Deutschland rekrutiert werden, teilte das BfArM mit. Die Studie soll ergründen, ob ABX464 die Vervielfältigung des Virus bei diesen Patienten unterbinden kann. Vor allem geht es aber darum zu schauen, ob der Wirkstoff die oft beobachte Überreaktion des Immunsystems verhindern kann, die dann zu gefährlicher Atemnot führt.

Für die Studie benötige man Patienten, denen es noch relativ gut gehe, da man andernfalls diesen Nachweis nicht erbringen könne, sagte der deutsche Studienleiter Christoph Boesecke von der Uniklinik Bonn der Deutschen Presse-Agentur. Jeder Patient wird etwa vier Wochen behandelt und nimmt in dieser Zeit eine Tablette am Tag ein. Obwohl die Prüfverfahren bei Coronavirus/Covid-19 derzeit schneller durchgewunken würden, werde es wohl bis nächstes Jahr dauern, ehe die Ergebnisse vorlägen, sagte Boesecke. 

ABX464 komme ursprünglich aus dem HIV-Bereich, erläuterte der Mediziner. Es ist dort aber auch noch in der Studienphase. Auch als Mittel zur Behandlung der Darmerkrankung Colitis ulcerosa wurde es bereits getestet, aber noch nicht zugelassen.

Update, 28. Mai, 8.55 Uhr: Mit dem neuen Lockerungspaket der Landesregierung werden auch wieder Ferienfreizeiten möglich sein. Die Regierung von NRW hat viele Hygieneregeln bekannt gegeben

Dazu zählt, dass Ferienfreizeiten wieder möglich sind, allerdings müssen die Schüler Abstand halten und Aktivitäten mit direktem Körperkontakt auf ein Minimum beschränken.

Coronavirus in NRW: Das ist ab Samstag wieder möglich

Update, 27. Mai, 19.05 Uhr: Weitere Schritte des NRW-Plans werden in dieser Woche umgesetzt, die Corona-Schutzmaßnahmen noch einmal angepasst. Die Landesregierung hat am Mittwochabend die neue Coronaschutzverordnung veröffentlicht, die ab Samstag, 30. Mai gilt. 

Kontaktbeschränkungen: Entsprechend des Bund-Länder-Beschlusses werden die Kontaktbeschränkungen in NRW gelockert. Laut neuer Coronaschutzverordnung darf sich ab Samstag eine Gruppe von höchstens zehn Personen treffen. Die bisher möglichen Konstellationen (Familie oder zwei Haushalte) bleiben bestehen. 

Voraussetzung für die 10-Personen-Gruppe: Die Rückverfolgung der Personen ist möglich. Die Abstandsregeln und die Maskenpflicht in bestimmten Bereichen bleibt bestehen.

Kultur: Kinos, Theater, Opern und Konzerthäuser können ab Samstag wieder für Besucher öffnen, wenn sie den Hygiene- und Infektionsschutz sicherstellen. Dies gilt auch für Veranstaltungsbereiche im Freien. Ein besonderes Hygiene- und Infektionsschutzkonzept ist notwendig, wenn mehr als ein Viertel der regulären Zuschauerkapazität oder mehr als 100 Personen zuschauen sollen.

Sport: Personengruppen, die sich im Rahmen der Kontaktbeschränkungen treffen dürfen, wird auch der nicht-kontaktfreie Sport im Freien wieder gestattet. In diesem Rahmen sind Wettbewerbe im Breiten- und Freizeitsport im Freien unter Einhaltung eines Hygiene- und Infektionsschutzkonzepts wieder zulässig – auch die Nutzung von Umkleide- und Sanitäranlagen unter Auflagen. 

Im Übrigen bleibt der Sport-, Trainings- und Wettkampfbetrieb mit unvermeidbarem Körperkontakt weiterhin untersagt

Bahnen-Schwimmbecken, auch in Hallenbädern, können ihren Betrieb wiederaufnehmen.

Ferienangebote: Busreisen sind unter den Bedingungen des Infektionsschutzes wieder möglich. Schüler können ihre Sommerferien wieder mit Tagesausflügen, Ferienfreizeiten, Stadtranderholung und Ferienreisen unter Einhaltung der Hygiene- und Schutzvorschriften verbringen.

Messen und Co.: Fachmessen, Fachkongresse und -tagungen sind mit Schutzkonzepten wieder zulässig.

Ministerpräsident Armin Laschet lobte das Verhalten der Menschen in NRW in einer Pressemitteilung der Landesregierung am Mittwochabend. "Seit den ersten Öffnungen am 20. April ist die Zahl der täglichen Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen um mehr als 75 Prozent zurückgegangen. (...) Den Menschen in unserem Land gebührt ein großer Dank. Das verantwortliche, rücksichtsvolle Verhalten der übergroßen Mehrheit beim Umgang mit der Covid-19-Pandemie erlaubt es uns, weitere Schritte unseres Nordrhein-Westfalen-Plans umzusetzen."

Coronavirus in NRW: Neue Coronafälle in Schlachthof

Update, 27. Mai, 16.49 Uhr: Schon wieder wurde ein Schlachthof geschlossen, schon wieder wegen mangelnder Coronavirus-Schutzmaßnahmen - diesmal in Holland. Der Betrieb gehört zur Vion-Gruppe, die bereits in Deutschland für Schlagzeilen gesorgt hat.

Update, 27. Mai, 16.02 Uhr: Von den 2922 als infiziert geltenden Personen befinden sich 402 in stationärer Behandlung. Das sind 19 weniger als am Vortag. 138 Patienten (-12 gegenüber Dienstag) liegen auf Intensivstationen der NRW-Krankenhäuser, 83 müssen beatmet werden (-9 gegenüber Dienstag).

Auch in den vollstationären Pflegeheimen entwickeln sich die Zahlen in die richtige Richtung. In 60 Einrichtungen sind aktuell noch 216 Bewohner von einer Infektion betroffen. Insgesamt waren in 142 Pflegeheimen 594 Todesfälle zu beklagen.

Coronavirus in NRW: 205 weniger akute Fälle als am Vortag

Update, 27. Mai, 15.23 Uhr: Die Zahl der akut mit dem Coronavirus Infizierten in NRW ist unter 3000 gesunken. Exakt 2922 Personen weisen die aktuellen Fallzahlen des Landeszentrums Gesundheit NRW aus. Am Dienstag waren es noch 3127 gewesen, also 205 mehr.

Die Zahl der bestätigten Infektionen in NRW liegt jetzt bei 37.522, das sind 146 mehr als am Dienstag (37.376). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung ist erneut um 6 auf jetzt 1576 gestiegen. Als genesen gelten 33.024 Personen, das sind 345 mehr am Tag zuvor (32.679).

Coronavirus in NRW: Zeugnisübergabe soll möglich sein

Update, 27. Mai, 14.23 Uhr: Abschluss ohne Feier? Das muss in NRW jetzt nicht sein. Schulministerin Yvonne Gebauer (FPD) hat bekannt gegeben, dass sie Schülern und Eltern ermöglichen möchte, die Zeugnisübergabe zu feiern. Die Schüler hatten schon auf viele traditionelle Feiern rund um den Abschluss verzichten müssen - wie Motto-Wochen und Abi-Scherze. Für Abibälle gilt das jedoch nicht.

Gebauer sagte der dpa, das Land werde in den nächsten Tagen die rechtlichen Regelungen dafür schaffen, dass Abschlussveranstaltungen wie Zeugnisübergaben unter Einhaltung der Infektions- und Hygieneregeln ermöglicht würde. Die Zeugnisverleihung symbolisiere den erfolgreichen Abschluss der Schulzeit und markiere gleichzeitig den Eintritt in den nächsten Lebensabschnitt. "Dies ist ein wichtiges Ereignis für die ganze Familie", sagte Gebauer. "Es wäre ein schmerzlicher Verzicht, den Schülerinnen und Schülern und ihren Familien diesen ganz besonderen Moment der Freude und des Stolzes vorzuenthalten." 

Für Abibälle gilt die Sonderregelung aber ausdrücklich nicht. "Abiturbälle als privat organisierte und sehr gesellige Veranstaltungen fallen jedoch nicht unter die beabsichtigte Regelung", betonte Gebauer. Sie hoffe, dass die Schüler es umso mehr zu schätzen wüssten, gemeinsam mit ihrer Familie in feierlicher Atmosphäre das Ende ihrer Schulzeit begehen zu können.

Update, 27. Mai, 13.24 Uhr: Eine Beerdigung mit viel zu vielen Teilnehmern hat in Kamen im Kreis Unna für einen Polizei-Einsatz gesorgt. 150 Teilnehmer waren bei der Trauerfeier auf einem Friedhof - ohne Abstand und Mundschutz. Teilweise kam es zu aggressivem Verhalten, bestätigte die Polizei Kreis Unna. Es handle sich um eine schwierige Situation, sagte ein Sprecher der Polizei.

Coronavirus in NRW: Massentests an Kita-Kindern für Studie in Düsseldorf

Update, 27. Mai, 12.28 Uhr: In der NRW-Hauptstadt Düsseldorf sollen für eine Studie zum Coronavirus ab 10. Juni Massentests in Kitas durchgeführt werden. Achtmal sollen 5000 Kinder und Erzieher auf Covid-19 getestet werden - es gibt also insgesamt 40.000 Tests. 

Die Tests sind zweimal die Woche geplant. Die Teilnehmer müssen keine Abstriche erdulden, sondern spülen sich den Mund mit Wasser aus und spucken in ein Probengefäß. 

Die Stadt Düsseldorf hofft so, Neuinfektionen schneller zu entdecken und Ansteckungsketten nachzuvollziehen. Die Teilnahme ist freiwillig.

Update, 27. Mai, 11.43 Uhr: Der Bund hat die Kontaktbeschränkungen bis Ende Juni verlängert. Nun liegt es in der Hand der Landesregierung, welche Lockerungen und Verbote es für NRW bald geben wird. Es gibt einen Überblick, wie der aktuelle Stand ist. Mal schauen, wie nun die weiteren Entwicklungen werden.

Update, 27. Mai, 10.57 Uhr:  Freizeitpark mit Maske? Ab Freitag ist es wieder möglich in Vergnügungsparks wie das Phantasialand in Brühl oder den Movie Park in Bottrop zu gehen. Allerdings gelten auch hier strenge Auflagen, um die Ausbreitung des Coronavirus' zu verhindern. 

So muss man laut dpa-Informationen im Phantasialand in den meisten Bereichen Maske tragen und natürlich Sicherheitsabstand halten. So werden Besucher mit Mundschutz in die Achterbahn müssen - und zwar richtige, keine Schals oder Hartschalenmasken. Weil dort bestimmt der ein oder andere Mundschutz wegfliegt, rät das Phantasialand schon jetzt eine Ersatz-Maske mitzunehmen.

Update, 27. Mai, 9.12 Uhr: Die Corona-Krise dürfte auch in NRW dafür sorgen, dass sich Ausbildungsverträge für Schulabgänger verzögern. "Viele Betriebe können keine Verträge abschließen, weil sie gar nicht an Auszubildende rankommen", sagte Andreas Oehme vom Westdeutschen Handwerkskammertag der Deutschen Presse-Agentur. 

Das müsse jedoch nicht dazu führen, dass es einen großen Einbruch auf dem Ausbildungsmarkt gebe. Im Gegensatz zu anderen Branchen habe das Handwerk - mit Ausnahme von Friseuren oder Kosmetikern - einigermaßen stabil arbeiten können. Allerdings fehle der persönliche Kontakt, der normalerweise durch Praktika, Schulveranstaltungen oder Jobmessen zwischen Betrieben und Bewerbern entstehe. 

Digitale Ersatzangebote könnten das nur sehr bedingt ersetzen. Ende April zählte die Bundesagentur für Arbeit in NRW mit 92.968 Ausbildungsstellen etwas weniger Lehrstellen als im Vorjahr. Auch die Zahl der potenziellen Bewerber lag mit 93.360 unter dem Wert von April 2019.

Coronavirus in NRW: 250 Schüler und 32 Lehrer in Quarantäne

Update, 27. Mai, 8.18 Uhr: Nach Angaben aus dem NRW-Schulministerium haben Gesundheitsämter im Land im Zusammenhang mit Corona-Fällen aktuell für 250 Schüler sowie 32 Lehrer Quarantäne zu Hause angeordnet. "Bei den in Quarantäne befindlichen Lehrern gibt es fünf bestätigte Covid-19-Fälle", so das Schulministerium laut der Rheinischen Post.

Landesweit in Quarantäne seien mindestens ein Lehrer oder Schüler an 118 Grundschulen, 40 Hauptschulen, 39 Real- und Sekundarschulen sowie an 34 Gymnasien, 48 Berufskollegs und 6 Förderschulen. Die Zahlen beziehen sich demnach auf den 19. Mai.

Update, 27. Mai, 7.34 Uhr: Guten Morgen und herzlich willkommen (zurück) zu unserer Berichterstattung über das Coronavirus und seine Auswirkungen auf "unser" Bundesland. Auch am heutigen Mittwoch behalten wir die Nachrichtenlage für Sie im Blick.

Coronavirus in NRW: Empfehlung in Sachen Kontakte eindeutig

Update, 26. Mai, 22.22 Uhr: Bund und Länder haben sich geeinigt das die generellen Kontaktbeschränkungen noch bis zum 20. Juni verlängert werden. Aber: Mehrere Bundesländer behalten sich vor, eigene Entscheidungen über die Kontaktsperre aufgrund des Coronavirus zu fällen. 

Die Bundesregierung teilte mit, dass Teil der Vereinbarung ist, dass die Länder Treffen von bis zu zehn Menschen oder Angehörigen zweier Haushalte in der Öffentlichkeit erlauben können. Es wird aber weiterhin empfohlen möglichst wenig Menschen zu treffen und die ausgewählten Kontaktpersonen konstant zu halten.

Coronavirus in NRW: Nur mit Buchung über die Grenze

Update, 26. Mai, 18.05 Uhr: Urlaub in Holland geplant? An Pfingsten kommen die Bewohner von NRW wohl über die Grenze in die Niederlande - aber nur, wenn sie eine Buchung vorweisen können.

Update, 26. Mai, 17.15 Uhr: Nach einem Corona-Ausbruch in einem grenznahen Schlachthof in den Niederlanden mit vielen in Deutschland untergebrachten Infizierten liegen den Kreisgesundheitsämtern nun genauere Daten vor. 

26 Arbeiter, die positiv auf das Virus getestet wurden, wohnen demnach im Kreis Kleve, wie es in einer Mitteilung hieß. Weitere Corona-Infizierte aus dem niederländischen Schlachtbetrieb sind im Kreis Borken untergebracht. Wie viele es dort genau sind, konnten die Behörden heute zunächst sagen.

So hatte das Gesundheitsamt des Kreises Borken auch im Zuge der Ausbrüche an NRW-Schlachthöfen selbst in den Unterkünften der Fleischindustrie-Arbeiter Tests durchgeführt. Der Kreis Coesfeld hatte bereits am Montag angegeben, dass es keine Betroffenen im Kreis gebe.

Coronavirus in NRW: Land stockt Corona-Bonus auf

Update, 26. Mai, 17.09 Uhr: NRW will den von der Bundesregierung geplanten Bonus für Altenpfleger um maximal 500 Euro auf bis zu 1500 Euro aufstocken. Das hat das Landeskabinett heute in Düsseldorf beschlossen. Zuvor hatte der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet.

Update, 26. Mai, 17.06 Uhr: Anders als die Abgeordneten des Düsseldorfer Landtags wollen die Minister in NRW auch in der Corona-Krise an ihrem vollen Gehalt festhalten. Auf eine Anfrage der AfD-Opposition zu einem möglichen Gehaltsverzicht antwortete das NRW-Innenministerium: "In der nordrhein-westfälischen Landesregierung gibt es derzeit kein solches Vorhaben."

Der AfD-Abgeordnete Herbert Strotebeck hatte gefragt, ob die Minister und die Staatssekretäre in NRW dem Beispiel Österreichs folgen, wegen der Krise jeweils auf ein Nettomonatsgehalt zu verzichten. Für beamtete Staatssekretäre sei ein Besoldungsverzicht gesetzlich ausgeschlossen, antwortete der Innenminister.

Die Landtagsfraktionen hatten bereits erklärt, als Zeichen der Solidarität auf die turnusmäßig anstehende Erhöhung ihrer Diäten zu verzichten. Der formale Beschluss soll an diesem Mittwochabend im Parlament gefällt werden.

Update, 26. Mai, 16.53 Uhr: Nach der Ankündigung der Deutschen Post, mehreren Tausend Angestellten einen Corona-Test zu ermöglichen (siehe Update 7.40 Uhr), bleibt der Bonner Konzern damit derzeit eher die Ausnahme in der Branche. 

"Reihentests sind nicht geplant", sagte auch ein Sprecher der Paketdienstes DPD der Deutschen Presse-Agentur. Stattdessen sollten Mitarbeiter sich anlassbezogen testen lassen, wenn ein Verdacht auf eine Infektion auftritt. 

Vom Dienstleister UPS hieß es lediglich, dass Kontakt zu den Gesundheitsbehörden bestehe und man in Verdachtsfällen mit diesen kooperiere. Fälle wie der Corona-Ausbruch in einem Depot des DPD im Kreis Heinsberg zeigten, dass auch die Standorte von Paket-Zustellern anfällig für Infektionen mit Sars-CoV-2 sein können.

Update, 26. Mai, 15.43 Uhr:Die Zahl der Neuinfektionenmit dem Coronavirus ist in NRW von Montag auf Dienstag nur um 97 Fällegestiegen - von 37.279 auf 37.376. Gleichzeitig stieg die Zahl der Genesenen aber von 32.355 auf 32.679 und damit um 324 Personen - also mehr als Dreifache.

Im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung sind in NRW1570 Personen gestorben, das sind sechs mehr als am Montag. In Summe liegt die Zahl der akut Infizierten im Land damit bei 3.127.

Coronavirus in NRW: Entlastung für Eltern in Krise

Update, 26. Mai, 14.50 Uhr: Um Eltern in NRW in der Corona-Kriseweiter zu entlasten, sollen in den Monaten Juni und Juli den Eltern die Hälfte der E lternbeiträge erlassen werden. Darauf einigten sich die Kommunen mit der NRW-Landesregierung. Die konkrete Abwicklung obliege den Kommunen, hieß es heute vom Land. Den Ausfall der Beiträge wollen sich Land und Kommunen hälftig teilen.

Familienminister Joachim Stamp: „Ich bin froh, dass wir allen Kindern ab dem 8. Juni wieder ein gutes Angebot für Kita und Kindertagespflege machen können. Da der Regelbetrieb aufgrund der Infektionslage jedoch weiterhin qualitativ und quantitativ mit Einschränkungen verbunden ist, halte ich es für fair, den Eltern in den kommenden beiden Monaten die Hälfte der Beiträge zu erlassen.

Coronavirus in NRW: Weitere Jugendherbergen öffnen

Update, 26. Mai, 14.45 Uhr: Ein Teil der Jugendherbergen in Westfalen-Lippe öffnet Ende des Monats wieder. 16 der 29 Häuser in der Region werden am Freitag, 29. Mai wiedereröffnet. In welchen Städten die Herbergen öffnen, teilte der Landesverband Westfalen-Lippe im Deutschen Jugendherbergswerk heute mit. 

Update, 26. Mai, 13.41 Uhr: Die Lanxess-Arena in Köln will ihre in der Corona-Krise liegengebliebenen
Lebensmittel- und Getränkevorräte verkaufen. Die Betreiber wollen so verhindern, dass die Waren weggeworfen werden müssen. Der Ausverkauf soll an diesem Samstag von 12 bis 16 Uhr stattfinden, wie die Arena heute mitteilte.

"Zu kaufen gibt es alles von 50-Liter-Bierfässern über Flaschenbier bis hin zu alkoholfreien Softdrinks", hieß es. Der Verkauf sei in Form eines "Drive-In"-Systems für Autos geplant. Es gelte Mundschutzpflicht. 

Update, 26. Mai, 12.02 Uhr: Eurowings rechnet mit einer längeren Flaute im Flugverkehr. Es könne bis 2023 dauern, ehe die Luftfahrtbranche wieder das Vor-Corona-Niveau erreichen werde, sagte Eurowings-Chef Jens Bischof am Montagabend. 

Die Lufthansa-Tochter werde ihre Flotte verkleinern und voraussichtlich statt der 139 Maschinen im kommenden Jahr "nur gut 90 Flugzeuge in der Luft haben". Das Unternehmen wolle 30 Prozent der Kosten sparen, sagte Bischof. In der Verwaltung sollten mindestens 300 der rund 1000 Stellen gestrichen werden

Bischof schließt nicht aus, dass es nach der Corona-Krise zu einem Preiskampf bei den Flugtickets kommt. Es sei "durchaus damit zu rechnen, dass es sehr preisaggressive Angebote gibt"

Außerdem äußerte sich der Eurowings-Chef zu Ticketerstattung.

Update, 26. Mai, 11.54 Uhr: Für uns alle ist die Corona-Krise eine schwierige Zeit, für Personen der Risikogruppe besonders. Mehr als 31 Jahre lang lebt Andre Beiske aus Hamm mit einer Spenderniere – ein so langes Leben wagte ihm 1988 nach der Operation niemand vorherzusagen. 

Die Coronazeit verbringt er weitgehend zuhause, wo ihm immer bewusster wird, wie wertvoll und schützenswert das Leben und die Umwelt sind. Ein Risikopatient erzählt, wie sich Corona auf seinen Alltag auswirkt.

Coronavirus in NRW: Große Sorge bei Kinderhospiz Balthasar

Update, 26. Mai, 11.47 Uhr: Große Sorgen um seine Zukunft macht sich das Kinderhospiz Balthasar im Sauerland. Wegen des Coronavirus sind der Einrichtung für todkranke Kinder und Jugendliche die Spendeneinnahmen eingebrochen. Daher benötigt das Hospiz nun Unterstützung und wendet sich mit einer Bitte an die Öffentlichkeit.

