Petri-Jünger räucherten am Karfreitag 250 Forellen in Holtwick

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250 geräucherte Forellen wechselten am Karfreitag in Holtwick den Besitzer. Bis es soweit war, hatten Sven Uesbeck, Sabine Kalytta, Herbert Fiege, Bruno Kalytta, Klaus Dieker, Christian Söllner, René Hermanns, Sandra Böcker, Daniel Althoff und Georg Schürjann alle Hände voll zu tun.

Ein großer Menschenandrang herrschte am Karfreitag gegen Mittagszeit an „Pepe´s Hütte“ in Holtwick. Grund dafür war das „Karfreitags-Räuchern“, eine alte Münsterländer Tradition, die der Fischereiverein Petri Jünger Holtwick e.V. durchführte.

Bereits ab 7 Uhr morgens waren die ersten Mitglieder vor Ort, um alles für die Räucher-Aktion vorzubereiten. Jeder Handgriff der Helfer saß. Nach einem gemeinsamen Frühstück in ihrem Vereinsheim wurden anschließend ganze drei Räuchervorgänge in vier großen Räucheröfen durchgeführt, um die Rekordsumme von erstmals 250 vorbestellten Forellen abzuarbeiten. „So viele Fische waren es vorher noch nie!“, freute sich auch Pressewartin Sabine Kalytta. 

Die fangfrischen Regenbogenforellen stammten allesamt aus der Zucht des befreundeten Angelvereins ASV Schöppingen. „Da stimmt neben der Quantität auch die Qualität“, bemerkte Michael Althoff. „In diesem Jahr sind die Forellen besonders groß. Das Fleisch beträgt pro Fisch rund 300 Gramm“, fügte Geschäftsführer Herbert Fiege hinzu. 

Nachdem die Öfen rund 30 Minuten vorgeheizt wurden, kamen die in Salzlake eingelegten Forellen zunächst für rund 20 Minuten zum Trocknen hinein. Der eigentliche Räuchervorgang dauerte dann noch einmal rund eine Dreiviertelstunde. 

Die Abnehmer dieser lecker zubereiteten Karfreitagsspezialität ließen dann auch nicht lange auf sich warten. Viele von ihnen waren Stammgäste aus Holtwick, Coesfeld, Legden oder auch Billerbeck, die schon vor Jahren die schmackhafte Zubereitungsart der Forellen für sich entdeckt haben. Erst am Nachmittag gegen 15 Uhr war die Arbeit für die rund 12 Mitglieder getan. 

Dass der Angelverein kostendeckend arbeitet, versteht sich dabei von selbst. „Wir wollen mit dieser Aktion keinen Gewinn machen. Als wir vor vielen Jahren das „Karfreitags-Räuchern“ ins Leben gerufen haben, da war unsere Intention, dass wir unseren Gästen die Möglichkeit geben wollen, lecker zubereiteten Fisch zu einem bezahlbaren Preis anzubieten. Und dass das so funktioniert, beweisen die vielen vorbestellten Fische und die zufriedenen Gesichter“, resümierte der Vorstand am Ende des Tages.

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