Entwicklung der Pandemie

Coronavirus in NRW: Fast 9100 Infizierte und 54 Todesopfer - Abiturprüfungen auf der Kippe

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen steigt in NRW immer weiter an. Mittlerweile haben sich 9087 Menschen angesteckt, es gibt jetzt 54 Corona-Tote. Wir berichten im News-Ticker.

  • In NRW gibt es jetzt 9087 Coronavirus-Infizierte (Stand: Dienstag, 16 Uhr).
  • 54 Menschen sind an den Folgen der Infektion gestorben.
  • Der Kreis Heinsberg (1043 Infizierte, 25 Todesopfer) ist am stärksten betroffen.

+++ Update: Die aktuellsten Nachrichten rund um das Coronavirus in NRW behalten wir in unserem Newsticker fortlaufend im Blick: Alle Entwicklungen ab dem 25. März können Sie hier verfolgen.+++

+++ Coronavirus in NRW: Alle Verbote und Beschränkungen +++

+++ Coronavirus in NRW: Alle Regeln des Kontaktverbotes +++

Coronavirus in NRW: Der Dienstag kompakt

Update, 23.30 Uhr: Wir fassen hier den Dienstag kompakt zusammen: +++ Nach offiziellen Angaben sind in NRW 9.087 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankungstarben bisher demnach 54 Patienten. +++ Das Land hat einen Bußgeldkatalog erlassen: Wer gegen das Kontaktverbot, Hygieneregeln oder weitere Verbote verstößt, den erwarten hohe Geldstrafen. +++ Nach dem Flughafen Weeze hat auch Paderborn/Lippstadt den Flugbetrieb eingestellt. +++ Die NRW-Parteien sind in einem "kleinen Landtag" zusammengekommen, um unter anderem den 25-Milliarden-Rettungsschirm zu beschließen. +++ Fußballprofis aus Leverkusen, Schalke und Bochum verzichten auf einen Teil ihrer Gehälter, um die Coronakrise zu bewältigen. +++ Der Lebensmittelhändler Rewe will seinen Mitarbeitern für ihr Engagement mit einem Bonus danken. +++ 11.000 Menschen haben sich als Unterstützungskraft beim Robert-Koch-Institut beworben. Ausgeschrieben sind 525 Stellen. +++ Das NRW-Schulministerium hat für Freitag eine Lösung in der Frage nach der Durchführung von Abiturprüfungen angekündigt.

Update, 21.05 Uhr: Kein Japan-Tag mit Feuerwerk über dem Rhein, keine Jazz Rally mit renommierten Künstlern: Düsseldorf sagt bis Ende Mai alle Großveranstaltungen ab. Die Stadt will die Allgemeinverfügung, die seit dem 11. März Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern untersagt, bis zum 31.5. verlängern. Einen Nachholtermin für den Japan-Tag, der für den 16. Mai geplant war, wird es nicht geben. Die Jazz Rally wird auf 2021 verschoben. 

Update, 19.40 Uhr: Elternverbände fordern Klarheit für die Abitur- und Abschlussprüfungen ihrer Kinder. Die Landeselternschaft der Gymnasien NRW zeigt sich "befremdet und enttäuscht", dass die Bundesländer sich nicht auf ein abgestimmtes Verhalten hätten einigen können und mehrere Bundesländer mit einer Verschiebung des Abiturs vorgeprescht seien.  Formulierungen wie "Not-Abitur" oder "Kurz-Abitur" erweckten den Eindruck, dass der aktuelle Abiturjahrgang eine Prüfung ablegt, die gegenüber den Vorjahren minderwertig sei. Sollte sich in zwei Wochen herausstellen, dass die Coronavirus-Infektionen nicht eingedämmt werden, sollte darüber nachgedacht werden, die bisherigen Leistungen ohne Prüfungen zu einer Abiturnote zusammenzurechnen. 

Coronavirus in NRW: Geheimes Schutzartikel-Lager

Update, 18.06 Uhr: Köln hält den Standort seines Logistikzentrums mit Schutzartikeln für die Coronavirus-Krise geheim - um keine Kriminellen anzulocken. "Ich will es nicht dramatisieren. Aber wir passen schon auf, dass nicht die ganze Stadt weiß, wo sozusagen dieses Material lagert", sagte Stadtdirektor Stephan Keller. Er verwies darauf, dass in einem Fall bereits 50.000 Atemschutzmasken in Kölner Kliniken gestohlen worden seien.

Update, 18.00 Uhr: Beim Einsatz an der zentralen Abstrichstelle für Corona-Verdachtsfälle im Kreis Herford ist am Montag ein Mediziner gestorben. Laut Mitteilung des Kreises ist der Mitarbeiter des Gesundheitsamtes bei der Arbeit kollabiert - nach Wiederbelebungsversuchen durch den Notarzt sei der Mann im Krankenhaus gestorben. "Die Todesursache ist noch ungeklärt, vermutlich ist der Mann an einem Herzinfarkt verstorben", teilte die Stadt mit. Zum Alter wollte die Stadt keine Angaben machen. Die gesamte Verwaltung des Kreises trauere um den engagierten Mediziner, hieß es weiter.

Coronavirus in NRW: Entscheidung am Freitag

Update, 17.55 Uhr: Fallen in diesem Jahr in NRW die Abiturprüfungen wegen der Corona-Epidemie aus? Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) kündigte heute an, am Freitag eine Entscheidung vorstellen zu wollen. Derzeit würden im Ministerium verschiedene Szenarien erarbeitet.

"Es braucht jetzt nicht die schnellstmögliche, sondern die bestmögliche Entscheidung", sagte Gebauer unserer Redaktion. NRW werde in dieser Woche noch einen Vorstoß unternehmen, mit möglichst vielen Bundesländern einen gemeinsamen Weg einzuschlagen.

Sollte dies nicht möglich sein, werde NRW unabhängig davon seine Entscheidungen treffen und diese am Freitag vorstellen. "Am Ende braucht es vor allem eine tragfähige Lösung im Sinne der Schüler", so Gebauer.

