Polizisten helfen im Wachdienst

NRW baut Abschiebehaftanstalt in Büren auf 140 Plätze aus

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Stacheldraht

Düsseldorf - In der Abschiebehaftanstalt Büren sollen befristet Polizeibeamte im Wachdienst eingesetzt werden. Noch im Mai werde die Anstalt von 120 auf 140 Plätze ausgebaut, teilte das NRW-Innenministerium am Mittwoch mit.

Um die Bewachung zu gewährleisten, würden befristet insgesamt zwölf Beamte im Früh- und Spätdienst eingesetzt. "Nur dank dieser kurzfristigen Unterstützung der NRW-Polizei ist der schnelle Ausbau möglich", sagte Innenminister Ralf Jäger (SPD). 

Derzeit werde zusätzliches Personal gesucht, das die Polizisten Ende Juli ablösen könne. Der NRW-Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Arnold Plickert, sprach von einer Ausnahme. 

Schon einmal, vor eineinhalb Jahren, hätten Polizeibeamte befristet geholfen. "So eine Notsituation sehe ich hier auch", sagte der GdP-Chef. Sie solle bis zum 30. Juni befristet sein. 

Die GdP sei ansonsten gegen den Einsatz von Polizisten als Sicherungsbeamte in Abschiebehaftanstalten. Laut Plickert geht es um etwa 35 Polizisten einer Einsatzhundertschaft aus Bielefeld. 

"Dass die Kollegen nicht begeistert sind, kann ich verstehen", sagte er. Sie sollten in der kommenden Woche eingewiesen und ab der Folgewoche eingesetzt werden. Über das Vorhaben hatte zuvor die "Rheinische Post" berichtet.

Quelle: wa.de

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