Update, 26. Mai, 10.22 Uhr: Das war zu befürchten: Die Exportwirtschaft in NRW hat bereits im März die Corona-Krise voll zu spüren bekommen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes waren die Ausfuhren mit 15,6 Milliarden Euro um 8,4 Prozent niedriger als im März 2019. Der Wert der Importe nach NRW lag mit 19,7 Milliarden Euro um 8,2 Prozent unter dem Ergebnis von März 2019.

Coronavirus in NRW: Landtag setzt auf mobile Trennwände

Update, 26. Mai, 10.09 Uhr: Der NRW-Landtag in Düsseldorf will zum "Vollbetrieb" zurückkehren. Wie aus einem Beschluss des parlamentarischen Krisenstabs hervorgehe, habe sich das Gremium darauf verständigt, "dass nach der Sommerpause wieder ein regulärer Plenar- und Ausschussbetrieb ermöglicht wird", so die Rheinische Post

Wie die Zeitung schreibt, habe Parlamentspräsident André Kuper an die Landtagsabgeordneten geschrieben, dass der Ältestenrat einstimmig dafür gestimmt habe, mobile Acrylglastrennwände im Plenarsaal und zwei Ausschusssälen zu installieren, damit die Hygiene und das Abstandsgebot gewährleistet bleiben. 

Noch mindestens bis zum 24. Oktober, also dem Ende der Herbstferien, sind aber keine Besuchergruppen im Landtagsgebäude zugelassen.

Coronavirus in NRW: Sterbefall-Zahlen auf Rekordhoch

Update, 26. Mai, 9.14 Uhr: Welche Auswirkungen hat das Coronavirus auf die Entwicklung der Sterbefall-Zahlen in NRW? Nach Angaben des Statistischen Landesamtes sind im April 2020 17.616 Menschen gestorben - 500 mehr als im Vorjahresmonat (17.069). Das entspricht einem Zuwachs um drei Prozent, wie das Landesamt mitteilte.

"Im April 2020 starben mehr Menschen als in jedem anderen April der letzten sechs Jahre", heißt es in der Mitteilung. Ob der Zuwachs auf die Corona-Pandemie zurückzuführen ist, lasse sich an den Zahlen allerdings nicht festmachen, sagte ein Sprecherin. 2018 waren es 17.552 gewesen, als eine Influenza-Welle zu höheren Sterbefallzahlen im Frühjahr geführt hatte.

Während der Grippesaison steigen die Sterbefallzahlen in der Regel von Dezember bis März an und sinken ab April wieder ab. Auch in diesem Jahr sei das der Fall gewesen - der Rückgang fiel aber vergleichsweise geringer aus (März: 18.966 Todesfälle).

 Coronavirus in NRW: Welche Lockerungen kommen heute?

Update, 26. Mai, 8.32 Uhr: Noch einmal sei daran erinnert, dass das NRW-Landeskabinett heute um 14 Uhr über weitere mögliche Lockerungen der Corona-Beschränkungen beratschlagt. Was allerdings unterm Strich dabei herauskommen könnte, ist unklar.

Schlauer dürften wir am späten Nachmittag sein. Denn für 17.15 Uhr ist eine Video-Pressekonferenz von Ministerpräsident Armin Laschet zusammen mit dem niederländischen Ministerpräsidenten Mark Rutte angesetzt, in der es um das Thema Zusammenarbeit in der Corona-Zeit gehen soll - vor allem auch ums Thema Tourismus.

Die 16 Bundesländer driften in ihrem Kurs aktuell deutlich auseinander. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) plädiert sogar nur noch für lokale Einschränkungen ab dem 6. Juni, was NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) im Kölner Stadt-Anzeiger zu der Aussage veranlasste: "Ich persönlich halte den Vorstoß des thüringischen Ministerpräsidenten für gefährlich."

Coronavirus in NRW: Das sieht der Stufenplan vor

Laut dem NRW-Stufenplan sollen ab dem 30. Mai Hallen- und Spaßbäder wieder öffnen dürfen - ebenso wie Theater, Kinos, Opern und Konzerthäuser - unter Wahrung von Mindestabstand und Hygiene-Auflagen. Konkrete Vorgaben - etwa für den Kinobesuch - sind bislang allerdings noch nicht festgelegt worden.

Auch Volkshochschulen sowie Fachmessen und Kongresse sind im NRW-Plan zur Wiedereröffnung mit beschränkten Besucher- und Teilnehmerzahlen vorgesehen. 

Das Kabinett könnte demnach ebenfalls grünes Licht geben für "Sportarten auch mit unvermeidbarem Körperkontakt und in geschlossenen Räumen" sowie sportliche Wettbewerbe im Kinder- und Amateurbereich

Außerdem soll über weitere Besuchserleichterungen in Seniorenheimen, Kranken- und Pflegeeinrichtungen beraten werden.

Coronavirus in NRW: Post will Mitarbeiter testen lassen 

Update, 26. Mai, 7.40 Uhr: Die Deutsche Post will Tausenden ihrer Mitarbeiter die Möglichkeit geben, sich auf das Coronavirus testen zu lassen. Vor allem in größeren Betriebsstätten soll vorsorglich auf Covid-19 gestestet werden, sagte Post-Vorstand Tobias Meyer der Rheinischen Post. Mehr als 10.000 Mitarbeitern solle der Test angeboten werden. Schon in der Vergangenheit habe die Post an ihren Standorten getestet - und eine unerwartet hohe Anzahl an Infizierten gefunden, die zuvor keinerlei Symptome gezeigt hätten. 

Update, Dienstag, 26. Mai, 7 Uhr: Guten Morgen und willkommen zurück im Ticker am Dienstag. Wir berichten auch heute wieder fortlaufend über aktuelle Entwicklungen rund um das Coronavirus in NRW.  

Update, 25. Mai, 22.41 Uhr: Wir fassen hier die wichtigsten Entwicklungen von Montag rund um das Coronavirus in NRW zusammen: +++ 147 Mitarbeiter eines Schlachthofs in den Niederlanden - nah an der deutschen Grenze - sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. +++ Die Zahl der Verkehrsunfälle und der Verkehrstoten in NRW ist wegen der Corona-Einschränkungen niedriger als sonst. +++  Seit Beginn der Pandemie sind nachweislich 37.279 Menschen in NRW mit dem Coronavirus infiziert worden. +++ Nach dem Willen des Bundes sollen sich wieder 10 Personen treffen dürfen und die Corona-Kontaktbeschränkungen bis zum 5. Juli verbindlich in Kraft bleiben. +++ Das Landeskabinett will am Dienstag über weitere Lockerungen beraten. +++

Coronavirus in NRW: Landeskabinett zu weiteren Lockerungen

Update, 25. Mai, 18.41 Uhr: Das NRW-Landeskabinett berät am morgigen Dienstag (14 Uhr) über weitere mögliche Lockerungen der Corona-Beschränkungen. Ob es neue weitreichende Entscheidungen geben wird, ist offen. 

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte bereits vor drei Wochen den sogenannten Nordrhein-Westfalen-Plan vorgelegt. Er sieht ab Samstag zahlreiche weitere Erleichterungen in den Bereichen Wirtschaft, Freizeitgestaltung, Sport und Kultur vor - allerdings in Abhängigkeit vom Infektionsgeschehen. 

Die Gruppe der akut Infizierten hat sich nach aktuellen Zahlen des NRW-Gesundheitsministeriums innerhalb einer Woche um 585 Fälle auf 3360 verringert.

Coronavirus in NRW: Wirkstoff zur klinischen Prüfung zugelassen

Update, 25. Mai, 17.10 Uhr:Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte in Bonn hat den Wirkstoff ABX464 zur klinischen Prüfung mit Covid-19-Patienten zugelassen. Das mögliche Medikament wird von dem französischen Biotech-Unternehmen Abivax SA erprobt. Nach Abivax-Angaben geht es um eine placebokontrollierte Studie zur frühzeitigen Behandlung von 1034 älteren Covid-19-Patienten oder Hochrisikopatienten.

Coronavirus in NRW: Bund plant Lockerungen

Update 25. Mai, 16.34 Uhr: Nach dem Willen des Bundes sollen sich wieder 10 Personen treffen dürfen und die Corona-Kontaktbeschränkungen bis zum 5. Juli verbindlich in Kraft bleiben. So steht es in einer Vorlage des Kanzleramts für eine Schalte mit den Bundesländern. In der Beschlussvorlage geht es um private und öffentliche Treffen, Veranstaltungen und Mund-schutz-Pflicht.

Update 25. Mai, 16.14 Uhr: Corona? Egal! Sie standen dicht an dicht, eine Maske hatten niemand: Die Polizei in Dortmund hat in einer Kneipe in der Innenstadt 70 Platzverweise ausgesprochen. Für den Wirt kam es dicker.

Update 25. Mai, 15.59 Uhr: Von den 103 Bewohnern eines Senioren- und Pflegeheims in Düsseldorf sind bis Montag 28 positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nach Angaben der Stadt Düsseldorf haben sich drei Mitarbeiter infiziert. Direkt nach dem ersten Testergebnis wurde ein Besucherstopp erlassen. Die Bewohner dürfen keinen Kontakt haben. Mitarbeiter dürfen nur noch mit professionellen Infektionsschutzmasken (FFP2-Standard) arbeiten.

Coronavirus in NRW: Zwei weitere Tote

Update 25. Mai, 15.27 Uhr: In NRW sind von Sonntag auf Montag 75 Neu-Infektionen mit dem Coronavirus Sars-Cov-2 registriert worden. Damit stieg die landesweite Zahl auf 37.279 seit Beginn der Pandemie an. Das NRW-Gesundheitsministerium verzeichnete zwei weitere Tote. Die Zahl der Infizierten, die ums Leben kamen, wuchs auf 1.564. Die Zahl der Genesenen stieg um 25 auf jetzt 32.355.

Update 25. Mai, 15.01 Uhr: Die Einschränkungen in der Corona-Krise haben in NRW für deutlich weniger Verkehrsunfälle und Verkehrstote gesorgt. Im Von Januar bis März 2020 starben 72 Menschen bei Unfällen im Straßenverkehr - etwa ein Viertel (23 Prozent) weniger als im Vorjahreszeitraum. Auch die Zahl der Unfälle ging NRW-weit um gut 15 Prozent auf 14.126 zurück. Wegen der Coronavirus-Pandemie blieben seit Mitte März deutlich mehr Menschen zu Hause, was sich im Straßenverkehr bemerkbar machte.

Update, 13.56 Uhr: Die Coronavirus-Lage entspannt sich in NRW - zumindest dem Anschein nach. Wer sich die aktuellen Fallzahlen in den Städten und Kreisen anschaut, könnte meinen, die Corona-Krise sei bald überwunden. Doch das ist gefährlich,  warnt eine Expertin. Die Forscherin kritisiert das Vorgehen des Robert-Koch-Instituts in der Corona-Pandemie.

Coronavirus in NRW: Massenhaft Infektionen in Schlachthof an Grenze

Update, 11.50 Uhr: Eurowings hat die Saison-Premiere auf der Mittelmeer-Insel Sardinien verpatzt. Ein Airbus A320, gestartet in Düsseldorf, musste am Samstag zurückfliegen, weil Olbia an der Costa Smeralda wegen der Coronavirus-Einschränkungen nochbis zum 24. Juni für internationale Flüge gesperrt ist. Peinlich: Die Einschränkungen waren in den obligatorischen "Notice to Airmen" (Notam) nachzulesen. Sie müssen vor jedem Flug gecheckt werden. Ein Eurowings-Sprecher sagte, es habe bei der Interpretation der Notams ein "Missverständnis" gegeben. Die Passagiere wurden umgebucht. Es waren nur zwei. 

Update, 9.20 Uhr: In einem Schlachthof im niederländischen Groenlo, unweit der deutsch-holländischen Grenze, sind 147 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das berichten lokale Medien.79 Infizierte leben demnach in Deutschland, 68 in den Niederlanden. In dem Schlachtbetrieb arbeiten insgesamt 657 Beschäftigte, 25 Tests stünden aus, heißt es, von weigteren fünf Angestellten fehlten die Daten. 

Update 25. Mai, 7.30 Uhr: NRW hat ein Pilotprojekt für Telemedizin im Justizvollzug gestartet. Etwa ein Fünftel der 36 nordrhein-westfälischen Justizvollzugsanstalten nimmt an dem Modellversuch teil. Sollte der Feldversuch gelingen, soll Telemedizin flächendeckend im Strafvollzug eingesetzt werden. Justizminister Peter Biesenbach will das Projekt heute in Düsseldorf vorstellen. Neben einer umfassenderen medizinischen Versorgung verspricht er sich von dem Projekt auch personelle Entlastung und geringeres Ansteckungsrisiko - nicht nur in Corona-Zeiten. 

Update, Montag, 25. Mai, 7 Uhr: Guten Morgen und willkommen zu einer neuen Woche in unserem Newsblog. 

Coronavirus in NRW: Das war der Sonntag

Update, 20 Uhr: Wir fassen nochmal das Wichtigste vom Tag zusammen: Die Landesregierung von NRW soll klinische Studien zum Einsatz von Antikörpern unterstützen+++Die Fallzahlen zum Coronavirus bleiben weiterhin stabil+++Zwei Männer wurden nach einer Demonstration gegen Corona-Maßnahmen von Unbekannten zusammengeschlagen+++Eine Forscherin mahnt, dass es für eine Entwarnung noch zu früh ist.

Update, 18.55 Uhr: „Wir sind nach wie vor in der Akutphase der Infektion“: Eine Forscherin aus Hamm (NRW) warnt davor, dass es für eine Entwarnung noch zu früh ist - auch wenn die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen fällt.

Update, 17 Uhr: Der Staatsschutz ermittelt: Zwei Teilnehmer einer Demonstration gegen die Coronavirus-Maßnahmen in Bielefeld wurden auf dem Weg nach Hause attackiert. Nach derzeitigen Erkenntnissen wurden sie im Bereich der Paulusstraße/August-Bebel-Straße von vier bis fünf männlichen Personen angegriffen und verletzt, teilt die Polizei mit. Ein Geschädigter wurde am Boden liegend durch Tritte verletzt. Er wurde mittels RTW in ein nahe gelegenes Krankenhaus verbracht und nach ambulanter Versorgung wieder entlassen. Lebensgefahr bestand für den Mann aus NRW nicht. Die Polizei sucht nach Zeugen.

Coronavirus in NRW: Aktuelle Fallzahlen für das Land

Update, 14.45 Uhr: In NRW ist die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen um 84 Fälle gestiegen. Acht weitere Menschen mit einer Coronavirus-Erkrankung wurden seit Samstag gezählt, wie das NRW-Gesundheitsministerium am Sonntag mitteilte. Damit stieg die Zahl der Corona-Toten im Land auf 1562. Seit Ausbruch der Pandemie wurden bis Sonntag insgesamt 37.204 Menschen im Land positiv auf das Coronavirus getestet. Außerdem wurden 150 Menschen als genesen gemeldet. Dementsprechend haben den offiziellen Zahlen zufolge 32.330 Menchen eine Infektion mit dem Coronavirus überstanden.

Update, 13.30 Uhr: Die Polizei hat in Köln eine sogenannte Corona-Party verhindert. Zeugen hatten von etwa 100 Menschen berichtet, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Diese machten sich offenbar am Samstagabend von einer Straßenbahn-Haltestelle aus auf den Weg zu einem Feldweg am Autobahnkreuz Köln-West. In einem Waldstück wurde ein Zelt mit einer Musikanlage, Mischpult und einem Stromgenerator gefunden. Gegen den 23 Jahre alten Veranstalter wurde ein Verfahren eingeleitet.

Coronavirus in NRW: Land soll soll Blutplasma-Spenden fördern

Update, 10 Uhr: Die nordrhein-westfälische Landesregierung soll klinische Studien zum Einsatz von Antikörpern gegen das Coronavirus unterstützen. Das fordern die Koalitionsfraktionen in einem Antrag an den Düsseldorfer Landtag. Das Parlament soll am Freitag darüber abstimmen.

Coronavirus in NRW: Therapieansatz und Untersuchung des Blutplasmas

"Bei der Behandlung von Covid-19 könnte der Einsatz menschlicher Antikörper einen erfolgversprechenden Therapieansatz darstellen", erläutern CDU und FDP ihren Vorstoß. "Eine direkte Gabe von Antikörpern gegen SarsCoV-2 könnte sowohl Schutz vor dem Virus verleihen als auch eine bestehende Covid-19-Erkrankung therapieren."

Diese Antikörper könnten aus dem Blutplasma von Menschen gewonnen werden, die eine Infektion bereits überstanden haben, heißt es im Koalitionsantrag. Dies werde weltweit bereits in mehreren Studien getestet. "Auch Unikliniken in Nordrhein-Westfalen haben inzwischen Heilversuche gestartet. Den wissenschaftlichen Nachweis der Wirksamkeit in der klinischen Anwendung können aber nur Studien über einen längeren Zeitraum und mit mehr Patienten erbringen."

Daher solle die Landesregierung eine Initiative zur Förderung der Blutplasma-Spende entwickeln. Dazu gehöre eine Informationskampagne in Krankenhäusern, Arztpraxen und den sozialen Netzwerken. Die Landesinitiative solle aufklären über Krankheitsbilder, die von einer Plasmaspende profitieren.

Coronavirus in NRW: Das war der Samstag

Update, 20.44 Uhr: Wir beenden unsere Berichterstattung mit einem kompakten Überblick über die Lage am Samstag: +++ Spargelbauern fehlen viele Erntehelfer, weshalb Spargel auf den Feldern liegen bleiben könnte. +++ Die meisten Freilichtbphnen können wohl dieses Jahr kein Programm mehr organisieren. +++ Blick in die Nachbarschaft: In einer Baptisten-Gemeinde in Frankfurt und in einem Restaurant in Niedersachsen haben sich mehrere Personengruppen mit dem Coronavirus infiziert. +++ Erneut hat es nur wenige neue Infektionen im Vergleich zum Vortag gegeben. +++ Bei Corona-Demos in NRW-Städten sind weitaus weniger Teilnehmer aufgeschlagen, als angekündigt. +++

Coronavirus in NRW: Demos verlaufen störungsfrei

Update, 19.20 Uhr: In mehreren Städten in NRW haben heute Hunderte Menschen gegen die Corona-Beschränkungen demonstriert. Dabei versammelten sich nach Polizeiangaben meist deutlich weniger Demonstranten als von den Demo-Anmeldern erwartet. Zunächst verliefen die Kundgebungen weitgehend störungsfrei, hieß es von den Einsatzkräften.

An einem Protestzug am Mittag in Düsseldorf, der sich gegen die aus Sicht der Demonstranten "überzogenen Corona-Maßnahmen" richtete, nahmen in der Spitze etwa 70 Menschen teil, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Initiative "Widerstand 2020" hatte rund 300 Teilnehmer angemeldet.

In Essen kamen rund 360 der ursprünglich 1000 angemeldeten Teilnehmer zu einer Demonstration auf einem Messeparkplatz gegenüber vom Flughafen Essen/Mülheim zusammen. 

In Köln versammelten sich etwa 250 Demonstranten auf der Deutzer Werft und bildeten kurz vor Abschluss der Kundgebung auf der Rheinbrücke eine Menschenkette. Auf Transparenten sprachen sie sich unter anderem für einen Schutz der Grundrechte aus. 

In Aachen hatten Teilnehmer zwei Veranstaltungen in der Innenstadt angemeldet, an denen sich nach Polizeiangaben insgesamt knapp 130 Menschen beteiligten. Auch eine Kundgebung in Gummersbach mit 60 Teilnehmern gegen die Corona-Maßnahmen verlief den Angaben der Polizei zufolge störungsfrei.

Ein weiterer Samstag mit zahlreichen Demonstrationen gegen die Corona-Beschränkungen in NRW ist zuende gegangen. Nach Angaben der Polizei sind alle Demos in den NRW-Städten weitestgehend störungsfrei verlaufen. Auf dem Bild stehen Demonstranten mit Schildern in Köln.

Coronavirus in NRW: Zahl R weiterhin unter 1

Update, 16.54 Uhr: Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach aktuellsten Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bei 0,85. Das bedeutet, dass jeder Infizierte im Mittel etwas weniger als eine weitere Person ansteckt. 

Update, 12.55 Uhr: Die neuen Fallzahlen des Gesundheitsministeriums zeigen: Erneut hat es nur wenige neue Infektionen im Vergleich zum Vortag gegeben - allerdings wieder mehr als 100. 129 neue Infektionen wurden seit Freitag gemeldet. Damit stieg die Zahl aller Infizierten in NRW auf 37.120 (Stand: 23. Mai).

1.554 Todesfälle sind im Zusammenhang mit dem Coronavirus bekannt - das sind acht Fälle mehr als am Freitag. Genesen nach einer Infektion sind 32.180 Menschen - 425 mehr als am Vortag. Die Zahl der aktuell Erkrankten ist mit 3.386 deutlich zurückgegangen, am Freitag waren es noch 3.695 Menschen. 482 von ihnen werden aktuell stationär im Krankenhaus behandelt.

Die als besonders wichtig geltende Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen ist in allen Kreisen und Städten in NRW deutlich unter der Grenze von 50. Am höchsten liegt der Wert mit 23,3 im Rhein-Sieg-Kreis gefolgt vom Kreis Coesfeld mit 18,2.

Coronavirus in NRW: Spargel bleibt teilweise auf Feldern

Update, 10.55 Uhr: Im Nachbarbundesland Niedersachsen haben sich offenbar mehrere Menschen nach einem Besuch in einem Restaurant mit dem Coronavirus angesteckt. Damit ist im Landkreis Leer scheinbar der Fall eingetreten, vor dem viele Experten gewarnt hatten. Mindestens sieben Menschen sollen sich infiziert haben, mindesten 50 Personen sind vorsorglich in Quarantäne.

Update, 10.15 Uhr: Beim Gottesdienst einer Baptisten-Gemeinde haben sich etliche Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Wie viele sich genau angesteckt haben, ist noch unklar, berichtet FR.de*. Bei dem Gottesdienst in Frankfurt haben sich auch zahlreiche Gläubige aus dem Umland infiziert. Verletzungen der Corona-Verordnungen gab es aber wohl nicht.

Update, 23. Mai, 8.15 Uhr: Guten Morgen zu unserem Live-Ticker zum Coronavirus in NRW am Samstag. Wir beginnen den Tag mit einer schlechten Nachricht für Spargel-Fans: "Es wird definitiv Einiges auf den Feldern bleiben", sagt ein Sprecher der Rheinischen Obst- und Gemüsebauern. Denn den Spargelbauern fehlen viele Erntehelfer wegen der Corona-Pandemie. Sie suchen jetzt heimische Freiwillige.

Auch von den Freilichtbühnen im Land gibt es schlechte Nachrichten: Die meisten Theater im Freien können wohl dieses Jahr kein Programm mehr organisieren - auch wenn die Corona-Beschränkungen weiter gelockert werden. Vereinzelt versuchen aber Bühnen ein Alternativprogramm zu erarbeiten.

Coronavirus in NRW: Große Demo in Köln angemeldet

Update, 22.55 Uhr: Wir beenden unsere Berichterstattung mit einem kompakten Überblick über die Lage am Freitag: +++ Covid-19-Massentests könnten bald in Krankenhäusern und Pflegeheimen die Regel sein +++ NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann glaubt, dass wir noch lange mit dem Mundschutz werden leben müssen. +++ Die Landesregierung hatzehn Impulse für die Stärkung der Konjunktur und des Wachstums nach der Corona-Krise vorgestellt und sch unter anderem für einen Familienbonus stark gemacht. +++ 6,6 Millionen Schutzmasken sind mit einer Antonov in Düsseldorf gelandet. +++ In NRW wurden am Freitag nur noch 98 neue Infektionen mit Sars-CoV-2 registriert.

Update, 18.14 Uhr: Durch die sinkenden Infektionszahlen in NRW sind viele Städte und Kreise fast Corona-frei. Im Kreis Soest zum Beispiel sind nur noch sechs Personen akut mit dem Virus infiziert*.

Update, 17.50 Uhr: Wieder ist in Köln für Samstag eine Demo gegen die Corona-Beschränkungen angemeldet. Die Kundgebung auf der Deutzer Werft auf der rechten Rheinseite steht unter dem Motto "Grundrechte schützen - Für Freiheit und Gerechtigkeit". Angemeldet sind 500 Teilnehmer. Sie wollen eine Menschenkette über die Deutzer Brücke bilden. 

Die Polizei will nach eigenen Angaben gut 100 Polizisten einsetzen. Auf dem Roncalliplatz neben dem Dom in Köln gibt es außerdem eine Demonstration unter dem Motto "Evakuiert alle Lager". Hier werden 200 Teilnehmer erwartet. Ähnliche Kundgebungen gibt es zeitgleich in mehreren deutschen und europäischen Städten. Es geht um die humanitäre Lage in griechischen Flüchtlingslagern durch das Coronavirus

Coronavirus in NRW: Polizeipräsident erinnert an Corona-Regeln für Demos

Polizeipräsident Uwe Jacob erinnerte die Teilnehmer der Kundgebungen daran, dass sie die geltenden Bestimmungen gegen die Verbreitung von Corona einhalten müsten. Mit Blick auf Forderungen, Versammlungen bei Verstößen gegen die Abstandsvorgaben konsequent aufzulösen, sagte Jacob: "Wir gehen mit Augenmaß vor.

Ein einzelner Verstoß führe nicht sofort zur Auflösung. Es sei dann erst einmal der Versammlungsleiter in der Pflicht. "Wenn der Versammlungsleiter seinen Pflichten nicht nachkommt oder Zuwiderhandlungen akzeptiert, wird die Polizei tätig. Die Auflösung einer Versammlung kommt nur als allerletzter Schritt infrage."

Coronavirus in NRW: Unter 100 Neuinfektionen

Update, 15.54 Uhr: In ganz NRW wurden zum Freitag 98 neue Coronavirus-Infektionen registriert. Damit stieg die landesweite Zahl auf 36.991 seit Beginn der Pandemie. Einen weiteren Toten mit Corona-Infektion verzeichnete das NRW-Gesundheitsministerium. Die Zahl stieg damit auf 1546. 

Hinzu kamen 131 neue Genesene. Den offiziellen Zahlen zufolge haben 31.750 Menschen eine Infektion mit dem Coronavirus überstanden. Rein rechnerisch waren 3695 Menschen am Freitag akut infiziert - 34 weniger als am Donnerstag. Diese Zahl verringerte sich derzeit täglich.

Bei der Zahl der Neuinfektionen innerhalb der letzten sieben Tage liegt der Rhein-Sieg-Kreis mit 28,8 pro 100.000 Einwohner vorne, gefolgt vom Kreis Heinsberg mit 26. In den Kreisen hatte es Ausbrüche in einer Flüchtlingsunterkunft in St. Augustin beziehungsweise in einem DPD-Depot in Hückelhoven gegeben. 

Alle anderen Städte und Kreise lagen unter 20 Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. Herne, Oberhausen und der Kreis Siegen-Wittgenstein gaben ihre Inzidenz nicht an. Mit 0,4 hatte der Kreis Herford weiterhin die wenigsten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und sieben Tage. Erst ab einem Wert von 50 würden bisherige Lockerungen wieder aufgehoben werden.

Update, 15 Uhr: Das Wetter in NRW wird besser. Die Regierung lockert die Maßnahmen zum Coronavirus. Erlaubt ist allerdings noch längst nicht alles. Insbesondere beim Grillen muss man aufpassen.

Coronavirus in NRW: Schnelle Hilfe für Reisebüros und Künstler

Update, 13.30 Uhr: Schnelle Hilfe für Reisebüros und Künstler: Die NRW-Landesregierung hat den Bund aufgefordert, schnell ein Härtefallprogramm für Unternehmen aufzulegen, die noch länger von den Folgen der Corona-Krise betroffen sind. 

Eine Überbrückungshilfe bis zur Aufhebung der Einschränkungen benötigten unter anderem Reisebüros, Reiseveranstalter, Schausteller, Künstler, Messebauern sowie Konzert- und Eventagenturen, teilte die Landesregierung heute mit. Sie werde die Bundeshilfe um eigene Mittel in einem Härtefallprogramm ergänzen und in Anlehnung an die NRW-Soforthilfe umsetzen.

Coronavirus in NRW: Land will sich an geschwächten Unternehmen beteiligen

Update, 13.20 Uhr: Und Weiteres aus der Wirtschaft: NRW will sich an Unternehmen beteiligen, die durch die Corona-Krise finanziell in Schwierigkeiten gekommen sind. Man werde in einem ersten Aufschlag zusätzliches Eigenkapital in Höhe von 100 Millionen Euro für einen Nordrhein-Westfalen-Fonds zur Verfügung stellen, teilte die Landesregierung heute mit.

Das Land will sich damit an "etablierten Unternehmen" beteiligen, deren Eigenkapitalbasis durch die Corona-Krise geschwächt worden ist und die keine ausreichende Hilfe durch private Investoren gefunden, aber "gute Überlebenschancen" hätten. Die Hilfe soll zeitlich befristet sein und bei Bedarf aufgestockt werden können.

Coronavirus in NRW: Schutzmasken aus China in NRW angekommen

Update, 13.14 Uhr: Gleich 6,6 Millionen Schutzmasken hat ein Riesenflugzeug vom Typ Antonov 124 nach NRW gebracht. Die Transportmaschine landete heute in Düsseldorf.

6,6 Millionen Schutzmasken sind am Freitag in Düsseldorf angekommen.

Gestartet war die Maschine im ostchinesischen Hangzhou. Man habe die hochwertigen Masken zu moderaten Preisen beschaffen können, sagte Michael Kofler, Geschäftsführer der Firma PSG Procurement Services, die den Einkauf zusammen mit der Düsseldorfer Kloepfel-Gruppe organisiert hatte.

Coronavirus in NRW: NRW rechnet mit massivem Wirtschaftseinbruch

Update, 13.02 Uhr: Die Landesregierung rechnet infolge der Corona-Krise mit einem massiven Wirtschaftseinbruch in NRW. Für die gesamte Wirtschaft sei ein erheblicher und teils existenziell gefährdender Einbruch der Leistung zu befürchten, heißt es in einem von Armin Laschet und  Andreas Pinkwart vorgestellten Impulspapier für einen Neustart der Wirtschaft. 

Ein Rückgang "im zweistelligen Prozentbereich" sei nicht auszuschließen. Die Stimmung in der Wirtschaft und bei den Verbrauchern habe sich erheblich verschlechtert. 

Update, 12.48 Uhr: Anfang kommende Woche möchte die NRW-Landesregierung über weitere Lockerungen entscheiden. Geplant waren die nächsten Lockerungen laut Stufen-Plan ab dem 30. Mai. Ob dies der Fall sein wird, wolle man erst nächste Woche entscheiden.

Man müsse abwarten, wie sich die Infektionszahlen entwickelten, sagte Ministerpräsident Laschet. Für Ende Mai war etwa vorgesehen, Theatern und Kinos unter strengen Auflagen den Betrieb wieder zu erlauben.

Coronavirus in NRW: Landesregierung plant Familienbonus

Update, 12.23 Uhr: Familien sollten nach Ansicht der NRW-Landesregierung in der Corona-Krise einen Familienbonus von 600 Euro pro Kind bekommen. Das Kindergeld solle damit einmalig aufgestockt werden, schlugen Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) heute in Düsseldorf vor. 

Ein solcher Bonus sei ein schnell wirksames Mittel, das die Kaufkraft stärke und dem Einzelhandel zusätzliche Nachfrage bringe. Der Bund müsse schnell einen entsprechenden Vorschlag unterbreiten. Als Land sei man bereit, die Mittel mit einem eigenen Landesprogramm zu ergänzen.

Coronavirus in NRW: Erfolge für NRW im Kampf gegen Corona

Update, 12.20 Uhr: Die NRW-Landesregierung hat heute zehn Impulse für die Stärkung von Konjunktur und Wachstum in der Corona-Krise vorgestellt und sich zur Situation in NRW geäußert.

Auch nach der Lockerung vieler Beschränkungen hat NRW im Kampf gegen das Coronavirus nach Angaben von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) Erfolge erzielt. Seit dem 20. April habe sich die Zahl der Neuinfektionen im Land mehr als halbiert, sagte Laschet heute in Düsseldorf. 

Zuletzt habe sie im Sieben-Tage-Durchschnitt bei 144 Neuinfektionen pro Tag gelegen. Es gebe ganze Kreise ohne neue Corona-Infektionen. Die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen habe sich von rund 620 am 20. April auf 169 Patienten am 21. Mai reduziert. 

Die für Corona-Patienten reservierte Bettenzahl werde dennoch weiter erhöht bleiben, um für eine mögliche zweite Corona-Welle gewappnet zu sein.

Coronavirus in NRW: Minister äußert sich zum Mundschutz

Update, 11.36 Uhr: Wie lange müssen wir mit dem Corona-Mundschutz leben? Noch lange, glaubt NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef LaumannDer Mundschutz werde noch lange Bestandteil des öffentlichen Lebens sein, so Laumann. Der Minister nannte auch einen Zeitraum.

Update, 11.22 Uhr: NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sieht angesichts der sinkenden Corona-Infektionszahlen "keinen Grund, den Menschen das Reisen weiterhin zu verbieten". Wenn weiter Fortschritte gemacht würden, werde die Lage "in ein paar Wochen" hoffentlich noch besser sein, sagte Laumann in einem Interview. Aktuell herrschen in Europa Einschränkungen für Urlaubreisen.

Coronavirus in NRW: Häufigere Tests für Lehrer und Pfleger?

Update, 11.01 Uhr: Die SPD-Opposition in NRW fordert, alle Pflegekräfte und Erzieherinnen einmal wöchentlich auf das Coronavirus zu testen. Lehrkräfte müssten mindestens einmal im Monat getestet werden. "In NRW wären rund 180.000 Tests pro Woche möglich - gemacht werden aber nur knapp 80.000", sagte SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty.

Update, 10.24 Uhr: Viele Schülerinnen und Schüler in NRW stehen vor dem letzten Wochenende der langen Corona-Pause an Schulen. Nach Abschluss der Abiturprüfungen startet ab Montag (25. Mai) der Präsenzunterricht auch der restlichen Jahrgangsstufen an Gymnasien und Gesamtschulen. Es wird ein wegen der Corona-Regeln ein sporadischer Besuch der Schulen bleiben. 

Coronavirus in NRW: Kommen Massentests in Heimen?

Update, 9.35 Uhr: Kommen bald Corona-Massentests in Krankenhäusern und Pflegeheimen? Das Bundesgesundheitsministerium arbeitet an einer Ausweitung der Corona-Tests in Krankenhäusern und Pflegeheimen. Noch im Mai wolle er eine Verordnung vorlegen, die präventive Reihen-Tests in Krankenhäusern und Pflegeheimen ermöglicht, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn. "Wenn Patienten und Bewohner aufgenommen oder verlegt werden, sollten Sars-CoV-19-Tests die Regel sein", sagte er.

Update, 7.50 Uhr: Guten Morgen an diesem schönen Brückentag in NRW. Der Tag startet mit Bilanzen über die Coronavirus-Pandemie: Trotz schönem Wetter und Feiertag blieb der lange befürchtete Ansturm auf die Shopping-Hotspots Venlo und Roermond in Holland aus. "Es ist nicht so viel los, dass es problematisch ist", sagte ein Sprecher der Stadt Venlo.

Die Polizei NRW zieht ebenfalls Bilanz und zwar seit Beginn der Corona-Krise: In NRW habe es seit Inkrafttreten der Kontaktbeschränkungen in März fast 13.000 Verstöße gegeben. Laut dpa waren in den ersten Wochen 2000 bis 2500 Verstöße gegen das Kontaktverbot pro Woche registriert worden, sank ihre Zahl in der zweiten Hälfte auf zuletzt gut 300.

Coronavirus in NRW: Neun weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19

Update, 20.14 Uhr: Dank für einen ruhigen Vatertag inmitten der Corona-Krise gab es von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet. Er dankte per Twitter allen Bewohnern des Landes, die am Feiertag verantwortlich unterwegs waren: "Seit Wochen sinken die Neuinfektionen. Dies ist das Verdienst aller, die besonnen und eigenverantwortlich handeln, auch ohne Lockdown."

Update, 19.12 Uhr: Sommer, Sonne, Feiertag - doch auch in puncto Coronavirus war es in NRW ein schöner Tag. Die Zahl der gemeldeten Corona-Fälle nur um 146 gestiegen. Das waren deutlich weniger als in den Tagen zuvor, wie aus den Zahlen des NRW-Gesundheitsministeriums vom Himmelfahrtstag hervorgeht. Allerdings sind die Zahlen an Feiertagen und Wochenenden oft niedriger, weil nicht alle Ämter ihre Daten am gleichen Tag weiterleiten.

Es gab in NRW neun neue weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19. Damit stieg die Zahl der Corona-Toten im Land auf 1.545. Die Zahl der gemeldeten Infektionen insgesamt liegt nun bei 36.893. Zugleich vergrößerte sich am Donnerstag die Zahl der Genesenen um 284. Die Gesamtzahl der Genesenen legte auf 31.619 zu. Die Meldung einer Genesung ist allerdings immer freiwillig, deswegen gelten diese Zahlen nur als Annäherungswert.

Wegen eines Ausbruchs des Coronavirus in einem Flüchtlingsheim im Rhein-Sieg-Kreis stieg die Zahl der Neuinfektionen dort binnen sieben Tagen auf 29,5 pro 100 .000 Einwohner. Damit steht der Kreis derzeit an der Spitze in NRW. Danach folgte der Kreis Heinsberg, in dem der Wert auf 27,1 stieg.

Coronavirus in NRW: Vatertag verlief weitgehend ruhig

Update, 17.53 Uhr: Nie wieder "Terraristika" in Hamm? Die Tierrechtsorganisation Peta fordert ein Verbot der deutschlandweit größten Reptilienbörse. Der Grund: Die Pandemie-Gefahr, die durch Wildtiere ausgeht. „Der Handel und die Ausbeutung von Wildtieren haben nicht nur die aktuelle Corona-Krise ausgelöst, sondern in der Vergangenheit bereits zahlreiche tödliche und hochansteckende Pandemien verursacht", heißt es.

Update, 17.04 Uhr: Ohne die Clique bringt der Bollerwagen wenig: Angesichts der Corona-Beschränkungen haben in NRW am Feiertag trotz schönstem Frühlingswetter kaum Vatertag-Touren stattgefunden. "Der Vatertag ist hier in Köln quasi ausgefallen", sagte ein Sprecher der Polizei am Nachmittag. Selbst an beliebten Orten wie dem Rheinboulevard seien bei den Kontrollen kaum Verstöße gegen die geltenden Kontaktbeschränkungen festgestellt worden.

Auch in Dortmund war der Polizei zufolge "alles im grünen Bereich". Aus Düsseldorf hieß es: "Keine nennenswerten Exzesse." Ähnlich klang das Fazit auch in Essen und Münster. Beim Spaziergang einen Bollerwagen hinter sich her zu ziehen, das ist in NRW an Himmelfahrt zwar laut aktueller Schutzverordnung erlaubt - die typischen Vatertag-Touren müssen trotzdem Corona-bedingt ausbleiben.

Coronavirus in NRW: Ansturm der Grenzstädte bleibt aus

Update, 16.10 Uhr: Der befürchtete Ansturm deutscher Shopping-Touristen in den Innenstädten und Outlets der niederländischen Grenzstädte am Vatertag ist weitgehend ausgeblieben. "Es ist lange nicht so voll wie normal", sagte ein Sprecher der Stadt Venlo.

Auch in Roermond, wo ein großes Shopping-Outlet oft an deutschen Feiertagen viele Einkäufer aus NRW anzieht, blieb man nach Angaben eines Sprechers weit unter der maximal zugelassenen Anzahl. Nachdem am vergangenen Sonntag etliche Deutsche in die offenen Geschäfte der holländischen Städte geströmt waren, hatten die Städte deutliche Warnungen ausgesprochen.

Vatertag in Corona-Zeiten: Väter und andere Ausflügler mussten sich auf Kontrollen und besondere Verbote einstellen.

Coronavirus in NRW: Shopping-Tourismus in Venlo und Roermond

Um das Risiko von Ansteckungen mit dem Coronavirus beim Shopping zu vermindern, ist man in Venlo kreativ geworden. Breitere Einkaufsstraßen wurden mit Hilfe von Hütchen in Wege für beide Richtungen eingeteilt, damit sich nicht viele Menschen beim Passieren zu nahe kommen. Engere Gassen wurden mit Sperrgittern und mit Hilfe von Security-Kräften zu Einbahnstraßen umfunktioniert.

Eine Maskenpflicht beim Einkaufen gilt in den Niederlanden - anders als in Deutschland - nicht. Die Grenzen zwischen Holland und Deutschland waren auch während des Corona-Lockdowns nie geschlossen. Allerdings galt für Rückkehrer aus dem Ausland in NRW eine zweiwöchige Quarantäne.

Update, 15.50 Uhr:  Am Samstag (23. Mai) werden genau zwei Monate vergangen sein, in denen in Deutschland die Coronavirus-Kontaktbeschränkungen gelten. Die Menschen in NRW haben sich mit den Einschränkungen arrangiert. Seit dem 23. März ahndete die Polizei rund 13.000 Verstöße gegen die Auflagen. Die Tendenz ist abnehmend.

Coronavirus in NRW: Tanzen mit Masken in Münster

Update, 15.29 Uhr: Endlich wieder Tanzen: Mit zunächst 100 Gästen hat der Strand-Club "Coconut Beach" am Feiertag wieder geöffnet. In Münster stieg ab dem Nachmittag die nach Angaben des Clubs erste Open-Air-Party seit Beginn der Corona-Pandemie. Einlass wurde nur mit Masken gewährt, wie der Veranstalter Dockland vorab mitteilte.

Außerdem wolle man darauf achten, dass die Partygäste die Hygienevorschriften einhalten. Dazu gehörte auch, Abstand zu wahren: Zum Tanz bekam jeder Gast seinen eigenen Kreidekreis, wie der Veranstalter auf Instagram zeigte.

Update, 12.57 Uhr:Torhüter Timo Hornvom Fußball-Bundesligisten 1. FC Kölnmacht sich keine Sorgen um eine mögliche Corona-Erkrankung. Zum einen würden er und die Kollegen sehr gewissenhaft mit den Vorgaben umgehen, so Horn, zum anderen stünden die Chancen im Falle einer Infektionbei den Profis gut für einen glimpflichen Verlauf.

"Man darf sich nicht zu viel Angst machen und Panik verbreiten. Das wäre im Endeffekt schlimmer als die Krankheit selbst", sagte Horn in einer Medienrunde. Unabhängig von den regelmäßigen Corona-Tests "werden wir halbjährlich von Kopf bis Fuß auf Vorerkrankungen gecheckt. Wir sind alles fitte, junge Menschen. Das hat man ja auch bei den Jungs gesehen, die es hatten. Da waren es jeweils sehr harmlose Verläufe." Beim FC waren zwei Spieler und ein Betreuer positiv getestet worden, alle waren symptomlos.

Coronavirus in NRW: Gesundheitsministerium gibt neue Zahlen bekannt

Update, 12.13 Uhr: Das NRW-Gesundheitsministerium hat am Mittag die aktuellen Coronavirus-Zahlen veröffentlicht. Am Donnerstag gab es demnach fast doppelt so viele neue Genesene wie Infizierte: 284 weitere Menschen haben ihre Covid-19-Erkankung mittlerweile auskuriert (insgesamt nun 31.619). Zudem vermeldete das Ministerium 146 Neu-Infektionen, die Zahl aller bestätigten Fälle beträgt nun 36.839. Neun weitere Menschen starben in Verbindung mit dem Coronavirus (insgesamt 1545). 

Update, 8.53 Uhr: Heute ist Vatertag! Normalerweise würden an Christi Himmelfahrt in ganz NRW größere Wandergruppen mit Bollerwagen umherziehen und gemeinsam feiern. Das ist wegen des Coronavirus in der traditionellen Form aber nicht erlaubt. Familien mit Kindern können wandern, es gibt aber auch viele Möglichkeiten für Vatertags-Ausflüge in Nordrhein-Westfalen. Das Wetter an Christi Himmelfahrt lädt geradezu dazu ein.

Update, 21. Mai, 8.30 Uhr: Guten Morgen und herzlich willkommen zurück in unserem News-Blog rund um das Coronavirus in NRW!

Christi Himmelfahrt in NRW: Holland rechnet mit Touristen-Ansturm

Update, 21.16 Uhr: Die Anzahl der positiven Tests auf das Coronavirus bei Westfleisch liegt vor. Der Kreis Coesfeld hatte das Werk vor eineinhalb Wochen vorübergehend geschlossen, nachdem sich zahlreiche Werksarbeiter mit dem Coronavirus infiziert hatten. Nun wurden die Testergebnisse bekannt.

Update, 17.15 Uhr: Das Wetter an Christi Himmelfahrt soll traumhaft werden - ein perfekter Tag, um trotz des Feiertages in NRW shoppenzu gehen. Scharen von Einkaufstouristenfahren üblicherweise am Himmelfahrtstag und auch an Pfingsten aus NRW in die Niederlande. Vergangenes Wochenende war es in Venlo bereits so voll, dass die Stadt im Notfall auch abriegeln würde.

Venlo rechnet mit einem Ansturm von deutschen Einkaufstouristen und hat wegen Corona zur Disziplin aufgerufen. Für einen vergnüglichen Familienausflug sei es noch zu früh. Besucher sollten alleine kommen, gezielt einkaufen und dabei auf jeden Fall Abstand halten, sagte ein Sprecher der Stadt.

"Kaufen Sie also sehr planvoll ein und kommen sie nur ALLEINE", hieß es in einem Aufruf der Stadt. Auch die Niederländische Grenzstadt Roermond hat für Donnerstag stärkere Kontrollen angekündigt und noch mal auf geltende Regeln hingewiesen.

Feiertage in NRW: Niederländische Städte warnen

Gruppen, die nicht einer Familie angehörten und ohne Abstand unterwegs seien, drohe pro Person ein Bußgeld von 390 Euro, hieß es in Venlo. Sollte es trotz des Appells zu voll werden, werde die Stadt Parkplätze und Parkhäuser schließen oder auch Zufahrtsstraße abriegeln, sagte Sprecher Robert Bouten: "Bei Bedarf können Straßen vorübergehend gesperrt werden, so dass keine neuen Besucher einfahren können."

Auch Roermond zieht diesen Schritt notfalls in Betracht, wie Sprecher Remco Hochstraten sagte. Aber die Stadt gehe nicht davon aus, dass es zu voll werde. An Sonntagen, Christi Himmelfahrt und an Pfingsten sind die Geschäfte in den Niederlanden geöffnet.

Update, 16.41 Uhr: Abitur in Zeiten des Coronavirus fordert besondere Maßnahmen. Eine außergewöhnliche Zeugnisverleihung haben die Abiturienten einer Schule im Lippetal in NRW: Die Schüler erleben die Zeugnisverleihung in XXL auf der Leinwand im Autokino.  

Coronavirus in NRW: Aktuelle Fallzahlen zeigen leichtes Wachstum

Update, 15.28 Uhr: Die Infektionszahlen für NRW am Mittwoch sind da: 280 Neuinfektionen hat das NRW-Gesundheitsministerium registriert. Die Zahl der Corona-Infektionen wächst damit wieder etwas stärker.

Die meisten Neuinfektionen (142) gab es im Rhein-Sieg-Kreis, dort war das Virus in einem Flüchtlingsheim ausgebrochen. Auch die Stadt Duisburg hat heute 30 Neuinfektionen zu vermelden. Insgesamt erhöhte sich die Zahl aller bestätigten Corona-Infektionen seit Beginn der Pandemie auf 36.747

Binnen eines Tages waren außerdem zwölf neue Todesfälle bekannt geworden. Zugleich vergrößerte sich am Mittwoch die Zahl der Genesenen um 337. Die Gesamtzahl der Genesenen legte auf 31.335 zu. Die Meldung einer Genesung ist allerdings immer freiwillig, deswegen gelten diese Zahlen nur als Annäherungswert. Die Zahl der akut Infizierten in NRW verringerte sich rechnerisch leicht auf 3876.

Coronavirus in NRW: Erste Schlachtung bei Westfleisch

Update, 15.11 Uhr: Auch der zweite Tag im Testbetrieb bei Westfleisch in Coesfeld ist nach Angaben des Unternehmens heute erfolgreich verlaufen. Bei der Schlachtung von 1500 Schweinen seien alle Corona-Hygienevorschriften eingehalten worden, hieß es in einer Mitteilung des Unternehmens. Beobachtet wurde der Test von den Aufsichtsbehörden der Stadt und des Kreises Coesfeld.

Update, 14.50 Uhr: In Folge der Corona-Lockerungen dürfen Patienten in Kliniken in NRW unter Einschränkungen wieder Besucher empfangen. Pro Patient ist ein täglicher Besuch von maximal zwei Personen gestattet, teilte die Krankenhausgesellschaft NRW auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. 

Dabei bezieht sich der Verein auf die aktuellen Corona-Schutzverordnungen, die zuvor vom NRW-Gesundheitsministerium an die Krankenhäuser übermittelt wurde.

Auch wenn der Besuch wieder gestattet ist, halten einige Kliniken in NRW an ihren bisherigen Besuchsregelungen fest. In Hamm hält man die frühere Öffnung für zu risikobehaftet. Und auch der Kreis Unna sowie der Kreis Soest möchten nicht vorpreschen. Die Krankenhäuser wollen sich noch Zeit lassen und ein standardisiertes Screening zur Untersuchung der Besucher zu erstellen.

Coronavirus in NRW: Regeln für den Besuch im Krankenhaus

Nach der Corona-Schutzverordnung müssen Menschen, die ihre Angehörigen in Kliniken besuchen wollen, sich vor dem Besuch auf Symptome einer Corona-Infektion screenen lassen - beispielsweise mit einer Fiebermessung. Abstands- und Hygieneregeln seien ebenfalls strengstens zu beachten. Zudem würden Besuchsregister geführt und es sei den Krankenhäusern gestattet, Zeiträume für die Besucher festzulegen. 

"So wie vor Corona wird es nicht sein: also dass man kommen kann wann man möchte und so lange bleiben kann wie man möchte" erklärte ein Sprecher der Krankenhausgesellschaft. "Auch nicht in den nächsten Wochen und Monaten" hieß es.

Coronavirus in NRW: Klinik-Chef warnt vor frühzeitigen Lockerungen

Der Chef des Düsseldorfer Universitätsklinikums, Frank Schneider, hat vor überzogenen Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen gewarnt. "Ich habe manchmal Angst, wenn draußen jetzt wieder alles sich lockert und manche Politiker die Fahne hoch halten: "Wir müssen noch mehr lockern"", sagte der Ärztliche Direktor. 

Die nächste Infektionswelle stehe höchstwahrscheinlich bevor. "Ob die jetzt an Pfingsten kommt oder im August oder Dezember, wissen wir nicht, aber wir sind ziemlich sicher, dass sie kommt", mahnte der Universitätsprofessor. Der Ausbruch der Corona-Pandemie sei "eine Zäsur für Deutschland und die ganze Welt", stellte Schneider fest. 

Angesichts dessen könne niemand weitermachen wie zuvor. Mit seinen Behandlungskapazitäten wäre Deutschland aus seiner Sicht auch bei Ausbruch einer neuen Infektionswelle besser aufgestellt als andere Länder. "Es gibt keinen besseren Ort als hier in Deutschland zu leben im Moment." Im Vergleich zu Corona-Epizentren wie Norditalien gebe es hier die dreifache Intensivbehandlungskapazität, sagte Schneider.

Coronavirus in NRW: Hohe Nachfrage nach Soforthilfen in NRW

Update, 14.39 Uhr: Kleine und mittlere Unternehmen, Solo-Selbstständige und Freiberufler in NRW können sich seit Ende März in der Corona-Krise vom Staat unter die Arme greifen lassen. Knapp acht Wochen nach Beginn der "Soforthilfe NRW 2020" zieht die Bezirksregierung Arnsberg eine Zwischenbilanz.

Demnach seien bisher 72.526 Anträge in einem Gesamtvolumen von 708.829.000 Euro genehmigt worden. Laut der Bezirksregierung entfallen 85 Prozent der Anträge auf Unternehmen mit bis zu fünf Mitarbeitern, 9 Prozent auf Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern und 6 Prozent auf Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeiter. 

Coronavirus in NRW: Lehrer aus Risikogruppen sollen Abi-Prüfungen abnehmen

Update, 14.31 Uhr: Auch bei den Schulen gibt es heute Neuigkeiten: Lehrer aus Risikogruppen in NRW sind trotz der Corona-Pandemie verpflichtet, mündliche Abiturprüfungen abzunehmen, sofern sie kein ärztliches Attest vorlegen. Das stellte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) heute noch einmal im Schulausschuss des Landtags klar

Update, 13.43 Uhr: NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart schlägt vor, verkaufsoffene Sonntage, die ihm Rahmen des Coronavirus-Lockdowns ausgefallen sind, nachzuholen. Er betont dabei, dass er die bestehenden Regelungen zu verkaufsoffenen Sonntagen nicht in Frage stellt. 

Eine Voraussetzung für die Genehmigung verkaufsoffener Sonntage ist die Verbindung mit örtlichen Festen oder Messen. "Diese Feste gibt es ja nicht mehr", sagte Pinkwart. Außerdem erhielten Verkäuferinnen und Verkäufer Zuschläge für die Sonntagsarbeit, was auch ihren Haushalten helfe.

Coronavirus in NRW: Erste Behandlungszentren schließen

Update, 13 Uhr: In NRW schließen die erste Corona-Behandlungszentren. Da die Coronavirus-Infektionszahlen rückläufig sind, hat die Kassenärztlichen Vereinigung beschlossen, den Betrieb in einigen Zentren einzustellen. In Olpe, Siegen, Witten, dem Dortmunder Westfalenstadion und in Lüdenscheid schließen am Mittwoch die Zentren. 

Es sollen weitere in Unna, Schwerte, Bocholt, Legden und Dülmen folgen, teilt die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) mit. Beim Kreis Unna löst dies Besorgnis aus. „Die Pandemie ist noch nicht vorbei“, mahnt Pressesprecher Max Rolke. 

Ein Großteil der einst 29 Zentren soll laut der Kassenärztlichen Vereinigung aber weiterlaufen. Die Schließung der übrigen sei Ausdruck einer langsamen Rückkehr zur Normalität, betonte die Sprecherin. Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein fährt einen anderen Kur: Sie will kurzfristig keine ihrer Test-Einrichtungen schließen, wie ein Sprecher am Mittwoch sagte. "Wir werden da unsere Kapazitäten jetzt nicht zurückfahren", sagte der Sprecher am Mittwoch.

Coronavirus in NRW: Die Toten Hosen sagen "Alles ohne Strom"-Tour ab

Update, 12.41 Uhr: Die Band "Die Toten Hosen" sagt wegen des Coronavirus die "Alles ohne Strom"-Tournee komplett ab - sie wird nicht verschoben. In NRW wäre die Band unter anderem in Dortmund und der Heimatstadt Düsseldorf aufgetreten. Dass die Tour nicht im kommenden Jahr stattfinden kann soll laut einer Mitteilung der Band an organisatorischen Problemen liegen: "Wir könnten die Tour 2021 nicht so spielen, wie wir sie uns immer vorgestellt haben. Weder logistisch noch von der Besetzung her hätten wir die Konzertreise so umsetzen können, wie das unseren eigenen Ansprüchen genügt."

Die Toten Hosen entschuldigen sich bei den Fans, die sich schon auf die Konzerte gefreut haben, aber "die Abende, an denen wir uns wiedersehen werden, müssen hundertprozentig stimmen und erlauben keine Kompromisse", sagt die Band aus NRW. Kompromisse wären wegen der Coronavirus-Pandemie vorerst unumgänglich gewesen.

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Liebe Freundinnen und Freunde, die wg. COVID-19 durch behördliche Auflagen abgesagte „Alles ohne Strom“-Tournee 2020 wird nicht verschoben, sondern fällt leider komplett aus. Natürlich hatten wir zuerst an eine Verlegung ins nächste Jahr gedacht und diesbezüglich alle Optionen geprüft, sind dabei aber an organisatorischen Problemen gescheitert. Wir könnten die Tour 2021 nicht so spielen, wie wir sie uns immer vorgestellt haben. Weder logistisch noch von der Besetzung her hätten wir die Konzertreise so umsetzen können, wie das unseren eigenen Ansprüchen genügt. Die Enttäuschung über diese Erkenntnis ist bei uns riesengroß. Letztendlich haben wir das ganze Akustikalbum ja nur als Wegbereiter für dieses Abenteuer eingespielt. Der Traum von uns, mit einer großen Big Band durch die Lande zu ziehen, wird fürs Erste nicht realisiert werden können. Es tut uns Leid für alle, die sich so sehr darauf gefreut haben wie wir, aber die Abende, an denen wir uns wiedersehen werden, müssen hundertprozentig stimmen und erlauben keine Kompromisse. Das sind wir Euch und uns schuldig. Lasst uns hoffen, dass wir alle diese seltsame Pandemie und all ihre Begleiterscheinungen möglichst bald durchgestanden haben. Wir wünschen Euch alles Gute. Bleibt gesund und optimistisch, You’ll Never Walk Alone. Die Toten Hosen 20. Mai 2020 Die Erstattung der Eintrittspreise beginnt aus technischen Gründen erst am 15.06.20 (in der Schweiz und Österreich am 30.6.20) und zwar ausschließlich über die Stellen, wo Ihr Eure Tickets gekauft habt. Wenn Ihr Eure Tickets online gekauft habt, müsst Ihr selber nichts unternehmen, die entsprechenden Vorverkaufsstellen werden sich ab diesem Datum automatisch mit Euch in Verbindung setzen. Alle anderen Käufer wenden sich bitte erst ab diesem Datum an die entsprechenden Vorverkaufsstellen. Aufgrund der Vielzahl der abzuwickelnden Prozesse bitten wir Euch um Verständnis, dass wir leider nicht in der Lage sein werden, auf individuelle Anfragen zu antworten. Sollten für die Rückabwicklung weitere Schritte notwendig sein, meldet sich die jeweilige Stelle zeitnah bei euch. #allesohnestrom

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Bereits gekaufte Tickets würden ab dem 15. Juni erstattet, in der Schweiz und Österreich ab dem 30. Juni - ausschließlich von den Stellen, von denen sie erworben wurden. Diejenigen, die Tickets online bestellt haben, müssten nichts unternehmen: Die Vorverkaufsstellen wenden sich an die Käufer.

Coronavirus in NRW: Chöre dürfen nach Lockerungen wieder singen

Update, 12.02 Uhr: Trotz des Coronavirus dürfen alle Chöre, Musikvereine und Orchester in NRW ab sofort wieder proben - unter der Voraussetzung, dass neben Hygiene- auch klar definierte, strengere Abstandsregeln eingehalten werden. Das Land NRW hat auf Anfrage unserer Redaktion die neuen Regeln erläutert und konkretisiert.

Update, 11.43 Uhr: Nach dem Coronavirus-Shutdown in NRW beginnt der eingeschränkte Regelbetrieb für Kinder in Kitas und bei Tageseltern am 8. Juni. Das teilt die Landesregierung nach dpa-Informationen mit. NRW-Familienminister Joachim Stamp informiert um 12 Uhr über weitere, aktuelle Maßnahmen für die Kindertagesbetreuung.

Coronavirus in NRW: Lockerungen ermöglichen Picknick

Update, 11.21 Uhr: In die neue Corona-Schutzverordnung für NRW hat sich eine kleine Panne eingeschlichen: Picknicks sind laut Landesregierung seit Mittwoch zwar wieder erlaubt, sie werden aber in der Verordnung weiter als Ordnungswidrigkeit geführt. Laut Gesundheitsministerium ein Fehler im Lektorat - der aber keine rechtlichen Folgen habe. 

In der am Dienstagabend veröffentlichten Verordnung hatte das Ministerium unter §10 (Freizeit- und Vergnügungsstätten) das bisherige Picknick-Verbot entfernt - nur das Grillen "auf öffentlichen Plätzen oder Anlagen" ist laut dem Paragrafen weiter untersagt. Am Ende der aktuellen Verordnung, in der sämtliche Ordnungswidrigkeiten aufgeführt werden, heißt es allerdings weiterhin: Eine Geldbuße drohe, wenn man "entgegen § 10 Absatz 7 an einem Picknick oder einem Grillen auf einem öffentlichen Platz oder einer öffentlichen Anlage beteiligt ist." 

Da man aber keine Geldbuße für etwas verhängen könne, das - in dem anderen Paragrafen - gar nicht verboten ist, habe der Fehler keine Folgen. Er werde dennoch in der kommenden Version der Coronaschutz-Verordnung korrigiert, so das Gesundheitsministerium am Mittwoch.

Coronavirus in NRW: Freibäder gehen wieder an den Start

Update, 10.44 Uhr: In NRW haben am Mittwochmorgen unter besonderen Schutzmaßnahmen in der Corona-Krise die ersten Freibäder geöffnet. So warteten die ersten Schwimmfans in Ochtrup im nördlichen Münsterland bereits um kurz vor 6 Uhr auf den Einlass. 

Hier war die Freude doppelt groß, denn das Bergfreibad wurde seit dem vergangenen Jahr saniert. Im vergangenen Jahr war die Freibad-Saison in der Stadt im Kreis Steinfurt bis auf drei Tage ausgefallen. "Wir haben die ersten 100 Schwimmer ab 6 Uhr eingelassen", sagte der Leiter der Stadtwerke Ochtrup, Robert Ohlemüller, als Badbetreiber am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. "Bereits die Frühschwimmer standen Schlange".

Robert Ohlemüller, Leiter der Stadtwerke Ochtrup, steht neben dem Schwimmbecken im Bergfreibad in Ochtrup - am ersten Öffnungstag der Saison. 

Wie auch in anderen Bädern in NRW galten für den Start strenge Hygieneregeln. So sind vorerst die warmen Duschen im Bereich der Umkleidekabinen geschlossen. Nach dem ersten Durchgang folgte eine Reinigung, bevor dann erneut 100 Schwimmer ins Bergfreibad durften. "Wir lernen jetzt und schauen, wie die Leute sich verhalten. Nach der ersten Woche werden wir entscheiden, ob wir mehr als 100 zulassen", sagt Ohlemüller. Von den Regeln her dürften es ein paar mehr sein. Der Einlass ist nur nach vorheriger Online-Anmeldung möglich.

Coronavirus in NRW: Freibäder dürfen wieder öffnen

Update, 9.36 Uhr: In NRW öffnen die ersten Freibäder am heutigen Mittwoch bei mildem Wetter. Allerdings werden zum Schutz vor dem Coronavirus deutlich weniger Tickets als normalerweise üblich angeboten. Und die sind zudem nur für einige Stunden gültig. 

Für den Vatertag, an dem viel Sonne und Sommer-Temperaturen erwartet werden, gibt es in mehreren Freibädern schon Tage vorher keine Eintrittskarten mehr. So waren am Dienstag für das Düsseldorfer "Strandbad Lörick" und das Bergfreibad Ochtrup im Münsterland online keine freien Termine mehr zu buchen. Natürlich gibt es für alle, die keine Freibad-Tickets mehr ergattern können, in NRW auch zahlreiche andere Möglichkeiten, Ausflüge zu unternehmen.

Coronavirus in NRW: Freibäder mit Zugangsbeschränkungen und Regeln

Zum heutigen Start der Freibadsaison in NRW müssen sich Gäste auf Zugangsbeschränkungen und neue Regeln einstellen. Der spontane Sprung ins kühle Nass nach der Arbeit wird nicht überall uneingeschränkt möglich sein, wie Christian Ochsenbauer, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen (DGfB), zur bundesweiten Situation in der Corona-Krise sagte. 

Am ersten Tag der Freibadöffnung zeigt Besucherin Helga am Eingang zum Bergfreibad in Ochtrup (NRW) ihren Personalausweis vor. 

Stattdessen wollten viele Bäder Zeitkarten anbieten, um die Besucherströme zu kanalisieren. Für die Becken empfiehlt die DGfB eine Zugangsbeschränkung, so dass die Abstandsregeln auch im Wasser eingehalten werden können. "Es kann dann schon passieren, dass die Leute in einer Warteschlange vor dem Becken stehen müssen", betonte Ochsenbauer. 

Längst nicht alle Freibäder öffnen allerdings am heutigen Mittwoch schon wieder. Im Kreis Unna etwa lassen sich viele Bäder aus verschiedenen Gründen noch Zeit mit der Öffnung. Und auch in Hamm feilen die Bäder noch an den Hygienekonzepten, die etliche Details regeln müssen

Schwimmmeister Björn Bendias desinfiziert zwischen zwei Schwimmzeiten die Handläufe neben dem Schwimmbecken im Bergfreibad in Ochtrup (NRW). Hier wird im Schichtbetrieb gebadet - nach zwei Stunden wird das Bad desinfiziert bevor die nächsten Gäste kommen. 

Coronavirus in NRW: Regeln für Freibäder - Abstand auf der Liegewiese

Auch auf den Liegewiesen gelten die bekannten Abstands- und Kontaktgebote - Bademeister oder Security-Kräfte sollen für deren Einhaltung sorgen. 

Sorgen machen, dass sich das Virus über das Wasser verbreitet, muss sich niemand: Nach Angaben des Umweltbundesamtes sorgen Filtration und Desinfektion in herkömmlichem Schwimmbadwasser dafür, dass Viren verlässlich inaktiviert werden. 

Coronavirus in NRW: Tattoo- und Piercingstudios dürfen wieder öffnen

Update, 8.02 Uhr: Nach Massage- oder Kosmetikstudios dürfen in der Corona-Krise in NRW ab sofort auch Tattoo- und Piercingstudios wieder öffnen. Dort gelten die gleichen Hygienevorgaben, wozu ein Mund-Nase-Schutz und - bei Behandlungen am Gesicht - für die Dienstleister eine Spezialmaske, Schutzbrille oder Schutzschild gehören.

Wie die Landesregierung mitteilte, sind auch Picknicks wieder erlaubt. Das Grillen im Park bleibt weiter verboten - eine wichtige Einschränkung vor dem Vatertag.

Update, 7.39 Uhr: Der heutige 20. Mai ist ein Tag neuer Lockerungen in der Corona-Krise. Ab dem heutigen Mittwoch dürfen Tattoo- und Piercingstudios wieder öffnen, standesamtliche Trauungen mit Gästen sind wieder möglich und auch Picknicks wieder erlaubt.

Die Regelungen für Hochzeiten in NRW sind allerdings weiter denkbar unromantisch. In der Neufassung der Corona-Schutzverordnung heißt es: "Standesamtliche Trauungen einschließlich der Zusammenkunft unmittelbar vor dem Ort der Trauung sind auch mit Gästen zulässig." Voraussetzung: Mindestabstand von 1,5 Metern - soweit es nicht zwei Familien oder Haushalte sind. Und "insbesondere ein direkter Kontakt (Händeschütteln, Umarmen etc.)" der Gäste muss laut Verordnung vermieden werden - sowohl bei Begrüßung als auch bei der Gratulation: "Unter Beachtung dieser Regelung umfasst die Zulässigkeit sowohl die Trauzeremonie als auch das Zusammentreffen unmittelbar vor dem Ort der Trauung."

Update, 20. Mai, 7.29 Uhr: Guten Morgen und willkommen bei unserem News-Blog zum Coronavirus in NRW!

Coronavirus in NRW: Weitere Lockerungen

Update, 23.00 Uhr: Nicht nur Freibäder dürfen in NRW am Mittwoch wieder aufmachen, auch Tätowier- und Piercingstudios dürfen ihren Betrieb wieder aufnehmen. Das teilte das Land NRW am Dienst in der überarbeiteten Coronavirus-Schutzverordnung mit. Für die körperbezogenen Dienstleistungen gilt allerdings eine überarbeitete Fassung des Hygiene und Infektionsstandards.

Außerdem gibt die Landesregierung weitere Lockerungen der Coronavirus-Maßnahmen bekannt: Via Twitter teilt die NRW Staatskanzlei mit, dass auch Picknicken im öffentlichen Raum ist ab diesem Mittwoch wieder erlaubt, Grillen bleibt indes weiterhin verboten.

Laut der Coronavirus-Schutzverordnung sind in NRW außerdem wieder standesamtliche Trauungen mit Gästen zulässig - sofern der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Personen, die nicht zur eigenen Familie oder zu zwei Haushalten gehören, eingehalten werden kann. Direkter Kontakt wie beim Händeschütteln gilt es zu vermeiden

Coronavirus in NRW: Infizierte im Flüchtlingsheim

Update, 20.14 Uhr: Auch im Flüchtlingsheim in St. Augustin sind die Corona-Zahlen gestiegen: 165 Personen - 152 Bewohner und 13 Mitarbeiter - aus dem Flüchtlingsheim in NRW wurden positiv auf das Coronavirus getestet. Am Montag lag die Zahl noch bi 130. Das teilte die Bezirksregierung Köln am Dienstagabend mit. Alle infizierten Bewohner würden in gesonderten Teilen der Unterkunft untergebracht und zeigten nur schwache oder gar keine Symptome, hieß es.

Die Unterkunft biete Platz für 600 Menschen, sei derzeit aber nur mit 312 Personen belegt. Der erste Coronavirus-Fall in St. Augustin ist am Donnerstag bekannte geworden. Daraufhin sollten alle Bewohner und Mitarbeiter des Flüchtlingsheim in NRW getestet und unter Quarantäne gestellt werden.

Coronavirus in NRW: Schule in Münster mit sechs Infizierten

Update, 19.35 Uhr: Sechs Personen -zwei Lehrer und vier Schüler -  an der Hauptschule Wolbeck in Münster sind positiv auf das Coronavirus getestet worden, teilt die Stadt am Dienstag mit. Somit würden nun alle weiteren Schüler und Lehrer getestet, sagte ein Stadtsprecher. Das entspricht etwa 300 Personen. Wie es zu der Infektion kam, sei noch offen. "Egal wie - offenbar haben sich Personen nicht an die Schutzregeln gehalten", sagte der Sprecher. Auch für weitere Schulen könnte es Konsequenzen geben.

Coronavirus in NRW: Kostenübernahme für Corona-Tests löst Streit aus

Update, 19.02 Uhr: Die Frage, wer die Kosten für einen Test auf das Coronavirus übernehmen soll, sorgt zur Zeit in NRW für Streitigkeiten zwischen Kommunen und der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe  (KVWL): Gesundheitsämter in Westfalen-Lippe dürfen Corona-Tests künftig nicht mehr direkt mit den gesetzlichen Kassen abrechnen. Kommunen sind darüber empört. Doch laut NRW-Gesundheitsministerium wird das Bundesgesundheitsministerium in der kommenden Woche dazu eine Verordnung erlassen.

Diese Verordnung bestimme, dass auch Tests an bestimmten asymptomatischen Personen zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) erbracht werden dürfen, etwa im Umfeld einer infizierten Person. "Die Verordnung soll rückwirkend zum 14. Mai in Kraft treten", berichtete ein Ministeriumssprecher. Der konkrete Personenkreis, der unter diese Verordnung fällt, sei bislang nicht bekannt.

Coronavirus in NRW: Corona-Tests sorgen für Streit

Die gesetzliche Grundlage für die neue Verordnung wurde am Donnerstag im Bundestag geschaffen. Bis dato mussten die gesetzlichen Krankenkassen in NRW die Kosten für Tests für den Coronavirus nur bei Menschen mit Symptomen übernehmen.

Die KVWL hatte vergangene Woche den Gesundheitsämtern in ihrem Zuständigkeitsbereich in NRW mitgeteilt, dass sie ab morgen keine Coronavirus-Tests mehr über die gesetzliche Krankenversicherung abrechnen dürfen.  "Um die praktische Zusammenarbeit zu erleichtern und die Befundübermittlung der Abstriche durch die Labore zu beschleunigen, hat die KVWL zu Beginn der Pandemie die Gesundheitsämter in die Lage versetzt, direkt mit den Laboren zusammenzuarbeiten", teilt die KVLW in einer Stellungnahme mit.  

Coronavirus in NRW: Streit um Kosten für Corona-Tests

Wegen rückläufiger Infektionszahlen und ausreichender Schutzkleidung in den Arztpraxen in NRW, könnten begründete Coronavirus-Tests nun wieder direkt in den Praxen der niedergelassenen Ärzte vorgenommen werden, hatte die KVWL die Rücknahme der Nummern begründet.

Das führte zum Protest bei einigen Kommunen in NRW - darunter Bochum, Gelsenkirchen oder Dortmund. Die Stadt Bochum äußerte die Befürchtung, nun keine Reihenuntersuchungen von Beschäftigten ohne Symptome in Pflegeheimen, bei ambulanten Pflegediensten oder beim Rettungsdienst mehr durchführen zu können. Die Stadt Dortmund sieht in der Neuregelung eine Schwächung der Gesundheitsbehörde.

Coronavirus in NRW: Testlauf bei Westfleisch erfolgreich

Update, 18.04 Uhr: Der Testbetrieb bei Westfleisch in Coesfeld ist erfolgreich gestartet. Nach mehr als einer Woche Zwangspause wegen zahlreicher Infektionen mit dem Coronavirus hat der Fleischbetrieb in NRW wieder die Arbeit aufgenommen - allerdings ohne Tiere. Einzelne Produktionsschritte wurden begleitet von Überwachungsbehörden geprüft.

Der Bürgermeister Coesfelds, Heinz Öhmann, erklärt den Hintergrund des Coronavirus-Testlaufs in der Schlachterei in NRW in einer Mitteilung: "Heute ging es nur darum, die hygienischen Anforderungen und die einzelnen Betriebsabläufe mit der Belegschaft Schritt für Schritt durchzugehen und dort, wo das noch verbessert werden kann, Optimierungen einzubauen." Am Mittwoch sollen dann die ersten 1500 Schweine bei Westfleisch in einer zweiten Testphase geschlachtet werden.  

Coronavirus in NRW: Köln hält an Karneval fest

Update, 17.24 Uhr: Der Kölner Karneval 2021 soll stattfinden. Zur möglichen Umsetzung bereitet das Festkomitee nach eigenen Angaben zwei Varianten vor - eine für den besten, einen für den schlechtesten Corona-Fall. Es sei Kreativität gefragt,sagt der oberste Karnevalist, Christoph Kuckelkorn. Die Planung wird erschwert, da unklar ist welche Einschränkungen wegen des Coronavirus gelten werden. Möglich könnte eine Proklamation des Dreigestirns im kleinen Rahmen sein und dafür mit Live-Übertragung.

Update, 17.06 Uhr: Die Stadt Köln hält trotz des Coronavirus am Karneval festhalten. Eine Komplettabsage sei "keine Option", erklärte das Festkomitee Kölner Karneval am Dienstag nach einer Treffen von rund 100 Präsidentinnen und Präsidenten.

Der oberste Karnevalist Kölns, Christoph Kuckelkorn, nennt das Fest in der Stadt ein "verbindendes Element". In der Coronavirus-Krise besonders wichtig: "Diese soziale Kraft brauchen wir gerade schweren Zeiten wie jetzt."

Coronavirus in NRW: Freibäder in NRW öffnen nach Lockdown

Update, 15.48 Uhr: Sie sind beinahe so stark gefragt wie begehrte Konzertkarten: Bei bestem Sommerwetter öffnen morgen die ersten Freibäder in NRW - allerdings werden zum Schutz vor dem Coronavirus deutlich weniger Tickets als normalerweise üblich angeboten. Und die sind zudem nur für einige Stunden gültig. 

Für den Vatertag, an dem viel Sonne und Temperaturen von 23 Grad im Bergland bis lokal 28 Grad im Rheinland erwartet werden, gibt es in mehreren Freibädern schon Tage vorher keine Eintrittskarten mehr. So waren heute zum Beispiel für das Düsseldorfer "Strandbad Lörick" und das Bergfreibad Ochtrup im Münsterland online keine freien Termine mehr zu buchen.

Update, 15.34 Uhr: Dank zahlreicher Lockerungen kann am langen Wochenende um Christi Himmelfahrt einiges unternommen werden. Viele Ausflugsziele stehen trotz Coronavirus für Familien zur Verfügung. Hier ein paar Tipps für Ausflüge mit Kindern für das lange Wochenende in der Umgebung. Das Wetter soll laut Vorhersagen der Knaller werden!

Coronavirus in NRW: Kontaktbeschränkungen von Gericht geprüft

Update, 15.24 Uhr: Das Oberverwaltungsgericht NRW hat die Kontaktbeschränkungen im Land zur Eindämmung der Corona-Pandemie bestätigt. Die Regelungen bei Zusammenkünften und Ansammlungen im öffentlichen Raum und das Gebot des Mindestabstands seien verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden, teilte das OVG heute mit. 

Die Vorgaben angegriffen hatte eine Frau aus Bonn, die sich gegen die Pflicht beim Einkaufen, beim Arzt sowie in Bus und Bahn einen Mundschutz zu tragen und die Kontaktbeschränkungen gewehrt hatte. Wegen der eingeschränkten sozialen Kontakte fühle sie sich psychisch schwer belastet

Die Entscheidung per Eilverfahren des OVG ist nicht anfechtbar (Az.: 13 B 557/20.NE). Bereits Ende April hatte das OVG die Maskenpflicht für rechtmäßig erklärt.

Coronavirus in NRW: Erste Jugendherbergen öffnen vor Pfingsten

Update, 15.13 Uhr: Rechtzeitig zu Pfingsten 2020 öffnen die ersten Jugendherbergen im Rheinland am 28. Mai nach der Corona-Zwangspause.  Die Jugendherbergen in Westfalen-Lippe, darunter auch die großen Häuser in Münster, Dortmund und Bielefeld sollten nach früheren Angaben nicht vor dem 28. Mai öffnen. Was an Pfingsten möglich ist, haben wir für Sie zusammengefasst.

Update, 14.45 Uhr: 120 Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat das NRW-Gesundheitministerium heute bekanntgegeben. Die meisten neuen Fälle sind demnach in Gelsenkirchen registriert worden, da waren es 16 mehr als am Montag.

Insgesamt stieg die Zahl aller gemeldeten Infektionen seit Beginn der Pandemie auf 36.467. Die Zahl der Toten infolge einer Virusinfektion erhöhte sich um 13 auf 1524.

Weitere 215 Menschen genasen den Angaben zufolge nach einer Infektion, insgesamt liegt die Zahl damit bei 30.998 seit Beginn der Pandemie. Es ist jedoch freiwillig, sich wieder gesund zu melden. Deswegen ist die Angabe nur eine Annäherung. Aus den Angaben des Ministeriums ergibt sich, dass derzeit rund 3945 Menschen akut infiziert sind.

Update, 14.23 Uhr: Das Finanzamt darf nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Münster ein Konto mit Geldern aus der Corona-Soforthilfe nicht pfänden. Die Corona-Soforthilfe sei zur Milderung der finanziellen Notlage da, nicht um Gläubigeransprüche zu befriedigen, die vor März 2020 entstanden sind, stellte das Gericht klar (Az.: 1 V 1286/20 AO, Beschluss vom 13. Mai 2020).

Coronavirus in NRW: Viele Betrugsfälle mit Corona-Soforthilfen

Update, 13.56 Uhr: Im Bergischen Land gibt es mehr als 100 Verdachtsfälle von Subventionsbetrug mit Corona-Soforthilfe. Die Wuppertaler Staatsanwaltschaft geht ihnen nach. Die vermutliche Schadenshöhe erreiche inzwischen fast eine Million Euro, sagte heute Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert. 

Damit hat sich die Zahl der Fälle und der mutmaßlichen Schadenshöhe im Bergischen Land binnen zwei Wochen verfünffacht. "Unsere Arbeit ist sehr viel mehr geworden in den letzten Tagen. Wir nehmen die Ermittlungen sehr ernst. Das liegt daran, dass hier ganz offensichtlich eine allgemeine Notlage ausgenutzt worden ist. Das hat so eine gewisse Parallele zum Plündern", sagte Baumert. 

Heute durchsuchten Ermittler eine Wuppertaler Wohnung eines Verdächtigen, der sofort ein Geständnis abgelegt habe. Obwohl er keinen Anspruch auf Soforthilfe gehabt haben dürfte, habe er 9000 Euro kassiert. 

Die mit Abstand meisten Fälle erreichten die Ermittler nach wie vor durch Geldwäsche-Verdachtsanzeigen von Banken und Sparkassen.

Coronavirus in NRW: Einzelhändler können noch nicht aufatmen

Update, 13.41 Uhr: Im Einzelhandel in NRW geht es nur langsam aufwärts. Von einer Normalisierung im Einkaufsverhalten der Konsumenten kann noch lange keine Rede sein, wie eine aktuelle Umfrage des Handelsverbandes Nordrhein-Westfalen ergab.

"Wir freuen uns, dass erste Anzeichen einer Belebung erkennbar sind, sehen aber nach wie vor große Gefahren für das wirtschaftliche Überleben vieler Einzelhandelsbetriebe", sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes, Peter Achten, heute in Düsseldorf. 

Gut jeder zehnte befragte Händler bewerte das Risiko einer Geschäftsaufgabe weiterhin als "groß", jeder zwanzigste sogar als "sehr groß", berichtete Achten. Rund die Hälfte der befragten Unternehmen erreichen aktuell der Umfrage zufolge maximal 60 Prozent der Vorjahresumsätze. 

Gegenüber der Vorwoche bedeutet dies allerdings bereits eine spürbare Verbesserung. Die Kundenfrequenzen seien in der vergangenen Woche ebenfalls merklich angestiegen, betonte Achten. Allerdings klagten weiterhin mehr als ein Drittel der befragten Händler, nicht einmal halb so viele Besucher im Laden gehabt zu haben wie normalerweise.

Coronavirus in NRW: Ministerin macht sich ein Bild vom Schulbetrieb

Update, 11.56 Uhr:  NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer hat heute eine Realschule in Düsseldorf besucht. Der Schulbetrieb unter Auflagen des Corona-Infektionsschutzes hat sich nach Einschätzung der FDP-Politikerin eingespielt.

Die Rückmeldungen aus den Schulen zeigten, dass der Start in den vergangenen Wochen "überwiegend reibungslos" funktioniert habe. Die ließ sich die Ministerin Schulräume zeigen und sprach mit Schulleitung und Schülern der 9. Jahrgangsstufe über das Lernen in Corona-Zeiten. "Es ist schön zu sehen, wie gut der Schulbetrieb unter Einhaltung der Hygienestandards und der Infektionsschutz-Maßnahmen nach der pandemiebedingten Schließung organisiert wurde", lobte Gebauer nach Angaben ihres Ministeriums. 

Schulministerin Yvonne Gebauer hat sich am Dienstag an einer Realschule in Düsseldorf den Schulbetrieb in Corona-Zeiten angeschaut. 

NRW hatte den Schulbetrieb nach wochenlanger Zwangspause zunächst Ende April für die aktuellen Abschlussklassen wieder aufgenommen

Coronavirus in NRW: Vorräte an Blutkonserven könnten knapp werden

Update, 11.39 Uhr: Der Bedarf an Blutkonserven ist laut DRK nach einem Tief zu Beginn der Corona-Krise wieder stark angestiegen. Doch weil weiterhin viele geplante Blutspendetermine abgesagt werden, drohen die Vorräte knapp zu werden, warnte heute der Blutspendedienst West

"Corona hat alles komplett durcheinandergewirbelt", sagte Sprecher Stephan David Küpper. Der Bedarf an Blutpräparaten sei nach einem Rückgang sprunghaft wieder gewachsen, weil nach dem coronabedingten Verzicht auf viele Eingriffe inzwischen wieder mehr operiert werde. "Die Kliniken fahren Volllast, aber wir können die Termine nicht zurückholen", erklärte er die aktuelle Sorge des Blutspendewesens.

Von Mai bis Ende August seien allein in NRW bislang mehr als 450 geplante Termine abgesagt worden, mehr als jeder Fünfte, so Küpper. Das entspreche etwa 21.000 Blutkonserven. "Jeder Blutbeutel, der uns fehlt, hat Auswirkungen auf die Versorgungslage", sagte er. Der DRK-Blutspendedienst deckt nach eigenen Angaben etwa drei Viertel des Gesamtbedarfs an Blutspenden.

Coronavirus in NRW: Bravo Hits Party im Autokino am Flughafen 

Update, 11.17 Uhr: Filme und Gottesdienste können auf Deutschlands größter LED-Leinwand am Flughafen Paderborn-Lippstadt schon länger verfolgt werden. Jetzt möchte der Airport in seinem Autokino auch Live-Events stattfinden lassen, wie aus einer Pressemitteilung des Flughafens hervorgeht.

Demnach habe der Veranstalter Eventteam Wiegelmann bekannte Musiker und Entertainer wie Revolverheld, Oli P. oder Matze Knop ins Programm genommen. 

Im Autokino am Flughafen Paderborn-Lippstadt soll es bald auch Live-Events mit Musik und Comedy geben. 

Los gehen soll es am 22. Mai mit „E!vis – The King is back“. Die erste Bravo Hits Party mit Oli P. startet am 30. Mai, bevor am Tag darauf beim Musical Fieber ein Mix der beliebtesten Songs von Chris Murray und weiteren deutschen Stars der Szene zum Besten gegeben werden. 

Im Juni stehen dann Revolverheld und Comedian Matze Knop auf der Bühne am Autokino. Die Termine sollen laut Veranstalter noch bekannt gegeben werden.

Coronavirus in NRW: Nicht alle Freibäder öffnen am Mittwoch

Update, 11.09 Uhr: Am Mittwoch dürfen Freibäder in NRW wieder öffnen. Es gelten aber viele Einschränkungen und Regeln. Aufgrund der umfangreichen Hygieneregeln können längst nicht alle Bäder am Tag der Öffnungserlaubnis in NRW wieder Besucher in die Becken lassen. 

In Hamm beispielsweise werden die Becken noch eine ganze Zeit lang verwaist bleiben

Coronavirus in NRW: Was ist an Vatertag erlaubt?

Update, 10.48 Uhr: In NRW steht mit Christi Himmelfahrt der nächste Feiertag in Zeiten des Coronavirus bevor - bei Traumwetter. Werden wir trotz des Coronavirus Männergruppen mit Bollerwagen auf Tour sehen? Was ist erlaubt, was ist verboten? Hier geben wir einen Überblick.

Update, 10.01 Uhr: Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag bei 0,91. Das bedeutet, dass jeder Infizierte im Mittel etwas weniger als eine weitere Person ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. 

Coronavirus in NRW: RKI gibt neue Reproduktionszahl bekannt

Zudem gibt das RKI ein sogenanntes 7-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 0,82. 

Er zeigt das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen.

Coronavirus in NRW: Ab Juni wieder mehr Flüge

Update, 9.29 Uhr: Nach dem dramatischen Einbruch der Passagierzahlen durch die Corona-Krise hoffen die Flughäfen in NRW ab Juni auf einen schrittweisen Anstieg der Starts und Landungen. "Für Juni erwarten wir eine sukzessive Steigerung des Verkehrsaufkommens", sagte ein Sprecher des größten NRW-Airports in Düsseldorf

Einige Fluggesellschaften wie beispielsweise Eurowings hätten für den kommenden Monat bereits mehr Flüge angekündigt. 

Coronavirus in NRW: Westfleisch fährt Betrieb wieder hoch

Update, 8.25 Uhr: Nach einer Zwangspause wegen zahlreicher Corona-Infektionen beginnt Westfleisch heute mit einem Testbetrieb im Coesfelder Werk. Im ersten Schritt sollen aber noch keine Schweine geschlachtet werden. Das stufenweise Hochfahren des Betriebes wird von Überwachungsbehörden begleitet. 

Notwendige Korrekturmaßnahmen würden direkt im Anschluss mit dem Unternehmen besprochen, hieß es. Die ersten 1500 Schweine sollen nach Unternehmensangaben morgen in einer zweiten Testphase geschlachtet werden. Auch dieser Prozess findet noch unter Aufsicht statt. 

Westfleisch will dann in Abstimmung mit den Behörden beraten, wie es an den nächsten Arbeitstagen weitergeht. Eingesetzt werden sollen nur Mitarbeiter, die mehrfach negative Testergebnisse auf das Coronavirus vorweisen können.

Update, 7.27 Uhr: Guten Morgen an diesem Dienstag. Auch heute schauen wir auf NRW und auf das, was sich im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie im Land tut. 

  • Bleiben die Infektionszahlen so niedrig wie gestern?
  • Was tut sich eigentlich an den Flughäfen Düsseldorf, Köln/Bonn oder Dortmund? 
  • Was ist jetzt am Donnerstag erlaubt und was verboten, wenn die Väter an Christi Himmelfahrt feiern möchten?
  • Wie sind die Freibäder für den ab morgen erlaubten Start aufgestellt?

Diese und viele weitere Fragen werden wir heute beantworten. 

Coronavirus in NRW: Nur sehr wenige Neuinfektionen

Update, 18. Mai, 22.05 Uhr: Das Wichtigste zum Coronavirus in NRW vom Tage: +++ Nur 79 Neuinfektionen mit dem Coronavirus sind am Montag (18. Mai) in NRW registriert worden. Das war die geringste Zahl seit dem Höhepunkt der Pandemie. +++ Seit Sonntag starben sieben Menschen, die Covid-19-positiv getestet worden waren. +++ In NRW müssen Bars aufgrund der Coronavirus-Pandemie weiterhin geschlossen bleiben. +++ Der Westfleisch-Betrieb in Coesfeld, in dem 270 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet wurden, fährt nach der Zwangspause ab Dienstag stufenweise die Produktion hoch. +++ Die Freibäder richten sich auf den Saisonstart am Mittwoch ein.

Update, 18. Mai, 20.11 Uhr: Das NRW-Gesundheitsministerium hat neue Fallzahlen zum Coronavirus bekannt gegeben. Hier der Überblick über die Kreise und kreisfreien Städte:

Stadt/Kreis

bestätigte
Fälle

Todesfälle

genesene Fälle

Aachen und Region

1.951

87

1.780

Bielefeld

408

4

365

Bochum

489

18

409

Bonn

692

6

666

Borken (Kreis)

1.003

38

826

Bottrop

186

6

155

Coesfeld (Kreis)

827

24

475

Dortmund

721

6

687

Duisburg

1.054

47

790

Düren (Kreis)

588

38

518

Düsseldorf

1.278

30

1.028

Ennepe-Ruhr-Kreis

413

14

367

Essen

812

35

678

Euskirchen (Kreis)

432

20

313

Gelsenkirchen

369

12

292

Gütersloh (Kreis)

608

19

564

Hagen

317

11

244

Hamm

471

36

358

Heinsberg (Kreis)

1.849

68

1.630

Herford (Kreis)

330

7

306

Herne

185

1

159

Hochsauerlandkreis

599

17

557

Höxter (Kreis)

333

15

268

Kleve (Kreis)

629

33

524

Köln

2.423

91

2.193

Krefeld

593

22

508

Leverkusen

226

5

199

Lippe (Kreis)

738

29

661

Märkischer Kreis

590

27

474

Mettmann (Kreis)

909

71

778

Minden-Lübbecke (Kreis)

470

8

404

Mönchengladbach

575

38

432

Mülheim/Ruhr

192

9

161

Münster

677

13

619

Oberbergischer Kreis

472

16

430

Oberhausen

254

6

215

Olpe (Kreis)

619

52

519

Paderborn (Kreis)

613

31

524

Recklinghausen

1.247

34

1.020

Remscheid

234

16

220

Rhein-Erft-Kreis

1.080

71

899

Rheinisch-Berg. Kreis

456

18

390

Rhein-Kreis Neuss

661

18

602

Rhein-Sieg-Kreis

1.229

48

1.097

Siegen-Wittgenstein (Kreis)

307

8

272

Soest (Kreis)

359

6

340

Solingen

239

7

214

Steinfurt (Kreis)

1.322

78

1.128

Unna (Kreis)

657

35

423

Viersen (Kreis)

691

35

483

Warendorf (Kreis)

483

16

438

Wesel (Kreis)

591

26

481

Wuppertal

896

80

700

Gesamt

36.347

1.511

30.783

Update, 18. Mai, 17.58 Uhr: Westfleisch nimmt am Standort Coesfeld am Dienstag (19. Mai) nach etwa einwöchiger Corona-Zwangspause testweise den Betrieb wieder auf. Das teilte das Unternehmen am Montag in Münster mit. Allerdings fährt das fleischverarbeitende Großunternehmen stufenweise hoch.

Update, 18. Mai, 17.30 Uhr: Der Karneval in der Stadt Euskirchen fällt in seiner traditionellen Form der Corona-Pandemie zum Opfer. Man werde die bevorstehende Session um ein Jahr "verschieben"."

Update, 18. Mai, 16.44 Uhr: Die Test-Ergebnisse aus dem Kreis Heinsberg sind da. Hier ist das Depot vom Paketzusteller DPD geschlossen worden, nachdem mehrere Mitarbeiter an dem Coronavirus erkrankten.

Coronavirus in NRW: Sommerurlaub auf regionalen Campingplätzen

Update, 18. Mai, 15.49 Uhr: Der Sommerurlaub wird wohl in vielen Fälle regional ablaufen. Es gibt einen Ansturm auf Campingplätze, Pensionen und Hotels in NRW. Vielen erscheint es wohl sicherer, im eigenen Bundesland zu bleiben.

Update, 18. Mai, 15.31 Uhr: Nur 79 Neuinfektionen mit dem Coronavirus sind heute in NRW registriert worden. Das war die geringste Zahl seit dem Höhepunkt der Pandemie. Insgesamt steigerte sich die Zahl der bestätigten Infektionen den Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums zufolge damit leicht auf 36 347 Fälle am Montag. Seit Sonntag starben sieben Menschen, die Covid-19-positiv getestet worden waren.

101 weitere Menschen meldeten sich wieder gesund. Damit haben bisher 30 783 Menschen eine Infektion überstanden. Den offiziellen Angaben zufolge sinkt die Anzahl der akut Infizierten in NRW weiter. Rechnerisch ergibt sich, dass am Montag noch 4053 Menschen mit dem Coronavirus infiziert waren.

Binnen sieben Tagen zählten die Gesundheitsämter landesweit 1032 Infektionen. Im selben Zeitraum starben 56 Menschen in NRW. Solche Zahlen wurden am 10. April noch innerhalb eines Tages vermeldet. Seit dem vergangenen Dienstag sind fast 1800 Menschen wieder gesund geworden.

Coronavirus in NRW: Freibäder machen wieder auf - mit vielen Regeln

Update, 18. Mai, 15.18 Uhr: Die Freibäder in Nordrhein-Westfalen bereiten sich auf die für diesen Mittwoch erlaubte Öffnung vor. Als eines der ersten Bäder in NRW soll Düsseldorfs größtes Freibad, das "Strandbad Lörick", aufmachen. Am Wochenende wurden vom Gesundheitsministerium die Regeln veröffentlicht, die auch im Löricker Bad ab Mittwoch umgesetzt werden müssen.

Update, 18. Mai, 14.27 Uhr: Nachdem Demonstrationen unter strengen Auflagen gegen das Coronavirus in NRW wieder erlaubt sind, sind am Wochenende Menschen zu etwa 100 angemeldeten Versammlungen zusammengekommen. 60 davon hätten im Zusammenhang mit Corona gestanden, teilte das Innenministerium am Montag auf Anfrage mit. "Wer davon aber gegen die Schutzmaßnahmen demonstrierte und wer nicht, ist nicht weiter aufschlüsselbar", sagte eine Ministeriumssprecherin.

So hatten sich zum Beispiel auf dem Kölner Roncalliplatz mehrere hundert Menschen zu einer Demonstration gegen Verschwörungstheorien versammelt. In Düsseldorf demonstrierten dagegen etwa 300 Menschen an verschiedenen Orten gegen diverse Corona-Maßnahmen.

Coronavirus in NRW: Andrang auf nordrhein-westfälische Campingplätze 

Update, 18. Mai, 14.07 Uhr: 19 Tonnen Ladung- diese Lieferung kam in der Nacht zu Sonntag im Flughafen Paderborn-Lippstadt an. Ein Frachtflugzeug hat circa fünf Millionen Schutzmasken aus China gebracht. Sie gehen an das Unternehmen Casada International. 

„Der Bedarf an Schutzmasken ist weiterhin sehr hoch. Wir haben schon seit längerem Lieferungen zur Versorgung von Mitarbeitern in Alten- und Pflegeheimen sowie für darauf angewiesene Unternehmen durchgeführt. Die neuen Schutzmasken kommen sowohl im Raum Paderborn als auch deutschlandweit zum Einsatz“, sagt Eduard Schlegel, Sales Director der Casada International GmbH.

Update, 18. Mai, 13.22 Uhr: Camper und Urlaubsplaner aufgepasst: Die Campingplatzbetreiber in NRW erleben für das anstehende lange Himmelfahrts-Wochenende einen ungewöhnlichen Ansturm. Die Plätze seien landesweit so gut wie ausgebucht, sagte der Verbandsvorsitzende Leo Ingenlath am Montag. Auch für die Sommerferien gebe es schon ungewöhnlich viele Buchungen, etwa für zweiwöchige Aufenthalte.

Auch für den Sommerurlaub gingen jetzt schon Buchungen ein, sagte NRW-Verbandschef Ingenlath. Darunter ungewöhnlich viele für mehrere Wochen. Das betreffe nicht nur die Stellplätze für Wohnmobil oder Wohnwagen, sondern auch die Unterkünfte in den oft kleinen Häusern, die auf den Plätzen stünden.

Coronavirus in NRW: Bars bleiben geschlossen

Update, 18. Mai, 11.34 Uhr: In NRW müssen Bars aufgrund der Coronavirus-Pandemie weiterhin geschlossen bleiben. Das Infektionsrisiko sei hier zu groß, erläutert das Gesundheitsministerium in einer Vorlage an den Landtag. Dies gelte für Bars, deren "charakteristisches Angebot" nicht Speisen oder Getränke sind - wie etwa Shisha-Bars -, aber auch für solche, die vor allem in den Abendstunden öffnen und Unterhaltung anbieten. Dabei können nach Angaben des Ministeriums auch einzelne dieser Merkmale ausreichen, um das Angebot als unzulässig einzustufen. Das müsse jedoch im Einzelfall vor Ort entschieden werden.

Bars sei es bis auf weiteres untersagt, zu öffnen, da die größeren Infektionsrisiken in keinem angemessenen Verhältnis zu einem Beitrag zur Versorgung stünden, wie es etwa bei Restaurants der Fall sei. Kneipen mit Sitzmöglichkeiten dürfen unter strengen Hygiene-Regeln allerdings auch dann öffnen, wenn sie keine Speisen anbieten.

Update, 18. Mai, 10.48 Uhr: In einem Flüchtlingsheim in St. Augustin bei Bonn sind nach aktuellen Testergebnissen 130 Menschen mit Corona infiziert. Die restlichen 170 Bewohner hätten sich nicht infiziert, wie Tests gezeigt hätten, sagte am Montag eine Sprecherin der Bezirksregierung Köln.

"Es werden, wie in allen Landesunterkünften die höchsten Hygienevorschriften umgesetzt", betonte sie. Die negativ und die positiv Getesteten würden getrennt untergebracht. Auch die Außenbereiche seien getrennt. Das Essen werde ausschließlich auf den Zimmern eingenommen. Um die Belegung zu reduzieren und mehr Platz zu schaffen, würden viele negativ getestete Bewohner in eine andere Unterkunft verlegt.

Die schnelle Ausbreitung des Coronavirus' ist in Flüchtlingsheimen keine Seltenheit. Allein in Nordrhein-Westfalen waren bereits zwei Einrichtungen stärker betroffen. So wurden in Euskirchen mehr als 50 Personen positiv getestet, in Mettmann bei Düsseldorf kam es in einem Flüchtlingsheim zu mehr als 30 Positivfällen.

Coronavirus in NRW: Viele Infektionen bei Paketzusteller im Kreis Heinsberg

Update, 18. Mai, 10.20 Uhr: Wieder Krise aufgrund des Coronavirus' im Kreis Heinsberg: In einem Depot des Paketzustellers DPD in Hückelhoven ist Corona ausgebrochen. Der Kreis hat nun einen Krisenstab mit zusätzlichen Mitarbeitern ausgestattet, sie sollen die Kontakte der Infizierten herausfinden und so das Virus nachverfolgen.

Ein Krisenstab komme am Vormittag zusammen, um die weiteren Schritte zu beraten, sagte ein Kreissprecher. Alle rund 80 positiv Getesteten seien in häuslicher Quarantäne, nach aktuellem Stand sei niemand im Krankenhaus, es gebe bisher nur milde verlaufende Fälle, sagte ein DPD-Sprecher.

Der Paketzusteller hatte den Betrieb in Hückelhoven Ende vergangener Woche ausgesetzt und alle 400 Mitarbeiter in zweiwöchige Quarantäne geschickt. Die Paketzustellung in der Region werde während der Quarantänezeit von benachbarten Standorten in Erftstadt, Duisburg und Wuppertal übernommen. 

Deshalb sei mit Verzögerungen bei der Zustellung zu rechnen, sagte der DPD-Sprecher. Das Unternehmen will den vorübergehend geschlossenen Standort nach den Vorgaben des Gesundheitsamtes reinigen und desinfizieren. Nach Abschluss der Quarantänezeit solle der Betrieb weiterlaufen, sagte der DPD-Sprecher.

Nach vorläufigen Zahlen des Heinsberger Landrats Stephan Pusch (CDU) waren zunächst 80 Beschäftigte von DPD positiv auf das Coronavirus getestet worden. Etwa 340 der Proben seien ausgewertet, hatte Pusch am Samstag in einer Videobotschaft bei Facebook gesagt. Bis zum Montagmorgen gab es dazu noch keine neuen Zahlen.

Coronavirus in NRW: Jugendliche veranstalten illegales Fußballspiel

Update, 18. Mai, 9.49 Uhr: Die Bundesliga ist wieder gestartet - das hat wohl Jugendliche in Oberhausen auf eine dumme Idee gebracht. Hier hat die Polizei ein illegales Fußballturnier gestoppt. 

Laut Schätzungen der Polizei nahmen rund 100 Teilnehmer daran teil - laut Angaben des WDR waren es sogar 200 bis 300 Jugendliche.  Die Teilnehmer kamen demnach aus Essen, Mülheim und Oberhausen.

Das Fußballturnier sei vermutlich über die Sozialen Netzwerke organisiert worden, sagte ein Sprecher der Polizei. Demnach hatten die Hobby-Fußballer ihr Turnier am Samstagnachmittag bereits gestartet, als das Ordnungsamt eintraf. Der ansässige Sportverein hatte von dem Ganzen keine Ahnung und bemerkte das Turnier nur, weil Mitglieder zu Renovierungsarbeiten auf ihr Gelände kamen. 

Gemeinsam mit der Polizei, die mit vier Streifenwagen anrückte, konnte die Sportveranstaltung problemlos unterbunden werden. Die Beteiligten hätten ohne Störungen den Platz verlassen, so der Sprecher. Der Platz sei frei begehbar und nicht abgeschlossen gewesen.

Update, 18. Mai, 7.42 Uhr: Guten Morgen und willkommen zurück im News-Ticker. Am heutigen Montag dürfen in NRW die Hotels nach dem Coronavirus-Lockdown für Touristen wieder öffnen. Ebenso wie Jugendherbergen. Diese warten aber noch ab, da nach Angaben des Deutschen Jugendherbergswerks noch nicht klar ist, welche Vorgaben des Landes umgesetzt werden müssen. Touristische Regionen sind froh, rechtzeitig ins Feiertagsgeschäft starten zu können.

Nach dem Ausbruch des Coronavirus in einer Westfleisch-Fabrik in Coesfeld mussten im Kreis die Lockerungen vorerst auf Eis gelegt werden. Mit einer Woche Verspätung dürfen sich Angehörige aus zwei Haushalten  jetzt auch dort wieder treffen. Restaurants, Cafés und Kneipen mit Sitzplätzen dürfen im Innen- und Außenbereich öffnen.

Coronavirus in NRW: Covid-19-Erkrankung nach Tod diagnostiziert

Update, 19.43 Uhr: Der Pathologe Prof. Dr. Johannes Friemann hat im Klinikum Lüdenscheid bei zwei Toten, die bislang nicht als covid-19-erkrankt galten, doch noch Hinweise auf eine Corona-Infektion entdeckt, wie come-on.de* berichtet.

In einem Interview in der Zeitung Welt hatte der Mediziner Anfang April das Robert-Koch-Institut (RKI) für die Empfehlung kritisiert, Covid-19-Tote nicht zu obduzieren. Das RKI änderte anschließend seine Meinung dazu. 

Friemann und seine Kollegen erhöhten die Zahl der Obduktionen. Erste Ergebnisse liegen nun vor. Im Interview spricht der Direktor des Instituts für Pathologie über unerwartete Entdeckungen.

Coronavirus in NRW: Negativ getestete Personen sind umgezogen

Update, 19.05 Uhr: Nach Westfleisch im Kreis Coesfeld und einer DPD-Niederlassung im Kreis Heinsberg gibt es wieder einen in sich geschlossenen Bereich mit zahlreichen Coronavirus-Infektionen in NRW: In einer Flüchtlingseinrichtung in St. Augustin (Rhein-Sieg-Kreis), die 600 Personen Platz bietet, sind 70 positiv getestet worden. 300 Tests wurden gemacht, es stehen noch Ergebnisse aus. 60 negativ getestete Personen wurden woanders untergebracht.

Coronavirus in NRW: Hotels und Jugendherbergen dürfen öffnen 

Update, 19.01 Uhr: Eine Woche nach den Gastronomen im Land dürfen am Montag, 18. Mai in NRW auch wieder die Hotels und Jugendherbergen für Touristen öffnen - also die sogenannten touristischen Übernachtungen ermöglichen. 

Und noch eine gute Nachricht für Montag: Mit einwöchiger Verspätung werden die Corona-Kontaktbeschränkungen auch im Kreis Coesfeld gelockert, wo nach dem Ausbruch von Corona bei Westfleisch die ansonsten im Land gültigen Lockerungen "storniert" worden waren.

Update, 17.20 Uhr: Wenn Sie übrigens auf dem aktuellsten Stand sein wollen, was in NRW gilt, dann empfehlen wir Ihnen das Studium sowie Download und/oder Ausdruck der aktuellen Coronaschutzverordnung, die seit Samstag (16. Mai) Gültigkeit hat

Außerdem gibt es für viele Bereiche - unter anderem Freibäder - angepasste Hygiene- und Infektionsschutzstandards.

Coronavirus in NRW: 1300 Glücksbringer für den 1. FC Köln

Update, 15.53 Uhr:Der 1. FC Köln kann im ersten Heim-Geisterspiel seiner Bundesliga-Geschichte gegen den FSV Mainz 05auf mehr als 1000 Glücksbringer vertrauen. Dauerkarten-Besitzer hatten die Möglichkeit, dem Verein ihre Glücksbringer auszuleihen. Rund 1300 - von zahlreichen Trikots über Schals bis zu Teddybären - waren bis zum Spieltag eingegangen und wurden auf der Osttribüne drapiert. Die Aktion läuft weiter.

Vor dem Heimspiel sind die befürchteten Fanansammlungen übrigens ausgeblieben. "Es ist eine völlig ruhige Lage", sagte ein Polizeisprecher. Auch in der Stadt seien keine Fangruppen bekannt. Geisterspiel-Kritiker hatten zuvor mit Plakaten gegen den Neustart der Fußball-Bundesliga demonstriert. "Unser Geld ist wichtiger als eure Gesundheit", war auf den Plakaten zu lesen, die unter anderem am Kölner Dom zu sehen waren. "Bundesliga um jeden Preis", stand darunter.

Update, 13.57 Uhr: Auch am heutigen Sonntag teilt das NRW-Gesundheitsministerium wieder neue Fallzahlen des Coronavirus mit. Demnach sind insgesamt 36.268 Fälle gemeldet - im Vergleich zum Vortag sind das 134 Fälle mehr. 1504 Menschen sind in NRW im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gestorben - am Samstag lag die Zahl der Todesfälle bei 1502. Doch auch die Zahl der Genesenen steigt. 30.682 Menschen, die infiziert waren, gelten inzwischen als genesen. Das sind 282 mehr als am Vortag.