Betroffen sind auch alle weiteren Abschlussprüfungen, wie zum Beispiel an den Berufskollegs sowie die zentralen Abschlussprüfungen der Klasse 10. Schleswig-Holstein kündigte am Dienstag als erstes Bundesland an, alle Prüfungen absagen zu wollen.

Coronavirus in NRW: Andrang fast so groß wie im Normalbetrieb

Update, 17.01 Uhr: Nach der Ausweitung des Notbetreuungsanspruchs hat die Gewerkschaft Verdi fehlenden Schutz von Erzieherinnen in Kindertagesstätten bemängelt. Die Gewerkschaft forderte Schutzmaterial für die Einrichtungen. "Aus einzelnen Einrichtungen wird uns berichtet, dass nach der Ausweitung des Erlasses in den Kitas der Andrang so groß ist, dass es fast dem Normalbetrieb gleicht", erklärte Verdi-Fachbereichsleiterin Sabine Uhlenkott. 

Die Bildung kleiner Gruppen und die Vermeidung des Einsatzes von gesundheitlich gefährdeten Beschäftigten werde damit unmöglich gemacht. "Aus vielen Einrichtungen erhalten wir die Nachricht, dass es keinerlei Schutzmaterial gibt, nicht einmal Schutzmasken, geschweige denn ausreichend Desinfektionsmittel", so Uhlenkott weiter. 

Die Gewerkschafterin betonte, dass das Kita-Personal in dieser außergewöhnlichen Situation bereit sei, einen solidarischen Beitrag zu leisten. Allerdings müssten sowohl die Beschäftigten, als auch die betreuten Kinder geschützt werden, damit die Maßnahmen wirken könnten und die Ausbreitung des Virus verlangsamt werde.

Coronavirus in NRW: Ministerium spricht von 54 Todesfällen

Update, 16.22 Uhr: 9087 Personen in NRW haben sich nach aktuellen Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums mit dem Coronavirus infiziert. Das sind noch einmal 342 mehr als am Dienstagmorgen und 863 mehr als vor 24 Stunden.

Den bislang dramatischsten Anstieg gibt es bei den Todesfällen, die in einem Zusammenhang mit dem Coronavirus stehen: Diese Zahl stieg von heute Morgen um 10 Uhr bis um 16 Uhr von 45 auf 54 an. Vor 24 Stunden hatte es 40 Todesfälle gegeben.

Zur Einordnung erneut dieser wichtige Hinweis: Die vom Ministerium jetzt vorgelegten Zahlen basieren darauf, was aus den 53 Kreisen und kreisfreien Städten in NRW nach Düsseldorf gemeldet worden ist.

Coronavirus in NRW: Tatsächliche Zahlen sind höher

Die tatsächlichen Infektions- und Todesfallzahlen liegen leider noch höher, was das Beispiel Hamm deutlich macht: Der dort aufgetretene erste Todesfall war bis 16 Uhr noch nicht im Ministerium angekommen.

Entsprechend gibt es schon mindestens 55 Todesfälle in NRW, wobei beispielsweise auch die Zahlen für den am stärksten betroffenen Kreis Heinsberg seit heute Morgen unverändert geblieben sind. Dies ist ebenso unwahrscheinlich.

Nichtsdestotrotz nutzen wir diese Zahlen für sämtliche Vergleiche als offizielle Angaben seitens der Landesregierung - auch in unserer Grafik.

Coronavirus in NRW: 11.000 Bewerber für 525 Stellen

Update, 16.09 Uhr: Auf gewaltiges Interesse ist eine Stellenanzeige als Unterstützungskraft beim Robert Koch-Institut (RKI) gestoßen. Zwischen Donnerstag und Montag hätten sich 11.000 Menschen als Helfer im Kampf gegen das Coronavirus beworben, wie das Bundesverwaltungsamt (BVA) in Köln mitteilte. 

Das Amt hatte die Stelle für das RKI ausgeschrieben. "Einen solchen Andrang auf ausgeschriebene Stellen haben wir noch nicht erlebt", sagte BVA-Präsident Christoph Verenkotte. Die große Zahl der Bewerber für die 525 Unterstützungsstellen bringe aber auch Herausforderungen mit sich. So stünden die Telefone des Referates Personalgewinnung seit Donnerstag nicht still. 

Nun müssten aus der großen Menge an Bewerbungen die passendsten Kandidaten ausgewählt werden. Aufgabe der Unterstützer wird es sein, im kommenden halben Jahr als "Containment Scouts" bei der telefonischen Befragung von Covid-19-Infizierten und deren Kontaktpersonen zu helfen. Dadurch spare das Robert Koch-Institut Ressourcen, die es im Kampf gegen das Virus dringend benötige.

Coronavirus in NRW: Alle Fraktionen für Rettungsschirm

Update, 16.04 Uhr: Der NRW-Landtag hat soeben einstimmig ein Hilfspaket in Höhe von 25 Milliarden Euro zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise beschlossen. Im Schnellverfahren stimmten alle fünf Fraktionen dem in der Landesgeschichte beispiellosen Rettungsschirm zu.

Update, 15.50 Uhr: Der Düsseldorf-Marathon am 26. April ist abgesagt. Heute teilten die Veranstalter mit, dass die Entscheidung "nach langem Warten, jetzt auch offiziell die einzig richtige Entscheidung" sei. Dass die 18. Auflage noch in diesem Jahr nachgeholt werden kann, ist eher unwahrscheinlich. "Der Kalender der Sportstadt Düsseldorf ist vollgepackt mit zahlreichen hochkarätigen Veranstaltungen. Eine Verlegung wird demnach schwer und wäre den anderen Events gegenüber unfair", sagte Renndirektorin Sonja Oberem.

Coronavirus in NRW: Rewe schüttet Bonus an Mitarbeiter aus

Update, 15.32 Uhr: Auch die Fußball-Profis und das Trainerteam des Zweitligisten VfL Bochum verzichten in der Corona-Krise bis zum Sommer auf Teile ihres Gehalts. Der Vorschlag für diesen Verzicht bis zum 30. Juni 2020 sei von den Spielern gekommen. Auch die Geschäftsführung schließe sich dieser Aktion an.

Update, 14.36 Uhr: Deutschlands zweitgrößter Lebensmittelhändler Rewe will die Beschäftigten bei Rewe und Discounttochter Penny für ihren Einsatz in der Coronavirus-Krise mit einem Bonus belohnen. Dafür werde der Konzern über 20 Millionen Euro in die Hand nehmen, sagte ein Rewe-Sprecher.

"Das sind schnelle und unbürokratische erste Sofortmaßnahmen, um unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine klare Botschaft zu geben: Wir sagen nicht nur Danke für ihren unermüdlichen Einsatz in dieser schwierigen Ausnahmesituation, sondern wir honorieren ihr Engagement zugleich in finanziell spürbarer Weise", betonte der Sprecher. 

Der jeweilige Betrag ist etwa abhängig von der Funktion und davon, ob Vollzeit oder Teilzeit gearbeitet wird. Die Bonuszahlung werde als Guthaben auf die Mitarbeiterkarten gebucht. Das habe den Vorteil, dass der Betrag den Beschäftigten praktisch als Netto-Zahlung zugutekomme. 

Coronavirus in NRW: ICE für Nahverkehrs-Gäste freigeben

Update, 14.13 Uhr: Das reduzierte Angebot im Schienennahverkehr wegen der Corona-Pandemie hat vielerorts zu überfüllten S-Bahnen und Regionalexpress-Zügen in NRW geführt. Deshalb setzt sich NRW für die Freigabe der ICE-Züge für Nahverkehrskunden auf besonders belasteten Strecken ein. Dann könnten Fahrgäste auch mit einem Nahverkehrsticket in diese Züge einsteigen, was bisher nicht erlaubt ist. 

Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) bat in einem Brief an Bahn-Vorstand Richard Lutz dringend um kurzfristige Prüfung für 14 Strecken - darunter auf der Rheinschiene Aachen, Bonn, Köln Düsseldorf sowie für Anbindungen zwischen dem Ruhrgebiet, Münster, Osnabrück und Ostwestfalen.

Coronavirus in NRW: Insolvenzantrag in Düsseldorf gestellt

Update, 13.43 Uhr: Wegen der Auswirkungen der Corona-Krise hat jetzt nach Vapiano auch die angeschlagene Restaurantkette Maredo einen Insolvenzantrag gestellt. "Letztlich Auslöser waren die massiven Auswirkungen der Corona-Krise, die zuerst zu einem gravierenden Umsatzeinbruch und dann zur Schließung aller Restaurants geführt haben", schrieb das Unternehmen in einer Mitteilung.

Gleichzeitig müssten Mieten und Gehälter weiterbezahlt werden. Man habe deshalb Ende vergangener Woche einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Düsseldorf gestellt. Das Gericht bestätigte den Eingang des Antrags.

Gleichzeitig wolle man prüfen, ob Maredo Staatshilfen erhalten könne. Sollte dies möglich sein, könne das eingeleitete Verfahren wieder zurückgenommen werden. Maredo hat in Deutschland 35 Restaurants und rund 900 Beschäftigte.

Zuvor hatte bereits die angeschlagene Kette Vapiano die Zahlungsunfähigkeit bekanntgegeben. Auch für das börsennotierte Kölner Unternehmen kommt es nun auf Staatshilfen an.

Coronavirus in NRW: Autofahrer reagiert goldrichtig

Update, 13.28 Uhr: Zwei falsche Polizisten haben in Winterberg versucht, Bußgeld wegen eines vermeintlichen Verstoßes gegen Ausgangsbeschränkungen zu kassieren. Die blau uniformierten Männer hatten am Montagmorgen in einem zivilen Wagen mit Blaulicht einen Autofahrer auf dem Weg zur Arbeit gestoppt, wie die Polizei am Dienstag mitteilte.

Die angeblichen Polizisten warfen daraufhin dem Autofahrer vor, gegen das bestehende Ausgehverbot zu verstoßen und verlangten ein Bußgeld von 95 Euro in bar, sofern er keine Bescheinigung vom Arbeitgeber vorweisen könne. Der misstrauisch gewordene Autofahrer entgegnete, dass die Polizei in NRW nur bargeldlose Zahlungen akzeptiere. Daraufhin seien die vermeintlichen Polizisten geflüchtet.

Coronavirus in NRW: Neue Drive-In-Station in Düsseldorf

Update, 13.15 Uhr: Seit heute können sich auch in Düsseldorf Menschen in einer Drive-In-Station auf das Coronavirus untersuchen lassen. Wie die Stadt mitteilte, sollen dort zuerst Beschäftigte aus der sogenannten "kritischen Infrastruktur" getestet werden. An der der Konzerthalle im Stadtteil Oberbilk können sich Autofahrer mit einem Wattestäbchen und einem Röhrchen selbst eine Probe entnehmen und diese an einem Schalter abgeben, ohne ihr Fahrzeug zu verlassen. 

Getestet werden kann dort nur, wer nach Absprache mit seinem Hausarzt einen Termin vereinbart hat. Wie die Stadt mitteilt, soll ein Test knapp zehn Minuten dauern. Über die Ergebnisse werden die Betroffenen dann nach 24 bis 36 Stunden von ihrem Hausarzt informiert.

Coronavirus in NRW: Auch Schalker Profis verzichten auf Geld

Update, 12.49 Uhr: Die drei Zentren für Corona-Testabstriche im Kreis Wesel stellen ihren Betrieb bis auf weiteres ein, weil nicht genug Laborkapazität für die Auswertung zur Verfügung steht. Der Kreis suche unter Hochdruck nach Labors mit freien Kapazitäten. Derzeit sei aber nicht sicherzustellen, dass neu genommene Abstriche auch ausgewertet werden könnten. Abstriche seien auch unter Einhaltung der Kühlkette nur drei bis vier Tage haltbar, so die Verwaltung.

Update, 12.36 Uhr: Der FC Schalke 04 plant ein großes Maßnahmenpaket zur finanziellen Bewältigung der Corona-Krise. demnach sind auch die Profis bereit, auf einen Teil ihrer Bezüge zu verzichten. Und auch das Trainerteam um Cheftrainer David Wagner sowie der dreiköpfige Vorstand mit Jochen Schneider, Peter Peters und Alexander Jobst wollen ihren Teil beitragen. Alle Einzelheiten dazu gibt es hier.

Coronavirus in NRW: Innenminister verteidigt Bußgeldkatalog

Update, 12.08 Uhr: Große Mundschutzspenden aus China erreichen das Land NRW. Sie sollen dabei helfen, die rasante Ausbreitung des Coronavirus zu dämmen. 

Die chinesische Baumaschinenfirma Sany hat 50.000 Atemschutzmasken an verschiedene Organisationen verteilt. Die größte Spende - 20.000 Masken - hat die Feuerwehr aus Essen erhalten.

Update, 11.50 Uhr:  Innenminister Herbert Reul äußert sich mit klarer Meinung zum Bußgeld-Katalog: "Das sind harte Strafen. Aber wer nicht hören will, muss eben zahlen oder wird aus dem Verkehr gezogen."

Coronavirus in NRW: SPD fordert Rettungsschirm für soziale Dienste

Update 11.29 Uhr: Wie schon die Awo merkt die SPD an, dass auch soziale Dienste unter den Rettungsschirm gehören sollten, so SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty.

Update, 11.14 Uhr: NRW nimmt zehn Coronavirus-Patienten aus Norditalien auf. Sie sollen von der italienischen Luftwaffe in den nächsten Tagen eingeflogen werden. Das sei nur ein kleiner Tropfen, sagt Armin Laschet und betont, das jedes Leben, das man retten könne, sei es wert.

Update, 11.05 Uhr: Ernste Worte von Armin Laschet: "Wir stehen am Beginn einer großen wirtschaftlichen Krise", sagte er im kleinen Landtag. "Der Kollaps unserer Volkswirtschaft muss verhindert werden", sagte Laschet. Der geplante Rettungsschirm des Landes von 25 Milliarden Euro soll helfen.

Coronavirus in NRW: Unternehmen spendet 100.000 Liter Desinfektionsmittel

Update, 10.51 Uhr: Laschet verkündet in der Sondersitzung des Landtags, dass das Kölner Unternehmen Klosterfrau HealthCare - ehemals Klosterfrau Melissengeist - 100.000 Liter Desinfektionsmittel spenden wolle.

Update 10.28 Uhr:  Die Fallzahlen in NRW sind weiter gestiegen: Die Zahl der Infizierten des Coronavirus ist auf 8745 gestiegen - das sind über 500 Personen mehr als am Montag. Die Zahl der Corona-Toten ist auf 45 gestiegen. Das sind fünf mehr als am Montag.

Im besonders betroffenen Kreis Heinsberg waren am Dienstag 1043 Menschen (Stand 12.30 Uhr) mit dem Virus infiziert. Am Vortag waren es 1004 gewesen. Die Zahl der Todesopfer stieg auf 25 (Vortag 24). Genesen waren 247 Menschen. Nach Berechnungen der Uniklinik Aachen ist die Ansteckungskurve im Kreis abgeflacht.

Coronavirus in NRW: Polizei zieht Maßnahmen durch

Update, 10.22 Uhr:  Die ersten Personen werden angesichts des neuen Bußgeldkataloges schon den einen oder anderen Euro los:  Wie die Polizei Siegen-Wittgenstein berichtet, haben sich am Vortag mehrere, jüngere Personen in der Öffentlichkeit getroffen, um Alkohol zu trinken oder in ein Schnellrestaurant zu gehen. "Die jungen Leute wurden nach Hause geschickt", teilt die Polizei mit.

Die Polizei leitet gegen die Jugendlichen und jungen Erwachsenen ein Strafverfahren wegen des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz. Dieses sieht bei Verstößen Geldbußen bis zu einer Höhe von 25.000,- Euro oder eine mehrjährige Freiheitsstrafe vor.

Coronavirus in NRW: Flughafen stellt Betrieb ein

Update, 10 Uhr: Der kleine Landtag in ungewöhnlicher Zusammensetzung beginnt.

Update, 9.33 Uhr: Nachdem der Flughafen Weeze den Flugbetrieb eingestellt hat, zieht der Flughafen Paderborn-Lippstadt nach: Gestern war das vorerst letzte Flugzeug gelandet, ein Überführungsflug aus Berlin. Davor kamen noch einige Maschinen mit Urlaubsrückkehrern an, seitdem ist Ruhe auf dem Rollfeld. Wie Flughafensprecher Stefan Hensel auf Anfrage erläutert, sei für einen großen Teil der 200 Mitarbeiter Kurzarbeit beantragt, vermeldet soester-anzeiger.de.

Coronavirus in NRW: Verstöße gegen Corona-Regeln werden teuer

Update, 9.27 Uhr: Auch wer geltende Hygiene-Regeln bricht oder sich nicht an das Besuchsverbot in Alten- und Pflegeheimen hält , muss tief in die Tasche greifen. Genaue Zahlen sind uns (noch) nicht bekannt.

Update, 9.11 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet äußert sich bezüglich des Bußgeldkataloges gegenüber der Bild-Zeitung: "Null Toleranz gilt auch gegenüber Rechts-Brechern im Kampf gegen das Coronavirus."

Update, 9.01 Uhr: Außerdem werden Picknicks (250 Euro pro Person) und ein Verbot gegen die Organisation von Sportveranstaltungen (1000 Euro) geahndet. 200 Euro müssen auch diejenigen zahlen, die sich beim Verzehr von Außer-Haus-Speisen näher als 50 Meter am Restaurant oder näher als 200 Meter am Imbiss aufhalten. 

Coronavirus in NRW: Land erlässt Bußgeldkatalog

Update, 8.57 Uhr: Das bedeutet, dass ein Vergehen gegen die Kontaktsperre rigoros verfolgt wird: Wenn sich zwei mehr Personen,die nicht direkt verwandt sind in der Öffentlichkeit treffen, wird eine Strafe von 200 Euro von jedem fällig.

