Beschädigte Rekord-Sandburg in Duisburg wird repariert

+
Die höchste Sandburg der Welt wird Montag im Landschaftspark Nord in Duisburg (Nordrhein-Westfalen) mit Hilfe eines Hubsteigers repariert.

[Update, 16.30 Uhr] Duisburg - Steckt eine Mutprobe oder eine Wette dahinter? Unbekannte sind an der höchsten Sandburg der Welt hochgeklettert. Sie haben nicht nur großen Schaden angerichtet, sondern sich selbst in Gefahr gebracht.

Die höchste Sandburg der Welt wird nach einer lebensgefährlichen und tiefe Abdrücke zurücklassenden Kletteraktion Unbekannter wieder hergerichtet. Seit Montagmorgen sind zwei Sandkünstler mit der Reparatur der beschädigten Stellen beschäftigt. 

Die Arbeiten könnten voraussichtlich erst am Mittwoch abgeschlossen werden, sagte ein Sprecher des Unternehmens Schauinsland Reisen, das der Veranstalter des riesigen Sandburg-Baus ist. Komplett in den Originalzustand lasse sich die mehr als 16 Meter große Burg aber nicht mehr bringen.

In der Nacht zum Sonntag seien mehrere Personen bis zu acht Meter hoch geklettert und hätten Fußabdrücke hinterlassen. Auch eine der eingeschnitzten Sandskulpturen sei zerstört worden. Dabei hätten sich die unbekannten Kletterer in große Gefahr begeben. Sie hätten leicht unter tonnenweise Sand begraben werden können, sagte der Sprecher.

Auch der künstlerische Leiter Benno Lindel wies auf die Gefahr hin, in die sich die Kletterer gebracht hätten: Das sei "saugefährlich", denn es könnten sich schnell mehrere Tonnen Sand lösen und leichtsinnige Kletterer würden verschüttet, sagte er dem WDR. Durch die Kletteraktion sei unter anderem die Nachbildung des Schiefen Turms von Pisa beschädigt worden.

Die Sandburg war am 1. September fertiggestellt worden. Mit 16,68 Metern Höhe war sie von der auf kuriose Rekorde spezialisierten Firma "Guinness World Records" zur höchsten Sandburg aller Zeiten erklärt worden. Die Sandburg soll bis zum 24. September im Landschaftspark Duisburg-Nord stehen. Danach werden die 3500 Tonnen Sand zurück nach Bottrop gebracht. Eine Bottroper Firma hatte den Sand ausgeliehen.

Strafanzeige will das Unternehmen nicht erstatten. Die Polizei Duisburg ermittelt trotzdem: Sollte die Sandburg offiziell als Kunstwerk eingestuft werden, würde die Beschädigung eine "gemeinschädliche Sachbeschädigung" darstellen. In dem Fall braucht es keine Anzeige des Besitzers, damit sich die Polizei einschaltet. - dpa

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare