Regelverschärfung

Corona-Risikomarke überschritten – drohen strengere Regeln in Bielefeld?

In Bielefeld wurde die 7-Tage-Inzidenz von 200 Corona-Infektionen überschritten. Nun drohen der NRW-Stadt schärfere Maßnahmen.

Update: 30. November, 20.50 Uhr. Die neue Coronaschutzverordnung wurde von der NRW-Landesregierung veröffentlicht. Ab Dienstag (1. Dezember) gilt die neue Fassung. Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, sollen die Menschen ihre Kontakte weiter reduzieren. Die Bereiche Kultur, Freizeit, Sport und Gastronomie bleiben geschlossen. In Bielefeld gilt auf öffentlichen Plätzen und Straßen außerdem eine Maskenpflicht.

Trotz des Corona-Lockdowns war die Innenstadt am vergangenen Wochenende sehr voll. Wegen des Black Friday strömten die Massen in die Geschäfte, um auf Schnäppchenjagd zu gehen. Aufgrund des Shopping-Chaos in Bielefeld beschloss die Stadt nun härter durchgreifen zu wollen und verstärkt auf die Einhaltung der Maskenpflicht so wie den Mindestabstand zu kontrollieren.

Bielefeld: Corona-Neuinfektionen in der kreisfreien NRW-Stadt zuletzt deutlich gestiegen

Bielefeld – Angesichts der Beschlüsse, die Bund und Länder am Mittwoch in einer Pressekonferenz mit Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) und Michael Müller (SPD) vorgetragen haben, müsste die nordrhein-westfälische Stadt Bielefeld kurzfristig seine Corona-Regeln verschärfen. Zuletzt waren hier die Corona-Neuinfektionen massiv gestiegen.

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Bundesland NRW

Bielefeld: Inzidenzwert über 220 – Stadt berät über Verschärfung der Corona-Regeln

Die aktuellen Corona-Fallzahlen in Bielefeld* sprechen eine klare Sprache: Am Freitag (27. November) meldete das Robert Koch-Institut 143 Neuinfektionen. So viele hatte es in der kreisfreien Stadt bisher noch nicht gegeben. Die 7-Tage-Inzidenz stieg auf 221,4. Damit wurde der kritische Wert von 200 deutlisch überschritten.

Die Coronavirus-Regeln* müssten nun verschärft werden, wenn es nach den Beschlüssen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder geht. Strengere Maßnahmen könnten in den Schulen oder bei der Maskenpflicht in Bielefeld eingeführt werden. Doch Krisenstabsleiter Ingo Nürnberger will zunächst abwarten, bis das Land die Übereinkünfte der Politiker in eine neue Coronaschutz-Verordnung gekleidet hat, und wie sich die Infektionszahlen übers Wochenende entwickeln, berichtet das Westfalen-Blatt.

Bielefeld: Entscheidung über strengere Corona-Regeln soll nicht vor Montag fallen

In Bielefeld könnten die hohen Corona-Infektionszahlen zu einer baldigen Überlastung des Gesundheitswesens führen. Die vielen Corona-Patienten würden die Kliniken vor große Probleme und Herausforderungen stellen, betonte der Krisenstabsleiter. Zu viele Fälle gebe es derzeit vor allem in Altenheimen und Einrichtungen der Behindertenhilfe. „Am Montag tagt wieder der Krisenstab. Dann werden wir entscheiden, wie es weitergeht“, so Ingo Nürnberger weiter.

In den Schulen in Bielefeld könnte ein Hybrid- oder Wechselunterricht eingeführt werden, um das Infektionsrisiko in den Bildungseinrichtungen auf ein Minimum zu reduzieren. Die Klassen und Kurse müssten dafür dann in kleinere Gruppen eingeteilt werden. Die eine Hälfte der Schüler würde dann online unterrichtet bekommen, während die übrigen Mädchen und Jungen im Klassenzimmer sitzen. Schüler und Lehrer seien inzwischen besser mit Tablet-Computern ausgestattet. Dennoch würden sich angehende Abiturienten bereits Sorgen um ihre bevorstehenden Abschlussarbeiten machen. (*Owl24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes.)

Rubriklistenbild: © Pavel Golovkin/dpa

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