Update, 8.49 Uhr: NRW erlässt einen Bußgeldkatalog: Wer gegen die Regeln zur Eindämmung der Ausweitung des Coronavirus verstößt, den erwarten zum Teil hohe Geld-Strafen. Einzeltäter müssen bis zu 5000 Euro zahlen, Wiederholungstäter sogar bis zu 25.000 Euro.

Update, 8.22 Uhr: Die Spieler und die Führung des Bundesligisten Bayer Leverkusen erklären sich angesichts der Coronakrise zu einem Gehaltsverzicht bereit, vermeldet Rudi Völler, Sport-Geschäftsführer des Vereins. Er habe darüber mit Kapitän Lars Bender gesprochen.

Coronavirus in NRW: Kleiner Landtag am Dienstag

Update, 7.49 Uhr: Erste Gegenstimmen kommen aus: Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) fordert dazu auf, den Rettungsschirm nicht nur für die Wirtschaft zu konzipieren. Auch die gemeinnützigen Träger sollten Hilfe erhalten.  

Update, 7.24 Uhr: Heute ist es soweit: In einem kleinen Landtag, will das NRW-Parlament den Rettungsschirm von 25 Milliarden Euro spannen - den größten der Landesgeschichte. Mit dem Geld sollen die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie abgefedert werden. Armin Laschet (CDU) unterrichtet das Parlament um 10 Uhr über die Maßnahmen.

Coronavirus in NRW: Das ist Montag passiert

Update, 22.19 Uhr: Wir fassen jetzt hier den Tag in NRW mit Blick aufs Coronavirus noch einmal kompakt zusammen - und verabschieden uns damit von Ihnen. Bis morgen hier an gleicher Stelle, wenn u.a. der Landtag den dringend benötigten Rettungsschirm für die Wirtschaft über 25 Milliarden Euro verabschieden soll.

Leere Plätze, Straßen und Parks: Nach dem Kontaktverbot waren kaum noch Menschen in den sonst stark besuchten Innenstädten zu sehen. Wo Berufstätige normalerweise in die Bahnen strömen und Cafés bei strahlendem Himmel Besucher begrüßen, herrschte gähnende Leere. Auch auf den Autobahnen und Straßen der Großstädte waren nur noch wenige unterwegs.

NRW-Kommunalwahl wie geplant: Die Landesregierung hat offenbar keine Pläne für eine Verschiebung. "Die Kommunalwahl am 13. September 2020 wird stattfinden", sagte Kommunalministerin Ina Scharrenbach (CDU) in Düsseldorf. Die Parteien müssten ihre Wahlvorschläge bis zum 16. Juli bei den Wahlleitern einreichen. Deshalb gebe es noch Spielraum bei den Fristen.

Mehr als 8000 Infektionen: Die Zahl der Coronavirus-Infektionen lag um 16 Uhr bei 8224 Fällen - und damit 863 mehr als am Sonntag (11 Uhr). Die Zahl der gemeldeten Todesfälle erhöhte sich um acht auf nun 40 in NRW. Freitagnachmittag waren es noch 20 gewesen. Der besonders betroffene Kreis Heinsberg verzeichnet weiterhin die meisten Infektionen (1004). Infektionen melden längst alle 53 Kreise und kreisfreien Städte in NRW.

Coronavirus in NRW: BVB-Profis sollen auf Geld verzichten 

Update, 21.35 Uhr: Angesichts der Corona-Krise hat jetzt offenbar Borussia Dortmund seinen Fußball-Profis ein Modell vorgelegt, mit dem der Verein in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Millionen Euro sparen und so besser bestehen kann. Hier gibt es die Details dazu. 

Update, 21.04 Uhr: Der Flughafen Weeze am Niederrhein stellt in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch wegen der Corona-Krise bis auf weiteres den Linienbetrieb ein. Die letzte Ryanair-Maschine komme am Dienstagabend um 21.50 Uhr aus Thessaloniki an, sagte ein Sprecher am Montag. 

Für alle Bereiche des Airports sei Kurzarbeit beantragt worden, hieß es in einer Mitteilung. Ryanair - einzige Airline mit Linienflüge von und nach Weeze - hatte angekündigt, so gut wie alle Maschinen der gesamten Flotte am Boden zu lassen. Der kleine NRW-Flughafen im Kreis Kleve zählte 2019 etwa 1,2 Millionen Reisende.

Coronavirus in NRW: Dienstag tagt der "kleine" Landtag

Update, 20.15 Uhr: In ungewöhnlicher Zusammensetzung kommt der NRW-Landtag am Dienstag um 10 Uhr zu einer Sondersitzung zusammen. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) unterrichtet das Parlament über die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

Im Einvernehmen mit den Landtagsfraktionen soll im Schnellverfahren ein Nachtragshaushalt in Höhe von 25 Milliarden Euro zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen beschlossen werden. 

Wegen der Infektionsgefahr haben sich alle fünf Landtagsfraktionen darauf verständigt, nur mit einem Drittel ihrer Abgeordneten ins Plenum zu gehen. Zwischen den Mandatsträgern sollen jeweils zwei bis drei Sitze leer bleiben.

Update, 19.03 Uhr: In einem Kloster in Warburg ist am Sonntag trotz des NRW-weiten Verbotes ein Gottesdienst abgehalten worden. Die Polizei kam, griff aber nach Prüfung der Lage nicht ein. Der Gottesdienst war ohnehin fast vorbei. Eine Wiederholung dürfe es aber nicht geben, machten die Beamten klar.

Coronavirus in NRW: Online-Jobbörse für Erntehelfer

Update, 18.58 Uhr: Hunderte Landwirte aus Westfalen-Lippe haben Overalls, Schuhüberzieher und Gummihandschuhe für Arztpraxen und Krankenhäuser gespendet. Die original verpackte Ausrüstung ist eigentlich für Besuchergruppen auf Höfen gedacht. Jetzt hilft sie, im Kampf gegen das Coronavirus die Hygiene zu wahren, wie der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband am Montag mitteilte.