Coronavirus in NRW: Museumstag mit besonderen Aktionen

Update, 12.04 Uhr: Aus der Not nach der langen Zwangspause wegen der Coronavirus-Pandemie machen die Museen eine Tugend: Viele Kunsthäuser haben zum Internationalen Museumstag am heutigen Sonntag ihre Aktivitäten auch ins Internet verlegt. Dort können Besucher die Museen besuchen, Kataloge studieren oder die Sammlung ansehen. Ungewöhnliche Museen zeigen sich ebenfalls. Dazu gehört das Telefonmuseum in Bochum, das die telefonische Zeitansage ("Beim nächsten Ton ist es ...") wieder hören lässt, der Domschatz in Minden oder das Krankenhausmuseum Bielefeld.

Aus einer Übersicht des Deutschen Museumsbundes geht hervor, dass mindestens hundert Einrichtungen aus NRW beim Internationalen Museumstag mitmachen

Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos) erklärte, nach der wochenlangen Schließung der Museen biete der Tag eine schöne Gelegenheit, sich von den vielen unterschiedlichen Sammlungen in NRW begeistern zu lassen.

Coronavirus in NRW: Fort Fun wieder geöffnet - mit Auflagen zum Corona-Schutz

Update, 9.34 Uhr: Viele Fans von Freizeitparks dürften in den vergangenen Wochen schon befürchtet haben, dass Besuche dort wegen der Corona-Krise ins Wasser fallen. Doch auch was das betrifft, gibt jetzt einen Lichtblick. Am heutigen Sonntag öffnet etwa Fort Fun in Bestwig wieder - unter besonderen Auflagen.

Update, 17. Mai, 8.30 Uhr: Guten Morgen und willkommen zurück zum NRW-Ticker rund um das Coronavirus. Das NRW-Gesundheitsministerium justiert nach: Es gibt seit Samstag, 16. Mai, konkretere Regeln für Restaurants, Campingplätze - und erstmals auch Freibäder. Dort gilt etwa auch in der Sammeldusche Mindestabstand. In Restaurants dürfen Salzstreuer und Zahnstocher nicht offen auf den Tischen stehen. Einen Überblick über die Änderungen der Corona-Schutzverordnung sowie alle geltenden Regeln und Verbote finden Sie hier.

Coronavirus in NRW: Das war der Stand am Samstagabend

Update, 20.55 Uhr: Nach dem Revierderby, das der BVB 4:0 gegen den FC Schalke gewonnen hat, hat die Polizei Dortmund ein Kompliment übrig: In Zeiten des Coronavirus war schwer abzusehen, wie sich Fans verhalten würden, in einer Pressemitteilung schreibt die Polizei, dass sich die Fans verantwortungsbewusst verhalten haben. Der Polizeidirektor der Einheit aus NRW, Edzard Freyhoff, sagt:

"Deutschland und die Welt haben heute nach Dortmund geschaut und sich gefragt: Wie funktioniert die Bundesliga in Zeiten von Corona? Werden sich die Fans nach der Zwangspause an die noch immer geltenden Einschränkungen halten? Wir können nun sagen: Ja, das haben sie getan", erklärt der Leiter des heutigen Einsatzes, Polizeidirektor Edzard Freyhoff. "Wir sind froh, dass die Fans des BVB und des FC Schalke sich an die Appelle gehalten haben, die die Sicherheitsbehörden und auch die Vereine vor dem Spiel ausgesendet haben. Sie haben ihre und die Gesundheit anderer nicht gefährdet und das Fußballerlebnis offenbar größtenteils zuhause genossen."

Coronavirus in NRW: Friedliche Corona-Demo in Köln

Update, 18.45 Uhr: In verschiedenen Städten NRW kam es am Samstag zu Demonstrationen: Die Menschen haben gegen die Beschränkungen wegen des Coronavirus protestiert. Statt des mit 1000 Menschen angekündigte "Stadtspaziergang" in Köln waren laut Angaben der Polizei vermehrt einzelne Gruppen unterwegs. In der Innenstadt seien immer wieder kleinere Ansammlungen von Menschen aufgefallen, sagte eine Sprecherin der Kölner Polizei.

Auf dem Roncalliplatz fanden sich insgesamt etwa 300 Menschen ein, 200 davon waren zu einer linken Demonstration gegen Verschwörungstheorien angemeldet. Es blieb weitestgehend ruhig, bis auf eine Streitigkeit, im Zuge derer der Verdacht auf Körperverletzung geprüft werde, habe es keine Zwischenfälle gegeben.

Coronavirus in NRW: Corona-Demos verlaufen friedlich

Weitere friedliche Coronavirus-Demonstrationen gab es in Dortmund, Düsseldorf und Aachen. In der Stadt an der Grenze von NRW waren mehrere Demonstrationen angekündigt, darunter eine größere der AfD, bei der rund 100 Teilnehmer erwartet wurden. Ebenso ruhig verlief eine Demonstration mit 230 Personen in Essen, die ebenfalls gegen die Coronavirus-Beschränkungen auf die Straße gingen. Auch hier habe es keine Zwischenfälle gegeben, sagte ein Polizeisprecher.

Update, 16.22 Uhr: In Köln ist ein "Stadtspaziergang" mit bis zu 1000 Leuten geplant, die unter anderem gegen die Schutzmaßnahmen zum Coronavirus demonstrieren. Der Polizeipräsident kündigt "konsequentes Einschreiten" an. Polizeipräsident Uwe Jacob mahnt: „Wir werden es nach den Erfahrungen vom vergangenen Samstag (9. Mai) nicht hinnehmen, dass wir von Ignoranten unter dem Deckmantel des Grundrechts auf Versammlungsfreiheit an der Nase herumgeführt werden.

Am Samstag, 9. Mai, haben sich in vielen Städten - unter anderem in Dortmund - mehrere tausend Menschen trotz Verbots versammelt, gegen die Schutzmaßnahmen zum Coronavirus zu demonstrieren. Die Polizei Dortmund hat vor Unterwanderung aus dem rechten Lager gewarnt. Bei den Ansammlungen kam es zu Übergriffen auf Medienvertreter.

Coronavirus in NRW: Derby in Dortmund - Ungewöhnliches Spiel für Vereine

Update, 14.55 Uhr: Das Revierderby zwischen dem BVB und Schalke 04 steht vor der Tür - es ist zugleich das erste Spiel für beide nach der Pause wegen des Coronavirus. Für beide Vereine aus NRW ist es eine außergewöhnliche Situation. Auf dem Nachrichtendienst Twitter berichtet Schalke von der ungewöhnlichen Anreise: 

Die Aufstellung ist bereits bekannt. In unserem Live-Ticker können Sie das Revierderby verfolgen. Das Spiel wird wegen der Maßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus als Geisterspiel ausgetragen.

Coronavirus in NRW: Aktuelle Fallzahlen - erneut weniger Infektionen

Update, 13.40 Uhr: Erneut sind nur wenige neue Infektionen mit dem Coronavirus in NRW gemeldet worden. 185 Fälle mehr sind im Vergleich zum Vortag bekannt. Damit stieg die Zahl aller gemeldeter Infektionen auf 36.134 (Stand, 16. Mai).

Zehn weitere Todesfälle sind seit Freitag bekannt geworden. Insgesamt starben damit in NRW 1.502 Menschen, die mit dem Virus infiziert waren. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sind 30.400 Menschen wieder gesund - knapp 200 mehr als am Vortag. Eine Rückmeldung geschieht ausschließlich auf freiwilliger Basis, deswegen ist diese Zahl nur eine Annäherung.

4.232 sind aktuell noch mit dem Coronavirus in NRW infiziert. Das sind noch einmal weniger als am Freitag. 651 von ihnen werden im Krankenhaus behandelt, 229 davon auf der Intensivstation.

Coronavirus in NRW: Eindringliche Bitte an Fußball-Fans

Update, 13.15 Uhr: Kurz vor dem Bundesliga-Revierderby hat die Dortmunder Polizei erneut die Fans eindringlich aufgefordert, zuhause zu bleiben. "Wir wollen in der Pandemie-Eindämmung nicht wieder zurückfallen und erhöhte Infektionszahlen riskieren", schreibt die Polizei auf Twitter.

Bislang meldet die Polizei noch keine größeren Fanansammlungen vor dem Dortmunder Stadion. Auch an den anderen Stadien in NRW gebe es bislang noch keine Zwischenfälle.

Update, 12.30 Uhr: Wegen zahlreicher Corona-Fälle hat der Paketzusteller DPD einen Standort im Kreis Heinsberg vorübergehend geschlossen. Laut dem Unternehmen sind bislang 42 Beschäftigte positiv getestet worden, weitere Testergebnisse stehen noch aus. Insgesamt arbeiten in dem Depot 400 Mitarbeiter. Die sind jetzt alle für zwei Wochen in Quarantäne.

Coronavirus in NRW: Finanzielle Hilfen für Zoos

Update, 11.15 Uhr: Mit knapp zwölf Millionen Euro sollen Zoos und Tiergärten in NRW unterstützt werden. Das Geld stellt das Land zur Verfügung und kann ab heute bis Anfang Juni beantragt werden. Laut Landesregierung mussten durch die wochenlangen Schließungen Zoos und Tiergärten erhebliche Einnahmeausfälle hinnehmen. Seit dem 2. Mai dürfen sie wieder öffnen.

Update, 10.50 Uhr: Am Samstag sind wieder zahlreiche Demonstrationen gegen die Corona-Einschränkungen geplant. Unter anderem in Dortmund, Köln und Düsseldorf wollen Menschen protestieren. Bei unangemeldeten Demonstrationen und Verstößen gegen Abstandsregeln will die Polizei konsequent einschreiten.

Ministerpräsident Armin Laschet zeigte grundsätzlich Verständnis für Demonstrationen. "Es ist absolut legitim und eigentlich auch nicht ungewöhnlich, dass Menschen demonstrieren, wenn es zu den gravierendsten Grundrechtseinschränkungen seit dem Bestehen der Bundesrepublik kommt", sagte er der Neuen Osnabrücker Zeitung. Man müsse nur aufpassen, wer das politisch missbrauche und wissen, "dass Links- und Rechtsradikale und Reichsbürger diesen Protest für sich zu nutzen versuchen".

Update, 16. Mai, 8.10 Uhr: Guten Morgen zu unserem Live-Ticker am Samstag. Nach der Bundesliga-Pause steht heute das Derby zwischen Dortmund und Schalke an. Außerdem könnte es heute wieder voller werden in den Innenstädten. Der Handel in NRW beobachtet wieder mehr Kunden in den Einkaufsstraßen. Laut dem Handelsverband hat die Kundenfrequenz in dieser Woche vielerorts fast wieder zwei Drittel des Vorkrisen-Niveaus erreicht. In den Umsätzen spiegele sich das aber noch nicht voll wieder.

Coronavirus in NRW: Drei positive Tests bei Tönnies

Update, 22.06 Uhr: Wir fassen die wichtigsten Entwicklungen des Freitags noch einmal kompakt zusammen: +++ Die Warenhauskette Galeria Kaufhof Karstadt will angesichts der Corona-Krise 80 seiner gut 170 Filialen schließen. Tausende Mitarbeiter wären betroffen. +++ Im Rhein-Sieg-Kreis haben rund150 Erntehelfer gegen die Bedingungen in einem Spargelbetrieb protestiert. +++ Bonner Forscher planen eine neue Heinsberg-Studie. Diesmal soll es um die Frage gehen, wie lange eine Immunität anhält. +++ Auch Lehrer aus Risikogruppen sollen wieder an Schulen eingesetzt werden. +++ Angesichts der nach wie vor geltenden Abstandsregeln hat die Bundespolizei Fans von Borussia Dortmund und Schalke 04 dringend gebten, nicht zum Revierderby zu kommen. +++

Update, 20.15 Uhr: Drei Corona-Tests sind beim Fleischverarbeiter Tönnies in Rheda-Wiedenbrück bisher positiv ausgefallen. Etwa die Hälfte der Proben der rund 6.204 Mitarbeiter seien bislang ausgewertet, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Das Land hatte die Tests für alle Beschäftigten in Schlachthöfen in NRW angeordnet, nach mehr als 200 Mitarbeiter eines Westfleisch-Standortes in Coesfeld mit dem Coronavirus infiziert waren.  

Coronavirus in NRW: Steuerschätzung geht von 7,5-Milliarden-Minus aus

Update, 19.08 Uhr: Die Coronavirus-Pandemie könnte die Steuereinnahmen in NRW 2020 um 7,5 Milliarden Euro drücken. Das ergibt sich aus den bundesweiten Zahlen des Arbeitskreises Steuerschätzung. Allerdings, so teilte das NRW-Finanzministerium mit, besitze die aktuelle Schätzung nur eingeschränkte Aussagekraft, weil die Prognosen noch stark schwankten. Ursprünglich waren im Haushaltsplan Einnahmen von 65,1 Milliarden Euro vorgesehen - wegen der Auswirkungen der Sars-CoV-2-Pandemie könnten es nur noch 57,6 Milliarden wären. 

Update, 17.41 Uhr: Kriminelle Hacker nutzen die während der
Corona-Krise beliebt gewordenen Videokonferenzen aus, um vertrauliche Firmengeheimnisse auszuspionieren. So könnten zum Beispiel Geschäftsstrategien oder Zahlungswege ausgespäht werden, warnte die Polizei Köln am Freitag. 

Auch in private Videogespräche könnten Hacker eintauchen, um Nutzer anschließend mit Tonaufnahmen oder Bildern zu erpressen. "Bisher sind aber nur vereinzelt Anzeigen reingekommen", sagte ein Polizeisprecher am Freitag. 

Coronavirus in NRW: Polizei nennt neues Hacker-Phänomen "Zoom-Bombing"

Nutzer sollten genau darauf achten, wer an der Videoschalte teilnimmt. Mit einem Passwort oder einem Signalton beim Eintritt oder beim Verlassen der Konferenz lasse sich das Risiko bereits mildern. Es sei auch sinnvoll abzuwägen, welche Themen über die Konferenz-Leitung besprochen werden und welche besser nicht. Die Polizei nennt das Phänomen "Zoom-Bombing" nach dem viel genutzten Video-Konferenz-Programm "Zoom".

Coronavirus in NRW: Galeria Karstadt Kaufhof will Filialen schließen

Update, 17.24 Uhr: Nach drastischen Umsatzeinbußen durch die Corona-Kris e plant das im Schutzschirmverfahren befindliche Unternehmen Galeria Karstadt Kaufhof harte Einschnitte. Tausende Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel. 

Bei der angeschlagenen Warenhauskette droht die Schließung von bis zu 80 der gut 170 Filialen. Das geht aus einem ersten Sanierungskonzept hervor, dass am Freitag dem Gesamtbetriebsrat und anderen Gremien vorgelegt wurde, wie die Deutsche Presse-Agentur aus dem Unternehmensumfeld erfuhr. Die Zahl der bedrohten Filialen könne sich allerdings noch reduzieren, wenn die Vermieter und andere Beteiligte zu Zugeständnissen bereit seien. 

Coronavirus in NRW: Standortschließungen wegen der Corona-Krise

Nach Informationen der Wirtschaftwoche rechnen Insider mit dem Abbau von insgesamt rund 5000 Vollzeitstellen bei dem Unternehmen. Ein Sprecher des Warenhauskonzerns betonte, das Unternehmen wolle Spekulationen nicht kommentieren. 

Galeria Karstadt Kaufhof will bis zu 80 Häuser schließen - und begründet das auch mit den Auswirkungen der Corona-Krise.

Der Handelsriese hatte allerdings bereits zu Wochenbeginn die Mitarbeiter auf Standortschließungen und einen weiteren Stellenabbau im Zuge des Anfang April eingeleiteten Schutzschirmverfahrens vorbereitet. In einem Brief an die Mitarbeiter berichtete die Unternehmensführung am Montag, der gerichtlich bestellte Sachwalter Frank Kebekus und der Generalbevollmächtigte Arndt Geiwitz hätten klar gemacht, dass es angesichts der Corona-Krise "leider auch zu Standortschließungen und dementsprechend auch zu einem Arbeitsplatzabbau kommen muss". 

Coronavirus in NRW: Schon mehr als eine halbe Milliarde Euro Umsatz-Verlust

Angaben zur Zahl der bedrohten Filialen oder der gefährdeten Arbeitsplätze machte das Unternehmen damals nicht. In dem zweiseitigen Schreiben betonte die Konzernführung, Galeria Karstadt Kaufhof habe während der Zeit der Komplettschließungen wegen Corona mehr als eine halbe Milliarde Euro an Umsatz verloren. 

Aufgrund der anhaltenden Kaufzurückhaltung werde sich der Umsatzverlust wahrscheinlich sogar noch auf bis zu eine Milliarde Euro erhöhen. Deshalb seien weitere Sanierungsmaßnahmen nötig, um das Unternehmen nachhaltig gesund aufzustellen. 

Verdi-Vorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger warf dem Konzern vor, einen "Kahlschlag auf Kosten der Beschäftigten" zu planen. "Es hat den Anschein, dass die Unternehmensleitung und der Eigentümer die Corona-Krise missbrauchen, um ihre ursprünglichen Planungen von Standortschließungen und Entlassungen doch noch umzusetzen", sagte die Gewerkschafterin.

Coronavirus in NRW: Erntehelfer protestieren gegen schlechte Bezahlung und schlechte Wohnverhältnisse

Update, 16.53 Uhr: Rund 150 Erntehelfer eines Spargelbetriebs im Rhein-Sieg-Kreis haben am Freitag nach einem Medienbericht vorübergehend die Arbeit niedergelegt, um gegen schlechte Bezahlung und aus ihrer Sicht unhaltbare Wohn- und Hygieneverhältnisse insbesondere zu Zeiten des Coronavirus zu protestieren. 

Der Betriebsleiter habe am Morgen die Polizei angerufen, sagte ein Polizeisprecher. Die Beamten hätten die Protestaktion beobachtet und beruhigt. Es sei nicht zu Straftaten gekommen. Der Betriebsleiter und die Betreiber des Hofes waren auf Nachfrage nicht zu erreichen.

Coronavirus in NRW: Das sagt die Politik zu Vorfall in Spargelbetrieb

"Die strengen Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen sind Voraussetzung dafür, dass ausländische Saisonarbeitskräfte auch in der Pandemie hier arbeiten dürfen. Die Betriebe müssen diese Auflagen einhalten", unterstrichen die NRW-Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser und ihre Bundes-Ministerkollegin Julia Klöckner (beide CDU) in einer gemeinsamen Reaktion auf den Fall. 

Und weiter: "Wir erwarten von den zuständigen Behörden, die Vorfälle aufzuklären und wo nötig, schnell und konsequent durchzugreifen. Diejenigen, die Bestimmungen zum Schutz aller Beteiligten bewusst ignorieren, um sich einen Vorteil zu verschaffen, dürfen damit keinen Erfolg haben." 

Coronavirus in NRW: 250 bis 300 Erntehelfer in beengten Verhältnissen untergebracht

In dem Betrieb sind laut der Internetausgabe des Bonner Generalanzeigers 250 bis 300 Erntehelfer in beengten Verhältnissen untergebracht - teils zu viert oder zu fünft auf einem Zimmer. Die Sanitäranlagen seien "katastrophal", die Arbeiter hätten teils nur einen Bruchteil des versprochenen Lohns bekommen, berichtet das Blatt. 

Ein Foto von dem Hof zeigt mehrere Wohncontainer mit zahlreichen Wohnungen dicht beieinander. Laut dem Bericht war es unklar, ob ausreichend Gesichtsmasken für die Arbeiter vorhanden seien. 

Ein Sprecher der Bezirksregierung Köln erklärte, drei Mitarbeiter des Arbeitsschutzes hätten sich vor Ort ein Bild von der Lage gemacht. Weitere Erkenntnisse aus dieser Überprüfung lagen am Nachmittag aber noch nicht vor. 

Coronavirus in NRW: Weitere Heinsberg-Studie geplant

Update, 16.27 Uhr: Forscher der Uniklinik Bonn planen laut NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) eine weitere Studie im besonders vom Coronavirus betroffenen Kreis Heinsberg

Die neue Studie solle klären, wie lange eine Immunität bei Corona-Patienten anhält. Die Landesregierung prüfe gerade, ob sie die Studie finanziell unterstützt. Vieles spreche dafür, sagte Laumann. Eine erste Studie von Forschern der Uniklinik unter Leitung des Virologen Hendrik Streeck hatte für Aufsehen aber auch Kritik an der Methodik und der Begleitung durch eine PR-Agentur gesorgt.

Coronavirus in NRW: Lockerungen bald auch im Kreis Coesfeld

Update, 16.02 Uhr: Mit einer Woche Verspätung werden die Schutzmaßnahmen wie Kontaktbeschränkungen in der Corona-Krise ab Montag auch im Kreis Coesfeld gelockert. Das teilte Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann heute in Düsseldorf mit. 

Laumann sprach deshalb von einem begrenzt lokalen Ausbruchsgeschehen bei Westfleisch in Coesfeld. Die Zahl der Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner liege mit den Westfleisch-Fällen bei 67,3. Ohne sie liegt der Wert laut Laumann nur bei 7,3.

Update, 15.42 Uhr: Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann blickt nach dem Corona-Skandal bei Westfleisch in Coesfeld noch einmal auf die Situation in der Fleischindustrie: Nach angeordneten Massentests in NRW seien im Regierungsbezirk Arnsberg in insgesamt sieben Betrieben 1656 Tests auf das Coronavirus durchgeführt worden. Nur 30 Tests fielen positiv aus. 

Laumann: "Wir müssen beim Thema Fleischindustrie handeln. Coesfeld reiht sich in eine Kette von Missständen in der Fleischwirtschaft ein, die in den letzten Monaten bekannt geworden sind."

Insgesamt wurden in NRW von 16204 getesteten Mitarbeitern in den Fleischbetrieben bisher nur 366 positiv auf das Coronavirus getestet. Über 8500 Tests seien negativ ausgefallen, die übrigen Ergebnisse stünden noch aus. 

Update, 15 Uhr: NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann spricht in diesen Minuten über den aktuellen Stand zu Covid-19 in NRW.

