Nadine Grams und Christian Rohloff fahren bei dem Baltic Sea Circle 7.500 Kilometer um die Ostsee

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Nadine Grams und Christian Rohhoff mit ihrem Zuhause für die nächsten Wochen: Der Volvo 850, Baujahr 1995, wurde mit Aufklebern der Sponsoren versehen.

Osterwick/Velen. Motorfreaks sind die beiden schon ihr ganzes Leben lang: Die Osterwickerin Nadine Grams und der Velener Christian Rohloff teilen die Leidenschaft für alte Fahrzeuge. Rohloff wollte schon immer bei einer Rallye mitfahren und suchte nach der passenden Gelegenheit. Der Baltic Sea Circle weckte aufgrund der interessanten Route und dem gemeinnützigen Charakter sofort das Interesse bei den beiden Freunden. Nach nur wenigen Minuten stand die Entscheidung für das Duo fest: „Da müssen wir mitfahren.“ Am Samstag, 16. Juni, heißt es dann in Hamburg: Motoren an und los geht’s in ein großes Abenteuer.

Von Aufregung ist bei den beiden allerdings keine Spur. Entspannt sehen sie dem Start am Samstagmorgen entgegen. „Ich realisiere das noch gar nicht richtig, dass es bald soweit ist“, erklärt Grams. Dabei wird die Reise nicht ohne Herausforderungen ablaufen. Ohne Navigationsgerät geht es nur mithilfe von Karten 7 500 Kilometer rund um die Ostsee, durch Skandinavien, Russland, das Baltikum, Polen und Deutschland. Autobahnen dürfen nicht benutzt werden. Bei der 16-tägigen Fahrt bedeutet das circa acht Stunden Fahrzeit pro Tag. „Ich bin das schon von Roadtrips durch England und Irland gewohnt. Ich denke nicht, dass das ein Problem wird“, so Rohloff. Hinzu kommen unerwartete Hindernisse wie etwa der momentane Schneefall in Skandinavien. „Damit rechnet man im Sommer ja nicht. Die Schneeketten bleiben trotzdem zuhause“, schmunzelt der Velener.

Ganz alleine sind die beiden in ihrem Volvo 850 Kombo, Baujahr 1995, natürlich nicht unterwegs – insgesamt starten 260 Teams bei dem Baltic Sea Circle. „Bei fast 500 Leuten bleibt die WhatsApp-Gruppe nie lange still“, lacht die Osterwickerin. Gemeinsam soll dann am Nordkap die Mittsommernachtswende gefeiert werden. Die meiste Zeit verfolgt jedes Team allerdings eine individuelle Route.

Bei der Fahrt durch zehn Länder erhoffen sich die beiden viele neue Erfahrungen. Das Highlight für Christian Rohloff: Die Inselgruppe Lofoten in Nordnorwegen. „Das stelle ich mir sehr faszinierend vor.“ Seine Reisegefährtin ist hingegen eher von Russland angetan: „Da wollte ich schon immer einmal hinfahren. Meinen Mann konnte ich davon nicht begeistern. Deswegen ist die Rallye die perfekte Gelegenheit.“ Das Duo führt es nun sogar während der WM nach Russland. Mit dem Gedanken auch zu einem Fußballspiel zu gehen, haben die beiden zuerst schon gespielt: „Aber das war uns dann doch zu riskant. Wir planen unsere Route lieber spontan und wollen uns nicht vorher festlegen.“

Ziel des Duos ist bei der abenteuerlichen Route allerdings nicht nur so viel wie möglich von der Landschaft aufzusaugen, sondern vor allem auch möglichst viele Spenden zu sammeln. Als Empfänger hat sich das Team „charityfriends“ die Hospizbewegung Westmünsterland, Velen e.V. und die Königskinder – ambulanter Hospizdienst für Kinder und Jugendliche ausgesucht. „Die Hospizdienste leisten so wichtige Arbeit. Das wollen wir durch unsere Teilnahme an der Rallye gerne unterstützen“, betont Grams.

Zum Thema Spendenfahrt: 

Auf ihrer Facebookseite charityfriends kann das Abenteuer der Freunde verfolgt werden. Spenden können auf der Webseite https://www.betterplace.org/de/fundraising-events/30440-bsc2018-charityfriends abgeben werden. Die Spenden gehen an Gutes für die Hospizbewegung Westmünsterland, Velen e.V. und an Königskinder – ambulanter Hospizdienst für Kinder und Jugendliche.

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