Weil vielen Obst- und Gemüsebetrieben Arbeitskräfte für die Ernte fehlen, will der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband Bauern und Erntehelfern über eine Online-Jobbörse zusammenbringen.

Es meldeten sich zunehmend Menschen, "die wegen der Coronavirus-Krise derzeit keine Arbeit haben und den Landwirten helfen möchten", erklärte der Bauernpräsident von Westfalen-Lippe, Hubertus Beringmeier. Sie können sich im Internet informieren, welche Betriebe Hilfe benötigen.

Update, 18.15 Uhr: Exklusiv-Interview mit dem Chef der Infektiologie der Uni-Klinik Essen, Oliver Witzke: Hier äußerst er sich über die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus und den aktuellen Stand der Dinge.

Coronavirus in NRW: Land stockt Hilfen des Bundes auf

Update, 18.12 Uhr: Damit auch kleine Unternehmen die Corona-Krise überleben, will das Land NRW die Hilfsprogramme des Bundes um zusätzliche Mittel aufstocken. Man wolle Unternehmen mit 10 bis 50 Beschäftigten zusätzliche Zuschüsse in Höhe von 25.000 Euro zahlen, hieß es am Montag in einer Mitteilung.

Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) und Finanzminister Lutz Lienenkämper (CDU) wollten diesen Vorstoß am Dienstag ihrem Kabinett präsentieren. Zuvor hatte das Bundeskabinett umfassende Hilfsprogramme auf den Weg gebracht: Kleinstfirmen, Solo-Selbstständige und Angehörige freier Berufe, die keine Kredite erhalten und nicht über Sicherheiten verfügen, sollen direkte Zuschüsse bekommen. 

Firmen mit bis zu fünf Beschäftigten bekommen eine Einmalzahlung von 9000 Euro für drei Monate, Firmen mit bis zu zehn Beschäftigten 15.000 Euro. Bundestag und Bundesrat sollen noch diese Woche zustimmen.

Update, 17.32 Uhr: Sicher stellvertretend für sehr viele, wenn nicht gar alle Polizei-Dienststellen in NRW bittet die Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis die Bürger aktuell darum, die 110 für akute Notfälle freizuhalten. "Der Notruf wird in den vergangenen Tagen immer häufiger mit Fragen zur Corona-Lage blockiert", heißt es. Berechtigte Anlässe im Zusammenhang mit Corona seien dann gegeben, wenn etwa Betrüger die Pandemie schamlos ausnutzen wollten.

Coronavirus in NRW: Jetzt mehr als 1000 Fälle im Kreis Heinsberg

Update, 17.24 Uhr: Im bundesweit am stärkten betroffenen Kreis Heinsberg ist die Zahl der Coronavirus-Fälle (Stand 16 Uhr am heutigen Montag) auf 1004 gestiegen - bei 21 Todesfällen, was mehr als der Hälfte aller in NRW entspricht (40).

Aus Köln werden inzwischen 809 Fälle gemeldet, aus Aachen/Städteregion Aachen 530 und aus dem Rhein-Sieg-Kreis 305. Die niedrigsten Zahlen gibt es aus Bottrop (17), dem Kreis Olpe (19), dem Kreis Höxter (21), Herne (23) und Remscheid (30).

Coronavirus in NRW: Polizei spricht Platzverweis aus

Update, 17.14 Uhr: Die Polizei im Kreis Warendorf musste nach eigenen Angaben - wie schon am Wochenende - auch heute Mittag wieder einschreiten, weil "sich drei Personen gemeinsam auf einem Parkplatz an der Königstraße in Ahlen aufhielten und Alkohol tranken". Beamte stellten die Identität der Personen fest und leiteten die Personalien zur Prüfung eines Verfahrens an die Stadt Ahlen weiter. Dazu gab's Platzverweise.

"Die Polizei wird gemeinsam mit Vertretern der Ordnungsämter in den Kommunen des Kreises die Einhaltung der Verordnung kontrollieren. Hier ziehen Polizei und Kommunen an einem Strang", wird Landrat Dr. Olaf Gericke zitiert. Die Polizei werde bei festgestellten Verstößen konsequent einschreiten und Verfahren einleiten. Im Kreis Warendorf sind bislang 203 Coronavirus-Fälle registriert worden.

Update, 17.08 Uhr: In Hagen wollte sich ein Baumarkt-Kunde partout nicht an die neuen Einlass-Regeln angesichts der Coronavirus-Pandemie halten. So kam es zu einem Handgemenge mit einem Security-Mitarbeiter. Die Polizei musste anrücken, wie unsere Redaktion hier berichtet.

Coronavirus in NRW: Von 8011 auf 8224 Infektionen 

Update, 16.38 Uhr: Das NRW-Gesundheitsministerium hat turnusmäßig zum zweiten Mal heute neue Fallzahlen vorgelegt. Danach gibt es im bevölkerungsreichsten Bundesland jetzt 8224 Infektionen. Die Zahl der Todesfälle liegt weiterhin bei 40.

Update, 16.22 Uhr: Supermarkt-Ketten reagieren auf die strengeren Auflagen für den Einzelhandel und beginnen, den Einlass in Märkte zu regulieren. In NRW soll nur ein Kunde auf zehn Quadratmeter Ladenfläche zugelassen werden. Das könne etwa durch Einlasskontrollen oder eine beschränkte Anzahl an Wagen oder Einkaufskörben geschehen, heißt es von der Rewe-Group.  

Update, 16.03 Uhr: Angesichts der prekären Lage in Krankenhäusern, spannt die Stadt Soest einen „Rettungsschirm“ für das Klinikum Soest, der alle bisherigen finanziellen Unterstützungen in den Schatten stellt.