Update, 15.28 Uhr: Gegen die Corona-Schutzmaßnahme n sind für dieses Wochenende mehrere Demos in NRW angekündigt. Die Behörden haben daher heute noch einmal appelliert, den Mindestabstand einzuhalten und fürchten, dass Extremisten die Proteste für sich nutzen könnten.

In mehreren Städten sind Demos mit einigen Dutzend oder hundert Teilnehmern geplant, etwa in Dortmund, Essen, Düsseldorf und Aachen.

Am vergangenen Samstag hatten in der Kölner Innenstadt mehrere hundert Menschen unangemeldet demonstriert - ohne den Mindestabstand einzuhalten und ohne Mundschutz. In Dortmund hatte ein mutmaßlich Rechtsextremerbei einer untersagten Veranstaltung zwei Journalisten angegriffen.

Coronavirus in NRW: Lehrer aus Risikogruppen im Unterricht

Update, 14.56 Uhr: Die Landesregierung will den Einsatz von Lehrern aus Risikogruppen im Unterricht prüfen. Entgegen der bisherigen Linie sollen vorerkrankte oder ältere Lehrer in NRW künftig womöglich doch wieder im Präsenzunterricht eingesetzt werden.

Nach neuen Einschätzungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) werde man darüber nun zügig Gespräche mit den Beteiligten führen, kündigte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Freitag an. Der Präsenzunterricht solle schrittweise wieder erhöht werden und dafür brauche man mehr Lehrkräfte, so Gebauer.

Coronavirus in NRW: Mehr Schulkinder in der Notbetreuung

Update, 14.46 Uhr: An den Schulen in NRW nehmen laut Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) inzwischen über fünf Prozent der Schüler der Klassen 1 bis 6 eine Notbetreuung in Anspruch. Zuvor sei das coronabedingte Angebot über lange Zeit nur von einem Prozent der Schüler genutzt worden, sagte die Ministerin am Freitag in Düsseldorf.

An den Grundschulen sei der Anteil der Notbetreuung mit 6,5 Prozent derzeit am höchsten. Knapp 30 Prozent der Lehrer könnten derzeit keinen Präsenzunterricht erteilen,  weil sie Corona-Risikogruppen angehörten, sagte Gebauer. 

Positiv entwickelt habe sich die Einhaltung der Hygiene-Standards an den Schulen. Über 90 Prozent der Einrichtungen seien damit inzwischen zufrieden - Ende April seien es erst 76 Prozent gewesen.

Coronavirus in NRW: Wieder mehr gesund als infiziert

Update, 14.39 Uhr: Leichter Anstieg bei den Corona-Infektionen im Vergleich zum Vortag, aber auch wieder mehr Gesundete als Infizierte: Das NRW-Gesundheitsministerium hat am Freitag mitgeteilt, dass in NRW innerhalb eines Tages 226 neue Infektionen registriert worden sind.  

Die Gesamtzahl aller Infektionen sei demnach landesweit auf 35.949 Menschen angestiegen. Zehn weitere Menschen starben, die zuvor infiziert waren. Insgesamt sind somit 1492 Menschen infolge der Corona-Pandemie in NRW gestorben. 

Zugleich sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums in NRW 30.203 Menschen wieder gesund. Das sind 320 neu Gesundete innerhalb eines Tages. Eine Rückmeldung geschieht ausschließlich auf freiwilliger Basis, deswegen ist diese Zahl nur eine Annäherung. 

Rein rechnerisch waren damit am Freitag 4254 Menschen in NRW akut infiziert - knapp 100 weniger als vor einem Tag.

Coronavirus in NRW: Masken in Restaurants bei zu wenig Platz

Update, 14.36 Uhr: Masken im Restaurant? Schwer vorstellbar. Aber wo nicht ausreichend Abstand eingehalten werden kann, sollen Gäste in Restaurants in NRW notfalls Schutzmasken tragen. Man prüfe, diese Regelung in die Coronaschutzverordnung aufzunehmen, heißt es in einem Papier aus dem Gesundheitsministerium, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. 

"Es bestehen keine Bedenken dagegen, wenn ab sofort vor Ort so verfahren wird." Damit trägt das Ministerium dem Problem Rechnung, dass in Durchgängen in vielen Cafés oder Restaurants keine 1,5 Meter Abstand zu anderen Tischen gehalten werden können. 

Gäste sollen sich - wenn nicht ausreichend Abstand gehalten werden kann - in Innenräumen beim Rein- und Rausgehen, aber auch auf dem Weg zur Toilette eine Schutzmaske anziehen, um das Infektionsrisiko nicht zu groß werden zu lassen.

Für Kellnerinnen und Kellner gilt ohnehin eine Maskenpflicht.

Coronavirus in NRW: Visiere als Schutz in Restaurants nicht ausreichend

Visiere, wie man sie derzeit oft bei Verkäufern sieht, hält das Land nach Ratschlägen des Robert-Koch-Instituts für keine ausreichende Alternative zu Schutzmasken. Da sie nicht eng am Gesicht anlägen, könnten sie die Verbreitung über die Atemluft nicht gleichwertig wie Masken verhindern. Ausnahmen könnten allerdings für Beschäftigte ohne nahen Kundenkontakt gelten. 

Zudem präzisierte das Ministerium, welche Betriebe geöffnet werden dürfen:

  • Eine Öffnung gilt unabhängig davon, was sie ausschenken, also nur Getränke oder auch Speisen. 
  • Entscheidend sei, dass der Service am Tisch stattfinde - mit den notwendigen 1,5 Meter Abstand von Tisch zu Tisch. 
  • Clubs und Discos bleiben bis auf Weiteres geschlossen. 

Zuvor hatte es in einigen Kommunen Unklarheiten gegeben, ob Kneipen der Betrieb erlaubt ist. Daten der Gäste müssen überall registriert und mindestens vier Wochen lang aufgehoben werden, damit sie den Gesundheitsämtern auf Nachfrage bereitgestellt werden können, um Infektionsketten nachzuverfolgen.

Coronavirus in NRW: Museumstag findet digital statt

Update, 13.37 Uhr: Der Internationale Museumstag findet an diesem Sonntag (17. Mai) nach den wochenlangen Schließungen vieler NRW-Museen auch digital statt. Zwar hätten zahlreiche Häuser geöffnet, doch präsentierten sich viele auch im Internet und in den sozialen Medien, erklärten Vertreter der Veranstalter am Freitag. Rund hundert Museen in NRW beteiligen sich, das geht aus einer Übersicht des Deutschen Museumsbundes hervor.

Unter anderem bietet die Kunstsammlung NRW in Düsseldorf einen digitalen Rundgang durch ihre Ausstellung mit Bildern von Pablo Picasso. Die Kunsthalle Bielefeld zeigt Arbeiten von Antonius Höckelmann auch online: Katalog und Guide können dort aufgerufen werden. Das Diözesanmuseum in Paderborn ruft in Vorbereitung auf seine Rubens-Ausstellung dazu auf, in die Rolle des berühmten Malers Peter Paul Rubens zu schlüpfen und ein bestimmtes Porträt nachzustellen.

Die Museen waren wochenlang geschlossen, haben erst seit einigen Tagen wieder auf und konnten kein spezielles Programm entwickeln. Wegen der Abstandsvorschriften sind auch Führungen nicht erlaubt.

Update, 13.13 Uhr: Eine für den morgigen Samstag (16. Mai) in Köln geplante Demonstration gegen die Corona-Schutzmaßnahmen mit 1000 Teilnehmern ist abgesagt worden. Der Veranstalter, eine Privatperson, habe dies am Freitagmorgen mitgeteilt, sagte ein Polizeisprecher. 

Ursprünglich hatte der Veranstalter die Demo auf dem Roncalliplatz am Dom angemeldet. Eine Genehmigung durch die Polizei stand aber zunächst noch aus. In Essen und Dortmund wollen am Samstag nach Polizeiangaben mehrere hundert Menschen gegen die Corona-Auflagen demonstrieren.

Coronavirus in NRW: Nicht zum Stadion kommen!

Update, 12.46 Uhr: Fußballfans beider Vereine sollen nicht zum Stadion kommen, wenn am morgigen Samstag das Revierderby zwischen Borussia Dortmund und FC Schalke stattfindet. Darum bittet die Bundespolizei, die im Ruhrgebiet präsent sein wird.

Update, 15.28 Uhr: Gegen die Corona-Schutzmaßnahmen sind für dieses Wochenende mehrere Demos in NRW angekündigt. Die Behörden haben daher heute noch einmal appelliert, den Mindestabstand einzuhalten und fürchten, dass Extremisten die Proteste für sich nutzen könnten.

Aufgrund der wegen des Coronavirus bestehenden Regeln und Verbote sind die Rahmenbedingungen auch beim Revierderby in Dortmund anders als gewöhnlich, wie die Bundespolizei am Freitag erinnerte.

Die Bundespolizei appelliert an die Vernunft der Fans, wird sich aber trotzdem auf die Spielbegegnung vorbereiten. Schon in den frühen Morgenstunden werden demnach Einsatzkräfte im Ruhrgebiet unterwegs sein und "Reisebewegungen an Bahnhöfen und Haltepunkten überwachen, die mit dem Revierderby im Zusammenhang stehen könnten".

Coronavirus in NRW: Auch Dr. Oetker hat zu kämpfen 

Update, 12.29 Uhr: Die Corona-Pandemie macht auch Dr. Oetker Sorgen. "Die zu erwartenden erheblichen konjunkturellen Auswirkungen der Corona-Krise werden auch uns als Hersteller von Nahrungsmitteln treffen", sagte am Freitag der Vorsitzende der Dr. Oetker-Geschäftsführung, Albert Christmann. Bereits Mitte März sei durch die coronabedingten Schließungen in der Gastronomie das Großverbraucher-Geschäft eingebrochen.

Andere Sortimente, wie das Dekor-Geschäft, verzeichneten ebenfalls Einbußen. Umsatzzuwächse im Pizza- und Nahrungsmittelgeschäft für den häuslichen Konsum in den vergangenen Wochen seien dagegen zumindest teilweise auf Bevorratung zurückzuführen. Die Ungewissheit über den weiteren Verlauf der Pandemie mache es aktuell sehr schwer, eine belastbare Prognose für den Verlauf des Geschäftsjahres zu geben, sagte Christmann.

Coronavirus in NRW: Freibäder dürfen wieder öffnen

Update, 15. Mai, 12.18 Uhr: Ab Mittwoch, 20. Mai, dürfen die Freibäder in NRW wieder öffnen, dennoch wird wegen der Corona-Auflagen kein normaler Schwimmbetrieb möglich sein. 

Wie die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen (DGfdB) mitteilte, würde eine Begrenzung der Gästezahlen je nach Größe der Liege- und Wasserfläche gebraucht. Man warte weiter auf klare Vorgaben vom Land, kritisierte Geschäftsführer Christian Ochsenbauer am Freitag. Die DGfdB habe ihre eigenen Empfehlungen in einem Pandemieplan zusammengestellt, an denen sich nun viele Badbetreiber bei ihren Vorbereitungen ausrichteten. 

Schwimmbetrieb in Corona-Zeiten wird in NRW ungewöhnlich

Grob könne man demnach mit 500 bis 600 Gästen gleichzeitig in einem mittleren Freibad kalkulieren, mit 300 Besuchern bei einem kleineren Bad. 

Empfehlenswert sei laut Ochsenbauer aber, behutsam mit einer noch kleineren Zahl zu beginnen, um Erfahrungen zu sammeln. 

Coronavirus in NRW: Hygiene- und Infektionsschutzstandards stehen noch aus 

Für die Öffnung der Freibäder ab Mittwoch, 20, Mai, sollten die konkreten Hygiene- und Infektionsschutzstandards spätestens bis diesen Sonntag, 17. Mai, veröffentlicht werden, kündigte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums an. Es werde landesweit verbindliche Regeln geben. 

Die Gesundheits- oder Ordnungsämter vor Ort, zuständig für die Genehmigungen, könnten bei Bedarf weitergehende Regelungen treffen. Die Vorfreude auf Outdoor-Badespaß dürfte allerdings vielerorts getrübt werden. Denn nicht alle rund 340 Freibäder in NRW werden schon am 20. Mai wieder öffnen, sagte Ochsenbauer. 

Der Termin für die Öffnung der Freibäder sei kurzfristig genannt worden, einige Betreiber brauchten mehr zeitlichen Vorlauf.

Coronavirus in NRW: In Casinos kehrt wieder etwas Leben ein

Update, 12.12 Uhr: Alle Casinos der landeseigenen Westspiel-Gruppe haben am Freitag in NRW wieder geöffnet. Im Zuge der Coronaschutz-Regeln waren die Häuser Mitte März zunächst geschlossen worden. Erlaubt ist nun vorerst nur das Automatenspiel, wie das Unternehmen mitteilte.

Wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr, hat Westspiel dennoch rückwirkend zum 1. April Kurzarbeit angemeldet. Demnach hat der Aufsichtsrat inzwischen den Antrag abgesegnet, den die Geschäftsführung bereits vor Wochen einreichen wollte. In dem Gremium hatte es Streit über die Kurzarbeitspläne gegeben, da die Westspiel-Gruppe unter anderem über ein mehrere Millionen Euro großes Finanzpolster verfügt.

Laut einem Sprecher kehrt nun ein Teil der Mitarbeiter zurück, um den Casino-Betrieb eingeschränkt wieder aufzunehmen. Spieler müssen in den Häusern Mundschutz tragen und das Abstandsgebot beachten. Neben Desinfektionsspendern wurden laut Westspiel auch Schutzscheiben installiert und Markierung am Boden angebracht.

Coronavirus in NRW: Licht am Ende des Tunnels für Jugendherbergen 

Update, 11.50 Uhr: 140 von bundesweit 450 Jugendherbergen sollen in der kommenden Woche wieder den Betrieb aufnehmen. Das sagte ein Sprecher des Deutschen Jugendherbergswerks. Welche Jugendherbergen jetzt auch in NRW genau wieder an den Start gehen, steht noch nicht fest. Die Landesverbände müssen noch offene Fragen mit den jeweiligen Landesregierungen klären.

So ist noch unklar, in welchem Umfang die Gäste kommen dürfen. Ob die Zahl der belegten Zimmer reduziert werden muss oder die der Betten, ist dabei einer der offenen Fragen. Auch bei den Hygienekonzepten für die Anmeldung und in den Küchen gibt es aus Sicht der Jugendherbergen noch Klärungsbedarf.

Welche Jugendherbergen wieder Gäste empfangen, sei auch eine Kosten-Nutzen-Rechnung. "Die größeren Häuser in den größeren Städten, die mehr von den Touristen leben, können untern den eingeschränkten Bedingungen eher wieder öffnen. Für die kleineren Häuser im eher ländlichen Raum, die von Schulklassen oder Gruppen leben, lohne sich die Öffnung jetzt noch nicht. "Wann die Schüler wieder kommen, ist ja derzeit noch nicht absehbar", sagt Sprecher Justin Blum.

Coronavirus in NRW: Zuschuss für Anschaffung von Laptops 

Update, 10.46 Uhr: Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat sich am Freitagmorgen gemeinsam mit der Vorsitzenden der Kultusministerkonferenz, der rheinland-pfälzischen Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD), im Livestream zu Schulöffnungen und digitaler Ausstattung geäußert. Der Koalitionsausschuss hat kürzlich beschlossen, 500 Millionen Euro bereitzustellen, um bedürftigen Schülern ein mobiles Endgerät bereitzustellen.

Der von der großen Koalition vereinbarte Zuschuss von 150 Euro für bedürftige Schüler zur Anschaffung von Laptops oder Tablets soll nicht direkt an die Familien gehen. Die Geräte sollen stattdessen für die Schulen beschafft und von diesen an Schüler ausgeliehen werden.

"Die Geräte bleiben auch im Eigentum der Schule und können dadurch auch im Regelbetrieb von der Schule weiterhin genutzt werden", sagte Karliczek. Wer sie für die Schulen beschaffe, werde von Land zu Land unterschiedlich geregelt.

Union und SPD hatten wegen der Schulschließungen in der Corona-Krise vereinbart, eine halbe Milliarde Euro zusätzliche Hilfsgelder für bedürftige Schüler und Schulen bereitzustellen. Das "Sofortausstattungsprogramm" sollen die Schulen auch für die Erstellung von Online-Lehrangeboten nutzen.

Coronavirus in NRW: Sofortige digitale Ausstattung 

Karliczek rechne damit, dass man mit der Beschaffung der mobilen Endgeräte für die Schulen und Schülerin zwei bis drei Wochen "soweit wäre".

Bildungsexperten und Lehrerverbände hatten seit Beginn der Schulschließungen davor gewarnt, dass bestimmte Schüler abgehängt werden könnten, wenn zu Hause keine Geräte wie Laptops, PCs oder Tablets vorhanden seien oder wenn Eltern sie nicht genügend in der außergewöhnlichen Lernsituation unterstützten. Zwar wird in den Schulen jetzt allmählich der Lehrbetrieb wieder aufgenommen, an einen normalen Schulalltag mit allen Schülern ist wegen strenger Abstands- und Hygieneregeln aber voraussichtlich noch monatelang nicht zu denken.

Coronavirus in NRW: Deutschland in der Rezession 

Update, 10.12 Uhr: Deutschland ist im Zuge der Corona-Krise in eine Rezession gerutscht. Es ist der stärkste Rückgang seit der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009: Laut dem Statistischen Bundesamt hat die Corona-Pandemie die deutsche Wirtschaft in den ersten drei Monaten des Jahres schwer getroffen.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sei im ersten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 2,2 Prozent eingebrochen. Obwohl die Ausbreitung des Coronavirus die Wirtschaftsleistung im Januar und Februar noch nicht wesentlich beeinträchtigte, ist dies demnach der stärkste Rückgang seit der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009.

"Stark rückläufig" waren im ersten Quartal laut Bundesamt die privaten Konsumausgaben. Auch die Investitionen in Ausrüstungen - also vor allem in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - nahmen demnach deutlich ab. Die Konsumausgaben des Staates und die Investitionen in Bauten hätten dagegen stabilisierend gewirkt und einen noch stärkeren Rückgang des BIP verhindert, erklärten die Statistiker.

Im Außenhandel gingen sowohl die Exporte als auch die Importe gegenüber dem vierten Quartal des Vorjahres kräftig zurück. Kaum Veränderungen gab es im ersten Quartal 2020 indes bei der Zahl der Erwerbstätigen: Die Wirtschaftsleistung wurde dem Bundesamt zufolge von rund 45 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht - 0,3 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor. Die Corona-Pandemie habe sich somit von Januar bis März "nur verhalten in der Zahl der Erwerbstätigen niedergeschlagen, auch weil Kurzarbeitende als Erwerbstätige zählen".

Coronavirus in NRW: Absturz der Wirtschaft wird noch dramatischer 

Ökonomen gehen davon aus, dass der Absturz im zweiten Quartal, als die Corona-Maßnahmen erst richtig durchschlugen, dramatisch ausfallen wird. "Der Tiefpunkt der Krise dürfte mit dem April jetzt zwar hinter uns liegen, der Anstieg wird sich aber nur allmählich vollziehen, und von Normalität kann noch für längere Zeit keine Rede sein", erläuterte jüngst Stefan Kooths, Konjunkturchef des Kieler Instituts für Weltwirtschaft.

Volkswirte der Deutschen Bank rechnen im zweiten Vierteljahr mit einem BIP-Einbruch um 14 Prozent zum Vorquartal. Ökonomen der staatlichen Förderbank KfW sagen der deutschen Wirtschaft "einen langen Weg aus dem Corona-Tal" voraus.

Coronavirus in NRW: Westfleisch legt Konzept vor

Update, 9.37 Uhr: Zu dem am Donnerstag von Westfleisch eingereichten Hygienekonzept haben die Stadt der und Kreis Coesfeld einen Fragenkatalog an das Unternehmen geschickt. 

"Erst wenn wir ein nachvollziehbares Konzept haben, können wir beurteilen, ob das Unternehmen den Betrieb wiederaufnehmen kann", sagte Coesfelds Bürgermeister Heinz Öhmann (CDU) laut einer Pressemitteilung aus der Nacht zum Freitag.

Bei Westfleisch in Coesfeld haben sich Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert

Coronavirus in NRW: Krise belastet NRW-Tourismus

Update, 9.30 Uhr: Wegen des Coronavirus und der damit verbundenen Krise sind die touristischen Übernachtungen im März in NRW um mehr als die Hälfte zurückgegangen. 

Das Statistische Bundesamt vermeldet, dass es knapp 2 Millionen weniger Übernachtungen als im März 2019 gab. Das ist entspricht einem Rückgang von knapp 2 Millionen.

Coronavirus in NRW: Reisen in Nachbarstaaten möglich - ohne anschließender Quarantäne 

Update, 15. Mai, 8.12 Uhr: Guten Morgen und willkommen zu unserem großen Coronavirus-NRW-Ticker. Die Quarantäne-Vorschrift für NRW-Rückkehrer ist seit Freitagmorgen aufgehoben. Ursprünglich mussten Personen, die nur für ein paar Tage in Nachbarstaaten verreisten, anschließend 14 Tage in Quarantäne. Das gilt seit 0 Uhr nicht mehr. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet spricht von einem "Zeichen für gute Nachbarschaft und mehr Europa".

Laschet, der sich für die Wiederbelebung des Tourismus über die Grenzen hinweg eingesetzt hatte, betont, dass in NRW die Grenzen zu Belgien und den Niederlanden zu keinem Zeitpunkt geschlossen gewesen seien. Es gehe auch darum, den Volkswirtschaften wieder auf die Beine zu helfen. "Dazu gehört mittelfristig auch, den grenzüberschreitenden Tourismus wieder zu ermöglichen. Das geht nur ohne Quarantäne-Vorschriften", sagte Laschet. - mit Material der dpa

Coronavirus in NRW: Die bisherigen Entwicklungen im Überblick 

Alle Entwicklungen rund um das Coronavirus in NRW bis einschließlich Donnerstag, 14. Mai, sind in diesem Newsblog zusammengefasst nachzulesen.

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Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © Inderlied/dpa

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