Coronavirus in NRW: Polizei will neue Regelung konsequent überwachen

Update, 15.45 Uhr: Sogar die bekannte Quiz-Show "Wer wird Millionär" reagiert  auf die Corona-Krise: Die Sendung mit Moderator Günter Jauch führt einen neuen Joker ein. Der Grund: Die nächsten Sendungen werden im Rahmen des Kontaktverbots ohne Publikum gedreht. Dementsprechend entfallen die Joker bei denen der Kandidat alle oder nur einen aus dem Publikum zu Rate ziehen kann, teilt RTL mit.

Die neuen Joker: Beim "Millionärs-Joker" bilden ehemalige Gewinner der Sendung das Publikum. Einen darf der Kandidat dann befragen. Beim "Begleitpersonen-Joker" darf der Kandidat seine jeweilige Begleitperson mit ins Boot holen.

Außerdem gebe es weitere Neuerungen, um die sozialen Kontakte zu minimieren: Statt acht Kandidaten in der Auswahlrunde sind nur noch sechs. Die Episoden wurden bereits im März aufgezeichnet.

Coronavirus in NRW: Dortmunder Polizei mahnt und lobt Einwohner

Update, 15.30 Uhr: Die Dortmunder Polizei gibt in einer Pressemitteilung bekannt, dass sie gemeinsam mit dem Ordnungsamt "fest entschlossen" sei, die neuen Regelungen, die seit dem 22. März gelten, zu überwachen und durchzusetzen.

Sie appelliert an die Vernunft der Einwohner: "Allen Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt muss klar sein: Auch wenn die neuen Regelungen weitere Einschränkungen unserer Freiheiten bedeuten, zur Unterbrechung der Infektionskette sind sie enorm wichtig."

Die Polizei Dortmund lobt aber auch die Mitbürger: "Gerade am letzten Wochenende hat eine überwältigende Mehrheit der Dortmunderinnen und Dortmunder gezeigt, dass sie den Ernst der Lage erkannt haben", sagt der Polizeipräsident Gregor Lange.

Update, 15.14 Uhr: "Abstand halten" heißt es in der ganzen Bundesrepublik. Das Coronavirus schürt Sorge. Als eine Mann im Kreis Unna an der Kasse zu wenig Abstand gehalten hat, ist sein Vordermann ausgerastet und hat ihn attackiert - mit einem Besenstiel.

Update, 14.40 Uhr: NRW-Gesundheitsminister Laumann betont am Montag nochmal die Wichtigkeit, möglichst viele Beatmungsplätze in den Krankenhäusern zu schaffen. Bund und Land wollen den Kliniken Hilfe geben, um ihre Kapazitäten zu erweitern.

Coronavirus in NRW: Mobilität hat sich stark reduziert

Update, 13.40 Uhr: Vorsichtiger Optimismus: Die exponentielle Wachstumskurve flache etwas ab, sagte der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, am Montag in Berlin. Für eine definitive Bewertung sei es jedoch zu früh; er sei aber optimistisch, dass die Maßnahmen schon jetzt sichtbar seien - "was sehr früh ist, weil sie ja erst seit einer Woche wirklich gefahren werden." Aus Handydaten schließe das RKI, dass sich die Mobiliät in Deutschland zuletzt schon reduziert habe - "aber es reicht noch nicht." 

Update, 13.32 Uhr: Mehr als 100 Lehrer aus dem Regierungsbezirk Münster haben bei den örtlichen Gesundheitsämtern ihre Unterstützung angeboten. Das hat eine Abfrage bei den öffentlichen Berufskollegs ergeben, teilte die Bezirksregierung mit. Insbesondere medizinisch vorgebildete Lehrkräfte, die vor ihrem Schuldienst Arzt, Laborant oder Pfleger waren, kommen für die Hilfstätigkeiten in Frage. 

Das Ziel, eine weitere Ausbreitung des vorgenannten Coronavirus so weit wie möglich hinauszuzögern, fordert die örtlichen Gesundheitsämter zunehmend. Um sie zu unterstützen, können nun verbeamtete Lehrkräfte abgeordnet und entfristet beschäftigte Lehrkräfte auf freiwilliger Basis bei Bedarf den Gesundheitsämtern zugewiesen werden. Die Nachfrage sei aber bisher gering, heißt es. 

Coronavirus in NRW: Hilfspaket für Bürger

Update, 13.20 Uhr: Das Bundeskabinett hat sein Hilfspaket für Familien, Mieter, Beschäftigte, Selbstständige und Unternehmen in der Coronakrise geschnürt. Gleich mehrere Schutzschirme und umfangreiche Rechtsänderungen wurden am Morgen in Berlin beschlossen. Im Schnellverfahren soll bereits am Mittwoch der Bundestag, am Freitag dann der Bundesrat den Maßnahmen zustimmen. Für das Hilfspaket will die Bundesregierung rund 156 Milliarden Euro neue Schulden machen - die schwarze Null fällt, die Abgeordneten sollen am Mittwoch eine Notfallregelung in der Schuldenbremse in Kraft setzen. 

Folgende Maßnahmen umfasst das Hilfepaket: 

  • Kleine Firmen und Solo-Selbstständige sollen über drei Monate direkte Zuschüsse bekommen, die Rede ist von bis zu 15.000 Euro
  • Großunternehmen sollen über einen Stabilisierungsfonds mit Kapital gestärkt werden, der Staat soll sich notfalls an den Firmen beteiligen können
  • Noch am Montag startet ein unbegrenztes Sonder-Kreditprogramm der Förderbank KfW
  • Vermieter sollen ihren Mietern nicht mehr kündigen dürfen, wenn diese wegen der Coronakrise in Mietrückstand geraten
  • Bei der Hartz-IV-Antragstellung entfällt die Vermögensprüfung und die Prüfung der Höhe der Wohnungsmiete für ein halbes Jahr
  • Familien mit Einkommenseinbrüchen sollen leichter den Kinderzuschlag bekommen
  • Die Regeln zur Kurzarbeit werden erweitert
  • Deutschlands Krankenhäuser sollen mit mehr als einer Milliarde Euro unterstützt werden

Update, 13.15 Uhr: In Mechernich wird aus einem Fastfood-Drive-In eine Corona-Teststation. In einer ehemaligen Burger-King-Filiale hat das Gesundheitsamt die Abnahmestelle eingerichtet. Seit Montag werden an einem Schalter Proben entgegengenommen, die sich die Menschen selbst im Auto mit Teststäbchen und Röhrchen entnehmen können. Gestestet wird nur, wer sich ausweisen kann und in Absprache mit seinem Hausarzt einen Termin vereinbart hat. 

Update, 12.20 Uhr: Der Landrat des Kreis Heinsberg, Stephan Pusch, hat China um Hilfe gebeten: In einem offenen Brief an den chinesischen Staats- und Parteichef Xi Jinping bittet er um Unterstützung bei der Beschaffung von Schutzmaterialien. Die im Landkreis verfügbaren Masken oder Schutzkittel reichten nur noch für ein paar Tage, heißt es weiter. Der Brief ist an die chinesische Botschaft in Berlin adressiert, Pusch bittet auch um einen Erfahrungsaustausch mit Medizinern in China, die "offensichtlich die meisten Erfahrungen im Umgang mit Eindämmung Bekämpfung" des Coronavirus gemacht hätten. 

Update, 11.20 Uhr: Tolle Aktion in Werl: Um Kassiererinnen, Pflegepersonal, ältere Patienten und letztlich jeden Einzelnen besser gegen eine Infektion zu schützen, hat die Ärzteschaft eine Nähaktion angestoßen: Viele Frauen in der Wallfahrtsstadt sind schon dabei und nähen selbst Mundschutz-Masken, die dann verteilt werden. Die Aktion ist erst am Wochenende gestartet; am Montag waren schon 500 Masken fertig, 500 weitere in Arbeit. 

Update, 11 Uhr: Neue offizielle Zahlen liegen vor: Danach hat sich die Zahl der Coronavirus-Infektionen im bevölkerungsreichsten Bundesland auf8.011 erhöht, im Zusammenhang mit einer Erkrankung starben demnach bisher 40 Patienten.

Die meisten nachgewiesenen Infektionen werden nach wie vor aus dem Kreis Heinsberg gemeldet (984), gefolgt von Köln (809). Mit deutlichem Abstand folgt Aachen/Städteregion Aachen (513). An vierter Stelle der Rhein-Sieg-Kreis (305).

Update, 10.10 Uhr: Die Deutschen Meisterschaften der Spring- und Dressurreiter wird verlegt: Das Balve Optimum soll nun nicht vom 7. bis 10. Mai, sondern vom 17. bis 20. September stattfinden. Die Dressur-Meisterschaft war ursprünglich als eine von zwei Olympia-Qualifikationen geplant.

Update, 10.05 Uhr: Leere Innenstädte, verwaiste Cafés: Nach Inkrafttreten der verschärften Regeln zum Schutz vor weiteren Coronavirus-Infektionen sind in NRW kaum noch Menschen auf den Straßen unterwegs. Die Hauptverkehrsachsen sind - zumal für einen Montag - nur schwach frequentiert. NRW-Innenminister Herbert Reul hält derweil die beschlossene Kontaktsperre für kontrollierbar. Verantwortlich sei aber nicht allein die Polizei, sondern auch die Ordnungsämter und Ordnungsdienste. Gebe es Menschenansammlungen, müsse eingeschritten werden. 

Update, 9.45 Uhr: Abgesperrte Parkplätze, Einlasskontrollen, Sicherheitsdienste: Baumärkte sind in diesen Tagen Besuchermagnete - und müssen den Zustrom steuern. In Hamm etwa erlebten die Händler am Samstag einen Heimwerker-Ansturm

Coronavirus in NRW: "Historische Krise"

Update, 8.55 Uhr: Der Medizinhistoriker Philipp Osten wertet dieKrise als historisches Ereignis. "Wir können unseren Kindern nicht sagen, dass wir so etwas schon einmal erlebt hätten", sagte der Leiter des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin beim Uniklinikum Hamburg-Eppendorf der Neuen Osnabrücker Zeitung. Am ehesten sei die Situation mit dem Reaktor-Unglück von Tschernobyl zu vergleichen.

Update, 8.50 Uhr:  Unternehmen warten angesichts der Coronakrise dringend auf Staatshilfen. "Soforthilfe ist das Gebot der Stunde", bekräftigte Wolfgang Ewerm Präsident des Bundesverbans der Freien Berufe. Das sei absolut wörtlich zu nehmen. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband spricht von "verheerenden" Folgen der Pandemie. Existenzen seien akut gefährdet, Arbeitsplätze stünden auf dem Spiel. Das Bundeskabinett will am Montag umfassende Maßnahmen auf den Weg bringen. Geplant ist unter anderem ein Milliardenprogramm mit direkten Zuschüssen für kleine Firmen, Solo-Selbstständige und Freiberufler. Auch ein Rettungsfonds ist geplant, der auch die Beteiligung des Staates an Großunternehmen ermöglichen soll. 

Coronavirus in NRW: Ungewöhnliche Verkehrslage am Montagmorgen

Update, Montag, 23. März, 7.30 Uhr: Guten Morgen und willkommen zum Newsticker in einer neuen Woche. Wir werden auch heute die Lage in NRW im Blick behalten. Nach Angaben offizieller Stellen sind in Deutschland fast 25.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung starben bisher 95 Menschen. Nach wie vor sind die Infektionszahlen im Bundesland Nordrhein-Westfalen bundesweit am höchsten. 

Wer am Montag mit dem Auto zur Arbeit unterwegs ist, findet sich in einer ungewöhnlichen Verkehrslage: Fast überall im Land ist freie Fahrt. Laut WDR-Staumelder staute es sich um 7 Uhr im gesamten Bundesland auf lediglich neun Kilometern, allein vier Kilometer Stau wurde von der A40 nahe Dortmund Richtung Essen gemeldet.  

+++ Unsere Berichterstattung bis einschließlich Montag, 22. März 2020, können Sie hier nachlesen:  

zum Newsticker: Coronavirus in NRW - alle Entwicklungen bis einschließlich 22. März 2020

Quelle: wa.de

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